---
title: "Im Fokus Credits: Europäische Banken - ESG-Offenlegung gewinnt an Profil"
url: https://www.helaba.com/de/im-fokus-credits-europaeische-banken-esg-offenlegung-gewinnt-profil
type: dd_research
language: de
updated: 2026-09-28
keywords: Renten, Marktanalysen, Im Fokus: Credits & Covered Bonds
---

# Im Fokus Credits: Europäische Banken - ESG-Offenlegung gewinnt an Profil

Im Fokus: Credits 28. November 2023 © Helaba | Research &amp; Advisory | 28. November 2023 1 von 9 Research &amp; Advisory Europäische Banken ESG-Offenlegung gewinnt an Profil Die Integration von Klimazielen in Strategie, Governance und Offenlegung der am Kapi- talmarkt aktiven Großbanken schreitet erfreulich voran. Gleichzeitig gewinnen die re- gulatorischen Rahmensetzungen zunehmend an Profil. Zum Jahreswechsel stehen we- sentliche Meilensteine zur weiteren Erhöhung der Transparenz an (u.a. Veröffentli- chung der Green Asset Ratio). In der vorliegenden Studie beleuchten wir die aktuellen regulatorischen Entwicklungen und gehen der Frage nach, wie die Banken diese umset- zen. Fazit: Die Häuser berichten inzwischen umfangreich über geplante Neugeschäftsvolumina bei nachhalti- gen Aktivitäten und die Reduktion von CO2-Emissionen innerhalb ihrer Kredit- und Anlageportfolien. Die nächste Entwicklungsstufe könnten weiterführende Erläuterungen der Auswirkungen auf Erträge und Kosten darstellen. Jüngste regulatorische Entwicklungen EBA erteilt zusätzlichen Eigenkapitalanforderungen Absage Die in den letzten Jahren diskutierte Berücksichtigung von ESG-Themen bei den regulatorischen Mindestkapital- anforderungen für Banken – Stichwort Green Supporting Factor – ist vom Tisch. Im Oktober 2023 hat die Europäi- sche Bankenaufsichtsbehörde EBA nach mehrjähriger Prüfung ihren Abschlussbericht zur Einbeziehung von Um- welt- und Sozialrisiken bei den Eigenkapitalvorschriften für Banken vorgelegt. Darin kommt die Behörde zu dem Schluss, dass es keinen klaren Zusammenhang zwischen E&amp;S-Faktoren und traditionellen finanziellen Risiko- kategorien gibt, so dass sie von einer verpflichtenden Berücksichtigung entsprechender Risiken bei den regulato- rischen Eigenkapitalkennzahlen absieht. Dies ändere allerdings nichts daran, dass E&amp;S-Faktoren zu finanziellen Risiken führen könnten und im Rahmen der Kreditrisikobewertung zu berücksichtigen seien. Ebenso sind die Ra- ting-Agenturen angehalten, relevante E&amp;S-Faktoren in ihre Methoden einzubeziehen und deren Auswirkungen auf die Ratings offenzulegen. Die EBA sorgte somit für die lang erwartete Klarheit bezüglich der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen. Umso mehr stehen u.E. nunmehr erneut Transparenz und Offenlegung von ESG-Aktivitäten und -risiken im Fokus. Mit der erstmaligen Veröffentlichung der Green Asset Ratio (GAR) für das Geschäftsjahr 2023, der Ablösung der Task Force on Climate Related Financial Disclosures (TCFD) durch das International Sustainability Standards Board (ISSB) und der fortschreitenden Umsetzung der Corporate and Sustainability Reporting Directive (CSRD) stehen zum Jahreswechsel wesentliche Meilensteine auf dem Weg zu mehr Transparenz und Offenlegung über ESG-bezogene Themen im Bankensektor an. Nachfolgend gehen wir näher auf diese Entwicklungen ein. Wir zeigen dabei insbesondere, wie die Institute die steigenden Transparenzanforderungen von Regulatoren und Marktteil- nehmern umsetzen. Unsere nachfolgenden Beobachtungen beziehen sich auf große börsengelistete Institute, die Mitglieder der Net-Zero Banking Alliance (NZBA) sind. Die 2021 von den Vereinten Nationen einberufene NZBA ist eine Gruppe führender Banken, die sich der Finanzierung ehrgeiziger Klimaschutzmaßnahmen verschrieben haben, um die Re- alwirtschaft bis 2050 auf