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title: "A milestone for Cologne’s heating transition   "
url: https://www.helaba.com/en/newsroom/story/milestone-colognes-heating-transition
type: dd_story
language: en
updated: 2026-11-03
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# A milestone for Cologne’s heating transition   

Europe’s largest river-water heat pump is being built in Cologne-Niehl. This project embodies everything that Helaba stands for: Social added value, financed in collaboration with regional partners and implemented on the basis of a long-standing customer relationship.

Europe’s largest river-water heat pump is being built in Cologne-Niehl. This project embodies everything that Helaba stands for: social value, financed in collaboration with regional partners and implemented on the basis of a long-standing customer relationship.

Als größte Wasserstraße Deutschlands trägt der Rhein nicht nur eine gewaltige Menge Wasser an Köln vorbei, sondern auch viel Wärmeenergie. Ab 2028 will der Energieversorger RheinEnergie einen Teil davon nutzen – und 50.000 Haushalte mit Wärme versorgen.

Premiere für ein erfahrenes Team
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Wenn Martin Steinebach seine Laufrunde dreht, kommt er an der großen Baustelle vorbei, auf der die drei 50-Megawatt-Module für die Wärmepumpe entstehen.

„In den vergangenen sechs Jahren haben wir etwa 20 vergleichbare Großprojekte finanziell strukturiert: vom altholzgefeuerten Heizkraftwerk bis zu Offshore-Windparks. Doch eine Flusswasserwärmepumpe war noch nicht dabei“, sagt der Projektfinanzierer.

Bekanntes Prinzip, neue Dimensionen
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Die Wärmepumpe in Köln-Niehl ist ein Leuchtturmprojekt. Dabei unterscheidet sich ihre Funktionsweise nicht von den Anlagen, die neben modernen Einfamilienhäusern zu finden sind. Nur dass die Pumpe in Köln die Wärme nicht der Luft oder dem Erdreich entzieht, sondern dem Rhein. Mit einem Kältemittel und stromgetriebenen Verdichtern hebt sie diese Wärme auf über 100 Grad Celsius an und speist sie ins Kölner Fernwärmenetz ein. Wie das genau funktioniert, zeigt das Video.

Warme Häuser ohne fossile Energieträger
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Durch den Einsatz der Rheinwärme spart die Flusswasserwärmepumpe große Mengen Kohlendioxid ein. Aus einer Einheit Strom gewinnt sie zwei bis drei Einheiten Wärme. Im Vergleich zur fossil befeuerten Erzeugung spart sie nach Angaben von RheinEnergie mindestens 100.000 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr.

Besonderes Projekt, besondere Finanzierung
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Ein Projekt dieser Größenordnung braucht eine langfristig aufgestellte Finanzierung, um die Gesamtinvestition von 280 Millionen Euro zu decken. Die Helaba hat die Finanzierung als Strukturiererin, Konsortialführerin und Kreditgeberin aufgesetzt – gemeinsam mit der NRW.BANK und der Sparkasse KölnBonn.

Wie Martin Steinebach war auch Silke Grundmann entscheidend am Projekt beteiligt: Sie ist die verantwortliche Kundenbetreuerin und steuert die gesamte Geschäftsbeziehung der Helaba mit den Stadtwerken Köln und deren Tochtergesellschaft RheinEnergie.

„Besonders war für mich, wie passgenau die Finanzierung funktionierte. Mit den beiden Partnerbanken arbeiten wir seit Jahren vertrauensvoll zusammen, deshalb war ihre Beteiligung an der Gesamtfinanzierung absolut sinnvoll.“

Refinanzierung mit Nachhaltigkeits­bezug
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Bund und EU fördern den Bau der Flusswasserwärmepumpe in Köln-Niehl. Als Fremdkapitalgeberin stellt die Helaba einen Corporate-Kredit mit Assetbezug bereit. Die Finanzierung ist zu 100 Prozent nachhaltig strukturiert, sie leistet einen Beitrag zum Sustainable Development Goal (SDG) Nr. 7 „Bezahlbare und saubere Energie“. Durch diese klare Zweckbindung profitiert das Konsortium von Sonderkonditionen bei der Refinanzierung: Die beteiligten Banken können auf zinssubventionierte Mittel von Förderbanken – etwa der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder Mittel der NRW.BANK – zugreifen.

Das Prinzip der Anlage lässt sich – etwas vereinfacht – in wenigen Schritten erklären.

Die Wärme erzeugt ein Modul mithilfe eines Kältemittels, das in einem geschlossenen Kreislauf fließt.

Schon die geringe Wärme des Rheinwassers im Winter genügt, um das Kältemittel zu erhitzen bis es verdampft.

Das gasförmige Kältemittel wird verdichtet. Dabei steigt seine Temperatur deutlich an.

