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title: "Aktienmarkt Aktuell: ....unter Eigenbeschuss"
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updated: 2026-09-28
keywords: Aktien
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# Aktienmarkt Aktuell: ....unter Eigenbeschuss

Helaba Volkswirtschaft/Research AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 2. AUGUST 2019 · © H ELA B A 1 2. August 2019 Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegen- wärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die An- gaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Voll- ständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr überneh- men können. Sämtliche in dieser Publikation getroffe- nen Angaben dienen der In- formation. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfeh- lung für Anlageentscheidun- gen verstanden werden. AUTOR Markus Reinwand, CFA Telefon: 0 69/91 32-47 23 research@helaba.de REDAKTION Claudia Windt HERAUSGEBER Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirt/ Leitung Research Helaba Landesbank Hessen-Thüringen MAIN TOWER Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main Telefon: 0 69/91 32-20 24 Telefax: 0 69/91 32-22 44 S&amp;P 500 unter Eigenbeschuss Die Fed hat geliefert, auch wenn ihr geldpolitischer Ausblick manche Marktteilnehmer zunächst enttäuschte. Es hätte eigentlich eine gute Woche für Aktien werden können. Angesichts der jüngsten Zuspitzung im Handelsstreit mit China herrscht nun aber Katerstimmung statt Feier- laune. Bewertung und Stimmung im Überblick Kurs-Gewinn-Verhältnis\*: aktuell (rot), Mittelwert (blau), 10-Jahres-Spanne (hellblau) Dividendenrendite\* (%):aktuell (rot), Mittelwert (blau), 10-Jahres-Spanne (hellblau) Implizite Aktienvolatilität\*\* (%):aktuell (rot), Mittelwert (blau), 10-Jahres-Spanne (hellblau) \* auf Basis der Konsensschätzungen für die kommenden 12 Monate \*\* niedriger Wert: Sorglosigkeit; hoher Wert: Panik Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Nikkei 225 S&amp;P 500 Dow Jones EURO STOXX 50 DAX 14,9 16,8 15,8 13,1 12,7 0 5 10 15 20 25 30 Nikkei 225 S&amp;P 500 Dow Jones EURO STOXX 50 DAX 2,2 2,1 2,5 3,9 3,5 0 1 2 3 4 5 6 7 8 15,6 17,9 17,8 13,7 14,5 -20 0 20 40 60 80 100 DAX EURO STOXX 50 S&amp;P 500 Nikkei 225 Dow Jones AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 2. AUGUST 2019 · © H ELA B A 2 Die US-Notenbank hat auf ihrer letzten Sitzung den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt. Dennoch reagierten Aktienanleger zunächst enttäuscht. Fed-Chef Powell ließ zwar die Tür für eine weitere Lockerung offen, signalisierte aber auch, dass dies nicht der Auftakt zu einem ausgedehnten Zins- senkungszyklus war. Was bedeutet dies für Aktien? Grundsätzlich gilt: Zinssenkungen gibt es nicht für lau! Die Zinsen werden nur dann gelockert, wenn Gefahren für das Wachstum bestehen. Dann würden aber auch die Unternehmensgewinne unter Druck geraten. Wie sich Aktien in einem sol- chen Umfeld schlagen, hängt davon ab, welcher Effekt überwiegt: der positive sinkender Zinsen oder der negative rückläufiger Unternehmensgewinne. Seit 1987 gab es sechs Zinssenkungsphasen, drei relativ kurze (1987, 1995, 1998) und drei lange (1989, 2001, 2007). Letztere gingen jeweils mit Rezessionen einher. Wie reagierten Aktien in die- sen Phasen? Zwölf Monate nach der ersten Zinssenkung notierte der S&amp;P 500 in vier von sechs Fällen zum Teil deutlich im Plus. Lediglich in den Zyklen 2001 und 2007 mussten Aktien trotz mas- siver Zinssenkungen deutliche Kurseinbußen hinnehmen. Vereinfacht kann man also sagen: Kommt es zu einer Rezession, stehen auch die Chancen für Aktien schlecht. Waren die Zinssen- kungen dagegen lediglich Versicherungsschritte gegen einen Abschwung, wie dies offenbar auch derzeit der Fall ist, legte der S&amp;P 500 zu. Zinssenkungsphasen zumeist positiv für Aktien Bewertung zeigt Parallelen zu 1998 %-Veränderung seit erster Zinssenkung Abweichung vom Mittel in Standardabweichungen Index, log. Skala \* gestrichelt = keine Rezession Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research \* Mittelwert aus Shiller-KGV, Q-Ratio und Marktkapitalisierung/Bruttoproduktionswert Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Daher werden Erinnerungen an 1995 und 1998 wach. Nach diesem Kursmuster könnte der S&amp;P 500 auf Sicht der kommenden zwölf Monate noch rund 25 % zulegen. Wie realistisch ist aber ein derart deutlicher Anstieg? Unter