Netto-Null-Treibhausgasemissionen umzustellen. Dr. Susanne Knips Senior Credit Analyst T 069/91 32-32 11 Im Fokus: Credits – Europäische Banken © Helaba | Research &amp; Advisory | 28. November 2023 2 von 9 Für Banken bei ESG verschiedene Offenlegungs-Rahmenwerke relevant Große kapitalmarktorientierte Banken stellen, unter anderem im Rahmen ihrer Investoren-Präsentationen zu den Quartalsberichten, regelmäßig Informationen zu ihren ESG-Aktivitäten und -Maßnahmen zur Verfügung. Während Governance-Themen für Banken von jeher von zentraler Bedeutung sind, rücken auch soziale und Umweltthemen zunehmend in den Fokus; vor allem letzteren werden in den Präsentationen immer mehr Seiten gewidmet. Diese geben gemäß unserer Beobachtung zum einen Aufschluss über die grünen Geschäftsaktivitäten, also die Finanzie- rung nachhaltiger Aktivitäten zur Unterstützung der Transformation der Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zum anderen stellen die Häuser Informationen über die Fortschritte bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes in- nerhalb des Kreditengagements an Treibhausgas intensive Sektoren wie Energie und Immobilienwirtschaft bereit; sie folgen damit den selbstverpflichtenden Anforderungen der NZBA. Wesentliche Anforderungen an die ESG-Offenlegung ergeben sich für Banken aus der sektorspezifischen Rahmen- setzung (insbesondere CRR/CRD). Darüber hinaus gelten für sie auch Regeln, die von allen Unternehmen – also auch Nicht-Finanzinstituten –anzuwenden sind (CSRD). Ein kurzer Blick zurück – weltweite Klimaziele als Basis der ESG-Maßnahmen Initialzünder für die weltweit vielfältigen Initiativen und Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissio- nen (Greenhouse Gas - GHG) war die UN-Klimakonferenz von Paris im Dezember 2015. Im sogenannten Paris-Ab- kommen einigten sich 195 Staaten weltweit auf das Ziel, die Erderwärmung gegenüber vorindustriellen Werten auf deutlich unter 2 °C (möglichst 1,5 °C) zu begrenzen. In Europa folgte 2019 der European Green Deal, der nach weiterer Schärfung u.a. eine Senkung des CO2-Ausstoßes um mindestens 55 % bis 2030 gegenüber 1990 vor- sieht. Die EU-Kommission hatte bereits im März 2018 ihren Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums vor- gelegt. Als Kernziele wurden die Lenkung von Kapitalströmen hin zu nachhaltigen Investitionen, die Berücksichti- gung von finanziellen Risiken aus Klimawandel, Ressourcenknappheit und sozialen Problemen beim Risikoma- nagement und die Förderung der Transparenz formuliert. Teil des Maßnahmenkatalogs der EU-Kommission vom Mai 2018 zur Umsetzung des Aktionsplans war u.a. der Auftrag zur Entwicklung eines einheitlichen Klassifizie- rungssystems für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten (Taxonomie). Mit der Taxonomie-Verordnung (Taxonomie VO) vom Juni 2020 wurde hierfür die Basis gelegt (zur Taxonomie-VO und den daraus folgenden Delegierten Rechtsakten siehe ausführlich „Europäische Banken: Aktivitäten werden immer grüner“ vom 27.4.2022) Bankenspezifische Offenlegungspflicht nach CRR Große Institute, die zum Handel an einem geregelten Markt zugelassene Wertpapiere emittiert haben, müssen bereits seit Ende Juni 2022 Informationen zu ESG-Risiken einschließlich physischer Risiken und Transformations- risiken offenlegen (Artikel 449a CRR1). Dies ist inzwischen halbjährlich umzusetzen. Die quantitativen Angaben erfolgen zunächst für Klima- und Umweltrisiken, da hierfür bereits die Taxonomie vorliegt. Qualitativ wird darin aber auch bereits auf Geschäftsstrategie, Governance und Risikomanagement eingegangen. Erstmals für das Geschäftsjahr 2023 besteht für die Institute eine volle Meldepflicht über ihre Green Asset Ratio (GAR). Mit dieser Offenlegung der sogenannten Taxonomie-Konformität setzen sie Kundenengagements im Sinne der EU-Taxonomie ins Verhältnis zu ihrem Gesamtportfolio2. Diese Vermögenswerte beziehen sich auf Akti- vitäten, die einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem der sechs Umweltziele leisten, den anderen Umwelt- zielen keinen erheblichen Schaden zufügen und bestimmte soziale Mindestanforderungen erfüllen. Bereits für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 waren die Institute zum Ausweis einer Taxonomie-Fähigkeitsquote verpflichtet. 