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title: "Die 100 grössten Unternehmen in Hessen"
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# Die 100 grössten Unternehmen in Hessen

DIE 100 GRÖSSTEN UNTERNEHMEN IN HESSEN Volkswirtschaft/Research Oktober 2013 DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 2 Herausgeber: Helaba Landesbank Hessen-Thüringen Volkswirtschaft/Research Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin/Leitung Research Redaktion: Dr. Stefan Mitropoulos MAIN TOWER Neue Mainzer Straße 52-58, 60311 Frankfurt am Main Telefon: 0 69/91 32-20 24, Telefax: 0 69/91 32-22 44 Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Markt- verhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Erscheint auch als Report Nr. 853 der HA Hessen Agentur GmbH Wirtschaftsforschung und Landesentwicklung Redaktion: Anja Gauler Konradinerallee 9, 65189 Wiesbaden Telefon: 0 611/95017-8238, Telefax: 0 611/95017-58313 Der Beitrag der Hessen Agentur wurde finanziert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 3 Editorial Sehr geehrte Leserinnen und Leser, oft wurden wir angesprochen und um eine Neuauflage der „100 größten Unternehmen in Hessen“ gebeten. Nach einer Wartezeit von fast fünf Jahren haben wir uns wieder dem Projekt zugewandt. Wir, das sind Helaba Volkswirtschaft/Research und HA Hessen Agentur GmbH Abteilung Wirt- schaftsforschung und Landesentwicklung. Geblieben ist das Titelbild der letzten Studie: „Frankfurter Treppe / XX. Jahrhundert“ des Künstlers Stephan Huber mit 56 herausragenden Persönlichkeiten des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens in Frankfurt. Ein Unternehmensranking ist dagegen einem steten Wandel unterworfen. Firmen wachsen durch Expansion oder den Zukauf anderer Firmen. Auch das Gegenteil ist mög- lich: Insolvenzen oder die Konzentration aufs Kerngeschäft, indem Unternehmensteile verkauft werden. All dies beeinflusst die Unternehmen und ihre Mitarbeiterzahl an den hessischen Standor- ten. Insgesamt arbeiten rund 489.000 Beschäftigte bei den 100 größten Unternehmen in Hessen. Das sind 15 Prozent aller hessischen Erwerbstätigen. Die Unternehmen, die sowohl in der aktuellen Umfrage als auch im letzten Ranking vertreten waren, weiteten ihre Beschäftigung um durch- schnittlich 4 % aus. Ein Fünftel dieser Unternehmen erhöhte die Belegschaft sogar um mehr als 20 %. Hier macht sich der insgesamt positive Beschäftigungstrend in Hessen bemerkbar. So stieg im betrachteten Zeitraum von 2007 bis 2012 die Zahl der Erwerbstätigen in Hessen ebenfalls um gut 4 %. Das Branchenspektrum in der Rangliste der 100 Größten ist mit Industrie, Logistik/Kommunikation und Finanzgewerbe ähnlich breit gefächert wie die Charaktere auf der „Frankfurter Treppe / XX. Jahrhundert“ mit beispielsweise Liesel Christ, Theodor W. Adorno, Oskar Schindler, Anne Frank oder Marcel Reich-Ranicki. Die hessischen Unternehmen schauen mit kritischem Blick auf die Umsetzung der Energiewende, zeigt eine Umfrage der Hessen Agentur. Sie fordern Versorgungssicherheit, weniger finanzielle Belastungen und Planungssicherheit. Ansonsten sei mit einer Einschränkung von Investitionen am Standort Hessen zu rechnen. Hier sind alle Akteure aufgefordert, einen Konsens zu finden. Denn Wirtschaft ist kein anonymes Gebilde. Sie besteht aus Unternehmen vor Ort, die den Menschen Beschäftigung bieten und damit regionalen Wohlstand schaffen. Ihre Dr. Gertrud R. Traud Anja Gauler Chefvolkswirtin/Leitung Research Leitung Wirtschaftsforschung und Landesentwicklung Helaba Hessen Agentur DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 4 DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 5 Inhalt 1 Wirtschaftliches Umfeld wieder positiv ................................................................................... 7 2 Die 100 größten Unternehmen in Hessen ................................................................................ 8 2.1 Datenbasis und Methodik der Rangliste .............................................................................. 8 2.2 Ranking-Tabelle der 100 größten Unternehmen in Hessen .............................................. 10 2.3 Die 10 größten Unternehmen: Schwergewichte im Ranking ............................................. 12 2.4 Steigender Beschäftigungstrend ........................................................................................ 14 2.5 Regionale Konzentration im Rhein-Main-Gebiet ................................................................ 15 2.6 Branchenschwerpunkte: Industrie, Logistik, Finanzgewerbe ............................................. 17 3 Auswirkungen der Energiewende auf große hessische Industrieunternehmen ................ 18 3.1 Bestandsaufnahme: Unterdurchschnittlicher Energieverbrauch ........................................ 18 3.2 Großunternehmen befürchten negative Auswirkungen ..................................................... 18 3.3 Forderung nach Senkung der Belastung, Versorgungsicherheit, besserer Abstimmung ... 20 Redaktionsschluss: 7. Oktober 2013 DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 6 Zusammenfassung 3. Auflage der "100 größten Unternehmen in Hessen" Jede Region hat ihre Besonderheiten und „Leuchttürme“. Zumeist spielen dabei große Unter- nehmen eine entscheidende Rolle, denn sie sind häufig Kristallisationspunkte auch für den Mittelstand. Die Landesbank Hessen-Thüringen und die Hessen Agentur haben diese Schritt- macher für Hessen identifiziert. Sie veröffentlichen zum dritten Mal die Rangliste der 100 größ- ten Unternehmen in Hessen (1. Auflage 2005, 2. Auflage 2009). Beschäftigte als Maßstab Um die Bedeutung der Unternehmen in und für Hessen zu messen, wurde nur auf die Mitarbei- ter abgestellt, die an den hessischen Standorten der Firmen beschäftigt waren. Die gewählte Messgröße „hessische Beschäftigte“ sorgte in der Unternehmensbefragung für eine hohe Ant- wortbereitschaft. Steigende Mitarbeiterzahl Insgesamt arbeiten rund 489.000 Beschäftigte bei den 100 größten Unternehmen in Hessen. Das sind 15 % der hessischen Erwerbstätigen. Die Unternehmen, die sowohl in der aktuellen Umfrage als auch im letzten Ranking vertreten waren, weiteten ihre Beschäftigung um durch- schnittlich 4 % aus. Hier macht sich der insgesamt positive Beschäftigungstrend in Hessen bemerkbar, der sich selbst in den Jahren 2009 und 2010 trotz Wirtschafts- und Finanzkrise lediglich verlangsamte. Hessen als Hauptstandort in Deutschland Im Rahmen dieser Umfrage wurde erstmalig nach der Beschäftigung der Unternehmen nicht nur in Hessen, sondern auch in Deutschland gefragt. Rund 80 Antworten konnten ausgewertet werden. Aus ihnen geht klar hervor, dass die hessischen Standorte innerhalb der Unterneh- menspräsenz in Deutschland bedeutend sind. Fast zwei Drittel gaben an, mehr als 25 % ihrer deutschen Mitarbeiter in Hessen zu beschäftigen. Dies liegt deutlich über dem hessischen Er- werbstätigenanteil an Deutschland von knapp 8 %. Wirtschaftliches Umfeld wieder positiv Seit der letzten Erhebung mit Beschäftigtenzahlen für das Jahr 2007 haben die Unternehmen stürmische Zeiten durchlaufen. Auf den Super-Boom folgte ein wirtschaftlicher Einbruch, an den sich zwei Jahre mit einem kräftigen Wachstum anschlossen. 