26.03.2026
Die Helaba hat im Geschäftsjahr 2025 trotz hoher geopolitischer Unsicherheiten ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 731 Mio. Euro und damit auf dem Niveau der Vorjahre (2024: 767 Mio. Euro, 2023: 722 Mio. Euro) erzielt. Das Konzernergebnis nach Steuern ging leicht um -2,3 Prozent zurück auf 514 Mio. Euro (Vorjahr: 526 Mio. Euro).
„Dieses gute Ergebnis auf dem Niveau der starken Vorjahre unterstreicht gerade angesichts der anhaltenden geopolitischen und konjunkturellen Unsicherheiten erneut die Stabilität und die operative Stärke unseres breit diversifizierten Geschäftsmodells. Alle Marktsegmente haben einen positiven Beitrag geliefert“, bilanziert Thomas Groß, CEO der Helaba. „Der Provisionsüberschuss legte weiter zu. Parallel konnten wir den Risikovorsorgeaufwand erneut reduzieren. Das Neugeschäft wurde zudem spürbar gesteigert. Die ganze Entwicklung bestärkt uns darin, unseren Weg konsequent weiterzugehen. Wir investieren in unsere Zukunft, in Wachstumsinitiativen, in unsere IT-Infrastruktur und in AI-Projekte“, so Groß.
„Wir investieren in unsere Zukunft, in Wachstumsinitiativen, in unsere IT-Infrastruktur und in AI-Projekte.“
Thomas Groß
CEO
Die operativen Erträge lagen mit 2.902 Mio. Euro (Vorjahr: 2.916 Mio. Euro) trotz des herausfordernden Umfelds auf dem Niveau des Jahres 2024. Der Provisionsüberschuss legte um 2,8 Prozent auf 594 Mio. Euro (Vorjahr: 578 Mio. Euro) zu. Das Fair-Value-Ergebnis stieg deutlich auf 228 Mio. Euro (Vorjahr: 96 Mio. Euro) und konnte damit in Teilen den marktbedingten Rückgang des Zinsüberschusses um -10,8 Prozent auf 1.602 Mio. Euro (Vorjahr: 1.797 Mio. Euro) kompensieren. Im nichtzinstragenden Geschäft wuchs das Ergebnis aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien um 6,6 Prozent auf 308 Mio. Euro (Vorjahr: 289 Mio. Euro).
Die Netto-Zuführung zur Risikovorsorge reduzierte sich sowohl im Immobiliengeschäft als auch im Firmenkundenportfolio weiter, und zwar insgesamt um 24,4 Prozent auf -265 Mio. Euro (Vorjahr: -351 Mio. Euro). Dazu gehören Netto-Zuführungen in Höhe von 51 Mio. € in Form von Post Model Adjustments (PMA) insbesondere zur Abdeckung geopolitischer Risiken (PMA-Bestand bei 123 Mio. €).
Der Verwaltungsaufwand stieg um -6,0 Prozent auf -1.907 Mio. Euro (Vorjahr:
-1.798 Mio. Euro) an. Hier machten sich insbesondere die Investitionen in Wachstumsinitiativen, die IT-Infrastruktur, die Weiterentwicklung der Digitalstrategie und AI-Projekte bemerkbar. Zudem schlugen gestiegene Personalkosten aufgrund von Tarifanpassungen und ein gezielter Personalaufbau sowie strukturelle Faktoren zu Buche.
Thomas Groß: „Die nachhaltige Transformation der Wirtschaft und die angestoßenen Zukunftsinvestitionen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland bieten Chancen für weiteres Wachstum für unsere Kunden und für uns. Diese zu nutzen, sind wir gut aufgestellt. Angesichts hoher Investitionen in unser zukünftiges Wachstum, aber auch wegen der zuletzt wieder gestiegenen geopolitischen Unsicherheiten rechnen wir für das Jahr 2026 mit einem Ergebnis zwischen 600 und 700 Mio. Euro.“ Mittelfristig zeigt sich Groß
unverändert optimistisch: „Unsere strategischen Wachstumsinitiativen entfalten sukzessive ihre Wirkung. Wir halten unverändert an unserer Prognose fest, dass das Konzernergebnis vor Steuern mittelfristig auf über eine Milliarde Euro steigt.“
„Unsere strategischen Wachstumsinitiativen entfalten sukzessive ihre Wirkung. Wir halten unverändert an unserer Prognose fest, dass das Konzernergebnis vor Steuern mittelfristig auf über eine Milliarde Euro steigt.“
Thomas Groß
CEO
Die CET1-Quote stieg – u.a. bedingt durch die CRR III-Umstellung – deutlich auf 16,7 Prozent (Vorjahr: 14,2 Prozent) und lag damit weiterhin deutlich über den regulatorischen Anforderungen.