1 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanz-VO) 2 Entsprechend Taxonomie VO und Delegierte Rechtsakte Im Fokus: Credits – Europäische Banken © Helaba | Research &amp; Advisory | 28. November 2023 3 von 9 Taxonomie Offenlegung am Beispiel der schwedischen SEB Assets\* Assets bn SEK 2022 Share of covered assets % Share of total assets % Exposures to Taxonomy-eligible economic ac- tivities\*\* 708.3 33 22 Exposures to Taxonomy non-eligible eco- nomic activities\*\* 133.7 6 4 Exposures to non-NFRD undertakings\*\*\* 1,266.1 58 40 Derivatives, hedge accounting 0.2 0 0 On demand inter-bank loans 4.6 0 0 Other assets 59.5 3 2 Exposures to central governments, central banks and supranationals 537.3 17 Trading portfolio (including derivatives ex- cluding hedge accounting) 440.4 14 Total assets 3,150.1 100 \* The Taxonomy disclosures are based on the scope of prudential consolidation as defined in the Regulation (EU) No 575/2013, Title II, Chapter 2, Section 2; the SEB Group's insurance companies are included according to the equity method instead of full consolidation \*\* Reported only to the extent data is reported for the underlying economic activity \*\*\* Undertakings not obliged to report according to NFRD (non-NFRD) are undertakings other than large (&gt;500 employees) listed or public-interest companies Quellen: SEB Annual and Sustainability Report 2022, Helaba Research &amp; Advisory Die Aussagekraft der GAR ist aber gemäß unserem Verständnis noch relativ begrenzt. So bildet die Taxonomie nur einen Teil der Realwirtschaft ab. Eine große Herausforderung besteht auch in der Datenbeschaffung, zumal viele Unternehmenskunden bisher selbst nicht zur Offenlegung ihrer Klimarisiken verpflichtet sind und damit nicht in die Berechnung der GAR einbezogen werden (siehe nächstes Kapitel zur CSRD). Hinzu kommen methodi- sche Einschränkungen, bspw. gehen etwa Interbankenkredite nur in den Nenner der Quote ein. Insgesamt rechnen wir mit GARs im einstelligen Bereich. Von Interesse könnte allerdings der Vergleich zur Fähigkeitsquote aus dem Vorjahr werden, da dieser zumindest Aufschluss über den Fortschritt der einzelnen Institute beim Ausbau ihrer grünen Aktivitäten gibt. Um ein besseres Bild über die Taxonomie-konformen Kreditengagements der Banken zu erhalten, hat die EBA die zusätzliche Einführung einer Banking Book Taxonomy Alignment Ratio (BTAR) vorgeschlagen. Diese Quote schließt ausdrücklich Engagements gegenüber Unternehmen ein, die nicht unter die CSRD fallen. Banken könnten die BTAR dann – nach bilateraler Beschaffung der erforderlichen Daten – auf freiwilliger Basis veröffentlichen, um Vermögenswerte im Sinne der Taxonomie-VO nachzuweisen, auch wenn die betreffenden Unternehmen ihrerseits nicht (bzw. noch nicht) berichtspflichtig sind. Berichtspflichten nach CSRD/ESRS, die für alle Unternehmen gelten Große kapitalmarktorientierte Banken und Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern müssen bereits seit gerau- mer Zeit offenlegen, inwieweit ihre Geschäftsaktivitäten den Klimazielen der Taxonomie-VO entsprechen. Im De- zember 2022 wurde die CSRD3 verabschiedet, seit 5.1.2023 ist sie in Kraft. Sie trat an die Stelle der Non-Financial Reporting