2012 und 2013 schwächte sich das Wirtschaftswachstum ab, was aber eher als Folge der heftigen vorangegangenen Entwick- lung zu sehen ist. Im kommenden Jahr ist wieder mit einer Beschleunigung zu rechnen. Die Auftragseingänge steigen. Begünstigend wirkt das allmähliche Abklingen der Staatsschulden- krise in einigen europäischen Ländern. Dies belebt die Nachfrage nach deutschen Produkten im Ausland. Im Inland sorgen Lohnabschlüsse über der Inflationsrate für eine steigende Nach- frage der Verbraucher. Für Hessen bedeutet dies überdurchschnittliche Wachstumschancen. Nach einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von gut einem halben Prozent im laufenden Jahr sollte 2014 eine Wachstumsrate von knapp zwei Prozent in Hessen möglich sein. Auswirkungen der Energiewende auf große hessische Industrieunternehmen Die hessischen Industrieunternehmen schauen mit kritischem Blick auf die Umsetzung der Energiewende; dies zeigt eine Befragung der Hessen Agentur. Sie befürchten weitere Kosten- steigerungen und sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit stark beeinträchtigt. Deshalb fordern sie weniger finanzielle Belastungen. Wichtig ist ihnen aber auch die Versorgungs- und Planungssi- cherheit. Ansonsten sei mit einer Einschränkung von Investitionen am Standort Hessen zu rechnen. Hier sind alle Akteure aufgefordert, einen Konsens zu finden. Denn Wirtschaft ist kein anonymes Gebilde. Sie besteht aus Unternehmen vor Ort, die den Menschen Beschäftigung bieten und damit regionalen Wohlstand schaffen. Autorin: Barbara Bahadori Helaba Telefon 0 69/91 32-24 46 research@helaba.de unter Mitarbeit von: Uwe van den Busch HA Hessen Agentur GmbH Tel. 0611/95 017-83 33 Ulf Manhold Helaba DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 7 1 Wirtschaftliches Umfeld wieder positiv Seit der letzten Erhebung der „100 größten Unternehmen in Hessen“ mit Beschäftigtenzahlen für das Jahr 2007 haben die Firmen stürmische Zeiten durchlaufen. Auf den Super-Boom folgte ein wirtschaftlicher Einbruch, an den sich zwei Jahre mit einem kräftigen Wachstum anschlossen. 2012 und 2013 schwächte sich das Wirtschaftswachstum ab, was aber eher als Folge der heftigen vorangegangenen Entwicklung zu sehen ist. Die Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichte im vergangenen Jahr 0,9 % in Hessen (nicht arbeitstäglich bereinigt) und lag damit etwas über dem Bundesdurchschnitt von 0,8 %. Im ersten Halbjahr 2013 war das BIP-Wachstum in Deutschland insgesamt sogar leicht rückläufig, wobei dies auf einen sehr schwachen Jahresbeginn zurückzuführen ist, der durch ein deutlich besseres zweites Quartal nicht vollständig ausgeglichen werden konnte. In Hessen dagegen ver- ringert sich nur das Tempo; das BIP expandierte im ersten Halbjahr 2013 um 0,3 %. Hessische Industrie am Anfang der Erholung Frankfurt Airport auf der Startbahn Verarbeitendes Gewerbe: Nominaler Umsatz, Veränderung gegenüber Vorjahr in % Flughafen Frankfurt: Veränderung gegenüber Vorjahr in % Quellen: Hess. Stat. Landesamt, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Fraport, Helaba Volkswirtschaft/Research In der Industrie war die Entwicklung noch pointierter. Die Umsätze und die Wertschöpfung sanken bis zum Tiefpunkt der Krise um mehr als 20 %, um dann im Jahr 2010 ein rauschendes Come back mit gleich hohen positiven Raten zu feiern. Damit übertrafen die Umsätze in der hessischen Industrie schon Ende 2011 wieder das Vorkrisenniveau. Boom ist aber kein Dauerzustand und so folgte eine Phase der Beruhigung, die bis ins erste Quartal 2013 andauerte. Inzwischen steigen die Auslandsumsätze wieder gegenüber dem Vorjahr und der Inlandsumsatz ist kaum noch rückläufig. Diese positiven Impulse sorgten am Frankfurter Flughafen für eine Zunahme des Frachtumschlags in den ersten acht Monaten diesen Jahres um 0,8 %. Die Passagierzahlen sind mit 0,3 % noch leicht rückläufig, wobei allerdings 2012 – im ersten vollständigen Jahr mit zusätzlicher Landebahn – ein Rekordwert erreicht worden war. Arbeitslosenquote etwas über Vorjahresniveau Beschäftigung weiterhin im Plus Arbeitslosenquote in % aller Erwerbspersonen Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: Veränderung gegenüber Vorjahr in % Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Helaba Volkswirtschaft/Research -20 -10 0 10 20 30 07 08 09 10 11 12 13 07 08 09 10 11 12 13 -20 -10 0 10 20 30 Inlandsumsatz Auslands- umsatz -30 -20 -10 0 10 20 30 40 2008 2009 2010 2011 2012 2013 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 Fracht Passagiere 5 6 7 8 9 5 6 7 8 9 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Deutschland Westdeutschland Hessen -3 -2 -1 0 1 2 3 -3 -2 -1 0 1 2 3 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Deutschland Hessen Quartalswerte Monatswerte Turbulentes Wirtschafts- wachstum in den Jahren 2008-2011 Industrie besonders konjunkturreagibel DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 8 Der Arbeitsmarkt in Deutschland und Hessen ist robust. Zwar steigt die Arbeitslosenquote seit Ende letzten Jahres leicht an, doch ist das Niveau weiterhin niedrig. Die hessische Arbeitslosen- quote liegt seit dem Ende der Wirtschaftskrise dauerhaft unter dem westdeutschen Wert. Sie belief sich im September 2013 auf 5,7 %, im Gegensatz zu 5,9 % in Westdeutschland und 6,6 % in Ge- samtdeutschland. Für Stabilität auf dem Arbeitsmarkt sorgt die weiterhin positive Entwicklung der sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigten. Hier werden Stellen geschaffen, auch wenn die Zunahme gegenüber dem Vorjahr infolge der konjunkturellen Abkühlung zuletzt nur noch 0,8 % betrug. Mit einem Be- schäftigungsabbau ist im kommenden Jahr nicht zu rechnen – eher im Gegenteil dürfte der Be- schäftigungsaufbau 2014 etwas stärker ausfallen. Industrieaufträge erholen sich Konjunkturelle Belebung 2014 Auftragseingang, Volumenindex, Originalwerte, 2005 = 100 Reales BIP (nicht kalenderbereinigt): Veränderung gegenüber Vorjahr in % Quellen: Hess. Stat. Landesamt, Helaba Volkswirtschaft/Research \*Prognose Quellen: VGR der Länder, Helaba Volkswirtschaft/Research Für das kommende Jahr ist mit einer Beschleunigung des Wirtschaftswachstums zu rechnen. Die Auftragseingänge steigen. Begünstigend wirkt das allmähliche Abklingen der Staatsschuldenkrise in einigen europäischen Ländern. Dies belebt die Nachfrage nach deutschen Produkten im Aus- land. Im Inland sorgen Lohnabschlüsse über der Inflationsrate für eine steigende Nachfrage der Verbraucher. Für Hessen bedeutet dies überdurchschnittliche Wachstumschancen. Nach einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von gut einem halben Prozent im laufenden Jahr sollte 2014 eine Wachstumsrate von knapp zwei Prozent in Hessen möglich sein. 2 Die 100 größten Unternehmen in Hessen 2.1 Datenbasis und Methodik der Rangliste Wirtschaft ist kein anonymes Gebilde, sondern besteht aus Unternehmen vor Ort, die durch Be- schäftigung regionalen Wohlstand schaffen. Jede Region hat dabei ihre Besonderheiten und „Leuchttürme“. Oft spielen große Unternehmen eine entscheidende Rolle, denn sie können Kristal- lisationspunkte für den Mittelstand sein. Die Landesbank Hessen-Thüringen und die Hessen Agen- tur haben diese Schrittmacher für Hessen identifiziert. Sie veröffentlichen zum dritten Mal die Rangliste der 100 größten Unternehmen in Hessen (1. Auflage 2005, 2. Auflage 2009). Die Vorarbeiten für dieses sich über alle Branchen erstreckende Ranking waren vielschichtig. So musste geklärt werden, nach welchen Kriterien die Rangliste aufgestellt werden sollte. Die Ent- scheidung fiel nach einigen Recherchen auf die Anzahl der Beschäftigten. Um die Bedeutung der Unternehmen in und für Hessen zu messen, wurde somit nur auf die Mitarbeiter abgestellt, die an den hessischen Standorten der Firmen beschäftigt waren. Die gewählte Messgröße „hessische Beschäftigte“ sorgte zudem in der später folgenden Unternehmensbefragung für eine hohe Ant- wortbereitschaft. Um den Aufwand der Informationsaufbereitung für die Unternehmen gering zu halten, wurde auf eine Umrechnung von Teilzeitbeschäftigten in Vollzeit-Äquivalente verzichtet. 