Der Return on Equity belief sich auf 6,7 Prozent (Vorjahr: 7,3 Prozent).
Die Cost Income Ratio betrug 65,7 Prozent (Vorjahr: 61,7 Prozent).
Das Sonstige Ergebnis (inkl. Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen) legte um 8,6 Prozent auf 171 Mio. Euro zu (Vorjahr: 158 Mio. Euro).
Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich leicht auf 201,8 Mrd. Euro (31.12.2024: 200,6 Mrd. Euro).
Im Segment Immobilien erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern auf 198 Mio. Euro (Vorjahr: 110 Mio. Euro). Die Zuführung zur Risikovorsorge reduzierte sich auf -98 Mio. Euro (Vorjahr: -158 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss lag mit 460 Mio. Euro leicht unter dem des Vorjahreszeitraums von 495 Mio. Euro. Das mittel- und langfristige Neugeschäft hat sich mit 7,5 Mrd. Euro weiter positiv entwickelt (Vorjahr: 3,9 Mrd. Euro).
Das Vorsteuerergebnis im Segment Corporates & Markets legte deutlich auf 182 Mio. Euro (Vorjahr: 138 Mio. Euro) zu. Dies ist vor allem auf den Anstieg des Handelsergebnisses und den geringeren Risikovorsorgebedarf zurückzuführen. Eine hohe Kundennachfrage und positive Bewertungseffekte ließen das Handelsergebnis deutlich auf 172 Mio. Euro anwachsen (Vorjahr: 15 Mio. Euro). Die Zuführung zur Risikovorsorge ging zurück auf -80 Mio. Euro (Vorjahr: -123 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss lag mit 673 Mio. Euro leicht unter Vorjahr (Vorjahr: 709 Mio. Euro).
Im Segment Retail & Asset Management lag das Ergebnis vor Steuern bei 386 Mio. Euro (Vorjahr: 447 Mio. Euro). Hintergrund ist unter anderem ein im Jahr 2024 verzeichneter einmaliger positiver Bewertungseffekt bei der Frankfurter Sparkasse sowie der moderate Anstieg des Verwaltungsaufwands und eine höhere Risikovorsorge. Die Risikovorsorge belief sich auf -32 Mio. Euro (Vorjahr: -12 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss ging insbesondere aufgrund der gesunkenen Passivmargen im Einlagegeschäft moderat zurück auf 395 Mio. Euro (Vorjahr: 423 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss legte auf 337 Mio. Euro zu (Vorjahr: 313 Mio. Euro).
Das Segment Fördergeschäft erzielte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 62 Mio. Euro). Grund hierfür sind im Wesentlichen ein rückläufiges Zinsergebnis und eine moderat steigende Kostenentwicklung. Im Segment wird im Wesentlichen das Geschäft der WIBank dargestellt. Die WIBank übernimmt bedeutende Förderaufgaben für das Land Hessen. Neben dem Förderkreditgeschäft, das einen entsprechenden Zinsüberschuss generiert, nimmt die WIBank als Dienstleisterin weitere Aufgaben des Landes Hessen und anderer öffentlicher Verwaltungsträger wahr.
Das Vorsteuerergebnis im Segment Sonstige (inklusive Konsolidierung) lag mit -81 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 10 Mio. Euro). Ursachen hierfür sind vor allem der rückläufige Zinsüberschuss und der Ergebnisrückgang der OFB. Positiv entwickelte sich insbesondere das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und anderen zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (Nichthandel). Der im Vergleich zum Vorjahr etwas geringere Risikovorsorgeaufwand ist im Wesentlichen auf die Vorsorge für geopolitische Risiken zurückzuführen.