Directive4 (NFRD). Unternehmen, die bisher nach NFRD offenlegen mussten, tun dies ab 2024 unter der CSRD. Ab 2025 folgen andere große Unternehmen, ab 2026 auch gelistete Kleine und Mittlere Unternehmen. Für Nicht-EU Unternehmen gilt die Offenlegung entsprechend CSRD ab 2028. Der Kreis der berichtspflichtigen Unter- nehmen erhöht sich somit von aktuell rund 11.000 auf 49.000. Banken wird es somit zunehmend erleichtert, ESG- Daten und -Fakten zu ihren Kreditengagements zu erheben. Die bereitzustellenden Informationen beziehen sich auf die volle ESG-Bandbreite. Darzulegen sind im Sinne der doppelten Materialität Auswirkungen von ESG-Faktoren auf die Unternehmen (Outside-in) einerseits und des Un- ternehmens auf Umwelt und Gesellschaft (Inside-out) andererseits. Die Angaben sollen von Wirtschaftsprüfern geprüft werden. Ab 2027/28 sollen die Daten innerhalb des European Single Access Point digital erfasst werden, mit kostenfreiem Zugang. Dies wird die Datenverfügbarkeit weiter verbessern. 3 Richtlinie (EU) 2022/2462 4 Richtlinie 2013/24/EU Im Fokus: Credits – Europäische Banken © Helaba | Research &amp; Advisory | 28. November 2023 4 von 9 Auch bei der Vereinheitlichung der Berichts-Standards gibt es vielversprechende Fortschritte. So gibt es seit Jah- ren einige Richtlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Eine der am weitesten verbreiteten globalen Rah- menwerke sind die GRI-Standards der Global Reporting Inititiative. 2015 wurde die Task Force on Climate Related Financial Disclosures (TCFD) vom Financial Stability Board in Basel (FSB) ins Leben gerufen, um die Transparenz zu erhöhen. Sie dient ebenso vielen großen kapitalmarktorientierten Banken als Grundlage für ihre Nachhaltigkeits- berichtserstattung. Auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow 2021 kündigte das Kuratorium der IFRS Foundation das International Sustainability Standards Board (ISSB) an; dieses wird 2024 die TCFD ablösen. Unternehmen, die der CSRD unterliegen, müssen nach den entsprechenden Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (Eu- ropean Sustainability Reporting Standards – ESRS) berichten.5 In Europa dürften die ESRS daher wohl auch die GRI als Goldstandard im Nachhaltigkeits-Reporting ablösen. Im Einklang mit der TCFD und dem ISSB liegen inzwischen auch Offenlegungsempfehlungen der Taskforce on Nature-related Financial Disclosure (TNFD) vor, die Empfeh- lungen und Leitlinien für das Risikomanagement und die Offenlegung hinsichtlich von Biodiversität bieten. Einblicke in die Offenlegung der Banken Berichterstattung zur grünen Aktivitäten und TCFD Laut dem im Oktober 2023 von der TCFD letztmals veröffentlichten Statusbericht nimmt der Anteil der börsenno- tierten Unternehmen, die TCFD-konforme Informationen offenlegen, fortlaufend zu, jedoch seien weitere Fort- schritte erforderlich. Für das Geschäftsjahr 2022 legten 58 % der Unternehmen mindestens fünf der 11 empfohle- nen Angaben offen, gegenüber 18 % im Jahr 2020; allerdings legten nur 4 % alle 11 Angaben offen. Für den Ban- kensektor bestätigen diese Ergebnisse gemäß unserem Verständnis das allgemeine Bild. Vor allem bei Informatio- nen zu Strategie und Risikomanagement liegen die Anteile bei den 235 im Bericht untersuchten großen Banken leicht über den Ergebnissen für alle Sektoren. Fortschritte bei der ESG-Offenlegung von Banken TCFD-Systematik Quellen: TCFD 2023 Status Report, Helaba Research &amp; Advisory 5 Am 31. Juli 2023 beschloss die EU-Kommission die verpflichtende Einführung der ESRS für alle Unternehmen, die der CSRD unterlie- gen. Im Fokus: Credits – Europäische Banken © Helaba | Research &amp; Advisory | 28. November 2023 5 von 9 Moody’s Investors Services kommt in einer Erhebung zu ähnlichen