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title: "Finanzplatz Frankfurt: Bankbeschäftigung aufwärts - mit schwindender Dynamik"
url: https://www.helaba.com/de/finanzplatz-frankfurt-bankbeschaeftigung-aufwaerts-mit-schwindender-dynamik
type: dd_research
language: de
updated: 2026-10-09
keywords: Länder & Regionen, Finanzplatz Fokus
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# Finanzplatz Frankfurt: Bankbeschäftigung aufwärts - mit schwindender Dynamik

Im Fokus: Finanzplatz 30. Oktober 2025 © Helaba | Research &amp; Advisory | 30. Oktober 2025 1 von 5 Research &amp; Advisory Bankbeschäftigung aufwärts – mit schwindender Dynamik Am deutschen Bankenzentrum steigt die Beschäftigung dank breit angelegter Rekrutie- rungsstrategien weiterhin, jedoch mit nachlassender Dynamik aufgrund der demografi- schen Herausforderung. Bedingt auch durch Sondereffekte verläuft die Beschäftigungs- entwicklung nun auf höherem Niveau. Bis Ende 2026 ist ein Wachstum der Frankfurter Bankbeschäftigung um rund 2 % auf etwa 75.500 Mitarbeitende zu erwarten. Hierfür gilt es, die intellektuelle Infrastruktur in der Main-Metropole auszubauen und vermehrt ausländische Fachkräfte anzuwerben. Die Förderung der hiesigen Standortattraktivität wird mit der Finanzplatz-Initiative konkret angegangen. Verbesserungspotenzial gibt es auch bei der Datenbasis über das deutsche Finanzzentrum. Im Übrigen ist die Finanz- beschäftigung an anderen Standorten wie London ebenfalls im Aufwärtstrend. Finanzbeschäftigung in Frankfurt und London mit differierender Zyklik In den Frankfurter Bankentürmen folgt die Beschäftigung trotz Fachkräftemangel und gesamtwirtschaftlicher Schwäche nach wie vor einem ansehnlichen Aufwärtstrend. Zum Jahresultimo 2024 wurde die Marke von 72.000 Mitarbeitenden überschritten. Wie wir auf Basis von unlängst publizierten Daten der Bundesagentur für Arbeit berechnet haben, waren im Anfangsquartal 2025 rund 73.900 Banker in der Main-Metropole sozialversiche- rungspflichtig beschäftigt. Eigentlich hatte die Dynamik mittlerweile etwas nachgelassen, wie die Veränderungsra- ten im Vorjahresvergleich zeigen. Bedingt durch einen Sondereffekt kam es allerdings zum Jahreswechsel 2024/2025 zu einem Sprung in der Zeitreihe (+2,5 % gg. Vorquartal und +4,5 % gg. Vorjahr). Ulrike Bischoff Senior Economist/ Finanzplatz-Spezialistin T 069/91 32-52 56 Frankfurter Bankbeschäftigung weiterhin im Aufwärtstrend Sozialversicherungspflichtig Bankbeschäftigte im Stadtgebiet Frankfurt % Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Helaba Research &amp; Advisory -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 60.000 62.000 64.000 66.000 68.000 70.000 72.000 74.000 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 gg. Vorjahr (r.S.) gg. Vor- quartal (r.S.) Anzahl (l.S.) Finanzbeschäftigung in Frankfurt und London mit differierender Zyklik .................................... 1 Beschäftigungsvergleich in Kontinentaleuropa statistisch komplex .......................................... 3 Bankbeschäftigung in Main-Metropole noch moderat aufwärts .................................................. 4 Im Fokus: Finanzplatz © Helaba | Research &amp; Advisory | 30. Oktober 2025 2 von 5 Damit verläuft die hiesige Beschäftigungsentwicklung nun auf höherem Niveau, was sich auch auf unsere Prog- nose auswirkt (vgl. Kapitel 3). Grund für den Sondereffekt können beispielsweise Umgruppierungen sein (wie Neu- zugänge im Aggregat) oder auch Fehl- bzw. Korrekturmeldungen. Davon abgesehen gab es weiterhin viele Neu- einstellungen, insbesondere in Bereichen wie Regulierung, Digitalisierung, Sustainable Finance oder Geldwäsche. Motivation zur Aufstockung der Personalbestände ist