70 80 90 100 110 120 130 140 70 80 90 100 110 120 130 140 2008 2009 2010 2011 2012 2013 175 (Großauftrag) Inland Ausland -8 -6 -4 -2 0 2 4 6 -8 -6 -4 -2 0 2 4 6 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 1314 Deutschland Hessen \*\* Mitarbeiterzahl als Messgröße im Ranking BIP-Wachstum beschleunigt sich 2014 Niedrige Arbeitslosenquote DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 9 Hingegen war eine Sortierung nach der Wertschöpfung oder dem Umsatz der Unternehmen, d.h. nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, nicht möglich. Ein Großteil der „Großen“ ist nämlich national und international tätig oder in Konzerne eingebunden, so dass eine Abgrenzung des Um- satzes und der Vorleistungen auf das hessische Territorium schwer darstellbar ist. Zudem erfordert dies Detailinformationen, die die Unternehmen nur den Statistischen Landesämtern zur Verfügung stellen. Auch sind Kapitalgesellschaften mit der Veröffentlichung von Angaben außerhalb des Pflichtkanons sehr zurückhaltend, um das einheitliche Bild des Unternehmens nicht zu verzerren. Vorgegangen wurde nach einem dreistufigen System: Die Grundlage bildeten Ranglisten, die aus Datenbank-Recherchen wie beim Informationsdienstleister Creditreform, öffentlich zugänglichen Quellen und dem Unternehmensresearch der Hessen Agentur erstellt wurden. Methodik: Drei Stufen zur Datengewinnung Quellen: Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research Als Zweites erfolgte die Sichtung des Datenmaterials. Gemeinnützige Organisationen und öffentli- che Einrichtungen, auch wenn sie in einer privatrechtlichen Rechtsform geführt werden, wurden nicht berücksichtigt. Ausnahmen sind Versorgungsunternehmen und der öffentliche Bankensektor, die in einem marktwirtschaftlichen Umfeld agieren. Krankenhäuser wurden aufgenommen, wenn sie privatwirtschaftlichen Unternehmen gehören, die einen Gewinnerzielungszweck verfolgen. Damit sollte sichergestellt werden, dass alle nicht-staatlichen Initiatoren der hessischen Wirt- schaftskraft ermittelt werden. Ergänzt wurden bundesweit tätige Firmen mit Hauptsitz außerhalb Hessens, zu denen insbeson- dere Versicherungen und Einzelhandelsketten gehören. Allerdings wiesen etliche dieser Unter- nehmen keine regionalisierten Daten aus, so dass eine Aufnahme in die Rangliste letztendlich nicht möglich war, obwohl ihre Bedeutung für Hessen zum Teil nicht unerheblich sein dürfte. Im dritten Schritt erfolgte dann eine Kontaktaufnahme zu jedem einzelnen Unternehmen. Die Fir- men wurden nach Mitarbeiterzahl, Tochtergesellschaften und Eigentumsverhältnissen befragt, um das vorhandene Datenmaterial zu aktualisieren und zu vervollständigen. Hierfür herzlichen Dank an die hessischen Betriebe! Nur mit ihrer geduldigen Mitwirkung konnte das aufwändige Projekt verwirklicht werden. Die Unternehmensbefragung erstreckte sich hauptsächlich über den Zeitraum Februar bis September 2013. Als letztes abgeschlossenes Geschäftsjahr stand daher bei den meisten Firmen das Jahr 2012 als Basis zur Verfügung. Ergänzende Tendenzaussagen für das Jahr 2013 erhöhen die Aktualität des Ranking. Dankend nehmen wir auch Informationen entgegen, die uns trotz umfangreicher Recherchen auf nicht erfasste „große“ Unternehmen aufmerksam machen. Einige uns bekannte Unternehmen hätten grundsätzlich in die Liste aufgenommen werden können, doch konnten die Angaben für Hessen ohne Mithilfe nicht ausreichend präzisiert werden. Vielleicht können wir diese Firmen beim nächsten Mal für eine Teilnahme gewinnen. Unternehmensresearch der Hessen Agentur, Helaba, IHKs, Wirtschaftsförderer, Presse, Internet, Datenbank-Recherchen Eingrenzung auf privatwirtschaftliche Unternehmen, Berücksichtigung bundesweit tätiger Firmen Kontaktaufnahme mit den Unternehmen zwecks Aktualisierung der Daten Umsatz und Wertschöpfung oft nicht regionalisierbar Eingrenzung auf nicht-staatliche Initiatoren Einbeziehung bundesweit tätiger Firmen Aktualisierung des Datenmaterials durch Kontaktaufnahme Basisjahr 2012, Tendenz- aussagen für 2013 DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 10 2.2 Ranking-Tabelle der 100 größten Unternehmen in Hessen Rang aktuell Name des Unternehmens Mitarbeiter Branche, Tätigkeits- schwerpunkt Hauptstandorte in Hessen Rang 2007 2012 2013 1 Deutsche Lufthansa AG 37.400 etwa gleich Verkehr Frankfurt 1 2 Rewe Group 29.000 k.A. Handel über Hessen verteilt 4 3 Deutsche Bahn AG 25.100 k.A. Verkehr Frankfurt 2 4 Fraport Konzern 20.700 etwa gleich Verkehr Frankfurt 5 5 Deutsche Post Gruppe 18.000 etwa gleich Logistik Frankfurt 3 6 Commerzbank AG 16.000 k.A. Kreditgewerbe Frankfurt 16 7 Deutsche Telekom AG 14.500 etwa gleich Telekommunikation Frankfurt 6 · Continental Konzern 14.500 k.A. Automobilzulieferer Frankfurt 9 · Volkswagen AG 14.500 k.A. Automobilindustrie Baunatal 8 10 Adam Opel AG 12.800 etwa gleich Automobilindustrie Rüsselsheim 7 11 Rhön-Klinikum AG 12.300 k.A. Krankenhäuser Gießen, Mar- burg, Wiesbaden 13 12 DZ Bank Gruppe\* 11.800 etwa gleich Kreditgewerbe Frankfurt, Wiesbaden 10 13 Deutsche Bank AG\* (ohne BHF) 10.300 k.A. Kreditgewerbe Frankfurt 12 14 Merck KGaA 9.900 k.A. Chemie, Pharma Darmstadt 14 15 Metro Group 7.500 etwa gleich Handel über Hessen verteilt 15 16 Sanofi Group 7.000 etwa gleich Chemie, Pharma Bad Soden, Frankfurt 17 · WISAG Facility Service Holding GmbH &amp; Co. KG 7.000 mehr Gebäudemanagement Frankfurt 19 · B. Braun Melsungen AG 7.000 mehr Pharma, Medizintechnik Melsungen 24 19 Procter &amp; Gamble Germany GmbH &amp; Co. Operations oHG 6.500 k.A. Chemie Schwalbach 20 20 Siemens AG 5.700 k.A. Elektrotechnik Frankfurt 21 21 Helaba Konzern 5.400 etwa gleich Kreditgewerbe Frankfurt 25 · Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH 5.400 etwa gleich Energie-/Wasser- versorgung, Verkehr Frankfurt 26 23 Bilfinger SE 5.200 etwa gleich Baugewerbe Frankfurt neu 24 Fresenius SE &amp; Co. KGaA 5.000 k.A. Pharma, Medizintechnik, Krankenhäuser Bad Homburg 34 · Evonik Industries AG 5.000 k.A. Chemie, Energie, Immobilien Hanau 23 26 Daimler AG 4.800 k.A. Automobilindustrie Kassel 27 27 Bosch Gruppe 4.650 etwa gleich Elektrotechnik, Metallerzeugnisse Wetzlar, Lollar 31 28 Viessmann Werke GmbH &amp; Co. KG 4.500 etwa gleich Maschinenbau Allendorf, Frankfurt 35 29 SMA Solar Technology AG 4.450 weniger Solartechnik Niesetal 66 30 K + S Gruppe 4.100 etwa gleich Salzbergbau Kassel 29 31 Heraeus Holding GmbH 3.950 weniger Edelmetalle, Chemie Hanau 40 · Friedhelm Loh Group 3.950 etwa gleich Elektrotechnik Haiger 30 · Thomas Cook AG\* 3.950 mehr Verkehr Oberursel, Kelsterbach neu 34 AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen 3.800 etwa gleich Versicherungsgewerbe Bad Homburg 36 35 Fritz Winter Eisengießerei GmbH &amp; Co. KG 3.650 etwa gleich Metallerzeugung, Metallbearbeitung Stadtallendorf 39 36 Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH 3.600 etwa gleich Automobilzulieferer Hanau 38 37 Okay GmbH &amp; Co. - tegut... Einzelhandelsunternehmen