Ergebnissen. Demgemäß kommen 26 unter- suchte große Banken mit der Integration von Klima-Themen in Strategie und Governance erfreulich gut voran. Und auch die Offenlegung des CO2-Ausstoßes innerhalb der Kundenengagements schreitet voran. Integration von Klimafragen in Strategien und Unternehmensführung von Großbanken schreitet voran Offenlegung von Banken zu Klimarisiken, Anteil der Banken in % Quellen: Moody’s Investors Service, CDP, Helaba Research &amp; Advisory 69 85 81 92 96 96 100 100 100 50 65 92 31 23 8 0 20 40 60 80 100 0 20 40 60 80 100 2020 2021 2023 2020 2021 2023 2020 2021 2023 2020 2021 2023 Environmental achievements included in monetary incentives Board involved in managing climate risk Climate change is included in strategic choice Strategic statement with clear objectives related to climate issues yes partly no Banken berichten teils über die finanziellen Auswirkungen ihrer Klimastrategien Offenlegung von Banken zu Klimarisiken, Anteil der Banken in % Quellen: Moody’s Investors Service, CDP, Helaba Research &amp; Advisory 38 73 81 8 35 54 65 35 46 65 27 38 50 62 27 19 100 100 92 65 46 35 65 54 35 73 62 50 0 20 40 60 80 100 0 20 40 60 80 100 2020 2021 2023 2020 2021 2023 2020 2021 2023 2020 2021 2023 2020 2021 2023 Revenue increase through green financing Revenue impact of reducing high-crbon financing Revenue impact from direct climate risks Revenue impact from indirect climate risks Costs of managing climate change Disclosed Not disclosed Offenlegung von Kennzahlen zu Treibhausgasemissionen und -zielen schreitet voran Offenlegung von Banken zu Klimarisiken, Anteil der Banken in % Quellen: Moody’s Investors Service, CDP, Helaba Research &amp; Advisory 19 27 35 69 73 81 88 88 88 69 85 92 54 46 58 0 20 40 60 80 100 0 20 40 60 80 100 2020 2021 2023 2020 2021 2023 2020 2021 2023 2020 2021 2023 Carbon neutrality achieved GHG emissions disclosed at business, region or asst level GHG emissions scope 1, 2 and 3 disclosed Disclosure on GHG own emissions reduction target yes partly no Im Fokus: Credits – Europäische Banken © Helaba | Research &amp; Advisory | 28. November 2023 6 von 9 Umbau hin zu nachhaltigen Aktivitäten birgt Geschäftspotenzial Die TCFD überprüft die Angaben der Unternehmen zu wesentlichen klimabezogenen Themen und Schätzung der potenziellen finanziellen Auswirkungen nach Sektoren. 81 % der 235 Banken identifizieren wesentliche klimabe- zogene Risiken, 55 % gaben eine Schätzung der potenziellen finanziellen Auswirkungen an. Mit 73 % wurden po- litische Risiken mit Abstand am häufigsten genannt. Banken erkennen Klima-bezogene Risiken … Anteil der Unternehmen, die wesentliche klimabezogene Risiken identifiziert haben, % Banken (136) Alle Unternehmen (2.755) Transitorische Risiken Policy &amp; Legal 73 % 76 % Market 24 % 33 % Reputation 21 % 18 % Technology 12 % 14 % Physische Risiken Acute 65 % 56 % Chronic 22 % 30 % Quellen: TCFD 2023 Status Report, Helaba Research &amp; Advisory Die Häuser sehen aber auch ganz klar Chancen aus der Finanzierung nachhaltiger Aktivitäten. 80 % der 145 Ban- ken, die hierzu Auskunft gaben, identifizierten substanzielle Chancen im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen. … aber auch Chancen Anteil der Unternehmen, die wesentliche klimabezogene Chancen identifiziert haben, % Banken (145) Alle Unternehmen (2.675) Ressource Efficiency 32 % 38 % Energy Source 16 % 35 % Products &amp; Services 80 % 70 % Markets 39 % 24 % Resilience 5 % 11 % Quellen: TCFD 2023 Status Report, Helaba Research &amp; Advisory Net-Zero Banking Alliance mit ehrgeiziger Selbstverpflichtung Die Net-Zero Banking Alliance (NZBA) wurde von der United Nations Environment Programme Finance Initiative (UNEPFI) als Teil der Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ) ins