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Helaba mit Geschäfts­ent­wicklung und Ergebnis zufrieden

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Helaba ein IFRS-Konzernergebnis vor Steuern von 443 Mio. Euro erzielt.

  • Konzern­ergebnis vor Steuern von 443 Mio. Euro auf Vor­jahres­niveau 
  • Starke Neuge­schäfts­ent­wicklung im 2. Halbjahr
  • Risikolage aufgrund guter Portfolio­qualität unver­ändert entspannt
  • Mit 14,9 Prozent sehr stabile CET 1-Quote
  • Verwaltungs­aufwand insbe­sondere durch Kosten aus Regulatorik erneut gestiegen
  • Konzerner­gebnis vor Steuern 2019 auf Vor­jahres­niveau erwartet

Im Geschäfts­jahr 2018 hat die Helaba ein IFRS-Konzern­ergebnis vor Steuern von 443 Mio. Euro erzielt. Das Konzern­ergebnis nach Steuern belief sich auf 278 Mio. Euro. Damit liegt das Ergebnis vor Steuern auf Vor­jahres­niveau von 447 Mio. Euro und nach Steuern leicht über dem 2017er Ergebnis von 256 Mio. Euro. So erreichte die Helaba in einem anspruchs­vollen Markt­umfeld ein zufrieden­stellendes Ergebnis.

„Mit einem starken zweiten Halbjahr konnten wir erneut unter Beweis stellen, dass wir gut im Markt positioniert sind. Wir haben unser Geschäfts­modell 2018 mit verschiedenen Initiativen gezielt gestärkt, unter anderem mit dem Erwerb des Land-Transport-Portfolios der Deutschen Verkehrs­bank und der Dexia Kom­munal­bank Deutschland. Darüber hinaus kommen wir mit unseren Digitali­sierungs­ini­tiativen gut voran – so stoßen unsere Kunden­portale für unsere Firmen- und Immo­bilien­kunden auf positive Resonanz und komuno, unsere digitale Plattform für Kom­munal­kredite, ist erfolgreich gestartet“, betont Herbert Hans Grüntker, Vor­sitzen­der des Vorstands der Helaba. Mit Blick auf das Konzern­ergebnis für das Geschäfts­jahr 2018 fügt er hinzu: „Vor dem Hintergrund eines unverändert heraus­for­dernden Wett­bewerbs­umfelds und der zahlreich ange­stoßenen Initiativen zur Stärkung unseres Geschäfts­modells sind wir insge­samt mit dem erreichten Ergebnis zufrieden.“

Die Zahlen im Überblick

Der Zins­über­schuss belief sich auf 1.072 Mio. Euro und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres (2017: 1.069 Mio. Euro). Bedingt durch die gute Verfassung der deutschen Wirtschaft sowie die hohe Qualität des Geschäfts­portfolios konnte mit 45 Mio. Euro erneut ein Ertrag aus der Risiko­vor­sorge realisiert werden (2017: 56 Mio. Euro). Der Provisions­über­schuss ging leicht um 5 Mio. Euro auf 349 Mio. Euro zurück.

Der deutliche Rückgang im Handels­ergebnis auf 32 Mio. Euro (Vorjahr: 268 Mio. Euro) war durch die Anspannung an den Kapital­märkten und insbe­sondere von der Ausweitung der Credit Spreads geprägt. Das Ergebnis aus Sicherungs­zusammen­hängen und anderen zum Fair Value bewerteten Finanz­instru­menten (Nichthandel) stieg auf 13 Mio. Euro in 2018 (Vorjahr -136 Mio. Euro). Diese Position war im Vorjahr durch temporäre Bewertungs­effekte belastet, die seit 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet werden.

Das sonstige Ergebnis stieg insbesondere durch den Wegfall belastender Einmal­effekte aus dem Vorjahr sowie durch Ver­äußerungs­erlöse aus dem Verkauf der LB(Swiss) Investment AG um 194 Mio. Euro auf 359 Mio. Euro.

Bedingt durch höhere IT- und Be­ratungs­auf­wen­dungen im Zusammen­hang mit der Umsetzung regulatorischer Vorgaben und geschäfts­getriebener Anfor­derungen sowie gestiegene Personal­aufwen­dungen erhöhte sich der Ver­waltungs­aufwand um 92 Mio. Euro auf 1.440 Mio. Euro.

Das Konzern­ergebnis vor Steuern lag mit insgesamt 443 Mio. Euro auf Vor­jahres­niveau (Vorjahr: 447 Mio. Euro). Das Konzern­jahres­ergebnis stieg um 22 Mio. Euro auf 278 Mio. Euro.

