---
title: "Kurzfassung Märkte und Trends 2018: Einkaufszentrum - Nichts ist umsonst"
url: https://www.helaba.com/de/kurzfassung-maerkte-und-trends-2018-einkaufszentrum-nichts-ist-umsonst
type: dd_research
language: de
updated: 2026-09-28
keywords: Kapitalmärkte im Überblick, Kapitalmarktausblick
---

# Kurzfassung Märkte und Trends 2018: Einkaufszentrum - Nichts ist umsonst

MÄRKTE UND TRENDS 2018 Einkaufszentrum Nichts ist umsonst Volkswirtschaft / Research November 2017 20 % PALAST 70 % EINKAUFSZENTRUM 10 % BAURUINE Das Geld sitzt bei Konsumenten und Anlegern locker wie schon lange nicht mehr. Doch Vorsicht: Bei guter Stimmung ist der Mensch weniger kritisch und lässt sich leicht von peripheren Reizen verführen. So wird schnell übersehen, dass viele Güter und Vermögensklassen mittlerweile teuer geworden sind. Sowohl im Einkaufszentrum als auch an den Kapitalmärkten gilt: Nichts ist umsonst! EDITORIAL 3 MÄRKTE UND TRENDS 2018 Sehr geehrte Leserinnen und Leser, mit Fantasie und zeitgemäßen Konzepten ausgestattete Architek ten besitzen magische Kräfte: Mit ihren Bauwerken schaffen sie stille Zeitzeugen, die nützlich sind und Emotionen wecken. Hauptszenario Einkaufszentrum – Nichts ist umsonst Auch wir haben uns für den Jahres ausblick 2018 von Bauwerken inspirie ren lassen. Das Sinnbild für Konjunk tur und Kapitalmärkte ist in unserem Hauptszenario das Einkaufszentrum (Eintrittswahrscheinlichkeit 70 %), für Ökonomen eigentlich eine ganz klare Wahl. Sind doch Einkaufszentren nichts anderes als Marktplätze, an denen Angebot und Nachfrage aufein andertreffen. Als Orte des Konsums spiegeln Shopping-Center die gewichtigste Komponente des Bruttoinlandspro dukts (BIP) – den privaten Verbrauch – eindrucksvoll wider. Mit einem Anteil zwischen 50 % und 70 % bestimmt er Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirtin / Bereichsleitung Research 4 in den meisten Ländern maßgeblich die Wirtschaftsentwicklung. Dabei läuft die Konjunktur rund und beim Einkaufen kann dank der Globali- sierung ein vielfältiges Angebot ge- nossen werden. Unter Konsumenten und Anlegern herrscht derzeit Kauﬂaune. Doch Vorsicht: Wissenschaftliche Unter- suchungen zeigen, dass der Mensch bei guter Stimmung weniger kritisch und aufmerksam ist. Er lässt sich von der perfekt gestalteten Atmo- sphäre im Shopping-Center beein- drucken. Dabei hat er gar nicht gemerkt, dass bereits 2017 viele Preise gestiegen sind. So sollten wir doch wissen, dass es eine gute Kon junktur nicht umsonst gibt: Ihr Preis ist die Inﬂ ation. Wie sieht es in den verschiedenen Ländern aus? Wir haben für Sie ver- glichen und abgewogen. Dies zu le- sen ist sicherlich nicht umsonst. Wie in jedem Jahr liefern wir Ihnen einen Überblick der unterschiedli- chen Vermögensklassen. Die Stim- mung an den Kapitalmärkten ähnelt sehr der im Einkaufszentrum. Daher gilt es 2018 nicht nur, mit off enen Au- gen zum Einkauf zu gehen, sondern ebenso, bei der Vermögensanlage die Preise zu prüfen. Aufgrund der hohen Bewertung ist mehr Vorsicht angebracht, denn auch hier ist nichts umsonst! Informationen zu unseren Alternativ- szenarien „Bauruine“ (10 %) und „Palast“ (20 %) ﬁ nden Sie am Ende der Broschüre. Diese Publikation stellt eine Zusammenfas- sung der wichtigsten Themen und Ergebnisse des Jahresausblicks 2018 dar. Das Gesamt- dokument, einen umfassenden Podcast sowie Videoclips ﬁ nden Sie unter: maerkteundtrends.helaba.de MÄRKTE UND TRENDS 2018 5 6 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba 1 Editorial 3 Hauptszenario Einkaufszentrum (70 %) 8 Rentenmärkte: Raus aus dem Krisenmodus 14 Aktien: Nur noch Hochpreisiges in der Auslage 16 Gold gehört auf die Einkaufsliste 18 IN HALT Immobilien: Keine Schnäppchen mehr im Angebot 20 US-Dollar und Schweizer Franken 21 Deutschland: Gedränge in den Einkaufszentren 24 Frankreich: Reformen im konjunkturellen Aufschwung 25 Italien: Grundlegende Renovierung steht noch aus 26 7 MÄRKTE UND TRENDS 2018 Prognosetabellen im Hauptszenario 32 Kapitalmarktprognosen 33 Devisenprognosen 34 Bruttoinlandsprodukt, Inﬂation, Budgetsaldo 35 Alternativszenario Bauruine (10 %) 36 Alternativszenario Palast (20 %) 38 Impressum 40 Redaktionsschluss 10. November 2017 2 3 4 Spanien: Streit unter Spaniern 27 Schweden: 2018 mit weniger Glanz 28 Großbritannien: Einigung auf dem Verhandlungsbasar? 29 USA: „Retail Apocalypse“ Now? 30 China: Die Partei hat immer Recht 31 EINKAUFSZENTRUM (70 %) 1 8 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Einkaufszentrum – Nichts ist umsonst (70 %) Hauptszenario Unter Konsumenten und Anlegern herrscht Kauﬂaune. Viele Güter und Vermögensklassen sind mittlerweile aber teuer geworden. In unserem Hauptszenario "Einkaufszentrum" raten wir deshalb von Spontankäufen ab. Wir messen diesem Szenario eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 70 % bei. 2018 wird die Weltwirtschaft mit einer Rate von 3,4 % so dynamisch wachsen wie im Vorjahr. Deutlich steigende Zuwachsraten, wie sie derzeit von vielen konjunkturellen Frühindikatoren in Aussicht gestellt werden, lassen sich jedoch nicht realisieren. Für die USA zeichnet sich im Jahres durchschnitt eine leichte Beschleuni gung von 2,2 % auf 2,5 % ab. Hierbei haben wir eine moderate steuerliche Entlastung unterstellt. Nicht zuletzt die Unberechenbarkeit der künftigen Handelspolitik unter Präsident Trump belastet aber das Investitionsklima. Der Euroraum und Deutschland werden ihr hohes Wachstumstempo aus dem Jahr 2017 nicht halten können. Die Konsumenten werden sich zu nehmend der angestiegenen Inﬂation bewusst. Um einen nachhaltig höhe ren Wachstumspfad einzuschlagen, bedürfte es einer wachstumsorien tierten Wirtschaftspolitik, die sowohl der demograﬁschen Entwicklung als MÄRKTE UND TRENDS 2018 9 auch der vernachlässigten Infrastruktur entgegenwirkt. In manchen Regionen Europas erweisen sich Populismus, Protektionismus und Separatismus