Bewertungsgesichtspunkten ist die aktuelle Situation nicht mit 1995 zu vergleichen, da der S&amp;P 500 damals noch deutlich günstiger war als heute. Bliebe noch 1998 als Referenzzyklus. Damals war der S&amp;P 500 ähnlich hoch bewertet. Dennoch konnten Ak- tien bis Frühjahr 2000 zulegen. Globalisierungsboom und New Economy-Fantasie entfachten eine Spekulationsblase. Dem folgte eine Halbierung des S&amp;P 500 bis Herbst 2002. Eine Wiederholung ist somit weder wünschenswert noch sonderlich wahrscheinlich. Schließlich fehlt diesmal eine positive Investmentidee. Vielmehr hängen ein drohender Handelskrieg und zunehmender Protekti- onismus wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Dagegen sprechen Anlagenotstand und die gegenüber Staatsanleihen noch günstige Bewertung selbst von US-Dividendentiteln für weiter steigende Notierungen. Die große Unbekannte ist und bleibt aber das Thema Handelsstreit. Weite- re Eskalationsstufen könnten Aktien vermutlich nicht verkraften. -30 -20 -10 0 10 20 30 40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 2001 1989 2007 1995 1998 1987 S&amp;P 500 in Zinssenkungsphasen\* erste Zinssenkung +6M +12M -6M 10 100 1000 10000 -2,0 -1,5 -1,0 -0,5 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 51 55 59 63 67 71 75 79 83 87 91 95 99 03 07 11 15 19 S&amp;P 500 (rechte Skala) US-Bewertungsindikator\* (linke Skala) aktueller Jahresultimo Vormonat Stand\* Q3/2019 Q4/2019 Q1/2020 Q2/2020 (Index) DAX 16,0 -2,9 12.253 12.700 13.000 13.200 13.500 Euro Stoxx 50 16,3 -1,4 3.490 3.550 3.600 3.650 3.700 Dow Jones 14,0 -1,4 26.583 27.300 27.500 27.800 28.000 S&amp;P 500 17,8 -1,4 2.954 3.030 3.050 3.075 3.100 Nikkei 225 7,6 -0,4 21.541 22.000 22.500 23.000 23.500 \* 01.08.2019 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Veränderung seit ... (in Landeswährung, %) Helaba-Prognosen Basisszenario Handelskonflikt als Damoklesschwert Geldpolitik spricht für Aktien AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 2. AUGUST 2019 · © H ELA B A 3 DAX-Monitor Aktueller Kurs in Relation zur 52-Wochen Hoch-Tief-Spanne Schlusskurse 01.08.2019 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research 0% 25% 50% 75% 100% DAX PRICE INDEX COVESTRO AG ADIDAS AG ALLIANZ SE-VINK BASF SE BAYER AG-REG BEIERSDORF AG BAYER MOTOREN WK CONTINENTAL AG DAIMLER AG DEUTSCHE BOERSE DEUTSCHE BANK-RG DEUTSCHE POST-RG DEUTSCHE TELEKOM E.ON SE FRESENIUS MEDICA FRESENIUS SE &amp; C HEIDELBERGCEMENT HENKEL AG -PFD INFINEON TECH DEUTSCHE LUFT-RG LINDE PLC MERCK KGAA MUENCHENER RUE-R RWE AG SAP SE SIEMENS AG-REG THYSSENKRUPP AG VONOVIA SE VOLKSWAGEN-PREF WIRECARD AG Tief Hoch AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 2. AUGUST 2019 · © H ELA B A 4 EURO STOXX 50-Monitor Aktueller Kurs in Relation zur 52-Wochen Hoch-Tief-Spanne Schlusskurse 01.08.2019 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research 0% 25% 50% 75% 100% Euro Stoxx 50 Pr ANHEUSER-BUSCH I KONINKLIJKE AHOL ADIDAS AG AIR LIQUIDE SA AIRBUS SE ALLIANZ SE-VINK AMADEUS IT GROUP ASML HOLDING NV BASF SE BAYER AG-REG BBVA BAYER MOTOREN WK DANONE BNP PARIBAS CRH PLC AXA DAIMLER AG VINCI SA DEUTSCHE POST-RG DEUTSCHE TELEKOM ESSILORLUXOTTICA ENEL SPA ENGIE ENI SPA TOTAL SA FRESENIUS SE &amp; C SOC GENERALE SA IBERDROLA SA ING GROEP NV INTESA SANPAOLO INDITEX KERING LINDE PLC LVMH MOET HENNE MUENCHENER RUE-R NOKIA OYJ L'OREAL ORANGE KONINKLIJKE PHIL SAFRAN SA SANOFI BANCO SANTANDER SAP SE SIEMENS AG-REG SCHNEIDER ELECTR TELEFONICA UNILEVER NV UNIBAIL-RODAMCO- VIVENDI VOLKSWAGEN-PREF Tief Hoch AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 2. AUGUST 2019 · © H ELA B A 5 Dow Jones Industrials-Monitor Aktueller Kurs in Relation zur 52-Wochen Hoch-Tief-Spanne Schlusskurse 01.08.2019 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research  0% 25% 50% 75% 100% DOW JONES INDUS. AVG APPLE INC AMERICAN EXPRESS BOEING CO/THE CATERPILLAR INC CISCO SYSTEMS CHEVRON CORP WALT DISNEY CO DOW INC GOLDMAN SACHS GP HOME DEPOT INC IBM INTEL CORP JOHNSON&amp;JOHNSON JPMORGAN CHASE COCA-COLA CO/THE MCDONALDS CORP 3M CO MERCK &amp; CO MICROSOFT CORP NIKE INC -CL B PFIZER INC PROCTER &amp; GAMBLE TRAVELERS COS IN UNITEDHEALTH GRP UNITED TECH CORP VISA INC-CLASS A VERIZON COMMUNIC WALGREENS BOOTS WALMART INC EXXON MOBIL CORP Tief Hoch

Die Fed hat geliefert. Es hätte eigentlich eine gute Woche für Aktien werden können. Angesichts der jüngsten Zuspitzung im Handelsstreit mit China herrscht nun aber Katerstimmung statt Feierlaune.
