Digitalisierung Technologie

BayernLB, Helaba und S-Service­partner treten Trade Finance-Netzwerk Marco Polo bei

Blockchain-Lösung für Handels- und Supply Chain Finanzierungen

Die Landesbanken BayernLB und Helaba sowie der Marktfolge-Dienst­leister S-Service­partner treten dem Plattform­netzwerk Marco Polo bei und starten mit der Eva­luierungs- und Pilotierungs­phase. Die Trade Finance-Plattform basiert auf der Blockchain-Tech­nologie und bietet digitale Lösungen für inter­nationale Handels- und Supply-Chain- sowie für forderungs­basierte Finan­zierungen. Die bisher papier- und doku­menten­basierten Trans­aktionen werden durch die Blockchain-Technologie digital, einheitlich und für alle trans­parent nach­voll­ziehbar darge­stellt. Die Bearbeitungs­prozesse können zukünftig weit­gehend digitali­siert werden. Trans­aktions­zeiten und Be­arbeitungs­auf­wände werden spürbar reduziert.

Für Unter­nehmen besteht zukünftig auch die Möglichkeit, die Plattform via offener Schnittstelle (Application Programming Interfaces, API) in ihre be­stehenden Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Systeme einzu­binden. Das senkt nicht nur Kosten, sondern reduziert auch Risiken, die durch Medien­brüche entstehen können. Marco Polo bietet den teil­nehmen­den Banken und Unter­nehmen zudem einen digitalen Zugang zu ergänzenden Markt­teil­neh­mern wie bei­spiels­weise Zu­lieferer, Ver­sicherungen oder Logistik­anbieter.

„Die Teilnahme am Marco Polo-Netz­werk ist eine maßge­bliche Erweiterung unseres digitalen Lösungs­ange­botes, von dem unsere Kunden profitieren“, sagt Florian Seitz, Leiter der Abteilung Trade & Export Finance der BayernLB. „Handels­finan­zierungen können auf diesem Weg sicher und transparent abge­wickelt werden und Marco Polo erhöht die Effizienz für alle Beteiligten durch die Anbindung der ERP-Systeme. Das bietet unseren export­orien­tierten Kunden einen echten Mehrwert.“

„Schon heute bietet die Helaba ihren Kunden ein breites Spektrum maßge­schneiderter Working-Capital-Finan­zierungs­lösungen. Über die Marco Polo-Plattform werden wir uns zukünftig viel effizienter mit unseren Kunden, Investoren und wichtigen Dienst­leistern wie bei­spiels­weise Kredit­ver­sicherern vernetzen können.“, ergänzt Dr. Martin Scheele, Leiter der Abteilung Asset Backed Finance der Helaba. „Das auf der Blockchain-Techno­logie Corda basierende Netzwerk bietet daher eine ideale Umgebung, unser Produkt­port­folio zu optimieren und weiter auszu­bauen, um auf die Bedürf­nisse unserer Kunden zuge­schnittene, sichere Lösungen mit weniger Ver­waltungs­aufwand auf beiden Seiten anzu­bieten.“

Die von TradeIX entwickelte Plattform für das Marco Polo-Netzwerk nutzt die Distributed Ledger-Technologie Corda des Fintechs R3. „Die Distributed-Ledger-Techno­logie bzw. Blockchain ist in unseren Augen eine der wesent­lichen Zukunfts­techno­logien, die das Potenzial hat, gerade auch im Inter­nationalen Geschäft und bei forderungs­basierten Finan­zierungen die vielfach komplexen Ab­wicklungs­pro­zesse spürbar zu ver­schlan­ken“, erklärt Robert Seelen, Leiter Inter­nationales Geschäft im S-Servicepartner. „Im Rahmen unserer Mitglied­schaft im Marco Polo-Netz­werk sehen wir unsere Aufgabe primär darin, allen Sparkassen in Deutschland sowie ihren Firmen­kunden – egal welcher Größe – mit der Etablierung dieser Trade Finance-Plattform den Zugang zu neuen Techno­logien und damit ganz neue Geschäfts­möglich­keiten zu schaffen. Wir sind über­zeugt, dass die Ent­wicklung digitaler Lösungen notwendig ist, um unseren Kunden auch zu­künftig attraktive und innovative Produkte und Dienst­leistungen anbieten zu können“.

Neben den neuen Mit­glie­dern BayernLB, Helaba und S-Service­partner aus der Sparkassen-Finanzgruppe hat die LBBW im November 2018 ihren Beitritt als Gründungs­mitglied im Marco Polo-Netzwerk bekannt gegeben. Mit zahl­reichen inter­nationalen Großbanken, zu denen z.B. auch die BNP Paribas, die Commerz­bank, die Standard Chartered, ING oder auch die Bangkok Bank gehören, arbeiten die Bei­tritts­insti­tute künftig gemeinsam an der Pilotierung und Weiter­ent­wicklung der digitalen Plattform.

Presse­kontakt:

BayernLB
Franziska Roederstein
+49 89 2171 25852
franziska.roederstein@bayernlb.de

Helaba
Mike Peter Schweizer
+49 69 9132 2192
mikepeter.schweitzer@helaba.de

S-Servicepartner
Juliane Schälicke
+49 30 20877 8190
juliane.schaelicke@s-servicepartner.de

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