KG 3.550 etwa gleich Handel über Hessen verteilt 32 38 DFS Deutsche Flugsicherung GmbH 3.500 etwa gleich Verkehr Langen 51 Da die Beschäftigtenan- gaben der Unternehmen und der öffentlich zugäng- lichen Quellen zum Teil nur in gerundeter Form zugänglich waren, wurden die Angaben der übrigen Firmen ebenfalls gerundet. Dabei wurde bei den größten Unternehmen mit 5.000 und mehr Beschäf- tigten auf Hundert und bei den restlichen auf Fünfzig gerundet. DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 11 Rang aktuell Name des Unternehmens Mitarbeiter Branche, Tätigkeits- schwerpunkt Hauptstandorte in Hessen Rang 2007 2012 2013 39 HEAG Holding AG 3.400 etwa gleich Energie-/Wasserversor- gung, Verkehr, Immobilien Darmstadt 45 · Ferrero oHG mbH 3.400 k.A. Ernährungsgewerbe Frankfurt, Stadtallendorf 37 41 KfW Bankengruppe 3.350 etwa gleich Kreditgewerbe Frankfurt 52 42 Wicker Gruppe 3.200 etwa gleich Krankenhäuser, Reha- Kliniken, Thermen Bad Wildungen 43 · Schunk Gruppe 3.200 k.A. Maschinenbau Heuchelheim 49 44 Allianz SE 3.100 k.A. Versicherungsgewerbe Frankfurt 11 45 DekaBank Deutsche Girozentrale 3.000 etwa gleich Kreditgewerbe Frankfurt 50 · Compass Group Deutschland GmbH 3.000 k.A. Gastronomie Eschborn 41 47 PricewaterhouseCoopers AG\* 2.950 etwa gleich Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung Frankfurt 54 48 InfraServ GmbH &amp; Co. Höchst KG 2.700 k.A. Unternehmens- dienstleistungen Frankfurt 42 49 All-Service Dienstleistungen GmbH 2.600 etwa gleich Gebäudemanagement Frankfurt 58 50 GKN Driveline Deutschland GmbH 2.500 k.A. Maschinenbau Offenbach 69 · Hewlett-Packard GmbH 2.500 k.A. IT-Dienstleister Bad Homburg, Rüsselsheim neu 52 Pirelli Deutschland GmbH 2.300 k.A. Automobilzulieferer Breuberg 59 · BASF / Wintershall 2.300 k.A. Chemie, Öl und Gas Kassel, Lampertheim neu 54 Securitas Deutschland Finanz Holding GmbH 2.250 etwa gleich Sicherheits- dienstleistungen Frankfurt 72 · Nestlé Deutschland AG 2.250 etwa gleich Ernährungsgewerbe Frankfurt 64 56 Ikea Deutschland GmbH &amp; Co. KG 2.200 etwa gleich Handel Hofheim 61 57 CSL Behring GmbH 2.150 etwa gleich Pharma Marburg 71 58 Zürich Beteiligungs-AG 2.100 etwa gleich Versicherungsgewerbe Frankfurt neu · EDAG GmbH &amp; Co. KGaA 2.100 mehr Ingenieurdienstleistungen Fulda 91 60 KPMG AG 2.050 etwa gleich Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung Frankfurt 62 · Veritas AG 2.050 k.A. Gummi- und Kunststoffwaren Gelnhausen 85 62 Clariant SE 2.000 etwa gleich Chemie Sulzbach 48 · Ernst &amp; Young GmbH 2.000 etwa gleich Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung Eschborn 77 · Axa Konzern AG 2.000 k.A. Versicherungsgewerbe Wiesbaden 53 65 RWE AG 1.900 etwa gleich Energieversorgung Frankfurt 76 66 Deutsche Amphibolin-Werke von Robert Murjahn Stiftung &amp; Co KG 1.850 etwa gleich Chemie Ober-Ramstadt 68 · Alte Leipziger – Hallesche Konzern\* 1.850 etwa gleich Versicherungsgewerbe Oberusel 65 · Kasseler Verkehrs- und Ver- sorgungs- GmbH 1.850 etwa gleich Energie-/Wasser- versorgung, Verkehr Kassel 73 · GIZ-Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit 1.850 etwa gleich Beratungs- dienstleistungen Eschborn 94 70 United Parcel Service Deutschland Inc. &amp; Co. oHG 1.800 k.A. Logistik Frankfurt 74 · DM Drogeriemarkt 1.800 weniger Handel über Hessen verteilt neu · Accenture GmbH 1.800 mehr Unternehmensberatung Kronberg 55 · Federal-Mogul Holding Deutschland GmbH 1.800 k.A. Automobilzulieferer Wiesbaden 63 · E.ON Mitte AG 1.800 k.A. Energieversorgung Kassel neu 75 Nassauische Sparkasse 1.750 etwa gleich Kreditgewerbe Wiesbaden 60 · WVV Wiesbaden Holding 1.750 k.A. Energie-/Wasser- versorgung, Verkehr, Immobilien Wiesbaden 92 DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 12 Rang aktuell Name des Unternehmens Mitarbeiter Branche, Tätigkeits- schwerpunkt Hauptstandorte in Hessen Rang 2007 2012 2013 77 ING-DiBA AG 1.650 mehr Kreditgewerbe Frankfurt 99 · SV SparkassenVersicherung 1.650 etwa gleich Versicherung Wiesbaden, Kassel 101 79 Gruppe Deutsche Börse 1.600 etwa gleich Finanzinfrastruktur Frankfurt, Eschborn 79 80 Technolit GmbH 1.550 k.A. Handel Großenlüder neu · FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH\* 1.550 etwa gleich Entsorgung Frankfurt 88 82 ManpowerGroup Deutschland GmbH 1.500 etwa gleich Personaldienstleistungen Eschborn 44 · Samson AG 1.500 k.A. Elektrotechnik Frankfurt 90 · Vacuumschmelze GmbH &amp; Co. KG 1.500 k.A. Elektrotechnik Hanau 75 85 Aramark Holdings GmbH &amp; Co. KG 1.450 k.A. Gastronomie Neu-Isenburg neu 86 Merz GmbH &amp; Co. KGaA 1.400 etwa gleich Pharma Frankfurt 93 · Frankfurter Volksbank eG 1.400 etwa gleich Kreditgewerbe Frankfurt 96 · Sirona Dental Systems GmbH 1.400 k.A. Elektrotechnik Bensheim 89 · Abbott GmbH &amp; Co. KG 1.400 k.A. Pharma, Medizintechnik Wiesbaden 67 · Wiener Feinbäckerei Heberer GmbH 1.400 k.A. Ernährungsgewerbe Mühlheim 87 · Sell GmbH 1.400 k.A. Möbelherstellung Herborn neu · Celanese GmbH 1.400 etwa gleich Chemie Sulzbach 80 93 Deutsche Leasing AG 1.350 etwa gleich Finanzdienstleistungen Bad Homburg neu · Kamax GmbH &amp; Co. KG 1.350 k.A. Automobilzulieferer Homberg (Ohm), Alsfeld neu 95 TE Connectivity\* 1.250 etwa gleich Elektrotechnik Bensheim 97 · Jumo GmbH &amp; Co. KG 1.250 etwa gleich Elektrotechnik Fulda neu · Kasseler Sparkasse 1.250 etwa gleich Kreditgewerbe Kassel neu 98 Vodafone D2 GmbH 1.200 k.A. Telekommunikation Eschborn 81 · STI - Gustav Stabernack GmbH 1.200 etwa gleich Verpackungen Lauterbach neu · Median Kliniken\* 1.200 etwa gleich Krankenhäuser, Reha- Kliniken, Thermen Bad Nauheim 84 · Rolls-Royce Deutschland Ltd. &amp; Co. KG 1.200 k.A. Luft- und Raumfahrzeugbau Oberursel neu \*Mitarbeiterkapazitäten Quellen: Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research 2.3 Die 10 größten Unternehmen: Schwergewichte im Ranking Bei den 100 größten Unternehmen Hessens arbeiten insgesamt 489.400 Beschäftigte. Damit re- präsentiert das Ranking etwa 15 % der hessischen Erwerbstätigen. Das größte Unternehmen in der Rangliste ist die Deutsche Lufthansa mit 37.400 Beschäftigten in Hessen. Dann folgen unter den zehn größten Firmen drei weitere Unternehmen, die ebenfalls dem Verkehr/Logistikbereich zuzuordnen sind: So ist auf dem dritten Platz die Deutsche Bahn, an vierter Stelle Fraport und auf Platz fünf die Deutsche Post zu finden. An zweiter Stelle ist mit der Rewe Group ein Handelsunternehmen platziert, das ebenfalls einen hohen Logistikanteil aufweist, aber hauptsächlich der Versorgung der Bevölkerung dient. Weitere wichtige Dienstleister für Menschen und Wirtschaft rangieren mit der Commerzbank als größtes Unternehmen der hessischen Finanzbranche und der Deutschen Telekom als bedeutendster Tele- kommunikationsanbieter auf den Rängen sechs und sieben. Ranking repräsentiert 15 % der hessischen Erwerbstätigen DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 13 Aber auch die Industrie ist prominent mit den Unternehmen Continental, Volkswagen und Opel auf den Plätzen acht bis zehn vertreten. Auffällig ist dabei, dass hier die Automobilbranche dominiert. Der Chemie/Pharma-Standort Hessen zeigt sich deutlich auf den Rängen 14, 16 und 18 mit den großen Firmen Merck, Sanofi sowie B. Braun Melsungen. Die 10 größten Unternehmen: Arbeitgeber für 42 % der erfassten Beschäftigen Kumulierter Beschäftigungsanteil in % Quellen: Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research Insgesamt liegt bei den zehn größten