auch die demografische Herausforderung eines abnehmen- den Arbeitskräftepotenzials. Mit seinem ungebrochenen Aufwärtstrend der Bankbeschäftigung ist Frankfurt in seiner Rolle als zentrales Ban- kenzentrum in Deutschland und Europa immer weiter gewachsen, wozu auch der Brexit maßgeblich beigetragen hat. Angesichts des jahrelang rückläufigen Beschäftigungstrends in der deutschen Bankenbranche kommt Frank- furt mittlerweile auf einen Anteil von beinahe 12 % (vor zehn Jahren: 9 %). Im Frühjahr 2025 gab es bundesweit knapp 632.200 sozialversicherungspflichtige Banker (letzter verfügbarer Stand) und erst seit Jahresmitte 2024 nimmt der Personalbestand leicht zu (zuletzt +0,1 % gg. Vorquartal und +1,9 % gg. Vorjahr). Analog zur Bank- ist auch die Gesamtbeschäftigung am Arbeitsort Frankfurt über die letzten Jahre zusehends gestiegen, der Anteil des Bankensektors lag hier zuletzt bei über 11 %. Die Frankfurter Finanzbranche insgesamt (also inklusive Versicherungen, Beteiligungsgesellschaften, Fondsma- nagement u.ä., sogenannter Wirtschaftsabschnitt K) verfügte im Anfangsquartal 2025 über 89.000 Mitarbeitende. Dieses Beschäftigungsaggregat hat sich ähnlich entwickelt wie das für die Bankenbranche, auf dem wir von jeher unsere Prognose aufsetzen. Im Übrigen sind in der Abgrenzung „Sektor K“ nicht die Beschäftigten von einigen finanzbezogenen Institutionen enthalten, die in Frankfurt eine wichtige Rolle spielen (z.B. EZB, ISSB, AMLA) und im globalen Finanzplatz-Kontext einen zentralen Wettbewerbsfaktor darstellen.1 Beim Vergleich mit anderen europäischen Finanzstandorten ist auch die differierende räumliche Abgrenzung zu berücksichtigen: Während die Beschäftigungsdaten bei Frankfurt für das Stadtgebiet vorliegen, beziehen sie sich bei London auf ein weiter gefasstes Aggregat. So erstreckt sich die Stadt Frankfurt mit ihren rund 250 km² auf klei- nerer Fläche als das Londoner Gebiet (Inner London mit rund 330 km² umfasst neben der City of London einige unmittelbar angrenzende Bezirke).2 Die Finanzbeschäftigung in London weist – im ebenfalls grundsätzlichen Aufwärtstrend – wesentlich mehr Zyklik auf. Nicht nur in Folge der globalen Finanzkrise 2008 kam es dort zu einer deutlichen Konsolidierung, sondern auch mehrfach in den Folgejahren. Dies wechselte sich mit Phasen von umfangreichen Neueinstellungen immer wieder ab. Zuletzt war 2021/2022 eine Kündigungswelle zu beobachten. Seitdem ist die Anzahl der Finanzjobs wieder bis auf rund 467.500 im zweiten Quartal 2025 gestiegen. Schätzungsweise rund 50 % davon dürften auf die City of London entfallen. 1 Zur Bedeutung finanzbezogener Institutionen am deutschen Finanzzentrum vgl. Helaba Im Fokus "Finanzplatz: Standortprofil Frank- furts für Banken und Institutionen schärfen“ vom 14. Mai 2025 2 Inner London ist wiederum eingefasst von Outer London. Flächendaten von Eurostat wurden zuletzt 2015 ausgewiesen. Verstärkte Konzentration in Frankfurter Zentralen Finanzbeschäftigung in London ist zyklischer Indexiert auf Ende 2008 = 100 Inner London\* Stadtgebiet Frankfurt Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Helaba Research &amp; Advisory \* inklusive City of London Quellen: Bundesagentur für Arbeit, ONS, Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory 86 90 94 98 102 106 110 114 86 90 94 98 102 106 110 114 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 Bankbeschäftigung Frankfurt Bankbeschäftigung Deutschland 70.000 74.000 78.000 82.000 86.000 90.000 340.000 360.000 380.000 400.000 420.000 440.000 460.000 480.000 2010 2014 2018 2022 2026 London (linke Skala) Frankfurt (rechte Skala) Im Fokus: Finanzplatz © Helaba | Research &amp; Advisory | 30. Oktober 2025 3 von 5 Beschäftigungsvergleich in