als wachstumsschädlich. Die Impulse aus Asien werden 2018 wohl geringer ausfallen als 2017. China kehrt nach einer Phase zu- sätzlicher konjunkturpolitischer Im- pulse auf einen Pfad struktureller Wachstumsverlangsamung zurück. Die Verschuldung, insbesondere der Staatsunternehmen, hat drastisch zugenommen. Der chinesische Im- mobilienmarkt bleibt ein Stabilitätsri- siko. Eine anhaltend hohe Schulden- quote in den Industrieländern sowie eine in den letzten Jahren kräftig gestiegene Schuldenﬁ nanzierung in den Schwellenländern sind eine Hypothek für 2018. Ausgewählte Prognosen für 2018 Quelle: Helaba Volkswirtschaft / Research Quelle: Helaba Volkswirtschaft / Research 10 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Entgegen allen Mutmaßungen ist die Phillips-Kurve nicht tot. Die Inﬂationsraten sind 2017 in vie- len Industrieländern in den Bereich um 2 % zurückgekehrt. Engpässe am Arbeitsmarkt begünstigen einen Lohnauftrieb. Besonders ausgeprägt ist dies in Osteuropa, wo auch auf- grund eines Fachkräftemangels be- reits kräftige Lohnsteigerungen zu beobachten sind. In den USA und Deutschland scheint sich das Blatt ebenfalls zu wenden. Während bis- lang der Anstieg der Inﬂ ation vor- nehmlich auf die höheren Energieprei- se zurückzuführen war, ist für 2018 auch mit steigenden Kernraten zu rechnen. In den USA wird sich die Inﬂ ationsrate 2018 deutlich über 2 % manifestieren, im Euroraum und in Deutschland bewegt sie sich auf das Inﬂ ationsziel der EZB von 2 % zu. Von „unerwünscht niedrigen“ Inﬂ ationsra- ten kann somit keine Rede mehr sein. Weniger expansive Geldpolitik In den Industrieländern setzen einige Notenbanken wieder auf Zinserhö hungen. Die US-Notenbank wird ihren geldpolitischen Normalisierungs- kurs fortsetzen. Bis Ende 2018 erwar- ten wir eine Anhebung des Leitzinses in den Korridor von 2,00 % bis 2,25 %. Darüber hinaus plant die Fed, ihre Wertpapierbestände bis Ende 2018 um 10 % zu reduzieren. So weit ist die EZB noch nicht, aber auch sie dürfte auf das verbesserte MÄRKTE UND TRENDS 2018 11 fundamentale Umfeld reagieren. Zum Jahresbeginn 2018 fährt sie ihr Kauf programm von monatlich 60 Mrd. Euro auf 30 Mrd. Euro zurück. Im September 2018 dürfte der geldpoliti sche Kaufrausch ein Ende ﬁnden, was allerdings nicht heißt, dass die EZB als Nachfrager am Anleihemarkt ausfällt. Sie wird lediglich ihren Wert papierbestand bei rund 2,6 Billionen Euro einfrieren und auslaufende Zins titel durch neue ersetzen. In der Eurozone erfolgt die Zinswende erst 2019. Wir erwarten, dass die EZB dann im Frühjahr den Einlagensatz von - 0,4 % auf - 0,2 % zurückführen wird. Diese Strafzahlung stellt mittler weile eine erhebliche Bürde für Ban ken, Versicherungen und nicht zuletzt die Privatanleger dar. Im Laufe des Jahres 2019 wird Mario Draghi den Leitzins (Repo Rate) von Null auf 0,25 % anheben. Der Euro-Dollar-Kurs dürfte sich 2018 zunächst im unteren Bereich eines Bands von 1,10 bis 1,20 bewe gen. Eine sich abzeichnende Zins wende der EZB wird jedoch im spä teren Jahresverlauf den Euro wieder auf 1,20 heben. Trügerische Ruhe, sorglose Investoren Die Anleger haben sich inzwischen von der Geldpolitik einlullen lassen. Sie konnten beobachten, dass politi sche Risiken, unabhängig davon, ob sie sich letztendlich materialisierten, zu keiner Verunsicherung an den Finanzmärkten führten. Im histori schen Vergleich ist das sehr unge wöhnlich. Aber nicht nur politische Zyklen wer den inzwischen von vielen als obsolet erklärt. Auch der Konjunkturzyklus scheint ausgedient zu haben. Diese Wahrnehmungsverzerrung ist nicht neu. Je länger ein konjunktureller Aufschwung andauert, desto siche- rer fühlen sich die Marktteilneh- mer. Die Wachstumsprognosen der Experten weichen kaum noch vonei nander ab. Alle sind sich recht einig, dass die Konjunktur immer weiter- laufen wird. Auch die Finanzmarkt teilnehmer sehen derzeit offensicht lich keinen Absicherungsbedarf. Die implizite Aktien- und Rentenmarktvo latilität ist historisch niedrig. Ähnlich sicher fühlten sich die Akteure zuletzt im Sommer 2007. 12 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Die ultralockere Geldpolitik hat in den vergangenen Jahren zu einer zum Teil deutlichen Bewertungsexpansion bei Aktien, Renten und Immobilien geführt. Im Ergebnis sind damit die Anlageklassiker ähnlich teuer. Kursverluste bei Renten Wie sollte sich der Anleger in diesem Umfeld positionieren? Bei Renten stellt sich angesichts der höheren Teuerung immer mehr die Bewer tungsfrage. Dass sich Investoren mit nachhaltigen realen Vermögensein bußen abﬁnden, ist nicht sehr wahr scheinlich. Wir erwarten im Laufe des Jahres 2018 einen Anstieg der Rendite 10-jähriger Bundesanleihen bis auf 1 %. Es drohen also Kursver luste. Erste Wahl bei Neuanlagen sollten daher kürzere und mittlere Laufzeiten sein. Auch Aktienanleger sind inzwischen ausgesprochen sorglos geworden. So zeigt die historisch niedrige impli zite Aktienvolatilität, dass die Kursri siken vom Gros der Marktteilnehmer derzeit als sehr gering eingeschätzt werden. Dabei bewegt sich die Be- wertung des DAX mit einem KGV von rund 14 schon oberhalb des langjährigen Normalbandes. Dagegen birgt die Kombination aus hoher Bewertung und gestiegener Risikofreude erhebliche Rückschlag gefahren, zumal die Konjunktur- stimmung vermutlich ihren Höhe punkt erreicht hat. Unter realistischen Annahmen für das Gewinnwachstum ergibt sich daraus eine Kursspanne für den DAX von 10.500 bis 13.500 Punkten. Da Aktien häuﬁg übertreiben, könnten sie zeitweilig auch darüber hinausgehen. Immobilien sind inzwi schen zwar ebenfalls hoch bewertet. Sie können aber ihre relative Attrakti vität trotz anziehender Renditen am Anleihemarkt halten. Da das Ertragspotenzial der gängi gen Anlageklassen insgesamt über schaubar ist, drängen sich für 2018 keine größeren Abweichungen von den strategischen Neutralwerten auf. Alles Gute ist