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Einigung zwischen Helaba, Frankfurter Sparkasse und Stadt Frankfurt ermöglicht Umsetzung der Kulturmeile

Oberbürger­meister Mike Josef und Kultur­dezernentin Dr. Ina Hartwig haben nach intensiven und konstruktiven Gesprächen mit der Helaba Landes­bank Hessen-Thüringen sowie der Frankfurter Spar­kasse eine Vereinbarung erzielt, die die Um­setzung des Konzepts Kultur­meile ermöglicht. Als Teil dieser Ver­einbarung sind die Helaba und die Frank­furter Sparkasse bereit, der Stadt ein Grundstück an der Neuen Mainzer Straße in Erbpacht für den Bau eines neuen Schauspiel­hauses zu über­lassen. Bei dem rund 5.500 Quadratmeter großen Grundstück handelt es sich um den südlichen Teil des Geländes, auf dem heute das Haupt­gebäude der Frank­furter Sparkasse steht. Die Stadt kann das Grund­stück über die Dauer von 199 Jahren für eine Einmal­zahlung in Höhe von 35 Millionen Euro sowie eine jähr­liche Zahlung von 1,99 Millionen Euro pachten. Die Einigung versetzt die Stadt in die Lage, die Kulturmeile mit einer Oper am Willy-Brandt-Platz und einem Schau­spiel­haus an der Neuen Mainzer Straße zu realisieren. Eine entsprechende Eckpunkte-Vereinbarung in Form eines Memorandum of Understanding wurde von der Stadt Frankfurt, der Helaba und der Frankfurter Sparkasse unterzeichnet.

„Mir war es wichtig, noch in diesem Jahr eine gute Standortentscheidung für die Städtischen Bühnen zu ermöglichen. Dem steht nichts mehr entgegen. Ich bin unseren Gesprächs­partnern für die vertrauensvollen Verhandlungen sehr dankbar. Es ist uns gemein­sam gelungen, stimmige Konditionen für beide Seiten in unserer Verein­barung zu erzielen. Gleichzeitig werden bei dem Projekt Schauspiel die Wall­anlagen verschont“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef.

„Es war ein sehr ambitionierter Plan, bis zur Sommerpause ein solches Ergebnis vorzulegen. Wir wollten aber keine weitere Zeit verlieren. Die Helaba und die Frankfurter Sparkasse haben gezeigt, dass sie der Kulturmeile wohlwollend gegenüberstehen, die kulturelle Zukunft und Weiterentwicklung Frankfurts unter­stützen und verlässliche Partner sind“, so das Stadtoberhaupt weiter.

Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig: „Die Einigung ist eine ein­malige Chance für unsere Stadt. Dass die Helaba und die Frankfurter Sparkasse erneut gesprächs­bereit waren zeigt, wie wichtig es allen Beteiligten ist, die Stellung Frankfurts als kulturelles Zentrum voranzubringen. Ich danke unseren Gesprächs­partnern für die äußerst konstruktiven Verhandlungen, die aus Sicht der Stadt zwei wichtige Ergebnisse erbracht haben. Erstens: Auf dem Grundstück an der Neuen Mainzer Straße kann ein architektonischer Solitär für das Schauspiel geschaffen werden. Zweitens: Die ausgehandelten, sehr langfristigen Erbpacht-Konditionen ermöglichen es der Stadt Frankfurt, in eigener Regie zu bauen. Unter den neuen Voraussetzungen halte ich die Kulturmeile für eine viel­ver­sprechende und nachhaltige Lösung.“

Thomas Groß, CEO der Helaba, sagt zu der Einigung: „Zukunftsweisende Projekte von generations­übergreifender Relevanz wie die Kulturmeile sind uns als Landes­bank ein besonderes Anliegen. Daher freuen wir uns, dass wir gemeinsam mit der Stadt eine Einigung gefunden haben, die den Kulturstandort Frankfurt deutlich voran­bringt, der Frankfurter Sparkasse und der Helaba Entwicklungspotential am bisherigen Standort bietet und für uns eine finanziell zufrieden­stellende Lösung darstellt.“

„Mit dieser Absichts­erklärung entsteht für uns als Frankfurter Sparkasse die Perspek­tive, unser Grundstück in zentraler Lage attraktiv zu entwickeln. Deshalb begrüßen wir die Initiative der Stadt ausdrücklich“, sagt der Vorsitzende des Vorstands der Frankfurter Sparkasse, Dr. Ingo Wiedemeier.

Bei Umsetzung der Kulturmeile wird das Hauptgebäude der Frankfurter Sparkasse abgerissen. Während auf dem südlichen Teil des Geländes, wie erwähnt, das neue Schauspielhaus erbaut werden soll, kann auf dem weiter im Besitz der Helaba-Gruppe befindlichen nördlichen Teil ein Gebäudeensemble mit Hochhaus ent­stehen, in das Teile der existierenden, denkmal­geschützten Bauten integriert werden können. Mit einer Höhe von bis zu 160 Metern fügt sich der neue Hoch­haus­standort vermittelnd in die bestehende Hochhäuser Japan Center (115 m) und dem Central Business Tower (205 m) ein. Die gemäß heutigem Bebauungs­plan zulässige Geschossfläche in Höhe von 63.500 Quadratmetern bleibt auf dem nördlichen Grundstücksteil auch künftig erhalten.

Die Stadt Frankfurt wird als Bau­herrin des neuen Schauspielhauses auftreten. Für die Architek­tur wird ein inter­nationaler Wettbewerb zur Errichtung besonders nachhaltiger, offener und zukunftsfähiger Gebäude ausgelobt werden. Die Wall­anlage und die Innenstadt können dann durch einen langgestreckten Platz zwischen dem Japan Center und dem neuen Schauspiel besser als heute mit­einander verbunden werden.

In der Bau­abfolge soll zunächst das neue Schauspiel­haus an der Neuen Mainzer Straße errichtet werden. Dieses dient nach Fertigstellung als Interims­spielstätte für die Oper, bis die neue Oper am Willy-Brandt-Platz fertiggestellt ist. Damit kann die größere und kosten­intensivere Oper auf eigenem Grund und Boden am Willy-Brandt-Platz umgesetzt werden. Es soll sichergestellt werden, dass die Neubauten an der Neuen Mainzer Straße so umgesetzt werden, dass keinerlei Bebauung der heutigen Wallanlage stattfindet. Der Abriss der Bestands­bebauung könnte 2027 beginnen.

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