Kontinentaleuropa statistisch komplex Um die Beschäftigungsentwicklung am deutschen Finanzzentrum mit anderen kontinentaleuropäischen Stand- orten zu vergleichen, bietet sich prinzipiell die regionale Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung von Eurostat als Datenbasis an. Schließlich ermöglicht diese einheitliche Quelle eine bessere Vergleichbarkeit als nationale Statis- tiken mit etwaigen Spezifika. Der Fokus liegt hierbei auf der Finanzbeschäftigung (Sektor K, vgl. Definition in Kapitel 1). Grundsätzlich interessant zu analysieren wäre eine weitere definitorische Abgrenzung am hiesigen Finanzstand- ort inklusive anderer wichtiger Player wie Asset Manager, Investmentgesellschaften, Anwaltskanzleien oder auch finanzbezogene Institutionen. Schließlich sind letztere im Zuge des internationalen Regulierungstrends immer wichtiger geworden. Allerdings ist ein derart weites Beschäftigungsaggregat für das deutsche Finanzzentrum nicht verfügbar und schon gar nicht in komparativer Betrachtung europäischer Finanzstandorte. Wie sieht es nun mit der Frankfurter Finanzbeschäftigung im kontinentaleuropäischen Vergleich aus? Die Daten- lage ist in verschiedener Hinsicht mäßig, so dass die Aussagekraft begrenzt ist: Eurostat-Daten zur Finanzbe- schäftigung in europäischen Städten liegen allenfalls bis 2023 vor – und für Frankfurt als Stadt gar nicht. Alternativ kann die regionale Abgrenzung Regierungsbezirk Darmstadt herangezogen werden, die es entsprechend auch für andere Finanzstandorte in Europa gibt. Diese Zeitreihe für den Regierungsbezirk Darmstadt ist allerdings nur bis 2022 verfügbar (letzter Stand: 135.720 Finanzbeschäftigte).3 Dass von deutscher Seite keine Beschäftigungsdaten für die Stadt Frankfurt an Eurostat übermittelt sind und nur zeitlich begrenzt für das entsprechende regionale Aggregat, birgt Verbesserungspotenzial. Schließlich ist für die internationale Transparenz und Vermarktung des deutschen Finanzzentrums eine gute Datenbasis essenziell. Wünschenswert wäre für den hiesigen Standort, mehr zentrale Kennzahlen zeitnah zu veröffentlichen. Im Übrigen gibt es Diskrepanzen zwischen den Daten von Eurostat und aus nationalen Quellen aufgrund differierender Kon- zepte bzw. Definitionen. So wird die Gesamtbeschäftigung für die Stadt Frankfurt unterschiedlich ausgewiesen (für 2022 bei Eurostat gut 749.000 versus rund 625.000 bei der Bundesagentur für Arbeit). Unter Berücksichtigung dieser statistischen Besonderheiten stellt sich die Beschäftigung in ausgewählten konti- nentaleuropäischen Finanzplatz-Regionen so dar: 2022 lag Frankfurt mit nahezu 136.000 Finanzbeschäftigten vor Dublin mit knapp 92.000, während Paris 2023 über 300.000 Mitarbeitende im Finanzsektor zählte. Jedoch ist auch hier das unterschiedliche räumliche Ausmaß der Gebiete im Hinterkopf zu behalten. Beispielsweise ist der Re- gierungsbezirk Darmstadt mit knapp 7.500 km² kleiner als die Île-de-France mit über 12.000 km². Aufgrund der 3 Mit der EU-Systematik NUTS kann jedes Mitgliedsland für statistische Zwecke in verschiedene Ebenen unterteilt werden. Für den hiesi- gen Finanzstandort sind dies Daten auf Ebene NUTS 3 für die kreisfreie Stadt Frankfurt und NUTS 2 für den Regierungsbezirk Darmstadt. Beschäftigungszuwachs in Frankfurt Finanzplatzregionen im Beschäftigungsvergleich Tausend Tausend Quellen: Eurostat, Helaba Research &amp; Advisory Quellen: Eurostat, Helaba Research &amp; Advisory 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 560 580 600 620 640 660 680 700 720 740 760 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 Finanzbeschäftigung (Regierungsbezirk Darmstadt; rechte Skala) Gesamtbeschäftigung (Stadt Frankfurt; linke Skala) 280 290 300 310 