schon drin! MÄRKTE UND TRENDS 2018 13 14 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Erwartungsgemäß ließ das sehr nied rige Renditeniveau von deutschen Anleihen in diesem Jahr keine Ertrags- sprünge zu. Immerhin haben sich die nominalen Anlagebedingungen ver bessert. Die Jahresdurchschnittsren dite 10-jähriger Bundesanleihen kletterte 2017 von rund 0,1 % auf etwa 0,4 %. Für 2018 ist mit einer Fortset zung dieser Entwicklung zu rechnen. Am Jahresende dürfte die Rendite bei rund 1 % stehen. Grundlage für steigende Renditen bildet die sich normalisierende Teuer- ung – Deﬂation ist schon lange kein Thema mehr. 2018 dürften in der Euro- zone im zweiten Jahr in Folge die Ver braucherpreise um rund 1½ % steigen. Bundesanleihen sind dank ihrer hohen Qualität zwar keine Ladenhüter, attraktiv sind sie aufgrund ihrer niedrigen Ren- diten gleichwohl nicht. Angesichts des guten konjunkturellen Umfelds dürften die Kapitalmarktzinsen im kommenden Jahr aber tendenziell ansteigen. Druck geht insbesondere vom US-Rentenmarkt aus. Rentenmärkte: Raus aus dem Krisenmodus Im Vergleich dazu hinkt die Rendite- entwicklung erheblich hinterher, was zu deutlichen realen Vermögensver lusten führt. Ob außer der Europäi schen Zentralbank viele Anleger bereit sind, zu diesen schlechten Konditio nen zu kaufen, ist fraglich. EZB verschleppt Zinswende Hinzu kommt, dass mit der EZB ein äußerst kauffreudiger Kunde nun kür zertreten wird. Zum Jahresbeginn 2018 fährt sie ihr Kaufprogramm von monatlich 60 Mrd. Euro auf 30 Mrd. Euro zurück. Im September 2018 dürf te der geldpolitische Kaufrausch ein Ende ﬁnden, was allerdings nicht heißt, dass die EZB als guter Kunde MÄRKTE UND TRENDS 2018 15 Aktien: Nur noch Hochpreisiges in der Auslage Die US-Leitindizes eilten in den letz ten zwölf Monaten von einem Re kordhoch zum nächsten. Damit drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob mit Blick auf Deregulierung und Steuersenkungen von den Anle gern nicht bereits zu viele Vor- schusslorbeeren verteilt wurden. am Anleihemarkt ausfällt. Sie wird lediglich ihren Wertpapierbestand bei dann rund 2,6 Billionen Euro einfrieren und auslaufende Zinstitel durch neue ersetzen. Einen Schritt weiter ist da die US- Notenbank. Sie hat bereits begon nen, ihre Bilanzsumme sukzessive abzubauen. Für US-Renten bedeutet dies spürbar veränderte Rahmenbe dingungen, zumal die Fed 2018 die Leitzinsen in Richtung 2 % treiben dürfte. Abgelaufene und von Emitten ten neuverpackte Anleihen stehen jetzt wieder frei zugänglich im Ver kaufsregal. Es dürfte aber gar nicht so einfach sein, neue Investoren zu ﬁnden, zumal Inﬂation in den USA wieder verstärkt wahrgenommen wird. Im Schlepptau der höheren Leitzinsen erwarten wir daher einen Renditean stieg 10-jähriger US-Treasuries auf rund 3 %. Draghi unter Druck Das Thema Zinswende dürfte die An leger weiter beschäftigen, insbeson dere wenn das Kaufprogramm been det wird und sich das letzte Amtsjahr von Mario Draghi nähert. Die Frage, die sich dabei stellt, ist: Legt er selbst den Zinshebel um, oder überlässt der EZB-Chef diesen Job ab November 2019 seinem Nachfolger? Wir vermu ten Ersteres. Im Frühjahr 2019 dürfte der negative Einlagensatz angehoben werden – bis Jahresende sollte der „Strafzins“ endgültig fallen. Der Reﬁ nanzierungssatz dürfte dann erstmals seit 2015 wieder einen positiven Wert aufweisen. Höhere Renditen in Erwar tung einer veränderten Geldpolitik im Euroraum würden den Anlagenot stand lindern und damit die Nachfra geseite des Rentenmarktes entlasten. Auf der Angebotsseite könnte die Aussicht auf höhere Zinsen den Re formdruck in der Eurozone erhöhen. 16 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Erwartungsblase bei US-Aktien? US-Aktien waren nur in der Schluss- phase des New Economy Booms in den Jahren 1998 bis 2000 höher bewertet. Selbst wenn man unterstellt, dass die Nettoergebnisse der Unter nehmen durch eine Steuerreform spür bar stärker steigen als derzeit prog nostiziert, liegt das KGV des S&amp;P 500 noch deutlich über dem historischen Durchschnitt von 15. Ohnehin ist die Bewertungsexpansion für eine Phase steigender Leitzinsen untypisch. Da die Fed zudem ihre Bilanzsumme nun allmählich reduzieren wird, droht der Rally am US-Aktienmarkt der Treibstoff auszugehen. DAX mit ungünstigem Chance-Risiko-Proﬁl Aktienanleger sind inzwischen auch hierzulande ausgesprochen sorglos geworden. So zeigt die historisch niedrige implizite Aktienvolatilität, dass die Kursrisiken vom Gros der Marktteilnehmer derzeit als sehr ge ring eingeschätzt werden. Dabei be wegt sich die Bewertung des DAX mit einem KGV von rund 14 schon ober halb des langjährigen Normalbandes. Auf Basis von Kennziffern wie dem Kurs / Cash Flow-Verhältnis ist die Überbewertung sogar noch stärker. Im Hauptszenario bewegt sich die faire Bewertung für den DAX im KGV-Band zwischen 10,5 und 13. Unter realistischen Annahmen für das Gewinnwachstum ergibt sich daraus eine Kursspanne von 10.500 bis 13.500 Punkten. Auf einem Kurs- niveau über 13.000 Punkten sind die Risiken stärker ausgeprägt als das Aufwärtspotenzial. Das perfekte Timing für den Ein- und Ausstieg dürfte nur selten gelingen. Im Extremfall wird die alte Börsenre gel „Buy low, sell high!