Leben gerufen. Mit Unterzeichnung dieser Selbstverpflichtung schreiben sich Banken selbst vor, die betrieblichen und zurechenbaren GHG-Emissionen aus ihren Kredit- und Anlageportfolien so umzustellen, dass sie bis 2050 oder früher Netto-Null-Emissionen erreichen. Innerhalb von 18 Monaten nach dem Beitritt legen sie Ziele für 2030 oder früher und ein Ziel für 2050 fest, wobei ab 2030 alle 5 Jahre Zwischenziele anzusetzen sind. Die ersten Ziele konzentrieren sich auf Sektoren, in denen die Bank die größte Wirkung erzielen kann, d. h. die GHG-intensivsten Sektoren, in ihren Portfolien. Über den Stand der Emissionen sowie die Maßnahmen und Fortschritte bei ihrer Reduktion haben sich die NZBA-Teilnehmer zur Offenlegung verpflichtet. Im Fokus: Credits – Europäische Banken © Helaba | Research &amp; Advisory | 28. November 2023 7 von 9 Besondere Priorität bei den CO2-Reduktionszielen haben Energie- und Industriesektor. Laut einer vom Carbon Disclo- sure Project (CDP) gemeinsam mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman im Februar 2023 veröffentlichten Studie hatten rund die Hälfte der europäi- schen NZBA-Mitglieder bereits erste Ziele zur Reduktion der von ihnen mitfinanzierten Emis- sionen festgelegt. Die Erhebung bezog sich auf zum damalige Zeitpunkt insgesamt 50 große europäische NZBA-Mitglieder, deren Gesamtvermögenswerte sich auf 32,4 Mrd. EUR beliefen. Für Engagements im Energiesektor etwa bewegen sich die anvisierten Reduktionsziele bis 2030 in einer Spanne von 45 % bis 70 %. Fazit – Transparenz nimmt zu Die Offenlegung von ESG-bezogenen Informationen im Bankensektor schreitet stetig voran. Vor allem in Bezug auf klimabezogene Informationen nehmen Berichterstattung und Transparenz spürbar zu. Mit weiteren Meilen- steinen bei der Umsetzung von Offenlegungsstandards zum Jahreswechsel wird die Transparenz erneut erhöht. U.E. begrüßenswert ist insbesondere die fortschreitende Konsolidierung von Rahmenwerken und Standards, so dass sich aus der großen Anzahl von Initiativen und Maßnahmen führende Standards entwickeln und es zu mehr Übersichtlichkeit für nicht auf ESG-bezogene Themen spezialisierte Generalisten kommt. So stellen große kapitalmarktorientierte Banken inzwischen umfangreiche Informationen unter anderem zu den Zielen beim Neugeschäft mit grüner Ausrichtung, aus der Finanzierung der Transformation hin zu einer nachhalti- geren Wirtschaft resultierenden transitorischen und physischen Risiken und den damit verbundenen Chancen zur Verfügung. Die nächste Entwicklungsstufe könnten weiterführende Erläuterungen der Auswirkungen auf Erträge und Kosten darstellen. Ein Beispiel liefert die britische Standard Chartered plc, die mit ihren Angaben die externe Analyse erleichtert. Standard Chartered berichtet umfangreich über Erträge aus Sustainable Finance Sustainable Finance income by product\* 2022 Mio. USD 2021 Mio. USD 2022 vs. 2021 % Transaction Banking 80 32 150 Trade &amp; Working capital 60 25 140 Cash Management 20 7 186 Financial Markets 326 241 35 Macro Trading 54 21 157 Credit Markets 268 217 24 Financing &amp; Securities Ser- vices 4 3 33 Lending &amp; Portfolio Manage- ment 102 88 16 Total sustainable finance in- come by product 508 361 41 \* SF income is defined as portion of the Groups income, generated by products and service as approved by Sustainable Finance Governance Committee. This includes, interest and margin earned on assets as disclosure in the Green and Sustainable assets, and fees from advisory and hedging activities for clients ESG products. Quellen: Standard Chartered, Helaba Research &amp; Advisory NZBA-Banken mit Sektor spezifischen GHG-Zielen % der europäischen NZBA-Mitglieder mit Sektor spezifischen Emissionsreduktionszielen