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title: "Branchen-Update  März 2026"
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type: dd_research
language: de
updated: 2026-09-28
keywords: Branchen
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# Branchen-Update  März 2026

Adrian Keppler | Capital Market Research &amp; Economics März 2026 Branchen-Update Verhaltener Jahresauftakt Branchen-Update | 09.03.2026 2 Januar-Daten 2026: Überblick • Im Verarbeitenden Gewerbe beginnt das Jahr verhalten. Die Produktion geht um 2,4 % gegenüber dem Vormonat zurück. • In der gesamten Industrie ist das Bild etwas besser (-0,5 % gg. Vm.), da die Energieerzeugung um 10,3 % wachsen konnte. • Die Auftragseingänge sinken um 11,1 %. Diese Entwicklung ist der erwartete Rebound vom starken Vormonat und somit erneut von den Großaufträgen dominiert. Ohne Großaufträge beträgt das Minus nur 0,4 %. • Der Januar eröffnet das Industriejahr 2026 somit zwar nicht feierlich, die Zahlen sollten jedoch nicht zu negativ interpretiert werden. Im weniger volatilen Dreimonatstrend erweisen sich Produktion und Auftragseingänge als stabiler. • Neuerliche Sorgen in einigen Branchen entstehen derzeit durch die Geschehnisse im Nahen Osten. Branchen-Update | 09.03.2026 3 Produktionsupdate: Gestiegene Aufträge beflügeln noch nicht Produktionsindex Januar 2026, sb, % gg. Vormonat (blau) bzw. Vorjahr (grau) \*WZ 24/25, \*\*WZ 26/27 Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory 3,8 -11,9 0,4 -1,2 -10,5 -5,6 -2,4 -5,0 -4,6 1,0 -3,1 -3,9 0,0 -2,4 Chemie Pharma Maschinenbau Auto Metall\* Elektro\*\* Verarbeitendes Gewerbe gg. Vm. gg. Vj. Branchen-Update | 09.03.2026 4 Auftragsupdate: Rebound der Großaufträge vom Dezember Auftragseingänge Januar 2026, sb, % gg. Vormonat (blau) bzw. Vorjahr (grau) \*WZ 24+25, \*\*WZ 26+27, gewichtet mit Umsatzanteilen Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory -1,1 0,6 -13,5 10,4 -28,9 -10,1 -11,1 -2,6 -5,2 3,8 4,6 -11,1 4,7 4,0 Chemie Pharma Maschinenbau Auto Metall\* Elektro\*\* Verarbeitendes Gewerbe gg. Vm. gg. Vj. Branchen-Update | 09.03.2026 5 Großaufträge prägen weiter das Gesamtbild, Kernaufträge noch stabil Verarbeitendes Gewerbe, sb, 2021 = 100 Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Branchen-Update | 09.03.2026 6 Dreimonatstrend der Auftragseingänge weiter aufwärtsgerichtet Auftragseingänge, sb, 2021 = 100, 3M-geglättet Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Branchen-Update | 09.03.2026 7 Chemie: Mögliche Energiepreissorgen am Horizont Produktion\*, Auftragseingänge\*, Jan. 2022 = 100, sb, geglättet • Die angeschlagene Chemieindustrie kann im Januar zwar ein Vormonatswachstum der Produktion von 3,8 % verzeichnen (-5,0 % gg. Vj.), der Dreimonats- trend zeigt aber auf sehr niedrigem Niveau trotzdem nicht aufwärts. • Die Auftragseingänge geben um -1,1 % gg. Vm. bzw. um -2,6 % gg. Vj. leicht nach. • 2026 soll der geplante Industriestrompreis eigentlich für eine leichte Entlastung sorgen. Der Jahresverlauf wird zeigen, ob sich dies bewahrheitet. • Sollte sich die aktuelle Krise im Iran nicht bessern oder gar verschlimmern, könnten steigende Energie- preise negativ entgegenwirken. Branchen-Update | 09.03.2026 8 Pharma: Produktion noch auf stabilem Niveau Produktion\*, Auftragseingänge\*, Jan. 2022 = 100, sb, geglättet • Die Produktion der Pharmaindustrie gibt im Januar um 11,9 % gegenüber dem Vormonat nach (-4,6 % gg. Vj.). • Die Auftragseingänge bewegen sich mit +0,6 % gegenüber dem Vormonat kaum (-5,2 % gg. Vj.). • Die Lage bleibt verhalten. Der Dreimonatstrend der Auftragseingänge ist weiterhin abwärtsgerichtet. • Neue Unklarheiten bezüglich der US-Zollpolitik belasten zusätzlich. • In die jüngere Produktionsentwicklung sollte man nicht zu viel hineininterpretieren: die ohnehin recht volatilen Ausschläge der Branche deuten derzeit noch keine klare mittelfristige Tendenz