“ sogar ins Gegenteil verkehrt. Aktiensparen ist eine gute Möglichkeit, solche „Timing-Fehler“ zu minimieren – nicht mehr, aber auch nicht weniger! MÄRKTE UND TRENDS 2018 17 18 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Gold gehört auf die Einkaufsliste Bei hoher Wachstumsdynamik, mode- rater Inﬂation und anhaltend lockerer Geldpolitik legten die klassischen Risikoanlagen 2017 kräftig zu. Die relative Bewertung von Gold ist damit attraktiver geworden. Zudem dürfte die Inﬂation der Vermögenspreise den Absicherungsbedarf der Finanz investoren in Form von physischem Gold spürbar ansteigen lassen. Auch die Zentralbanken und Staats- fonds greifen bei Gold zu. Immerhin haben US-Staatsanleihen aufgrund der enormen Verschuldung, der un konventionellen Geldpolitik und der abnehmenden politischen Berechen barkeit nicht mehr uneingeschränkt den Status der „risikofreien Anlage“. Im Übrigen wurden an den Finanz märkten die politischen Risiken zuletzt weitgehend ausgeblendet. Die Unsicherheit in Europa hat zwar erst einmal nachgelassen. Die struk turellen Probleme bestehen aber weiterhin und werden nur temporär durch positive Konjunktureinﬂüsse kaschiert. Jedenfalls zeigt die Ge schichte, dass bei ökonomischen Verwerfungen die Staaten mit den höchsten Goldbeständen nicht die schlechtesten Karten haben. Indessen bewegt sich die US-Real- rendite weiter um die Nulllinie. Sie wird voraussichtlich auch 2018 dem Goldpreis Rückenwind geben, selbst wenn sie dann eher ein wenig höher liegen wird. Ein stärkerer Anstieg der Nominalrenditen würde letztendlich durch entsprechend höhere Inﬂations- raten kompensiert. Gold scheint auch hinsichtlich der Markttechnik nach einer langjährigen Konsolidierung in eine entscheidende Phase eingetreten zu sein. Der bis 2011 zurückreichende mittelfristige Abwärtstrend wurde zuletzt über schritten, so dass sich eine poten zielle Wendeformation ergeben hat. 2018 könnte das gelbe Metall somit einen neuen nachhaltigen Aufwärts trend einschlagen. Dann bestünde auch charttechnisch ordentlich Luft nach oben. Der Goldpreis dürfte 2018 über 1.400 US-Dollar pro Unze steigen. MÄRKTE UND TRENDS 2018 19 Immobilien: Keine Schnäppchen mehr im Angebot Viele Investoren möchten ihre reichli che Liquidität in Immobilien anlegen. Ihr Einkaufserlebnis wird aber 2018 vielfach enttäuschend ausfallen. Denn Schnäppchen sind längst nicht mehr im Angebot und Qualitätsim mobilien meist ausverkauft. Wer will schon zur Resterampe gehen, an der weniger hochwertige Immobilien mit höheren Risiken stehen? Der Immobilienzyklus beﬁndet sich in einer reifen Phase. Ein Ende des Aufwärtstrends zeichnet sich jedoch 2018 noch nicht ab, denn die Rah menbedingungen bleiben positiv. Allerdings sind in vielen Märkten schon Überbewertungen zu beob achten. Die Immobilienwerte steigen weiter – in Deutschland sowohl am Wohnungsmarkt als auch im ge werblichen Bereich. Noch sind die Marktteilnehmer nicht euphorisch und die Kreditvergabe ist weitgehend unauffällig. Das vermutlich größte Risiko für Immobilien liegt in einem deutlichen Zinsanstieg. OffeneImmobilien-Publikumsfonds dürften 2018 eine Performance von rund 2½ % erzielen. Angesichts noch sehr niedriger Renditen am Anleihe markt bleibt die Anlageform relativ attraktiv. Die Preise für deutsche Wohnimmo- bilien werden 2018 vor allem in den Ballungsräumen weiter zulegen. Die Finanzierungskonditionen bleiben sehr günstig und die Bevölkerung wächst. Damit steht einer steigenden Nachfra ge nach Wohnraum ein nur moderat zunehmendes Angebot gegenüber. Daran dürften auch Maßnahmen einer neuen Bundesregierung zur Förderung des Wohnungsbaus nichts ändern. Schätzungsweise rund 320.000 Fertig stellungen dürfte ein Bedarf von rund 400.000 Wohnungen gegenüberstehen. 20 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba US-Dollar und Schweizer Franken Die Geldpolitik stützt 2018 zunächst den US-Dollar. Während die EZB vorerst nur sehr zögerlich von ihrem extrem expansiven Kurs abrückt, vermindert die Federal Reserve suk zessive ihre lockere Politik und setzt ihren Zinserhöhungszyklus fort. Der ohnehin auf ein langjähriges Hoch gestiegene kurzfristige US-Rendi- tevorteil gegenüber europäischen Anleihen wird sich 2018 sogar noch ausweiten. Jenseits von steuerlichen Maßnah men wie Anreizen zur Repatriierung von Auslandsgewinnen wird die Trump-Regierung den Greenback kaum unterstützen. Aufgrund ihrer prinzipiell protektionistischen Ausrichtung hat die Regierung kein Interesse an einer zu starken Wäh rung. Trotz der Abwertung 2017 gilt die US-Währung im langfristigen Vergleich weiterhin als teuer – ins besondere in Relation zum Euro. Zudem wächst auch in der Eurozone in der langen Frist der Anpassungs bedarf für die Geldpolitik. Wohl noch nicht 2018, aber im ersten Halbjahr 2019 stehen erste Zinser- höhungen der EZB vor der Tür. Eine sich abzeichnende Zinswende dürfte den Euro bereits im Verlauf von 2018 stärken. Wir erwarten da her, dass sich der Euro- Dollar- Kurs 2018 zunächst im unteren Be reich eines Bands von 1,10 bis 1,20 bewegt. Im späteren Jahresverlauf dürfte der Euro aber wieder in Rich tung 1,20 klettern. Beim Schweizer Franken wird sich die Talfahrt nicht fortsetzen. Die Zinsdifferenzen gegenüber dem Euro geben eher dem Franken Un terstützung. Die Schweizer Währung ist zwar langfristig weiter überbe wertet, jedoch nicht mehr so extrem. Der Euro-Franken-Kurs dürfte 2018 kaum weiter ansteigen und nach temporären Rücksetzern um 1,15 notieren. MÄRKTE UND TRENDS 2018 21 BIP 1,0 % BIP 1, 8 % BIP 3,5 % BIP 1,5 % BIP 2,5 % BIP 2,0 % BIP 2,2 % LÄNDER IM HAUPTSZENARIO HAUPTSZENARIO 22 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba BIP 1, 2 % BIP 3,3 % BIP 2,0 % BIP 2,0 % BIP 2,8 % BIP 2,0 % BIP 1, 8 % BIP 6,5 % BIP 3,5 % BIP 3,0 % BIP 2,5 % MÄRKTE UND TRENDS 2018 23 Deutschland: Gedränge in den Einkaufszentren Das deutsche Wirtschaftswachstum hat 2017 mit kalenderbereinigt 2,5 % den hohen Vorjahreswert von 1,9 % sogar nochmal getoppt. Auch wenn sich die hohe Dynamik nicht halten lässt, dürfte doch der BIP-Anstieg 2018 mit 2 % lebhaft bleiben. Erst 2019 nähert sich das Plus mit 1,7 % dem Potenzial an. Das Expansions muster ändert sich nur graduell. Die privaten Konsumausgaben dürften bei steigenden Realeinkommen und höherer Beschäftigung 2018 trotz einer Inﬂation von 1,8 % weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Wirt schaftswachstum erbringen. Mit einem Investitionsboom in Deutschland sollte nicht gerechnet werden. Der Wachstumsbeitrag der Bruttoanlageinvestitionen wird sich wenig ändern, allerdings deren Zu sammensetzung. Die Ausrüstungen gewinnen an Fahrt. Die Unternehmen dürften ihre Zurückhaltung ein Stück weit aufge ben, denn die Rahmenbedingungen für die Kapitalbildung haben sich verbessert. Dagegen dürfte die Dynamik der Bauinvestitionen 2018 etwas nach lassen. Gleichwohl bleibt der Bedarf an Wohnungen vor dem Hintergrund eines günstigen Arbeitsmarktes, stei gender Einkommen und der Wande rungsbewegung nach und innerhalb Deutschlands hoch. Die außergewöhn lich günstigen Finanzierungsbedingun gen erleichtern die Bauentscheidung. Die Sparte proﬁtiert von den für die kommunale Infrastruktur bereitge stellten Mitteln und einer zunehmend besseren Finanzlage der Gemeinden. Der Außenhandel wird voraussicht lich auch 2018 keinen positiven Wachstumsbeitrag erbringen. Die günstige Binnenkonjunktur lässt die Importe stärker steigen als die Exporte. 