Unternehmen eine hohe Konzentration vor. Rund 42 % der im Ranking erfassten Arbeitnehmer sind bei ihnen angestellt. Die ersten 50 Unternehmen sind Arbeitgeber für 82 % der Beschäftigten. Dabei ist der Unterschied zwischen dem größten und den kleinsten Unternehmen im Ranking beachtlich: Die Deutsche Lufthansa rangiert mit 37.400 Mitar- beitern weit über den Kleinsten in der Rangfolge nach Beschäftigten: Vodafone D2, STI - Gustav Stabernack, Median Kliniken und Rolls-Royce. Diese hatten im Basisjahr jeweils einen Mitarbeiter- stamm von 1.200 Beschäftigten in Hessen. Die Bedeutung der großen Unternehmen zeigt sich jedoch nicht nur bei der Beschäftigtenzahl. Eine andere Quelle – die Umsatzsteuerstatistik – bietet Daten, aus denen sich ihr Anteil am Ge- samtumsatz nach den Kriterien der EU-Kommission berechnen lässt. Unternehmen mit einem Umsatz von 50 Mio. € und mehr nehmen in der hessischen Unternehmensstruktur einen herausra- genden Platz ein: Sie steuern fast zwei Drittel zum Umsatz aller Unternehmen bei. Dabei ist die reine Anzahl der großen Firmen in Hessen mit knapp 900 relativ gering bezogen auf die Gesamt- zahl von rund 250.000 umsatzsteuerpflichtigen Firmen. In Deutschland ist die Relation ähnlich, aber der Beitrag der Großunternehmen etwas weniger ausgeprägt. Umsatzstarke Großunternehmen in Hessen Große und mittelgroße Betriebe: Wichtige Arbeitgeber Umsatzsteuerstatistik 2011, Anteil in % Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Juni 2012, Anteil in % kleinst/klein: bis 1 Mio. €; mittel: 1-50 Mio. €; groß: 50 Mio. € und mehr Quellen: Hess. Stat. Landesamt, Stat. Bundesamt, Helaba Volkswirtschaft/Research kleinst/klein: bis 50 Beschäftigte; mittel: 50-250 B.; groß: 250 Beschäftigte und mehr Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Helaba Volkswirtschaft/Research Auch auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bezogen sind Großbetriebe nach der EU- Definition in Hessen ein bedeutender Faktor. 35 % aller Arbeitnehmer sind in Firmen mit 250 und mehr Beschäftigten angestellt; in Deutschland insgesamt liegt der Anteil etwas niedriger. 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Anzahl der Unternehmen Kumulierter Beschäftigungsanteil 90% 10% 0,4% 8% 26% 65% 89% 11% 0,3% 9% 28% 63% Klein- untern. Mittelgroße Untern. Groß- untern. Klein- untern. Mittelgroße Untern. Groß- untern. Hessen Deutschland Anteil an allen Unternehmen Anteil am gesamten Umsatz 95% 4% 0,7% 37% 27% 35% 96% 4% 0,7% 41% 28% 32% Klein- untern. Mittelgroße Untern. Groß- untern. Klein- untern. Mittelgroße Untern. Groß- untern. Hessen Deutschland Anteil an allen Unternehmen Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Anteil an allen Unternehmen Starke Konzentration der Beschäftigung bei den 10 größten Unternehmen Großunternehmen mit hohem Umsatzanteil DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 14 2.4 Steigender Beschäftigungstrend Aufgrund der relativ großen Unternehmen ist die Fluktuation in der Rangliste der 100 größten Un- ternehmen in Hessen seit der letzten Umfrage gering; im Vergleich zum Ranking von 2007 kamen nur 16 Firmen dazu. Bei der Neuauflage der Thüringer Rangliste waren es 30 von 100 Firmen.1 Trotzdem ist ein uneingeschränkter Vergleich der Mitarbeiterzahl über die letzten Jahre nicht mög- lich. Zum einen beteiligten sich einige Unternehmen nicht mehr an der Umfrage, so dass sie jetzt nicht mehr in der Liste geführt werden, obwohl sie über eine ausreichende Mitarbeiterzahl verfügen dürften. Zum anderen können Käufe und Verkäufe von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen sowie Fusionen die Arbeitnehmerzahl im einzelnen Unternehmen substanziell beeinflussen, ohne dass es im eigentlichen Sinne zum Auf- oder Abbau von Beschäftigung in Hessen gekommen sein muss. Diese prinzipiellen Einschränkungen sind bei den folgenden Aussagen zur Beschäftigungs- entwicklung zu berücksichtigen. Beschäftigungsplus 2012 gegenüber 2007 Vorsichtiger Personalaufbau für 2013 Anteil an den Unternehmen des Ranking, in % Anteil an den Unternehmen mit Angaben zu 2013, in % Quellen: Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research Insgesamt sind mit 489.400 Beschäftigten nur rund 3.200 Arbeitnehmer mehr in der Rangliste erfasst als 2007. Ursache dürften die Insolvenz einiger weniger Firmen sowie der Fakt sein, dass die Mitarbeiterzahl in dem größten und dem kleinsten Unternehmen der Rangfolge nahezu unver- ändert blieb. Dieser Vergleich ist allerdings nicht ganz angemessen. Bei genauerer Betrachtung ist die Entwicklung nämlich dynamischer: Vergleicht man nicht die Summe aller Arbeitsplätze der 100 größten Unternehmen, sondern nur die Unternehmen, die sowohl 2013 als auch 2007 Teil des Ranking waren, expandierten sie um durchschnittlich 4 %. Ein Fünftel der Unternehmen weitete die Belegschaft sogar um mehr als 20 % aus. Dagegen reduzierten nur 9 % der Firmen ihren Mit- arbeiterstamm um über 20 %. Hier macht sich der insgesamt positive Beschäftigungstrend be- merkbar, der sich selbst in den Jahren 2009 und 2010 trotz Wirtschafts- und Finanzkrise nur ver- langsamte. So stieg über den betrachteten Zeitraum von 2007 bis 2012 die Zahl der Erwerbstäti- gen in Hessen ebenfalls um gut 4 %. Nach vorne blickend wurden die 100 größten Unternehmen in Hessen auch nach der Beschäfti- gungssituation in diesem Jahr befragt; Angaben dazu machten gut 62 Firmen. Das Ergebnis war eine weitere zaghafte Verbesserung: 10 % wollen ihren Mitarbeiterstamm ausweiten. Dagegen steht ein Beschäftigtenabbau nur bei 5 % der hessischen Betriebe für 2013 auf der Agenda. Bei 85 % der Unternehmen, die einen Ausblick für dieses Jahr gaben, soll die Mitarbeiterzahl weitge- hend unverändert bleiben. Damit agiert die Mehrheit der Unternehmen relativ vorsichtig, was sich auch in der laufenden Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zeigt. So schwächte sich der Zuwachs im Juni 2013 auf 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab, nachdem er vor Jahresfrist noch bei 1,7 % gelegen hatte. 1 Die Helaba ermittelt auch die 100 größten Unternehmen in Thüringen. Die 3. Auflage der Rangliste aus dem Jahr 2011 erlaubte einen Vergleich der Daten aus den Jahren 2010 und 2005. 22% 20% 6% 15% 6% 3% 6% 15% 7% etwa gleich Zunahme über 40% Zunahme 20%-40% Zunahme 10%-20% Zunahme 5%-10% Abnahme über 40% Abnahme 20%-40% Abnahme 10%-20% Abnahme 5%-10% 85% 10% 5% etwa gleich mehr Beschäftigte weniger Beschäftigte Geringe Fluktuation Beschäftigung seit 2007 deutlich gestiegen 2013 bleibt die Mitarbeiterzahl überwiegend unverändert DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 15 2.5 Regionale Konzentration im Rhein-Main-Gebiet In Nord- und Mittelhessen ist ein Viertel der Unternehmen des Ranking beheimatet. Der zentrale Ansiedlungspunkt für die Großunternehmen in Hessen ist aber das Rhein-Main-Gebiet. Über 75 % haben ihren Hauptstandort in dieser Region. Diese hohe Konzentration korrespondiert mit dem gesamtwirtschaftlichen Schwerpunkt: Rund 70 % des hessischen BIPs werden im Regierungsbe- zirk Darmstadt, also der Rhein-Main-Region, erwirtschaftet. Eine derartig hohe wirtschaftliche Konzentration ist bundesweit in keinem anderen Regierungsbezirk anzutreffen. Rhein-Main-Region: Magnet für Großunternehmen Anteil des Regierungsbezirks Darmstadt an Hessen in % Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt, Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research Die gute internationale