Investoren

Helaba mit Vorsteuer­ergebnis von 200 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018

Nach Steuern erreicht das Konzernergebnis 140 Mio. Euro.

  • Vorsteuer­ergebnis auf Plan­niveau
  • Neuge­schäfts­volumen im 2. Quartal spürbar belebt
  • Risikolage entspannt
  • CET-1 Quote steigt auf 15,5 Prozent
  • Umsetzung regula­torischer Vorgaben belastet Ver­waltungs­aufwand

Die Helaba Landes­bank Hessen-Thüringen hat im ersten Halbjahr ein Konzern­ergebnis vor Steuern von 200 Mio. Euro erzielt, das um 38 Mio. Euro unter dem Vorjahres­ergebnis von 238 Mio. Euro liegt. Nach Steuern erreicht das Konzern­ergebnis 140 Mio. Euro (Vorjahr: 150 Mio. Euro).

„Die heraus­fordernden Rahmen­bedingungen halten weiter an und belasten insbe­sondere den Zins­über­schuss. Dagegen hat sich das Neuge­schäfts­volumen erwartungs­gemäß im zweiten Quartal spürbar belebt und die Risikolage ist weiterhin entspannt. Deshalb erwarten wir mit Blick auf das Gesamt­jahr unver­ändert ein Vorsteuer­ergebnis in Höhe eines mittleren drei­stelligen Millionen­betrages“, so Herbert Hans Grüntker, Vor­sitzen­der des Vor­stands der Helaba.

Die Zahlen des ersten Halb­jahres im Über­blick

Beein­flusst durch die anhaltende Null- bzw. Negativ­zins­phase sank der Zinsü­ber­schuss um 9 Mio. Euro auf 521 Mio. Euro. Aufgrund der ent­spannten Risikolage trug die Risiko­vorsorge mit einem Ertrag in Höhe von 13 Mio. Euro zum Ergebnis bei (Vorjahr: Aufwand 2 Mio. Euro). Der Provi­sions­­über­schuss ging leicht zurück auf 172 Mio. Euro (Vorjahr: 180 Mio. Euro).

Das Handels­ergebnis sank um 160 Mio. Euro auf 8 Mio. Euro. Dieser deutliche Rückgang war ganz wesentlich durch die Aus­weitung der Credit Spreads zum Halb­jahres­ende geprägt. Zudem war das Handels­ergebnis des Vorjahres­zeitraums stark von positiven Be­wertungs­effekten geprägt. Dem Handels­ergebnis steht mit 22 Mio. Euro ein bewertungs­bedingt deutlich besseres Ergebnis aus Sicherungs­zusammen­hängen und anderen zum Fair Value bewerteten Finanz­instru­menten im Nicht­handel gegenüber (Vorjahr: -109 Mio. Euro). Im Vorjahr war diese Position durch temporäre Be­wertungs­effekte belastet gewesen, die seit 2018 erfolgsneutral im Eigen­kapital abge­bildet werden.

Das sonstige Ergebnis stieg um 39 Mio. Euro auf 179 Mio. Euro. Der Ver­waltungs­aufwand erhöhte sich auf 720 Mio. Euro (plus 49 Mio. Euro). Hier schlagen insbe­sondere die IT- und Beratungs­aufwen­dungen im Zusammen­hang mit der Um­setzung regula­torischer Vorgaben und geschäfts­ge­trie­bener Anfor­derungen zu Buche. Dieser Aufwand geht mit einer Moderni­sierung der IT-Infra­struktur und Prozess­organi­sation der Helaba einher.

Insge­samt erreichte das Konzern­ergebnis vor Steuern 200 Mio. Euro (Vorjahr: 238 Mio. Euro) und das Konzern­ergebnis nach Steuern 140 Mio. Euro (Vorjahr: 150 Mio. Euro).

