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27.07.2020

Trend zur Nachhaltig­keit im Schuld­schein­markt

  • Schuldscheine (SSD) in Höhe von 4,6 Mrd. im zweiten Quar­tal platziert
  • Trotz Corona hohe Nach­frage auf Seiten der Investoren
  • Spreads aktuell wieder geringer, aber noch auf hohem Niveau
  • Grüne Emissionen und Zins­kopplung an ESG-Indika­toren nehmen zu

 Im zweiten Quartal sind von 18 Emittenten Schuld­scheine im Gesamt­volumen von 4,6 Mrd. Euro platziert worden. Volumen und Zahl der Emissionen waren deutlich geringer als im zweiten Quartal des Vor­jahres, aber auf dem Niveau der letzten beiden Quar­tale. Alle SSD-Trans­aktionen waren überzeich­net, bei einigen ermöglich­te die hohe Nach­frage zu­dem einen früh­zeitigen Order­buch­schluss. Dabei nahm der Anteil an grünen Emissionen und Schuld­scheinen mit Zins­kopplung an ESG (Environ­ment, Social, Governance)-Indika­toren weiter zu.

„Für Kunden mit einer guten Boni­tät haben wir den Schuld­schein­markt auch während des Lock-Downs in Deutsch­land offen gehalten.“

Hans-Dieter Kemler
Vorstands­mitglied der Helaba


„Für Kunden mit einer guten Bonität haben wir den Schuld­schein­markt auch während des Lock-Downs in Deutsch­land offen ge­halten“, betont Hans-Dieter Kemler, Vorstands­mitglied der Helaba. So konnte die Helaba, als eine der führenden SSD-Banken, in dieser Zeit verschiedene Trans­aktionen aus dem In- und Aus­land er­folg­reich platzieren. Während ge­rade zu Beginn der Krise am An­leihen­markt die Spreads regel­recht davon ge­eilt sind, konnte sich der Schuld­schein­markt aufgrund geringerer Volatilität be­haupten. Zwar sind die Neu­emissions­prämien in bei­den Seg­menten in der Zwischen­zeit wieder ge­sunken, ver­harren aber auf etwas höherem Niveau im Ver­gleich zu Zeiten vor dem Ausbruch der Pandemie. „Sicherlich haben einige Emittenten ihre Platzierungs­projekte ver­schoben. Für die zweite Jahres­hälfte rech­nen wir mit einer weiter­hin soliden Ent­wicklung“, so Kemler. Dafür spreche auch, dass sich gegen Ende des zweiten Quartals bereits elf Schuld­scheine im Markt be­fänden, die im dritten Quar­tal valu­tiert werden.

Thema Nach­haltig­keit ge­winnt an Be­deu­tung

Deutlich zu er­kennen ist, dass das Thema Nach­haltig­keit am Schuld­schein­markt an Bedeutung gewinnt. So wurden im ersten Halbjahr rund 1,6 Mrd. Euro an nach­haltigen Schuld­scheinen begeben. Die Helaba gehört auch in diesem Markt­segment zu den führenden Arrang­euren und hat im ersten Halb­jahr u.a. die Trans­aktionen der der EVN Energie­ver­sorgung Nieder­öster­reich AG und der Schaeffler AG begleitet.

Dass sich dieser Trend unge­brochen fort­setzt, zeigt auch der jüngst be­gebene ESG-linked Schuld­schein der Aurubis AG. Das Ham­burger Unter­nehmen hat ein Vo­lumen von 400 Mio. EUR bei institutionellen Investoren platziert und erstmals eine Nach­haltigkeits­komponente in seine Finanzier­ung eingebunden. So sind die Zins­kosten des Schuld­scheins über das ESG-Rating der unab­­hängigen und aner­kannten Agen­tur Ecovadis direkt an die Nach­haltig­keits­leistung des Unter­nehmens ge­koppelt. Damit nimmt Aurubis inner­halb des Sek­tors eine Vor­reiter­rolle ein und ist das erste Unter­nehmen der Grund­stoff­industrie in Deutsch­land und Europa, das einen solchen ESG-linked SSD, einen Schuld­schein mit grünem Element, platziert.

Die Trans­aktion wurde von der Helaba begleitet und stieß trotz der durch die Corona-Krise bedingten Tur­bu­lenzen an den Finanz­märkten auf großes Interesse. An­gesichts der hohen Nach­frage und der deut­lichen Über­zeich­nung konnte das op­timale Laufzeiten­profil erreicht werden. Zudem wurde der Preis am unteren Ende der Ver­marktungs­spanne fest­gelegt.

Thomas Goerdt, Head of Corporate Treasury der Aurubis AG: „Mit der direkten Kopplung der Zins­kosten an unsere ESG-Perfor­mance senden wir ein klares Signal an alle unsere Stake­holder: Wir sehen nach­haltiges, verantwortliches Handeln im Einklang mit lang­fristigem wirt­schaftlichen Erfolg. Die Helaba hat uns in diesem Vorhaben bestärkt und in der Struk­turier­ung der Nach­haltig­keits­komponente um­fassend unter­stützt.“

„Wir beo­bachten seit einiger Zeit eine stärker werdende Hin­wendung unserer Kun­den zum Thema Nach­haltig­keit. Mit nach­haltig­keitsorientierten Finanz­produkten können wir unsere Kun­den auf diesem Weg hervor­ragend be­gleiten und damit auch unsere eige­nen An­sprüche er­füllen“, bilanziert Kemler.


Mike Peter Schweitzer
Leiter Kommunikation und Pressesprecher
Ursula-Brita Krück
stv. Pressesprecherin

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