Verkehrsanbindung – besonders durch den Flughafen Frankfurt – ist gera- de für die großen Logistikunternehmen ein ausschlaggebendes Argument, diese Region auszu- wählen. Hier sind auch die größten Dienstleistungsunternehmen angesiedelt, für die die räumliche Nähe zueinander von Vorteil ist. Ein Finanzzentrum wie Frankfurt lebt nämlich vom gegenseitigen Informationsaustausch, gekoppelt mit Impulsen aus Forschung und Wissenschaft. Wirtschaftsprü- fungs- und Unternehmensberatungsgesellschaften können den direkten Kontakt mit ihren Kunden pflegen. Zudem hat eine Vielzahl der deutschen Großunternehmen im Rhein-Main-Gebiet ihren Stammsitz bzw. ausländischer Gesellschaften ihre Hauptniederlassung. Sie können von hier aus unkompli- ziert mit ihren Konzernunternehmen weltweit in Verbindung treten. Hessen als Hauptstandort innerhalb Deutschlands … … auch bei den 10 Größten im Ranking Ranking - Anteil der Beschäftigten an hess. Standorten an Deutschland insgesamt Beschäftigte der zehn größten Unternehmen Hessens in Hessen und Deutschland Quellen: Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research Im Rahmen dieser Umfrage wurde erstmalig nach der Beschäftigung der Unternehmen nicht nur in Hessen, sondern auch in Deutschland und weltweit gefragt. Rund 80 Antworten konnten ausge- wertet werden. Aus ihnen geht klar hervor, dass die hessischen Standorte innerhalb der Unter- nehmenspräsenz in Deutschland bedeutend sind. Fast zwei Drittel gaben an, mehr als 25 % ihrer deutschen Mitarbeiter in Hessen zu beschäftigen. Dies liegt deutlich über dem hessischen Erwerbstätigenanteil an Deutschland von knapp 8 %. 71 % des BIP 66 % der Erwerbstätigen Nordhessen Mittelhessen 35 % der Fläche 75 % der hessischen Großunternehmen Südhessen 26% 39% 13% 16% 9% 16% 15% 19% 34% 16% 15% 35% 76% bis 100% 51% bis 75% 26% bis 50% 1% bis 25% Von ...% bis ...% der Beschäftigten des Unternehmens haben ihren Arbeitsplatz in Hessen Hessen Deutschland Anteil Hessen an Deutschland Deutsche Lufthansa AG 37.400 67.620 55% Rewe Group 29.000 222.000 13% Deutsche Bahn AG 25.100 194.020 13% Fraport Konzern 20.700 20.866 99% Deutsche Post Gruppe 18.000 201.425 9% Commerzbank AG 16.000 42.857 37% Deutsche Telekom AG 14.500 120.000 12% Continental Konzern 14.500 50.000 29% Volkswagen AG 14.500 250.000 6% Adam Opel AG 12.800 19.811 65% 75 % der Großunterneh- men in Südhessen, 25 % in Nord- und Mittelhessen Hessen attraktiv für Großunternehmen DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 16 Regionale Verteilung der größten Unternehmen in Hessen nach Hauptstandorten und Branchen Quellen: Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 17 2.6 Branchenschwerpunkte: Industrie, Logistik, Finanzgewerbe Die Branchenauswertung des Ranking zeigt eindeutige Schwerpunkte: 35 % der im Ranking er- fassten Beschäftigten sind in der Industrie angestellt. Verglichen mit der Struktur über alle hessi- schen Arbeitnehmer hinweg ist dieser Anteil deutlich überproportional. Innerhalb dieser Gruppe zeigen sich zwei Hauptakteure. Jeweils gut 30 % der Industriearbeitnehmer sind in der Automobil- branche oder der chemischen bzw. pharmazeutischen Industrie tätig. Der Maschinenbau und die Elektrotechnik sind zwei weitere Branchen, die bei der hessischen Großindustrie stark vertreten sind. Die prominenten Vertreter unter den ersten zwanzig Unternehmen sind Continental, Volkswagen, Opel, Merck, Sanofi, B. Braun Melsungen, Procter &amp; Gamble und Siemens. Da die Industrie für Hessen ein wichtiger Impulsgeber ist, wird im nächsten Kapitel auf die Energiewende und deren Auswirkungen auf die hessischen, industriellen Großbetriebe eingegangen. Wichtigste Arbeitgeber im Ranking: Industrie, Verkehr, Kredit-/Versicherungsgewerbe Anteil in % Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt, Hessen Agentur, Helaba Volkswirtschaft/Research Als Dienstleister der Bereiche Logistik und Telekommunikation erreicht der Wirtschaftszweig Ver- kehr und Kommunikation/Information mit gut einem Viertel der Beschäftigten den zweithöchsten Anteilswert im Ranking der 100 größten Unternehmen in Hessen. Namhafte Unternehmen stellen fünf der zehn größten Unternehmen: Lufthansa, Deutsche Bahn, Fraport, Deutsche Post und Deutsche Telekom. Sie tragen erheblich zu den hervorragenden logistischen Möglichkeiten im Rhein-Main-Gebiet bei. Selbstredend zählt zu den Größten das für Hessen kennzeichnende Finanzgewerbe: Commerz- bank, DZ Bank, Deutsche Bank und Helaba Konzern. Insgesamt stellt das Kredit- und Versiche- rungsgewerbe 15 % der Arbeitsplätze der 100 größten Unternehmen in Hessen und ist damit die drittgrößte Branche. Der Handel ist im Ranking der Großunternehmen in Hessen fast entsprechend seiner Bedeutung für das gesamte Bundesland vertreten. Rewe Group und Metro sind auf den Plätzen 2 und 15 sogar unter den ersten zwanzig der größten Unternehmen in Hessen zu finden. Firmen aus dem Gast- und Baugewerbe sind dagegen aufgrund der mittelständischen Branchen- struktur kaum in der Rangliste anzutreffen. Die gesamtwirtschaftlich wichtigen „öffentlichen und privaten Dienstleister“ sind im Ranking ebenfalls stark unterrepräsentiert, da bestimmte Wirt- schaftszweige per Definition in unserer Untersuchung ausgeschlossen wurden (zumeist öffentliche Unternehmen/Behörden, siehe Abschnitt „Datenbasis und Methodik“). Allein die privatwirtschaftli- chen Klinik-Gruppen haben Eingang in die Liste gefunden. Mit Rhön-Klinikum hat sogar ein Unter- nehmen den elften Platz erreicht. 35 26 15 9 6 4 3 1 1 19 11 6 12 15 1 7 3 5 Industrie Verkehr, Kommu- nikation Kredit- u. Versicherungs- gewerbe Handel Unternehmens- dienstleister Energie-/ Wasser- versorgung Gesund- heits- wesen Gast- gewerbe Baugewerbe Beschäftigtenstruktur der 100 größten Unternehmen in Hessen Beschäftigtenstruktur in Hessen insgesamt Logistik und Kommunikation zweitgrößte Branche Schwerpunkt Industrie im Ranking Kredit- und Versicherungsgewerbe mit großen Unternehmen DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 18 3 Auswirkungen der Energiewende auf große hessische Industrieunternehmen 3.1 Bestandsaufnahme: Unterdurchschnittlicher Energieverbrauch Das von der Bundesregierung im September 2010 beschlossene und als Reaktion auf die Reak- torkatastrophe von Fukushima im März 2011 überarbeitete und in den zeitlichen Vorgaben ver- schärfte Energiekonzept definiert die wichtigsten Ziele der deutschen Energie- und Klimapolitik für die nächsten Jahrzehnte. Es wurde u.a. festgelegt, bis zum Jahr 2050 den Primärenergiever- brauch und den Ausstoß von Treibhausgasen nachhaltig zu senken. Konkret soll z.B. der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch von 13 % auf 60 % und deren Anteil am Stromverbrauch von 23 % auf dann 80 % erhöht werden (2050 im Vergleich zu 2012). Dies impli- ziert einen tiefgreifenden Umbau des gesamten Energiesystems mit spürbaren Auswirkungen auf alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure in Deutschland. Besonders groß sind die Her- ausforderungen für die deutsche Industrie, auf die 2011 fast die Hälfte (46 %) des gesamten Net- tostromverbrauchs entfiel. In Hessen ist der Anteil der Industrie am Nettostromverbrauch mit rund einem Drittel (34 %) deut- lich niedriger als im Bundesdurchschnitt. Zudem belief sich 2010 der durchschnittliche Energieein- satz je Beschäftigtem im hessischen Verarbeitenden Gewerbe (inkl. Bergbau) nur auf 89 MWh, wohingegen in Deutschland insgesamt der Energieverbrauch mit 