24 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba um schätzungsweise mehr als 3 % gestiegen. Die Dynamik geht aktuell sowohl vom Nichtwohnungsbau als auch vom Wohnungsbau aus. Der starke Anstieg der Wohnungsbauge- nehmigungen signalisiert einen anhal tenden Aufschwung. Die Schwachstel le der französischen Wirtschaft bleibt die internationale Wettbewerbsfähig keit; der Außenhandel bremst das Wachstum auch 2018. Die geplanten Reformen des neuen Präsidenten dürf ten hier mittelfristig zu einer Besserung beitragen. Das Maastricht-Kriterium einer jähr lichen Neuverschuldung von 3 % des BIP wurde von Frankreich seit 2007 nicht mehr eingehalten. Die neue Regierung ist fest entschlossen, dies ab 2017 zu erreichen. Frankreich: Reformen im konjunkturellen Aufschwung Frankreich ist in den letzten Jahren deutlich langsamer gewachsen als Deutschland. Dieser Abstand dürfte sich einengen. Das Bruttoinlandspro dukt wird voraussichtlich 2018 um 1,8 % zulegen, zwei Zehntel weniger als hierzulande. Trotz der aufgehellten Konjunktur hat sich der Privatkonsum 2017 mit einem Anstieg von nur gut 1 % deutlich schwächer entwickelt als im Jahr zuvor. Den privaten Haushalten blieb aufgrund der höherenInﬂation real weniger in der Tasche. Die gestie gene Beschäftigung und die kaum höheren Löhne konnten dies nicht kompensieren. Auch 2018 werden nicht alle Konsumwünsche in Erfüllung gehen: Mit gut 1½ % wird diese Kom ponente nur noch leicht unterdurch schnittlich zulegen. Positive Impulse sollten 2018 von den Ausrüstungen ausgehen. Höhere Mar- gen und eine bessere Kapazitätsaus- lastung lassen dies erwarten. Nach einem langjährigen Rückgang sind die französischen Bauinvestitionen 2017 MÄRKTE UND TRENDS 2018 25 Italien: Grundlegende Renovierung steht noch aus Auch Italien beﬁndet sich im Auf schwung, der allerdings nur schwach ausgeprägt ist. Das Land hat seit der EuroEinführung mit Ausnahme des Jahres 2000 nie an die Dynamik der Eurozone heranreichen können. Hier an dürfte sich vorerst nichts ändern. Obwohl die Verbraucherpreise 2017 stärker zulegten als im Jahr zuvor, expandierten die privaten Verbrauchs- ausgaben mit schätzungsweise 1½ % wie das Bruttoinlandsprodukt. Finan ziert wurde dies mit einer zurückge- gangenen Sparquote. Zudem steigt die Beschäftigung. Trotz des engen Finanzierungsspielraums vieler Italie ner ist das Konsumklima freundlich, so dass 2018 mit einem Konsumzu wachs wie im Jahr zuvor zu rechnen ist. Die Regierung hat trotz der etwas günstigeren Konjunktur wenig Spiel raum für Wahlgeschenke. Die Unternehmensgewinne werden auch 2018 aufgrund der stagnierenden Produktivität bei leicht steigenden Lohnkosten unter Druck bleiben. Aller dings ist in Italien die industrielle Kapa- zitätsauslastung deutlich über den langjährigen Durchschnitt gestiegen. Da das Geschäftsklima in den anderen Sektoren ebenfalls positiv ist, dürfte die Kapitalbildung moderat zuneh- men. Die Bautätigkeit sollte 2018 zum dritten Mal in Folge steigen. Vom Au ßenhandel hingegen werden erneut leicht negative Effekte ausgehen. Da sich der Lebensstandard nur mit einer kontinuierlich steigenden Pro duktivität heben lässt, sollte der Re formprozess verstärkt werden. Trotz der gewaltigen Probleme ist vor den spätestens im Mai 2018 anstehenden Parlamentswahlen kein höheres Re formtempo zu erwarten. Dass es danach zu einer Politikänderung kommt, ist eher unwahrscheinlich. 26 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Spanien: Streit unter Spaniern Spanien hat 2017 zum dritten Mal in Folge ein Wirtschaftswachstum von mehr als 3 % erreicht. Das Vorkrisen niveau von Anfang 2008 ist damit übertroffen. Unsere Wachstumsprog nose von 2,8 % für 2018 setzt voraus, dass der Katalonien-Konﬂikt rasch beigelegt werden kann. Ist dies nicht der Fall, sollte mit einem Abschlag von mindestens einem halben Pro zentpunkt gerechnet werden. Die hohe Dynamik der letzten Jahre war eine Gegenbewegung zu den beiden Rezessionen zuvor sowie das Resul tat einer besseren Wettbewerbs fähigkeit. Die spanische Inﬂationsrate ist 2017 aus dem negativen Bereich auf 2 % geklettert. Dies ist im Vergleich zur gesamten Eurozone überdurchschnitt lich und belastet das Budget der priva ten Haushalte. Die Konsumdynamik hat trotzdem nur leicht nachgelassen. Impulse gehen weiterhin von der kon tinuierlich steigenden Beschäftigung aus. Zudem sind die Lohnsteigerun gen etwas höher. Die Zahl der Arbeits- losen sinkt deutlich und das Konsum- klima ist freundlich. 