60 70 80 90 100 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 Dublin (linke Skala) Paris (rechte Skala) Im Fokus: Finanzplatz © Helaba | Research &amp; Advisory | 30. Oktober 2025 4 von 5 signifikanten Größendifferenzen sowohl hinsichtlich Fläche als auch Beschäftigung ist eine Trendbetrachtung vor- zuziehen. Danach hat die Beschäftigung in allen drei Finanzplatz-Regionen über die Jahre zugenommen, wobei auch Brexit-bedingte Geschäftsverlagerungen eine Rolle gespielt haben. Am deutschen Finanzzentrum hatte der Aufwärtstrend allerdings schon davor eingesetzt. Bankbeschäftigung in Main-Metropole noch moderat aufwärts Für die Beschäftigungsentwicklung im Frankfurter Bankensektor gibt es mehrere wichtige Determinanten: Neben strategischen Neueinstellungen (z.B. für Nachhaltigkeits- oder Regulierungsbelange) ist derzeit insbesondere der demografische Wandel prägend, der für ein zurückgehendes Arbeitskräftepotenzial sorgt. Schließlich folgen auf die ausscheidenden starken Jahrgänge der Babyboomer viel schwächere Jahrgänge ins Erwerbsleben nach. Diesem Trend begegnen die Kreditinstitute mit modifiziertem, innovativem Recruiting gerade junger Menschen, so dass sich eine sukzessive Verjüngung der Bankbeschäftigung abzeichnet. Zusätzlich zur Gewinnung von Nach- wuchskräften sollten auch langjährige bzw. ältere Mitarbeitende mit ihrem Erfahrungswissen im Blick behalten und eine diversifizierte Altersstruktur gepflegt werden. Trotz Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Schwäche ist dank breit angelegter Rekrutierungsstrategien bislang die Besetzung etlicher Stellen gelungen, wenngleich dies immer schwerer wird. Perspektivisch nimmt diese Problematik demografisch bedingt zu. Sie lässt sich zwar nicht „wegdigitalisieren“, jedoch abfedern. Die digitale Transformation erhöht zunächst einmal die Nachfrage nach entsprechend qualifizierten Mitarbeiten- den und verändert Aufgaben sowie Anforderungen im Bankgewerbe. Dies betrifft neben den Konzernzentralen auch das Filialgeschäft, das umstrukturiert bzw. verschlankt wird. Schließlich verschafft die Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) bei z.B. standardisierten Abläufen mehr Zeit für komplexere Tätigkeiten. Durch die zu- mindest partielle Integration von KI in die Arbeitsprozesse kann sich der inhaltliche Schwerpunkt beispielsweise mehr auf die Koordination oder Prüfung von generierten Ergebnissen verlagern sowie das Hervorbringen kreativer Ideen. Mittelfristig ist neben Effizienzgewinnen auf diese Weise auch eine gewisse Entlastung auf dem Arbeits- markt zu erwarten. Parallel dazu bedarf es vermehrter Personalkapazitäten, um den erhöhten Bürokratieaufwand in den Instituten zu bewältigen. So sind die deutlich gestiegenen Anforderungen zur Dokumentation für die Institute mit deutlich hö- heren Kosten verbunden. Um das Arbeitskräftepotenzial im hiesigen Bankensektor zu vergrößern, braucht es einen weiteren Ausbau der intellektuellen Infrastruktur. Frankfurt sollte als internationaler Bildungsstandort im Finanzwesen gestärkt und ein noch breiteres Qualifizierungsangebot vor Ort geschaffen werden. Dazu ist auch ein kooperatives Vorgehen von Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen mit Finanzinstituten und finanzbezogenen Institutionen sinnvoll. In Zeiten des Fachkräftemangels ist zudem die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte wichtig, was durch bes- sere Rahmenbedingungen wie die leichtere Anerkennung ausländischer Qualifikationen unterstützt werden kann. In diesem Sinne gilt es die Attraktivität der Main-Metropole weiter zu fördern, wofür auch gesamtwirtschaftliche Strukturreformen anzugehen sind und mehr Datentransparenz über den Standort anzustreben