189 MWh mehr als doppelt so hoch war.2 Der Unterschied zwischen Hessen und Deutschland hat drei Ursachen: Erstens ist die hessische Wirtschaftsstruktur stärker von Dienstleistungsunternehmen geprägt, die weniger Ener- gie zum „Produzieren“ benötigen als die Industrie. Zweitens spielen besonders energie- und strom- intensive Wirtschaftszweige in der Branchenzusammensetzung der hessischen Industrie eine kleinere Rolle. Drittens ist in den meisten Industriebranchen die Energieintensität in Deutschland höher als in Hessen. Dies schlägt sich auch in der Anzahl der Unternehmen nieder, die für das Jahr 2013 beim Bundes- amt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Anträge auf eine besondere Ausgleichsregelung zur Entlastung von der EEG-Umlage gestellt haben (EEG ist das Gesetz für den Vorrang Erneuer- barer Energien). Bundesweit wurden entsprechende Anträge von über 1.600 produzierenden Un- ternehmen für insgesamt gut 2.200 Abnahmestellen gestellt. Differenziert nach Bundesländern entfallen auf Nordrhein-Westfalen mit fast 400 die mit Abstand meisten Unternehmen, gefolgt von Bayern mit über 250 Unternehmen. Das hessische Produzierende Gewerbe spielt dabei mit rund 80 Unternehmen bzw. gut 100 Abnahmestellen eine eher geringe Rolle.3 3.2 Großunternehmen befürchten negative Auswirkungen Um sich ein Bild von den Auswirkungen der Energiewende auf die Industrie in Hessen zu machen, hat die Hessen Agentur alle großen Industrieunternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten nach ihren bisherigen Erfahrungen mit der Energiewende, nach ihren auf die Zukunft gerichteten Strate- gien sowie nach ihren Anregungen und möglichen Änderungswünschen schriftlich im Zeitraum von November 2012 bis Januar 2013 befragt. Von den angeschriebenen rund 260 Unternehmen ant- wortete fast jedes vierte (24 %). Zudem wurden zehn vertiefende persönliche Interviews mit aus- gewählten Unternehmen geführt.4 2 Vgl. U. van den Busch, A. Gauler, J. Harsche: „Auswirkungen der Energiewende auf die hessische Wirtschaft - Modul 1: Basisdaten zu Energieversorgung und -verbrauch in Hessen und theoretische Analyse der volkswirt- schaftlichen Effekte“, HA-Report 828, Wiesbaden 2012 3 Auswertung der Liste des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit Stand vom 25. April 2013: siehe http://www.bafa.de/bafa/de/energie/besondere\_ausgleichsregelung\_eeg/publikationen/index.html. 4 Vgl. U. van den Busch: „Auswirkungen der Energiewende auf die hessische Wirtschaft - Modul 3: Strategien großer, energieintensiver Unternehmen in Hessen“, HA-Report 847, Wiesbaden 2013 Hessische Industrie weniger energieintensiv Umfrage zu den Auswir- kungen der Energiewende Uwe van den Busch Hessen Agentur Tel.: 0611/950 17 83 33 DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 19 Wie schätzen Sie die Auswirkungen der Energiewende für das eigene Unternehmen ein? Anteil der Unternehmen in % Quelle: Unternehmensbefragung der Hessen Agentur Die meisten großen Industrieunternehmen sehen durch die Energiewende Risiken auf ihr Geschäft zukommen: Fast zwei Drittel schätzen die Auswirkungen der Energiewende auf das eigene Unter- nehmen eher negativ oder sehr negativ ein. Dabei sind deutsche und ausländische Konzerne besonders kritisch (eher negativ/sehr negativ: 75 % bzw. 72 %). Familienunternehmen mit regiona- len Wurzeln stehen der Energiewende etwas gelassener gegenüber und sehen zu 46 % per Saldo keine Auswirkungen auf ihr Unternehmen, allerdings machen sich genauso viele Sorgen. Dennoch sehen die befragten Unternehmen die Energiewende überwiegend als richtig und notwendig an. Auswirkungen der Energiewende auf … Die Unternehmen sollten zudem die Wirkungsrichtung der Energiewende auf einzelne wirtschaftli- che Größen abschätzen. Fast einstimmig erwarten die Unternehmen einen Anstieg der Stromprei- se und schärfere Energieeffizienzvorgaben. Mehr als die Hälfte sehen eine abnehmende Pla- nungs- und Investitionssicherheit, mit negativen Folgen auch für das Investitionsverhalten. Konkret nimmt für 41 % der Unternehmen die Investitionsbereitschaft am hessischen Standort ab. Fast die Hälfte der Unternehmen rechnet mit einer Verschlechterung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und fast ein Drittel sieht auch die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden beeinträchtigt, was negative Folgen für den Absatz der eigenen Produkte haben könnte. Die Unternehmen, die von der EEG- Umlage entlastet sind, sehen die Folgen der Energiewende nicht ganz so drastisch. Eine Verschlechterung der Netzstabilität erwarten 43 % und steigende CO2-Zertifikatspreise 44 % der Unternehmen als Folgen der Energiewende. Letztere Einschätzung überrascht zunächst, da 8% 13% 5% 8% 30% 13% 24% 46% 36% 44% 29% 38% 26% 31% 43% 8% Alle Unternehmen Teil eines deutschen Konzerns Teil eines ausländischen Konzerns Familienunternehmen mit regionalen Wurzeln sehr negativ eher negativ neutral eher positiv steigend unverändert sinkend keine Angabe Strompreise 90% 10% 0% 0% Gesetzliche Energieeffizienzvorgaben 92% 7% 0% 1% Absatzchancen für energieerzeugende bzw. einergieeinsparende Produkte 57% 21% 13% 9% CO2-Zertifikatspreise 44% 31% 3% 22% Öffentliche Gelder für die Energieforschung 34% 52% 5% 9% Netzstabilität 10% 44% 43% 3% Investitionsbereitschaft am hessischen Standort 7% 48% 41% 4% Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens 5% 41% 48% 6% Planungs- und Investitionssicherheit 3% 38% 52% 7% Wettbewerbsfähigkeit eigener Kunden 2% 61% 30% 7% Quelle: Unternehmensbefragung der Hessen Agentur Negative Folgen erwartet Abnehmende Investitionsbereitschaft DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 20 durch den Ausbau erneuerbarer Energien auch der CO2-Ausstoß sinken und sich dies tendenziell preissenkend auswirken dürfte. Eindeutig positiv werden die Absatzchancen für energieerzeugen- de und energieeinsparende Produkte eingeschätzt, 57 % erwarten hier eine Verbesserung. 3.3 Forderung nach Senkung der Belastung, Versorgungsicherheit, besserer Abstimmung Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) ist mit seinen Folgen für die Unterneh- men schon jetzt fühlbar, so dass hier die meisten Kritikpunkte ansetzen. Die Unternehmen sind insbesondere mit der gegenwärtigen Ausgestaltung der Finanzierung der Fördermaßnahmen über die EEG-Abgabe nicht zufrieden. Bei der Höhe der Entlastung wird eine Staffelung proportional zum Energieverbrauch bzw. zur Wertschöpfung vorgeschlagen. Dies könnte Nachteile der bisheri- gen starren Grenzen vermeiden, die z.B. Unternehmen anreizen, ihren Energieverbrauch künstlich zu erhöhen, um von der EEG-Abgabe entlastet zu werden. Zudem sollte bei der Festlegung von Energieeinsparvorgaben zum Erhalt der EEG-Abgabe- Entlastung statt starrer Werte sehr viel stärker auf die tatsächlichen Produktionsgegebenheiten eingegangen werden. Folglich wären von den Betrieben in den Vorjahren durchgeführte Maßnah- men zur Energieeinsparung zu berücksichtigen, indem als Kriterium der Energieeinsatz je Produk- tionseinheit betrachtet wird. Dies könne vermeiden, dass bereits erfolgte Investitionen zur Energie- einsparung im Nachhinein sogar zu Benachteiligungen führen, da die Realisierung von Einsparpo- tenzialen davon abhängt, von welchem Niveau aus die Maßnahmen beginnen: Ein Unternehmen, das bisher noch keine oder nur in geringem Umfang Einsparmaßnahmen vorgenommen habe, könne schon mit geringen Investitionsmitteln die geforderten