2018 dürfte sich hieran wenig ändern. Die Konsum aus- gaben des Staates legen weiterhin nur moderat zu. So lag das öffentliche Deﬁzit 2017 noch über den eigent lich erlaubten 3 %. Erfreulich entwickeln sich die spani schen Investitionen. Die Immobilien- krise ist überwunden, die Preise steigen wieder. Bei geringen Hypo thekenzinsen wird mehr in den Woh nungsbau investiert. Die Ausrüstun gen expandieren bereits seit 2013. Die höhere Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der konjunkturelle Aufwind lassen die Unternehmen optimistisch in die Zukunft schauen. Im Gegensatz zu anderen europäi schen Staaten proﬁtiert Spanien auch vom Außenhandel. MÄRKTE UND TRENDS 2018 27 Schweden: 2018 mit weniger Glanz Die schwedische Wirtschaft legt 2017 wieder kräftig um 3,1 % zu. 2018 wird sich das exportstarke Land weiterhin einer günstigen Konjunktur erfreuen, auch wenn das Wachstum mit 2,5 % etwas niedriger ausfallen dürfte. Die anhaltend wachstumsfreundliche Geld- und Fiskalpolitik sowie die seit Jahren rasant steigenden Eigenheim preise sorgen für regen Besuch in den Kaufhäusern. Die Verschuldung der Privathaushalte summiert sich mittlerweile auf rund 180 % des ver fügbaren Einkommens. Maßnahmen wie die Senkung der Beleihungsgren ze für Darlehen zeigen bisher keinen nachhaltigen Effekt, um dieser Ent wicklung entgegenzuwirken. Fiskalpolitik als entscheidender Faktor Wachstumsimpulse dürften 2018 von der anhaltend expansiven Fiskalpo- litik kommen. Der Budgetplan kon zentriert sich auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze, was besonders unter dem Aspekt der hohen Aufnahme quote an Migranten die Voraussetzung für eine anziehende Konsumtätigkeit schafft. Zudem sollen Steuer- senkungen durchgeführt und Gelder in das Gesundheits- und Bildungs wesen investiert werden. Trotz anziehenderInﬂation und starker Wachstumszahlen hält die schwedische Zentralbank bislang an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Die Riksbank wird sich auch künftig an der EZB orientieren, um eine deutli che Aufwertung der Schwedischen Krone und deﬂationäre Tendenzen zu vermeiden. Somit belässt die schwe- dische Notenbank wohl bis Herbst 2018 den Leitzins bei - 0,5 %, damit die schwedische Wirtschaft auf Ex portkurs bleiben kann. 28 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Großbritannien: Einigung auf dem Verhandlungsbasar? Im Vereinigten Königreich schwebt der Brexit über allem. Die wirtschaft lichen Folgen des Votums mussten bislang vor allem die Verbraucher ausbaden, da die PfundAbwertung die Importe verteuerte und die Real einkommen belastete. Da auch dem kreditﬁnanzierten Konsum Grenzen gesetzt sind, wird der private Ver brauch 2018 nur um gut 1 % zulegen. Die mit den Brexit einhergehende erhebliche Unsicherheit wird die In vestitionen der Unternehmen zuneh mend beeinträchtigen, so dass das Bruttoinlandsprodukt 2018 mit 1,0 % noch einmal langsamer als im Vorjahr (1,5 %) wachsen dürfte. Die Bank of England wird nach der jüngsten Zinserhöhung Ruhe be wahren und könnte ihren Leitzins bei 0,5 % belassen, zumal sich das Wachstum verlangsamt. Schließlich überschreitet die Inﬂation ihren Zenit und sinkt im Verlauf von 2018 wieder in Richtung 2 %. Die nur sehr schleppend verlaufenden Brexit-Verhandlungen überlagern Konjunktur und Geldpolitik. Ein von den Briten gewünschtes Freihandels abkommen jenseits des Binnenmark tes kann in der verbleibenden Zeit nicht in Gänze ausgehandelt werden. Allein schon aufgrund der Größenver hältnisse ist Großbritannien stärker auf eine Einigung angewiesen als die EU. Daher wächst im Jahresverlauf der Druck auf Premierministerin May, sich einem Kompromiss anzu nähern. Ein Abkommen könnte einen relativ freien Warenaustausch, einen eingeschränkten Handel bei Dienst leistungen sowie eine begrenzte Ar beitnehmerfreizügigkeit umfassen. Trotz aller Probleme und Risiken ist ein Deal immer noch die wahrschein lichste Lösung – spätestens 2019. MÄRKTE UND TRENDS 2018 29 USA: „Retail Apocalypse“ Now? Seit einiger Zeit wird in den USA kon trovers über ein „Mall-Sterben“ und die Insolvenzen großer Einzelhan delsketten („Retail Apocalypse“) dis kutiert, trotz blendender Stimmung in der Wirtschaft und Zuwächsen beim privaten Konsum, die fast an die Boom-Jahre in den späten 1990er Jahren anknüpfen. Es erscheint wider sinnig, dass der Einzelhandel darben sollte, während die Haushalte das Geld mit vollen Händen ausgeben. Hintergrund ist der kometenhafte Aufstieg des Online-Handels, der einen durchgreifenden Strukturwan del mit sich bringt – und das heißt, Überkapazitäten werden stillgelegt. Zudem nimmt der Anteil der Dienst leistungen an den Konsumausgaben im Trend zu. Die Verschuldung der Haushalte bie tet, entgegen oft zu hörenden Schau ermärchen, derzeit keinen Anlass zur Sorge. Die Löhne sollten angesichts des angespannten Arbeitsmarktes tendenziell anziehen, die Beschäfti gung steigt weiter, wenn auch weni ger dynamisch als in den vergange nen Jahren. Der Konsum bleibt also auf Kurs. Hinzu kommt nun eine spürbare Erholung der Investitionen, die nicht nur auf die Bergbau und Energiesektoren beschränkt ist. Geld- und Fiskalpolitik stützen Die US-Wirtschaft dürfte 2018 einen Zuwachs von rund 2,5 % verzeich nen, nach gut 2 % 2017. Dabei ist ein leichter Impuls von Steuersenkungen und höheren Staatsausgaben be rücksichtigt. Die Geldpolitik wird kei ne Bremse sein. Selbst wenn die Fed den Leitzinskorridor bis Ende 2018 wie erwartet auf 2,00 % bis 2,25 % anhebt, bleibt der Realzins (abzüglich der Inﬂation) nahe Null. 30 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba China: Die Partei hat immer Recht Auf dem Kongress der Kommunisti schen Partei Chinas stieg Parteichef Xi in den Olymp auf: Er steht nun in der Parteiverfassung auf einer Stufe mit Mao. 2017 war insgesamt ein erfolgreiches Jahr für die chinesische Führung, nachdem sie 2015 und 2016 wirtschaftspolitisch nicht immer gut aussah. Unter anderem proﬁtierte Xi zuletzt davon, dass sich die USA unter Donald Trump teilweise aus der Rolle einer globalen Führungsmacht zu verabschieden scheinen. Rückenwind vom Industriezyklus Auch konjunkturell hat sich die Lage verbessert. Dies war nicht zuletzt durch einen massiven Stimulus seitens der Finanzpolitik und eine von der Regierung angestoßene verstärkte Kreditvergabe bedingt. Teilweise spiegelt dies ein global zu beobach- tendes Anziehen des Industriezyklus wider. Erhebliche