Das heiße Gas gibt seine Wärme über einen Wärmetauscher an das Wasser des Fernwärmenetzes ab. Dabei erreicht es bis zu 110°C. Gleichzeitig kühlt das Kältemittel ab und wird wieder flüssig.

Das Ventil senkt den Druck, das Kältemittel erkaltet weiter. So ist es bereit, wieder Wärme aufzunehmen.

Der Kreislauf schließt sich: Das Wasser fließt leicht abgekühlt zurück in den Rhein

Das erwärmte Wasser strömt über die Leitungen ins Fernwärmenetz.

Und verteilt sich von Köln-Niehl aus Richtung Innenstadt.

Auf diese Wiese versorgt die Stadt Köln ab 2028 tausende Wohnungen mit Rheinwärme.

Haushalte können ab 2028 Fernwärme aus der Anlage erhalten.

Treibhausgase werden pro Jahr mindestens eingespart (Angabe der RheinEnergie, im Vergleich zu fossiler Erzeugung der gleichen Energiemenge)

Leistung erzeugen die drei Module der Flusswasserwärmepumpe

Ein Muster für die Zukunft
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Für Silke Grundmann ist das Projekt ein Muster für künftige Vorhaben: „In Köln-Niehl haben wir eine Blaupause geschaffen für weitere Konsortialfinanzierungen, bei denen wir wieder als Strukturiererin und Konsortialführerin bereitstehen können. Weitere Stadtwerke und Energieversorger planen bereits den Bau einer Flusswasserwärmepumpe.“

Sie und Martin Steinebach verfolgen das Projekt weiterhin gespannt, ob bei der Laufrunde oder im Austausch mit den Projektpartnern.

Die Finanzierung ist klar und gut strukturiert, und wir haben die Zusammenarbeit auf allen Ebenen als äußerst lösungsorientiert und pragmatisch empfunden.

Eine Flusswasserwärmepumpe nutzt die Wärme von Flusswasser, um Fernwärme zu erzeugen. Ein Kältemittel nimmt die Wärme des Wassers auf, ein Verdichter bringt die Temperatur auf über 100 Grad Celsius, und das Fernwärmenetz nimmt diese Wärme auf. Das Flusswasser wird dadurch zwei bis vier Grad kühler und fließt zurück in den Fluss.

Der Standort am Niehler Hafen ist aus zwei Gründe für die Wärmepumpe geeignet: Er hat einen Hochvolt-Anschluss an das Stromnetz von Amprion und er ist bereits an das größte Fernwärme-Teilnetz von RheinEnergie in der Kölner Innenstadt angebunden.

Großwärmepumpen benötigen größere Mengen elektrischer Energie (Hilfsstrom), um die Umweltwärme auf die hohen Temperaturen des Fernwärmenetzes (oft 80–90 Grad Celsius oder mehr) zu verdichten. Ein Fluss speichert Wärme in der Regel konstanter als andere Medien, weshalb weniger Strom benötigt wird.

Durch das Wärmeplanungspflichtgesetz müssen deutsche Städte verpflichtend Wärmepläne erstellen. Bis 2030 müssen Wärmenetze zu mindestens 30 Prozent und bis 2040 zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien oder Abwärme gespeist werden. Da Großstädte oft an Flüssen liegen, sind Flusswasserwärmepumpen eine naheliegende und skalierbare Lösung, um fossile Großkraftwerke zu ersetzen.

In Schweden gibt es schon seit den 1980ern ähnliche Projekte. Auch die Schweiz nutzt die Technologie. In Deutschland sind Anlagen seit 2023 in Mannheim (Neckar) und seit Sommer 2026 in Gießen (Lahn) in Betrieb.

Die Helaba hat gemeinsam mit der NRW.BANK und der Sparkasse KölnBonn eine Konsortialfinanzierung über 150 Mio. Euro strukturiert. Die Helaba ist Strukturiererin, Konsortialführerin und Kreditgeberin. RheinEnergie investiert insgesamt 280 Mio. Euro in das Projekt.

Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zum UN-Nachhaltigkeitsziel (SDG) 7, Beitrag zu bezahlbarer und sauberer Energie, sowie zum SDG 13, Maßnahmen zum Klimaschutz. Die zugrundeliegenden Wirtschaftsaktivitäten erfüllen die technischen Bewertungskriterien der EU-Taxonomie für den Sektor „Erzeugung von Wärme/Kälte aus erneuerbaren Energien“ inklusive der „Do No Significant Harm“-Kriterien (DNSH).

Je nach Vorhaben als Unternehmenskredit mit Anlagenbezug, als strukturierter Kredit an eine Einzweckgesellschaft oder als Projektfinanzierung. Welche Variante passt, hängt unter anderem von Bonität, Partnerstruktur und Bilanzpolitik ab.