Vorgaben erfüllen. Dagegen müsse ein Unternehmen, das bereits in der Vergangenheit umfangreiche Einsparmaßnahmen realisiert hat, in der Regel einen deutlich höheren finanziellen Aufwand betreiben. Auf breiter Front wurde die jetzt schon hohe Belastung der Unternehmen als Folge der Energie- wende hervorgehoben. Energieintensive Unternehmen, die in hohem Maße im internationalen Wettbewerb stehen, sehen keine Spielräume für weitere Strompreissteigerungen, da insbesondere für standardisierte Massenprodukte auch kleine Preisschwankungen zu Absatzrückgängen führen. Für im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen sollten die bisher geltenden Ausnah- meregelungen daher erhalten bleiben. Hessische bzw. deutsche Produktionsstandorte konkurrie- ren dabei nicht nur mit Produktionsstandorten ausländischer Unternehmen, sondern oftmals auch mit konzerneigenen Standorten im Ausland. Kritisiert wurde der hohe bürokratische Aufwand, der für den Nachweis von Entlastungs- bzw. Befreiungstatbeständen für Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Energieverbrauch zu leisten ist. Zudem werde das gesamtwirtschaftliche Umfeld bei der Gewährung von Privilegien zu wenig berücksichtigt: Wenn z.B. in einer konjunkturellen Krisensituation die Produktion zurückgehe und damit auch der Energieverbrauch sinke, können durch starre Verbrauchswerte als Entlastungskri- terium die Energiekosten beim Unterschreiten des Vorgabewertes stark ansteigen. Dies würde die Unternehmen in der Krisensituation zusätzlich belasten. Insbesondere Unternehmen mit einem hohem Stromverbrauch an 7.000 und mehr Stunden im Jahr betonen die Bedeutung der Versorgungssicherheit. Von diesen wird gefordert, dass auch selbsterzeugter Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen EEG-befreit bleiben müsse und der Aufbau eigener Stromerzeugungskapazitäten z.B. für Blockheizkraftwerke durch Investitionszu- schüsse und -beihilfen gefördert werden soll. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang, dass für Strom, der in einem Industriepark durch den Betreiber selbst erzeugt wird, bei der Abgabe an die ansässigen Unternehmen bisher nicht die Eigenstromprivilegien geltend gemacht werden können. Gewünscht wird eine bessere Abstimmung auf allen politischen Ebenen, angefangen von der Eu- ropäischen Union, wo zentrale Rahmenbedingungen festgelegt werden, über den Bund, die Län- Abschaffung der starren Grenzen im EEG Ausnahmeregelungen erhalten Versorgungssicherheit gewährleisten Verlässlichkeit der Politik DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 21 der bis hin zu den Kommunen. Entscheidungen über die Zusammensetzung der erneuerbaren Energien – Photovoltaik, Biomasse, Wind on-/offshore – müssten gefällt werden. Die einzelnen Umsetzungsschritte sollten als koordiniertes Vorgehen aller Akteure erfolgen, wobei ein Technolo- giefahrplan z.B. in Form einer „Roadmap“ hilfreich sei. Klare Zielvorstellungen, die in möglichst breitem Konsens von der Gesellschaft mitgetragen werden, müssten den Weg aufzeigen, den Hessen energiepolitisch einschlagen wolle. Die Verlässlichkeit der Politik ist in diesem Zusam- menhang unabdingbar.  DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 22 Adressen der Landesbank Hessen-Thüringen Hauptsitze Frankfurt am Main MAIN TOWER Neue Mainzer Straße 52–58 60311 Frankfurt am Main Telefon 0 69/91 32-01 Telefax 0 69/29 15 17 Erfurt Bonifaciusstraße 16 99084 Erfurt Telefon 03 61/2 17-71 00 Telefax 03 61/2 17-71 01 Bausparkasse Landesbausparkasse Hessen-Thüringen Offenbach am Main Strahlenbergerstraße 15 63067 Offenbach am Main Telefon 0 69/91 32-02 Telefax 0 69/91 32-29 90 Erfurt Bonifaciusstraße 19 99084 Erfurt Telefon 03 61/2 17-60 2 Telefax 03 61/2 17-70 70 Förderbank Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen Strahlenbergerstraße 11 63067 Offenbach am Main Telefon 0 69/91 32-01 Telefax 0 69/91 32-24 83 Niederlassungen Düsseldorf Uerdinger Straße 88 40217 Düsseldorf Telefon 02 11/8 26-05 Telefax 02 11/8 26-31 84 Kassel Ständeplatz 17 34117 Kassel Telefon 05 61/7 06-60 Telefax 05 61/7 06-8 65 72 Dublin PO Box 3137 5 George’s Dock IFSC Dublin 1 Irland Telefon +35 31/6 46 09 02 Telefax +35 31/6 46 09 99 London 3rd Floor 95 Queen Victoria Street London EC4V 4HN Großbritannien Telefon +44 20/73 34-45 00 Telefax +44 20/74 89-03 76 New York 420, Fifth Avenue New York, N.Y. 10018 USA Telefon +1 212/7 03-52 00 Telefax +1 212/7 03-52 56 Paris 118, avenue des Champs Elysées 75008 Paris Frankreich Telefon +33 1/40 67-77 22 Telefax +33 1/40 67-91 53 Repräsentanzen Madrid (für Spanien und Portugal) General Castaños, 4 Bajo Dcha. 28004 Madrid Spanien Telefon +34 91/39 11-0 04 Telefax +34 91/39 11-1 32 Moskau 8, Novinsky Boulevard Business Centre Lotte, 20th Floor 121099 Moskau Russland Telefon +7 495/2 87-03-17 Telefax +7 495/2 87-03-18 Shanghai Unit 022, 6th Floor Hang Seng Bank Tower 1000 Lujiazui Ring Road Shanghai, 200120 China Telefon +86 21/68 77 77 07 Telefax +86 21/68 77 77 01 Immobilienbüros Berlin Potsdamer Platz 9 10117 Berlin Telefon 0 30/2 06 18 79-50 Telefax 0 30/2 06 18 79-69 München Brienner Straße 29 80333 München Telefon 0 89/5 99 88 49-11 Telefax 0 89/5 99 88 49-10 DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 23 Sparkassen- Verbundbank-Büros Baden-Württemberg Theodor-Heuss-Straße 11 70174 Stuttgart Telefon 07 11/2 80 40 40 Bayern Brienner Straße 29 80333 München Telefon 0 89/5 99 88-49 14 Nordrhein-Westfalen Friedrichstraße 74 40217 Düsseldorf Telefon 02 11/8 26-05 Auswahl der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften Frankfurter Sparkasse Neue Mainzer Straße 47–53 60311 Frankfurt am Main Telefon 0 69/26 41-0 Telefax 0 69/26 41-29 00 1822direkt Gesellschaft der Frankfurter Sparkasse mbH Borsigallee 19 60388 Frankfurt am Main info@1822direkt.com Telefon 0 69/9 41 70-0 Telefax 0 69/9 41 70-71 99 Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland) AG JUNGHOF Junghofstraße 26 60311 Frankfurt am Main Telefon 0 69/1 56 86-0 Telefax 0 69/1 56 86-1 40 Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG Börsenstrasse 16, Postfach 8022 Zürich Schweiz Telefon +41 44/2 65 44 44 Telefax +41 44/2 65 44 11 Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH JUNGHOF Junghofstraße 24 60311 Frankfurt am Main Telefon 0 69/2 99 70-0 Telefax 0 69/2 99 70-6 30 GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen Westerbachstraße 33 60489 Frankfurt am Main Telefon 0 69/9 75 51-0 Telefax 0 69/9 75 51-1 50 Auswahl der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften OFB Projektentwicklung GmbH Speicherstraße 55 60327 Frankfurt am Main Telefon 0 69/9 17 32-01 Telefax 0 69/9 17 32-7 07 GGM Gesellschaft für Gebäude- Management mbH Neue Rothofstraße 12 60313 Frankfurt am Main Telefon 0 69/77 01 97-0 Telefax 0 69/77 01 97-77 Helaba Dublin Landesbank Hessen-Thüringen International PO Box 3137 5 George’s Dock IFSC Dublin 1 Irland Telefon +35 31/6 46 09 00 Telefax +35 31/6 46 09 99 Helaba International Finance plc PO Box 3137 5 George’s Dock IFSC Dublin 1 Irland Telefon +35 31/6 46 09 01 Telefax +35 31/6 46 09 99 DIE 100 GRÖSSTEN UNT ERNEHMEN IN HESSEN HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · OKTOBER 2013 · © H E L AB A 24 Helaba Landesbank Hessen-Thüringen MAIN TOWER Neue Mainzer Straße 52-58 60311 Frankfurt am Main Telefon 069 9132-2024 Telefax 069 9132-2244 Bonifaciusstraße 16 99084 Erfurt Telefon 03 61 217-7100 Telefax 03 61 217-7101 www.helaba.de