Risiken bestehen allerdings weiter, wie die hohe Ver schuldung der Staatsunternehmen und eine mögliche Blase am Immobili enmarkt. Dies ist der Pferdefuß von Xis Politik: Im Zweifelsfall für die Stabi lität und gegen riskante Reformen, wie notwendig diese auch sein mögen. Kurzfristige Stabilität – mittelfristige Risiken Wir bleiben daher bei unserer Ein schätzung, dass China auf mittlere Sicht ein Trendwachstum von rund 5 % pro Jahr ansteuert. Die nur zö gerlichen Reformfortschritte machen den von vielen Beobachtern seit Jah ren befürchteten „China-Crash“ ten denziell wahrscheinlicher. Die Bemü hungen der Regierung, kurzfristig die Nachfrage zu stimulieren, koste es, was es wolle, erhöhen mittelfristig die Stabilitätsrisiken. Für 2018 rechnen wir mit einem Wachstum von 6,5 % (2017: 6,8 %), denn die Regierung wird wohl konjunkturpolitisch gradu ell den Fuß vom Gas nehmen. MÄRKTE UND TRENDS 2018 31 PROGNOSETABELLEN IM HAUPTSZENARIO 2 32 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Kapitalmarktprognosen MÄRKTE UND TRENDS 2018 33 Prognose Ende … \* 09.11.2017 \*\* Mittelwert des Zielbandes Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft / Research in Basispunkten Zinssatz in % in Landeswährung, % in % Indexstand Preis in $ Veränderung seit Jahresultimo aktueller Stand \* Q1 / 2018 Q2 / 2018 Q3 / 2018 Q4 / 2018 EZB Einlagenzins 0 - 0,40 - 0,40 - 0,40 - 0,40 - 0,40 EZB Reﬁ nanzierungssatz 0 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 Tagesgeldsatz Eonia 3 - 0,36 - 0,35 - 0,35 - 0,35 - 0,35 3M Euribor -1 - 0,33 - 0,30 - 0,30 - 0,30 - 0,25 6M Euribor - 6 - 0,28 - 0,25 - 0,25 - 0,25 - 0,20 12M Euribor -11 - 0,19 - 0,20 - 0,20 - 0,15 - 0,10 2j. Bundesanleihen 2 - 0,75 - 0,70 - 0,60 - 0,60 - 0,50 5j. Bundesanleihen 18 - 0,35 - 0,30 - 0,20 - 0,20 0,00 10j. Bundesanleihen 17 0,38 0,70 0,80 0,80 1,00 2j. Swapsatz - 4 - 0,20 - 0,20 - 0,10 - 0,10 0,00 5j. Swapsatz 12 0,20 0,25 0,35 0,35 0,50 10j. Swapsatz 18 0,84 1,10 1,15 1,15 1,30 30j. Swapsatz 32 1,56 1,70 1,75 1,75 1,85 Federal Funds Rate\*\* 50 1,13 1,63 1,88 1,88 2,13 3M USD Libor 41 1,41 1,90 2,15 2,15 2,40 10j. US-Treasuries -10 2,34 2,60 2,80 2,80 3,00 DAX 14,8 13.183 12.800 12.500 11.500 12.300 EURO STOXX 50 9,8 3.613 3.500 3.450 3.200 3.400 Dow Jones 18,7 23.462 23.000 22.500 21.000 22.000 S&amp;P 500 15,4 2.585 2.530 2.450 2.300 2.400 Nikkei 225 19,6 22.869 22.000 21.500 20.000 21.000 Brentöl $ / bbl 12,5 64 60 62 59 60 Gold $ / oz 10,9 1.284 1.360 1.370 1.400 1.420 Devisenprognosen 34 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba \* 09.11.2017 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft / Research Prognose Ende … gg. USD, in % gg. Euro, in % gg. USD, in % Kurs Kurs Kurs Veränderung seit 31.12.2016 aktueller Stand\* Q1 / 2018 Q2 / 2018 Q3 / 2018 Q4 / 2018 gg. Euro US-Dollar - 9,7 1,16 1,10 1,15 1,15 1,20 Japanischer Yen - 6,9 132 127 125 125 128 Britisches Pfund - 3,6 0,89 0,85 0,90 0,90 0,85 Schweizer Franken - 7,3 1,16 1,12 1,15 1,17 1,15 Kanadischer Dollar - 4,3 1,48 1,44 1,50 1,47 1,51 Australischer Dollar - 3,7 1,52 1,47 1,49 1,47 1,50 Schwedische Krone -1,8 9,75 9,50 9,40 9,20 9,00 Norwegische Krone - 4,0 9,47 9,10 9,00 8,90 8,80 Chinesischer Yuan - 5,0 7,72 7,48 7,88 7,88 8,16 gg. US-Dollar Japanischer Yen 3,1 113 115 109 109 107 Schweizer Franken 2,5 0,99 1,02 1,00 1,02 0,96 Kanadischer Dollar 6,0 1,27 1,31 1,30 1,28 1,26 Schwedische Krone 8,7 8,38 8,64 8,17 8,00 7,50 Norwegische Krone 6,2 8,13 8,27 7,83 7,74 7,33 Chinesischer Yuan 4,6 6,64 6,80 6,85 6,85 6,80 US-Dollar gg. Britisches Pfund 6,5 1,31 1,29 1,28 1,28 1,41 Australischer Dollar 6,5 0,77 0,75 0,77 0,78 0,80 Bruttoinlandsprodukt, Inﬂ ation, Budgetsaldo Quellen: EIU, Macrobond, Datastream, Helaba Volkswirtschaft / Research BIP-Wachstum soweit verfügbar kalenderbereinigt; s = Schätzung, p = Prognose Bruttoinlandsprodukt reale Veränderung gg. Vorjahr, % Inﬂation Veränderung gg. Vorjahr, % Budgetsaldo % des BIP 2016 2017s 2018p 2019p 2016 2017s 2018p 2019p 2016 2017s 2018p 2019p Euroland 1,8 2,3 2,0 1,7 0,2 1,5 1,6 1,7 -1,5 -1,2 -1,0 - 0,9 Deutschland 1,9 2,5 2,0 1,7 0,5 1,7 1,8 2,0 0,8 0,8 0,7 0,6 Frankreich 1,1 1,8 1,8 1,6 0,3 1,2 1,4 1,6 - 3,4 - 3,0 - 2,8 - 2,7 Italien 1,1 1,6 1,5 1,3 - 0,1 1,4 1,3 1,4 - 2,5 - 2,3 - 2,1 - 2,1 Spanien 3,3 3,1 2,8 2,2 - 0,3 2,0 1,6 1,7 - 4,5 3,3 - 2,4 -1,7 Niederlande 2,1 3,3 2,3 2,1 0,1 1,3 1,5 1,7 0,4 0,6 0,5 0,7 Österreich 1,5 2,8 2,2 2,0 0,9 2,2 2,2 2,1 -1,6 -1,2 -1,1 -1,0 Griechenland - 0,2 1,2 2,0 2,0 0,0 1,2 1,0 1,5 0,5 -1,2 - 0,5 - 0,8 Portugal 1,5 2,4 2,0 1,8 0,6 1,5 1,4 1,5 - 2,0 -1,5 -1,4 -1,4 Irland 5,1 4,0 3,5 3,0 - 0,2 0,3 1,2 1,5 - 0,6 - 0,3 - 0,2 0,0 Großbritannien 1,8 1,5 1,0 1,4 0,6 2,7 2,4 2,0 - 2,9 - 2,5 - 2,5 - 2,5 Schweiz 1,4 0,7 1,5 1,3 - 0,4 0,5 0,7 1,2 0,1 - 0,1 - 0,1 0,0 Schweden 3,3 3,1 2,5 2,4 1,0 1,7 1,8 1,8 0,9 0,8 0,7 0,6 Norwegen 1,1 1,9 2,2 2,0 3,6 2,2 2,2 2,0 3,0 4,2 3,8 3,6 Polen 2,9 4,1 3,5 3,3 - 0,6 1,9 2,4 2,3 - 2,5 - 2,0 - 2,2 - 2,3 Ungarn 2,2 3,7 3,3 2,5 0,4 2,4 3,0 2,7 -1,9 - 2,3 - 2,5 - 2,3 Tschechien 2,6 4,5 3,0 2,8 0,7 2,5 2,3 2,2 0,7 1,0 0,7 0,5 Russland - 0,2 1,9 1,8 1,7 7,0 3,8 4,0 4,7 - 3,4 - 2,1 -1,3 -1,1 USA 1,5 2,2 2,5 2,0 1,3 2,1 2,4 2,5 - 3,9 - 3,9 - 5,0 - 4,7 Japan 1,0 1,6 1,2 1,0 - 0,1 0,4 0,6 1,0 - 4,6 - 4,5 - 5,0 - 5,3 Asien ohne Japan 5,4 5,3 5,0 5,2 2,7 2,4 2,6 3,0 - 3,0 - 3,1 - 3,5 - 3,4 China 6,7 6,8 6,5 6,3 2,1 1,5 2,0 2,2 - 3,7 - 4,0 - 4,5 - 4,5 Indien 7,1 6,7 7,2 7,5 4,9 3,3 4,4 4,8 3,5 - 3,2 - 3,2 - 3,0 Lateinamerika - 0,7 1,2 2,0 2,2 19,5 19,0 19,5 17,0 - 4,9 - 4,2 - 3,0 - 2,0 Brasilien - 3,6 0,7 2,0 2,3 8,7 3,0 3,5 4,2 - 6,4 - 8,0 - 7,0 - 5,7 Welt 2,9 3,4 3,4 3,3 3,6 3,9 4,1 4,0 – – – – MÄRKTE UND TRENDS 2018 35 BAURUINE (10 %) 3 36 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba In unserem negativen Alternativsze nario „Bauruine“ brechen strukturelle Schwächen auf und führen zu einem globalen Abschwung. Verteilungs