an. Branchen-Update | 09.03.2026 9 Metall: Verschnaufpause nach Großauftragsimpuls Produktion\*, Auftragseingänge\*, Jan. 2022 = 100, sb, geglättet • Im Metallgewerbe fällt die Produktion im Januar um 10,5 % gg. Vm. (-3,9 % gg. Vj.). Die Produktion stieg in den vorangegangenen Monaten zwar drei Mal in Folge, jedoch ist der aktuelle Rückgang deutlich stärker, wodurch der Dreimonatstrend wieder abwärtsgerichtet ist. • Auch die Auftragseingänge geben sowohl in der Metallerzeugung und -bearbeitung als auch bei den Metallerzeugnissen stark nach (-28,9 % gg. Vm. bzw. -11,1 % gg. Vj.). Zuvor stiegen sie durch Großaufträge kräftig und nun sieht man die erwartete Gegenbewegung. • Das Metallgewerbe dürfte mit Sorge auf mögliche Energiepreissteigerungen blicken. 2026 bestehen die größten Chancen der Branche wohl in Groß- aufträgen durch Rüstungsnachfrage und Impulsen aus der Bauindustrie. Branchen-Update | 09.03.2026 10 Elektro: Kein Grund zur Sorge Produktion\*, Auftragseingänge\*, Jan. 2022 = 100, sb, geglättet • Die Elektroindustrie verzeichnet zu Jahresbeginn ein Produktionsminus von 5,6 % gg. Vm. (0,0 % gg. Vj.). • Die Auftragseingänge geben um -10,1 % gegenüber Dezember nach (+4,7 % gg. Vj.). • Die Januarzahlen fallen damit für die „Hoffnungs- branche“ überraschend schlecht aus: der drei- monatige Produktionstrend ist aktuell abwärts- gerichtet. • Die starke Erholung der Auftragseingänge seit Mitte 2024 scheint jedoch nicht ernsthaft gefährdet, weshalb man aufgrund dieses Dämpfers nicht zu viel Trübsal blasen sollte. Branchen-Update | 09.03.2026 11 Maschinenbau: Zyklische Wende zeichnet sich nach wie vor ab Produktion\*, Auftragseingänge\*, Jan. 2022 = 100, sb, geglättet • Die Produktion des Maschinenbaus bleibt im Januar stabil (+0,4 % gg. Vm. bzw. +1,0 % gg. Vj.). • Nach einem kräftigen Zuwachs im Dezember sinken die Auftragseingänge um 13,5 % gg. Vm. (+3,8 % gg. Vj.). • Die lang vorlaufenden Auftragseingänge der Branche zeigen nach wie vor eine zyklische Wende an, auch wenn diese durch die Januarzahlen etwas ausge- bremst wird. • Die Produktion dürfte erst im Jahresverlauf spürbar anziehen. Hierbei bleibt zu hoffen, dass der Iran- krieg nicht zu einer Verschlechterung der für den Maschinenbau essenziellen globalen Industrie- konjunktur führt. Branchen-Update | 09.03.2026 12 Automobil: Beschleunigen die geopolitischen Spannungen die Mobilitätswende? Produktion\*, Auftragseingänge\*, Jan. 2022 = 100, sb, geglättet • Die Produktion der Automobilindustrie gibt im Januar um 1,2 % gegenüber dem Vormonat nach (-3,1 % gg. Vj.). • Die Auftragseingänge wachsen hingegen um 10,4 % gg. Vm. (+4,6 % gg. Vj.). • In der Automobilindustrie wird 2026 entscheidend sein, wie sich die Zollthematik in den USA entwickelt. Stützend wird der Nachfragestimulus durch die E-Auto-Förderung wirken. • Im Verbrennersegment dürfte die Irankrise belasten, sollte der Benzinpreis anhaltend steigen. Selbst bei einer Beruhigung der Lage im Nahen Osten könnte die aktuelle Situation die Verbraucher verunsichern, möglicherweise aber die Mobilitätswende hin zu alternativen Antrieben beschleunigen. Branchen-Update | 09.03.2026 Helaba Neue Mainzer Straße 52 – 58 60311 Frankfurt am Main T +49 69 / 91 32-01 F +49 69 / 29 15-17 Bonifaciusstraße 16 99084 Erfurt T +49 3 61 / 2 17-71 00 F +49 3 61 / 2 17-71 01 www.helaba.com 13 Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Ansprechpartner Adrian Keppler Senior Economist Branchenanalyse Helaba Research &amp; Advisory Tel.: 069 / 91 32-41 83 adrian.keppler@helaba.de Redaktion: Dr. Stefan Mitropoulos

Im Januar gibt die Industrieproduktion nach. Im weniger volatilen Dreimonatstrend erweist sie sich als stabiler. Die Auftragseingänge sind gesunken, was dem Rebound der Großaufträge des Vormonats zuzuschreiben ist. Das Industriejahr 2026 startet damit verhalten. Die Entwicklungen in Nahost können den weiteren Jahresverlauf negativ beeinflussen.
