Einkaufsmanagerindizes in Deutschland – März 2026
Der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes hat sich unabhängig des Iran-Kriegs und der deutlich gestiegenen Energiepreise verbessert. Die Konsensschätzung wurde klar übertroffen. Zudem liegt der Index weiterhin im Expansionsbereich. Im Servicesektor ist es hingegen zu einer Verschlechterung der Stimmungslage gekommen. Die Vorgaben für das ifo Geschäftsklima Deutschland, das morgen zur Veröffentlichung ansteht, sind uneinheitlich. Es gilt aber zu beachten, dass sich die erhöhten Energiepreise in der Vergangenheit häufig erst mit einer zeitlichen Verzögerung negativ auf die Stimmung im Unternehmenssektor ausgewirkt haben. Daher steht zu befürchten, dass die ohnehin schleppende konjunkturelle Erholung in Deutschland doch noch ausgebremst wird. Wie stark dieser dämpfende Effekt ausfällt, hängt maßgeblich von der Dauer des Nahost-Konflikts und der Entwicklung der Öl- und Gaspreise ab. Die Lage in Frankreich hat sich ebenfalls unterschiedlich entwickelt. Dort ist die Stimmung im Industriesektor leicht gestiegen, während es im Servicebereich zu einem deutlichen Rückgang gekommen ist (Industrie: 50,2 nach 50,1, Service 48,3 nach 49,6).
Verarbeitendes Gewerbe
Aktuell: 51,7
Erwartet: 49,5
Vorher: 50,9
Dienstleistungen
Aktuell: 51,2
Erwartet: 52,5
Vorher: 53,5
Marktreaktionen
Der Bund-Future notiert bei 125,51 und der Euro wird zu 1,1592 USD gehandelt. Der DAX liegt mit 22.540 Punkten 0,5 % im Minus.