Quellen: CPD, Helaba Research &amp; Advisory 22% 22% 22% 25% 28% 41% 41% 50% 59% 66% Coal Cement Aviation Shipping Iron &amp; Steel Mortgages CRE Auto Oil &amp; Gas Power typische Ziele -45% bis 70% -30% bis 50% -35% bis 50% -35% bis 50% -40% bis 55% -30% bis 35% -25% bis 30% -30% bis 60% -20% bis 50% -70% bis 100% Im Fokus: Credits – Europäische Banken © Helaba | Research &amp; Advisory | 28. November 2023 8 von 9 Die weitere Quantifizierbarkeit der Auswirkungen aus der grünen Transformation ist für externe Bilanzleser von großem Interesse. Bei der Datenerhebung gibt es hierbei noch zahlreiche Hindernisse, die mit der fortschreiten- den Umsetzung der CSRD in den nächsten Jahren weiter reduziert werden. Auch die für 2023 erstmals vollumfäng- lich zu veröffentlichten GAR bringt weitere Transparenz zu den Engagements der Banken, allerdings nur für einen relativ geringen Teil des Gesamtvolumens. Neben den Risiken und Kosten bietet die grüne Transformation den Instituten auch interessantes Geschäftspotenzial. Anhang Standards and requirements for climate-related reporting Standard setter Task Force on ClimateRelated Financial Disclosures (TCFD) International Sustainability Standards Board (ISSB) EU, through the Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) EU, through the Capital Requirements Regulation (CRR) Geographical scope Global recom- mendations for reporting on climate risks Global standards for sustainability reporting European standards for sustainability reporting European requirements for reporting on climate risks (Pillar 3 report) Mandatory reporting No (voluntary) Yes (for those coun- tries that adopt the standard) Yes Yes Implementation 2017. A deadline of five years applies to the commitment of an individual company. Completed in 2023, and will enter into force on 1 January 2024. Implementation takes place thereafter. Phased implementa- tion based on the size of the companies. First reporting in 2025 (for the financial year 2024). Phased implementa- tion of the various re- porting requirements. First reporting Phased implementa- tion of the various re- porting requirements. First reporting in 2023. Quellen: Swedish FSA, Helaba Research &amp; Advisory Im Fokus: Credits – Europäische Banken © Helaba | Research &amp; Advisory | 28. November 2023 9 von 9 Neues von Research &amp; Advisory Links zu von uns veröffentlichten Analysen  ESG-Ratings: Relevanz, Regulierung und Reaktionen  Social und Sustainability Bonds: ICMA-Leitlinien – Die Kür macht den Unterschied  Die Rendezvous-Clause: Ein sinnvoller Zwischenschritt zur ESG-Zinskopplung  Europäische Banken: Klima-Stresstest zeigt weiteren Handlungsbedarf  Europäische Banken: Aktivitäten werden immer grüner Herausgeber und Redaktion Helaba Research &amp; Advisory Redaktion: Sabrina Miehs Corporate Research Verantwortlich: Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirtin/ Head of Research &amp; Advisory Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main Tel. 069/91 32-20 24 Internet: www.helaba.de Disclaimer Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch le- diglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zu- künftigen Marktverhältnissen. Die Anga- ben beruhen auf Quellen, die wir für zu- verlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämt- liche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dür- fen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Hier können Sie sich für unsere Newsletter anmelden: https://news.helaba.de/research/

Offenlegung von Klimazielen bei großen europäischen Banken schreitet erfreulich voran. International Sustainability Standards Board und Net-Zero Banking Alliance setzen Maßstäbe. Green Asset Ratio mit begrenzter Aussagekraft.