Die Bilanz­summe des Helaba-Konzerns ist im ersten Halbjahr 2018 um 8,7 Mrd. Euro auf 166,9 Mrd. Euro gestiegen. Das Geschäfts­volumen hat sich um 11,4 Mrd. Euro auf 202,3 Mrd. Euro erhöht. Die Kredite und Forderungen an Kunden (bewertete finanzielle Vermögenswerte) lagen mit 89,5 Mrd. Euro nahezu auf Vor­jahres­niveau (31. Dezember 2017: 88,7 Mrd. Euro). Das Ab­schluss­volumen im mittel- und langfristigen Neuge­schäft – ohne Berück­sichtigung des wett­bewerbs­neutralen Förder­geschäfts der WIBank – er­reichte 7,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 9,1 Mrd. Euro). Damit wurde das schwächere erste Quartal nahezu kompensiert und die Neuge­schäfts­ent­wicklung hat sich wie erwartet belebt.

Die harte Kern­kapital­quote belief sich zum 30. Juni 2018 auf 15,5 Prozent. Die Eigen­kapital­rendite (vor Steuern) erreichte 5,0 Prozent.

Die herausf­ordernden Rahmen­be­dingungen halten weiter an und belasten insbe­sondere den Zins­über­schuss. Dagegen hat sich das Neuge­schäfts­volumen erwartungs­gemäß im zweiten Quartal spürbar belebt und die Risiko­lage ist weiterhin entspannt. Deshalb erwarten wir mit Blick auf das Gesamt­jahr unver­ändert ein Vor­steuer­ergebnis in Höhe eines mittleren drei­stelligen Millionen­betrages

Herbert Hans Grüntker

Vor­sitzen­der des Vor­stands der Helaba

Geschäfts­seg­mente im Über­blick

Mit dem Geschäfts­jahr 2018 hat die Helaba ihre Segment­bericht­erstattung stärker an die Kunden- und Risiko­struktur ihres Geschäfts angepasst. Die Bank bildet ihr Geschäft in den Segmenten „Immobilien“, „Corporates & Markets“, „Retail & Asset Management“ sowie „WIBank“ ab.

Das Segment Immo­bilien fokussiert auf größere gewerbliche Bestands- bzw. Projekt­finan­zierungen für Immo­bilien. Das Segment­ergebnis vor Steuern ging leicht um 12 Millionen Euro zurück auf 122 Mio. Euro. Das Abschluss­volumen im mittel- und langfristigen Neuge­schäft erreichte 3,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,3 Mrd. Euro). Der Saldo der Risikovorsorge im Segment Immo­bilien ist wie im Vorjahr leicht positiv.

Aus dem Segment Corporates & Markets heraus werden Produkte für alle Kunden­gruppen ange­boten. Das Ergebnis vor Steuern ging insbesondere aufgrund des spürbar rückläufigen Handels­ergebnisses auf 59 Mio. Euro (Vorjahr: 159 Mio. Euro) zurück. Mit rund 78,3 Mio. Euro leistet der Geschäfts­bereich Corporate Finance den größten Ergebnis­beitrag in diesem Segment. Das mittel- und langfristige Neuge­schäft im Geschäfts­bereich Corporate Finance lag mit 2,8 Mrd. Euro auf Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 2,9 Mrd. Euro).

Im Segment Retail und Asset Management werden das Retail Banking, das Private Banking und die Landes­bauspar­kasse Hessen-Thüringen sowie die Aktivitäten aus dem Asset Management (GWH und Helaba Invest) erfasst. Das Segment­ergebnis vor Steuern lag mit 133 Mio. Euro leicht über Vor­jahres­niveau (Vorjahr: 126 Mio. Euro). Hiervon entfallen 56,0 Mio. Euro auf die GWH und 52,5 Mio. Euro auf die Frankfurter Sparkasse (Vorjahr: GWH 52,6 Mio. Euro, Frankfurter Sparkasse 60,0 Mio. Euro). Die LBS verzeichnete im ersten Halbjahr ein kumuliertes Wachstum im Neuge­schäft (Bauspar­summe) von 5,4 Prozent.

Das Geschäftssegment WIBank stellt im Wesentlichen den Geschäfts­bereich Wirtschafts- und Infra­struktur­bank Hessen dar. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 9 Mio. Euro auf Vor­jahres­jahres­niveau. Sowohl Zins­über­schuss (24 Mio. Euro) als auch Provisions­über­schuss (19 Mio. Euro) entsprachen den anteiligen Vorjahres­werten.

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  • Helaba Halbjahresergebnis 2018