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Märkte und Trends 2018: Viel geschehen – wenig passiert!

Helaba Research zieht Zwischenbilanz

Dr. Gertrud Traud, Chefvolkswirtin der Helaba, zieht mit ihrem Team Zwischen­bilanz über die Märkte und Trends im Jahr 2018 – der Änderungs­bedarf hält sich dabei sehr in Grenzen. „Die Kern­aussagen unseres Haupt­szenarios gelten weiterhin. Angesichts höherer politischer Risiken haben wir aber die Wahrschein­lich­keit unseres negativen Alter­nativ­szenarios von 10 Prozent auf 15 Prozent erhöht, die unseres positiven Alter­nativ­szenarios von 20 Prozent auf 15 Prozent reduziert“, so Traud zur allgemeinen Prognose.

Kon­junktur­stimmung: Nur noch in den USA top

2018 wird sich die Welt­wirt­schaft ähnlich dynamisch entwickeln wie im Vorjahr. Für die USA zeichnet sich beim Wachstum eine Beschleunigung von 2,3 Prozent auf 2,8 Prozent ab, auch wenn die Unbe­rechen­bar­keit der Handels­politik weiterhin das Investitions­klima belastet. Der Euroraum und Deutschland werden ihr hohes Wachstums­tempo nicht halten können – auch die Inflation ist zurück: Die Teuerungs­rate bewegt sich auf Höhe des Inflations­ziels der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) von 2 Prozent.

Noten­banken weniger expansiv

Sowohl die US-Noten­bank (Fed) als auch die EZB reduzieren auf ihre Weise jeweils den Expan­sions­grad der Geld­politik graduell: Baut die Fed plange­mäß ihre Wertpapier­bestände ab, wird die EZB ihr Kaufpro­gramm zunächst von 30 Mrd. Euro auf 15 Mrd. Euro halbieren, um es im Dezember ganz zu beenden. Am Leitzins wird sie allerdings voraus­sichtlich erst im zweiten Halbjahr 2019 etwas ändern und ihn von Null auf 0,25 Prozent anheben.

Die Kern­aus­sagen unseres Haupt­szenarios gelten weiterhin. Ange­sichts höherer politischer Risiken haben wir aber die Wahr­schein­lichkeit unseres negativen Alter­nativ­szenarios von 10 Prozent auf 15 Prozent erhöht, die unseres positiven Alter­nativ­szenarios von 20 Prozent auf 15 Prozent reduziert

Dr. Gertrud Traud

Chef­volks­wirtin der Helaba

Empfehlungen für die Anleger

Anhaltende (geo)politische Spannungen, Handels­streit und aufkom­mende konjunk­turelle Frage­zeichen werden von den Markt­teil­nehmern zwar intensiv diskutiert. Dennoch blieben die Anleger bislang relativ entspannt. Eine Be­reini­gung der hohen Bewertung steht noch aus. Da Kurs­ver­luste an den Renten­märkten insbe­sondere bei längeren Laufzeiten drohen, sollten kürzere und mittlere Laufzeiten die erste Wahl bei Neuan­lagen sein. Der DAX dürfte in den kommenden Monaten den unteren Rand der Kurs­spanne von 10.500 bis 13.500 Punkten testen. Zum Jahres­ende sehen wir ihn nach wie vor bei 12.300 Index­punkten. Immobilien bleiben weiterhin attraktiv. Dank hoher Flächen­nachfrage und anhaltend niedrigem Zinsniveau legen sie in vielen Teil­märkten weiter zu. Und auch das Tief der Gold­notierung müsste nahe sein. Deshalb empfiehlt Dr. Gertrud Traud Gold unbe­dingt auf die „Einkaufs­liste“ zu nehmen: „Aufgrund des wieder zu­nehm­enden Sicher­heits­bedürf­nisses dürfte der Goldpreis in Richtung 1.400 USD/Feinunze steigen“, so die Chef­volks­wirtin.

Die komplette Studie finden Sie als Download hier:

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