ist (z.B. zur kompa- rativen Beschäftigungsentwicklung oder Anzahl hiesiger Akteure). Grundsätzlich gibt es einige Stellschrauben zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Frankfurts in der globalen Finanzarchitektur. Genau hier setzt die Strategie der Finanzplatz-Initiative von diesem Spätsommer an, die mit einem Spektrum von Maßnahmen den hiesigen Finanzstandort für die Zukunft noch besser aufstellen soll.4 Zahlreiche wichtige Finanz- platz-Akteure inklusive der Helaba engagieren sich in der Finanzplatz-Initiative, die Ende 2024 unter Federfüh- rung des hessischen Ministerpräsidenten ins Leben gerufen wurde und durch ihr konzertiertes Engagement eini- ges für den hiesigen Standort voranbringen kann. Die Finanzplatzstrategie soll Frankfurts bedeutende Rolle im europäischen Finanzsystem festigen und ausbauen. 4 Strategiepapier für den Finanzplatz Frankfurt verabschiedet | hessen.de Im Fokus: Finanzplatz © Helaba | Research &amp; Advisory | 30. Oktober 2025 5 von 5 Was bedeutet dies nun für den Ausblick auf die hiesige Bankbeschäftigung? In unserem Prognosezeitraum bis Ende 2026 ist ein moderater Beschäftigungsanstieg am deutschen Bankenzentrum absehbar – jedoch mit schwindender Dynamik aufgrund der demografischen Entwicklung. Darüber hinaus könnten sich etwaige Re- strukturierungen in der deutschen Bankenbranche auswirken. Im Übrigen ist von regulatorischer Seite ein gewisser Job-Effekt auf den EU-Bankenmarkt absehbar, wovon insbe- sondere Frankfurt als zentraler Bankenstandort profitieren sollte. Schließlich müssen Drittstaatenbanken anläss- lich der EU-Eigenkapitalrichtlinie CRD VI ab Jahresanfang 2026 ihre Präsenz im Europäischen Wirtschaftsraum strategisch neu positionieren, was zu Verlagerungen von As- sets wie Jobs führen dürfte. Dem deutschen Bankenzentrum bietet sich hiermit die Chance, seine internationale Bedeutung weiter auszubauen. Ausgehend vom mittlerweile höheren Ausgangsniveau ist somit bis Ende 2026 ein Anstieg um rund 2 % auf etwa 75.500 Bankmitarbeitende in Frank- furt zu erwarten (unter dem Strich etwa 1.600 neue Jobs). Voraussetzung für diesen insge- samt positiven Ausblick ist ein fortgesetztes Engagement am deutschen Finanzzentrum, sowohl durch erfolgreiches Recruiting seiner Akteure als auch durch die konzertierte Stärkung der Standortattraktivität. Herausgeber und Redaktion Helaba Research &amp; Advisory Redaktion: Dr. Stefan Mitropoulos Verantwortlich: Dr. Gertrud Rosa Traud Chefvolkswirtin/ Head of Research &amp; Advisory Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main T +49 69 / 91 32 – 20 24 Internet: www.helaba.com Disclaimer Die Publikation ist mit größter Sorgfalt be- arbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Markt- verhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Ak- tualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation ge- troffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfeh- lung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Hier können Sie sich für unsere Newsletter anmelden: https://news.helaba.de/research/ Beschäftigungsanstieg mit etwas nachlassender Dynamik Sozialversicherungspflichtig Bankbeschäftigte im Stadtgebiet Frankfurt\* \* letzter verfügbarer Stand 1. Quartal 2025: 73.908 Bankmitarbeitende Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Helaba Research &amp; Advisory 60.000 64.000 68.000 72.000 76.000 60.000 64.000 68.000 72.000 76.000 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 Prognose Helaba

In der Main-Metropole steigt die Anzahl der Bankangestellten moderat. Finanzbeschäftigung in Frankfurt und London mit unterschiedlicher Zyklik. Standortattraktivität entscheidend für Anwerbung ausländischer Fachkräfte.