konﬂikte nehmen zu. Die Politik re agiert mit Protektionismus, Globali sierung und Welthandel werden zurückgedrängt. Die Investitionstä tigkeit leidet unter wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit. Ange sichts drohender Arbeitsplatzverluste drosseln die Haushalte ihren Konsum. Deutschland ist aufgrund seiner Exportquote von knapp 50 % be sonders stark von der weltweiten konjunkturellen Abschwächung betroffen. Die Investitionstätigkeit wird hierdurch ebenfalls in Mitlei denschaft gezogen. Deutschland rutscht in eine Rezession. Der Ab wärtstrend erfasst die Europäische Union, so dass die ungelösten strukturellen Probleme der Wäh rungsunion mit Wucht wieder her vortreten. In diesem Umfeld schei tert der Umbau der europäischen Institutionen hin zu einer Wettbe werbsgemeinschaft. Anleger suchen Sicherheit und ﬂie hen aus Risikoassets in die „siche ren Häfen“ Treasuries und Bundes anleihen. Im Zuge dessen geben die 10-jährigen US-Treasuries bis auf 1 % nach, die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen taucht sogar in Richtung -1 % ab. Gold und der US-Dollar werden in Zeiten hoher Unsicherheit ihrem Ruf als Krisenwährungen gerecht. Gold nähert sich wieder den alten Höchst- ständen von über 1.900 US-Dollar pro Unze. Der Euro-Dollar-Kurs fällt auf 0,90. Die inzwischen hoch be werteten Immobilienmärkte erwei sen sich als korrekturanfällig. Die Risikoaversion steigt sprunghaft und sorgt bei Aktien für deutliche Bewer tungsabschläge. Der DAX stürzt in Richtung der 8.000-Punkte -Marke ab. Bauruine (10 %) Alternativszenario MÄRKTE UND TRENDS 2018 37 PALAST (20 %) 4 38 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba In unserem positiven Alternativsze nario „Palast“ erreicht die Weltwirt schaft ein beeindruckendes Wachs tumsniveau. Lebhafte Handels- und Investitionsaktivitäten sowie Produk tivitätsfortschritte eröffnen neue Möglichkeiten. In dieser Umgebung gelingt der Umbau der Europäischen Union zu einer Wettbewerbsgemein schaft. China und Russland setzen 2018 entscheidende Wachstumsimpulse. Die Volksrepublik bewältigt die Überkapazitäten in der Schwerindus- trie und leitet einen neuen Investi tions- zyklus ein. Sowohl europäische als auch russische Unternehmen und Konsumenten proﬁtieren von der Zurücknahme der Sanktionen ge genüber Russland. Auf Seiten der Industrieländer übernehmen die USA die Wachstumsführerschaft mit fast 4 %. Deutschland proﬁtiert vom stärkeren Welthandel und erreicht eine Expansionsrate von rund 3 %. Produktivitätsfortschritte machen die Europäer auf den Weltmärkten wettbewerbsfähig. Alle Länder der Eurozone wachsen kräftig. Die Inﬂation steigt aufgrund des hohen Wachstums deutlich über das erklärte Ziel der Notenbanken von 2 %. Fed und EZB beschleunigen das Normalisierungstempo. Die EZB leitet die Zinswende bereits 2018 ein. Am Rentenmarkt kommt es zu massiven Kursverlusten. 10-jährige US-Treasuries steigen auf 4 % und 10-jährige Bundesanleihen nähern sich der 2 %-Marke. Der Euro-DollarKurs erreicht 1,30. Die Unternehmensgewinne legen kräftig zu, der DAX überspringt die Marke von 15.000 Punkten. Immobi- lien verlieren angesichts der steigen den Zinsen an relativer Attraktivität. Dieser Effekt wird allerdings durch die erheblich bessere Lage an den Vermietungsmärkten ausgeglichen. Palast (20 %) Alternativszenario MÄRKTE UND TRENDS 2018 39 Impressum Herausgeber Helaba Landesbank HessenThüringen Volkswirtschaft / Research Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirtin / Bereichsleitung Research Redaktion Dr. Stefan Mitropoulos, Barbara Bahadori MAIN TOWER Neue Mainzer Straße 52 – 58 60311 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 / 91 32-01 Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindli che Analysen und Prognosen zu den gegenwärti gen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuver lässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr überneh men können. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Konzeption und Gestaltung La Mina GmbH, Darmstadt Druck Druckerei Braun &amp; Sohn, Maintal Fotonachweis Getty Images: S. 22, SG Hirst / Creative iStock: S. 7, S. 36, vladimir\_n; S.14, wikoski; S.18, hayatikayhan; S. 21, Matthew71; S. 23, stellalevi; S. 24, SolStock; S. 25, MartinPBGV; S. 26, dvoevnore; S. 27, track5; S. 28, 97; S. 29, zhz\_akey; S. 30 – 33, tomazl Masterﬁle: S.17, © BlendImages MyZeil: S. 38 – 39, Operation Desk MyZeil Plainpicture: S. 7, S. 34, Clair Dorn Shutterstock: Umschlag, hxdbzxy; S. 6, S. 8, hxdbzxy; S. 20, Ravil Sayfullin Autoren Christian Apelt Barbara Bahadori Ulrike Bischoff Patrick Boldt Marion Dezenter Patrick Franke Ulrich Kirschner Dr. Susanne E. Knips Ulf Krauss Sabrina Miehs Dr. Stefan Mitropoulos Dr. Stefan Mütze Heinrich Peters Ulrich Rathfelder Stefan Rausch Markus Reinwand Dr. Gertrud R. Traud Ralf Umlauf Claudia Windt 40 Helaba Volkswirtschaft / Research, November 2017 © Helaba Diese Publikation stellt eine Zusammen fassung der wichtigsten Themen und Ergebnisse des Jahres ausblicks 2018 dar. Das Gesamt dokument und den Podcast ﬁ nden Sie unter maerkteundtrends.helaba.de 41 MÄRKTE UND TRENDS 2018 Helaba Landesbank Hessen-Thüringen MAIN TOWER Neue Mainzer Straße 52 – 58 60311 Frankfurt am Main Telefon + 49 69 / 91 32- 01 Bonifaciusstraße 16 99084 Erfurt Telefon + 49 3 61/ 2 17-71 00 www.helaba.de Besuchen Sie unsere Website maerkteundtrends.helaba.de und entdecken Sie dort zusätzliche Inhalte, Videos und unseren Podcast.

Bei der Suche nach einem Sinnbild für Konjunktur und Kapitalmärkte haben wir uns in diesem Jahr von Bauwerken inspirieren lassen, und unser Slogan für 2018 lautet: „Einkaufszentrum – Nichts ist umsonst“. Was genau damit gemeint ist, erfahren Sie in unserem Jahresausblick. Erstmalig in diesem Jahr bieten wir Ihnen eine Microsite für den Desktop und allen mobilen Endgeräte, einen Podcast sowie kurze Videoclips.
