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Helaba und LBBW bündeln Kompetenzen

Die beiden Landesbanken Helaba und LBBW haben einen Vertrag zur Bündelung von Kompetenzen in diversen Feldern des Sparkassengeschäfts unterzeichnet.

Nach der nun auch erteilten fusions­kontroll­rechtlichen Freigabe durch die Kartell­behörden startet die Umsetzung der Maßnahmen unmittelbar und ist in mehreren Schritten bis Anfang 2023 geplant.

In dem Vertrag einigten sich die beiden Landes­banken, dass das Zins-, Währungs- und Rohstoff­management (ZWRM) für Sparkassen­kunden zukünftig bei der LBBW liegen wird. Die LBBW, die bereits das ZWRM-Geschäft für Sparkassen­kunden der BayernLB sowie der HCOB, der früheren HSH Nordbank über­nommen hat, baut hier ihre bereits führende Markt­position weiter aus und ist in der Folge zentraler Partner für Sparkassen im ZWRM-Geschäft. Zum 30.06.2022 wird dement­sprechend die Helaba das ZWRM-Neugeschäft für die End­kunden der Sparkassen einstellen. Das sonstige Geschäft mit Sparkassen, insbesondere das umfangreiche Produkt­angebot für das Depot-A-Geschäft, sowie ZWRM-Geschäfte mit eigenen Corporate- und Mittelstands­kunden werden von der Helaba weiterhin unverändert angeboten. Bis zum 31.12.2022 wird die Helaba zudem das Verwahr­stellen­geschäft für Spezial- und Publikums­fonds beenden und ihren Kunden den Wechsel zur LBBW empfehlen. Die LBBW weist zum Halbjahr 2021 ein verwahrtes Fonds­vermögen von 138 Milliarden Euro, die Helaba von 63 Milliarden Euro auf. Durch die Transaktion plant die LBBW, ihre führende Position als Anbieter von Verwahr­stellen­dienst­leistungen für Spezial­fonds unter den öffentlich-rechtlichen Banken auszubauen.

Im Gegenzug wird die Helaba innerhalb der Sparkassen­finanz­gruppe der führende Anbieter im Sorten- und Edelmetall­geschäft. Vertraglich vereinbart wurde, dass die LBBW ihr physisches Sorten- und Edel­metall­geschäft bis zum 01.01.2023 an die Helaba vermittelt. Einzig das Münz­kabinett der BW Bank ist von der Vereinbarung ausgenommen. Damit festigt die Helaba ihre markt­führende Position und baut in diesem Geschäfts­bereich ihre Rolle als zentraler Verbund­partner der Sparkassen aus. Zudem wurde vereinbart, bei der Helaba künftig das dokumentäre Auslands­geschäft und den Auslands­zahlungs­verkehr für Sparkassen bzw. deren Kunden zu bündeln. Die LBBW stellt das AZV- sowie DOK-Neu­geschäft für Sparkassen zum 31.12.2022 ein und wird ihren Sparkassen empfehlen, künftig Leistungen in diesem Geschäfts­bereich von der Helaba zu beziehen. Die Helaba steht in der Folge als zentraler Partner im Auslands­zahlungs­verkehr und im dokumentären Geschäft für die Mehrheit der Sparkassen in Deutschland zur Verfügung. Das dokumentäre Auslands­geschäft sowie den Auslands­zahlungs­verkehr für ihre eigenen Unternehmens­kunden wird die LBBW weiterhin selbst ausführen und auch für ihre Korrespondenz­banken im Ausland im vollen Umfang tätig bleiben.

„Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt, die Strukturen in der Sparkassen-Finanzgruppe effizienter zu gestalten und die Wettbewerbs­fähigkeit weiter zu stärken. Wir wollen so die partner­schaftliche Zusammen­arbeit mit den Sparkassen ausweiten und die Rolle der Helaba als zentraler Korres­pondent und führender Zahlungs­verkehrs­dienst­leister der S-Finanz­gruppe ausbauen“, sagt Thomas Groß, CEO der Helaba.

„Mit der Bündelung der Kompetenzen erhöhen wir die Schlagkraft der Sparkassen-Finanz­gruppe insgesamt. Davon profitieren zuvorderst unsere Kunden“, sagt LBBW-Vorstands­chef Rainer Neske und ergänzt: „Zugleich bauen wir als LBBW unsere starke Position im Kapital­markt­geschäft weiter aus.“

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