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title: "Im Fokus: Credits - Europäische Banken: Rasch steigende Zinsüberschüsse im zweiten Quartal 2022"
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updated: 2026-09-28
keywords: Renten, Marktanalysen, Im Fokus: Credits & Covered Bonds
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# Im Fokus: Credits - Europäische Banken: Rasch steigende Zinsüberschüsse im zweiten Quartal 2022

Im Fokus: Credits 16. August 2022 Im Fokus: Credits 16. August 2022 © Helaba | Volkswirtschaft/Research | 16. August 2022 1 von 3 | Volkswirtschaft/Research © Helaba | Volkswirtschaft/Research | 16. August 2022 1 von 3 Europäische Banken: Rasch steigende Zinsüberschüsse im zweiten Quartal 2022 In der nunmehr weitgehend abgeschlossenen Berichtssaison für das 2. Quartal 2022 zeig- ten die europäischen Banken erfreulich stabile Bonitätskennzahlen. Die Gewinne waren recht stabil; die Ergebnisse der meisten Banken lagen sogar über den von Bloomberg erho- benen Konsens-Erwartungen. Mut macht vor allem, dass die Outperformance durch qualitativ hochwertige Ertragskom- ponenten und robust niedrige Problemkreditquoten getragen war. Steigende Zinsmargen im geänderten Zinsumfeld und das weiterhin robuste Kreditwachstum beflügelten zuletzt die Zinsgewinne. Der Zinsüberschuss bei einer Auswahl von uns beobachteter großer Ban- ken lag im 2. Quartal 2022 in Summe 16 % über dem 2. Quartal 2021. Dies kompensierte von fallenden Anleihe-Bewertungen belastete Handelsgewinne. Die Kosten blieben trotz enormer Investitionen in Digitalisierung und Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft gut unter Kontrolle. Viele Banken rechnen jedoch mit einer Eintrübung des wirtschaftlichen Umfeldes und zeigen sich daher besorgt über die Gewinnaussichten. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank etwa, Christian Sewing, sagte: "Die kommenden Monate werden herausfordernd bleiben. Es gibt Grund zu der Annahme, dass die Dinge wirtschaftlich noch schwieriger werden". Während die Häuser in der COVID-Krise zusätzlich gebildete Vorsorgerückstellungen für Kreditrisiken teils auflösen konnten, widmeten einige von ihnen entsprechende Positionen in Rückstellungen aufgrund gestiegener Rezessionsrisiken um. Bei manchen Instituten kamen Sonderbelastungen, etwa zusätzliche Kreditrisikorückstellungen wegen CHF-Krediten in Polen bei der Banco Santander, hinzu. Viele Häuser bereiten sich auf einen Anstieg der Kreditausfälle spätestens im Jahr 2023 vor. Dr. Susanne Knips Senior Credit Analyst T. 0 69/91 32-32 11 Zinsanstieg überraschend stark Gewinne stabil Mrd. EUR Mrd. EUR Mrd. EUR % \*Auswahl europäischer Banken (Banco Santander, BBVA, Commerzbank, Deutsche Bank, ING Group, Nordea, Unicredit, SEB, Swedbank) Quellen: Bloomberg, Helaba Research &amp; Advisory \*Auswahl europäischer Banken (ABN AMRO, Banco Santander, BBVA, BNP Paribas, Commerzbank, Deutsche Bank, ING Group, Nordea, Unicredit, SEB, Société Gé- nérale, Swedbank) Quellen: Bloomberg, Helaba Research &amp; Advisory 2 3 4 5 6 7 8 9 10 15 17 19 21 23 25 27 29 Q1/20 Q2/20 Q3/20 Q4/20 Q1/21 Q2/21 Q3/21 Q4/21 Q1/22 Q2/22 Zinsüberschuss (l.A.) Kreditrisikokosten (r.A.) -6 -4 -2 0 2 4 6 8 10 -10 -5 0 5 10 15 Q1/20 Q2/20 Q3/20 Q4/20 Q1/21 Q2/21 Q3/21 Q4/21 Q1/22 Q2/22 Gewinn (l.A.) Eigenkapitalrendite (r.A.) Dr. Susanne Knips Senior Credit Analyst T. 0 69/91 32-32 11 Im Fokus: Credits © Helaba | Research &amp; Advisory | 16. August 2022 2 von 3 Immerhin verfügt die Branche über sehr solide Eigen- kapitalquoten als Folge der strengen Regulierungs- maßnahmen im letzten Jahrzehnt, so dass sie insge- samt gut gegen Ausfallrisiken gewappnet ist. Ferner ist das direkte Russland-/Ukraine-Engagement bezo- gen auf den gesamten Sektor relativ gering (siehe „Europäische Banken: Ukraine-Krise belastet Aus- blick vor allem indirekt“ vom 28.2.2022). Bisher blie- ben die Problemkreditquoten erfreulich niedrig. Im Gesamtjahr 2022 dürften die Gewinne europäi- scher Banken gemäß unserer Erwartung nochmals re- lativ robust ausfallen. Die höheren Zinsen bleiben ein wesentlicher Treiber beim Zinsüberschuss und sollten nach und nach wegfallende Zusatzerträge aus dem längerfristigen Refinanzierungsprogramm der EZB TLTRO mehr als ausgleichen. Beim aktuellen Mix aus Rezessi- ons- und Inflationssorgen gehen wir jedoch ebenfalls von einem schwierigeren Geschäftsumfeld und einem An- stieg der Kreditausfälle ab 2023 aus. Langfristige Zinsen zuletzt wieder rückläufig % % Quellen: Refinitiv, Helaba Research &amp; Advisory -1 0 1 2 3 4 -1 0 1 2 3 4 BMUS10Y(RY) BMUK10Y(RY) BMBD10Y(RY) Im Fokus: Credits © Helaba | Research &amp; Advisory | 16. August 2022 3 von 3 Neues von Research &amp; Advisory Links zu kürzlich erschienen Analysen  European Covered Bonds: Zentrale Website bringt Klarheit  Corporate Schuldschein: Live-Deals – Hilfreicher Indikator für das Emissions-Timing  Primärmarkt-Update EUR Benchmark Bankanleihen: 2. Quartal 2022  Europäische Banken: Klima-Stresstest zeigt weiteren Handlungsbedarf  Weitere Publikationen Herausgeber und Redaktion Helaba Research &amp; Advisory Redaktion: Stefan Rausch Verantwortlich: Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirtin/ Head of Research &amp; Advisory Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main Tel. 069/91 32-20 24 Internet: http://www.helaba.de Disclaimer Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch le- diglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zu- künftigen Marktverhältnissen. Die Anga- ben beruhen auf Quellen, die wir für zu- verlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämt- liche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dür- fen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Hier können Sie sich für unsere Newsletter anmelden: https://news.helaba.de/research/

Rückblick auf das 2. Quartal 2022: Gewinne erfreulich stabil. Überraschend starker Zinsüberschuss. Sorgen über den wirtschaftliche Ausblick belasten.