Die Konzern­bilanz­summe der Helaba stieg im Geschäftsjahr 2018 um 4,8 Mrd. Euro auf 163,0 Mrd. Euro. Der Anstieg der Bilanz­summe ist maßge­blich auf die Erhöhung der Kredite und Forderungen an Kunden zurück­zuführen. Das Geschäfts­volumen stieg auf 200,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 191,5 Mrd. Euro). Die Forderungen an Kunden und ange­schlossene Sparkassen erhöhten sich um 6,8 Mrd. Euro auf 102,1 Mrd. Euro. Der Start des Förder­programms des Landes Hessen zur Entschuldung kommunaler Haus­halte (Hessen­kasse) durch die WIBank hat mit 4,3 Mrd. Euro zu diesem Anstieg beige­tragen. Das Abschluss­volumen im mittel- und lang­fristigen Neuge­schäft – ohne Berück­sichtigung des wett­bewerbs­neutralen Förder­ge­schäfts der WIBank – erreichte im abge­laufenen Geschäfts­jahr 19,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 18,5 Mrd. Euro).

Die harte Kern­kapital­quote belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 14,9 Prozent. Die Eigen­kapital­rendite (vor Steuern) erreichte 5,4 Prozent und die Cost-Income-Ratio 78,3 Prozent.

Geschäfts­seg­mente im Überblick

Mit dem Geschäfts­jahr 2018 hat die Helaba ihre Segment­berichter­stattung stärker an die Kunden- und Risiko­struktur ihres Geschäfts ange­passt. Die Bank bildet ihr Geschäft in den Segmenten „Immobilien“, „Corporates & Markets“, „Retail & Asset Management“ sowie „WIBank“ ab.

Das Segment Immobilien fokussiert auf größere gewerbliche Bestands- bzw. Projekt­finan­zierungen für Immobilien. Das Segment­ergebnis vor Steuern ging um 12 Millionen Euro zurück auf 242 Mio. Euro. Das Abschluss­volumen im mittel- und langfristigen Neuge­schäft verzeichnete einen spürbaren Anstieg auf 9,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,7 Mrd. Euro. Die Risiko­vorsorge lag mit -14 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres (2 Mio. Euro).

Das Segment Corporates & Markets umfasst neben Kredit­produkten auch Handels- und Sales-Aktivitäten sowie den Zahlungs­verkehr. Das Ergebnis vor Steuern ging insbe­sondere aufgrund des spürbar rückläufigen Handels­ergeb­nisses auf 119 Mio. Euro (Vorjahr: 261 Mio. Euro) zurück. Den größten Ergebnis­beitrag in diesem Segment leistete der Geschäfts­bereich Corporate Finance. Die Risiko­vorsorge im Kredit­geschäft liegt bei 0 Mio. Euro und hat sich deutlich gegenüber dem Vor­jahres­wert (2017: -68 Mio. Euro) verbessert.

Im Segment Retail & Asset Management werden das Retail Banking, das Private Banking sowie das Asset Management (über die Töchter Frankfurter Sparkasse, Frankfurter Bankge­sellschaft und Helaba Invest), die Landes­bau­sparkasse Hessen-Thüringen und das Immo­bilien­mana­gement (GWH und Helicon) abgebildet. Das Segmentergebnis vor Steuern lag mit 205 Mio. Euro leicht unter Vor­jahres­niveau (Vorjahr: 220 Mio. Euro). Hiervon entfallen 92,7 Mio. Euro auf die GWH und 92,2 Mio. Euro auf die Frankfurter Sparkasse. Die Risikovor­sorge im Segment Retail und Asset Management blieb mit -4 Mio. Euro unver­ändert zum Vorjahr.

Im Geschäfts­segment WIBank lag das Ergebnis vor Steuern mit 19 Mio. Euro auf Vor­jahres­niveau. Der Zins­über­schuss stieg um 3 Mio. Euro auf 51 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss lag mit 39 Mio. Euro nahezu auf Vorjahres­wert (40 Mio. Euro).

Ausblick auf 2019

„Auch im laufenden Jahr wird die Helaba in Bewegung bleiben. In unseren Kern­geschäfts­feldern verfügen wir über eine starke Marktposition und wollen - wie im Jahr 2018 - Wachstums­chancen nutzen. Gleichzeitig wollen wir uns effizienter aufstellen, um die Belastungen aus dem Zinsumfeld und den regula­torischen Anfor­derungen abfedern zu können. Insgesamt erwarten wir ein Ergebnis auf Vorjahres­niveau“, so Grüntker mit Blick auf 2019.

Zu den Bilanzzahlen

Downloads

  • Pressemitteilung
  • Präsentation zur Bilanzpressekonferenz 2019
  • Helaba Konzernergebnis 2018
  • Rede von Herbert-Hans Grüntker zur Bilanzpressekonferenz 2019
  • Rede Dr. Detlef Hosemann zur Bilanzpressekonferenz 2019
  • Druckversion: Helaba mit Geschäftsentwicklung und Ergebnis zufrieden