Um­welt

In unserer Geschäfts­strategie verpflichten wir uns zur nach­haltigen Aus­richtung der Geschäfts­tätigkeit und bekennen uns zum Klima­schutz.

Einer unserer größten Hebel ist die Finanzierung energie­effizienter Anlagen und erneuer­barer Energien. Hier verfügen wir über umfassendes Experten­wissen. Aus Finanzierungen im Bereich Kohle ziehen wir uns schrittweise zurück. Auch in der Kredit­vergabe halten wir Umwelt- und Sozial­standards ein: Wir berücksichtigen Umwelt­risiken bei der Risiko­beurteilung und beim Risiko­management. Durch inner­betriebliche Maß­nahmen sparen wir Energie ein und verringern unsere eigenen Emissionen.

Michael Seibel
Nachhaltigkeitsbeauftragter

Klima­schutz

Die Helaba befür­wortet das Klima­schutz­abkommen der Pariser UN-Klima­konferenz des Jahres 2015. Ziel ist es, die Erd­erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Auf dieser Grundlage will Deutschland seine Treib­haus­gas­emissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um mindestens 40 Prozent reduzieren. Durch unsere Geschäfts­tätigkeit tragen wir dazu bei, dieses Ziel zu erreichen, indem wir beispielsweise bevorzugt klima­neutrale Technologien finanzieren.

Als Kredit­institut verursacht die Helaba weniger Emissionen als produzierende Unternehmen. Unsere Haupt­emissions­quellen sind die Nutzung von Büro­gebäuden, Geschäfts­reisen und der Strom­verbrauch unserer IT-Systeme. Im Jahr 2017 haben wir direkte und indirekte CO2-Emissionen in Höhe von 11,2 Kilo­tonnen verursacht (2016: 11,1 Kilotonnen). Der größte Teil dieser Emissionen (rund zwei Drittel) geht auf den Verbrauch von Elektro- und Heiz­energie  zurück.  Rund ein Drittel der Emissionen stammen aus unseren Geschäfts­reisen mit Bahn, Pkw und Flugzeug sowie durch den Betrieb unserer IT-Systeme. An diesen Stellen setzen wir an, um unsere unmittelbaren Emissionen zu verringern.

För­der­ung Er­neuer­bare Ener­gien

Als Finanz­dienst­leister sehen wir unseren wesent­lichen Einfluss auf den Klima­schutz in der Finanzierung von energie­effizienten Technologien und erneuer­baren Energien. Ob Photo­voltaik, Wind­energie, Wasserkraft, Geothermie oder Bio­masse­nutzung – auf allen Feldern verfügen wir über umfassendes Experten­wissen auf dem neuesten Stand der Technik. Bei der Finanzierung technischer Anlagen und Verfahren setzen wir uns für die beste verfügbare Technologie ein und treiben den Ausbau von erneuer­baren Energien weiter voran. Die Helaba bietet seit 1997 Projekt­finanzierungen im Bereich erneuerbare Energien an. Bereits heute übersteigt unser Kredit­volumen bei erneuerbaren Energien das Engagement in der konventionellen Energie­erzeugung deutlich.

Für die Vergabe umwelt­bezogener Kredite haben wir einen Regel­prozess eingeführt, in dem Umwelt­risiken Bestand­teil der Risiko­beurteilung und des Risiko­managements sind. So übernehmen wir Verantwortung bei der Kreditvergabe und stellen sicher, dass Mindest­standards beim Umwelt- und Klimaschutz eingehalten werden. Mehr dazu erfahren Sie in unseren sektor­spezifischen Leitlinien.

Um auch die Finanzierungs­aktivitäten der Sparkassen im Bereich Erneuerbare Energien zu stärken, unterstützen Finanzierungs­spezialisten mittel­ständische Unter­nehmen und die öffentliche Hand gezielt bei ihren Vor­haben. Hierfür bietet ein Competence Center bundes­weit Beratung, Strukturierung und Finanzierungs­lösungen an, auch unter Ein­beziehung öffentlicher Förder­mittel. So tragen die Spar­kassen, die wir als Verbund­partner unterstützen, dazu bei, dass auch kleine und mittlere Unter­nehmen die Energie­wende unter­stützen.

För­der­ung Energie­effi­zienz

Auch im Bereich Energie­effizienz von Immobilien ist die Helaba auf vielfältige Weise aktiv und leistet einen praktischen Beitrag zur Erreichung der Klima­schutz­ziele Deutschlands.

GWH Immo­bilien Hold­ing

Als großes Wohnungs­unternehmen achtet die GWH Immobilien Holding GmbH bei Neubau, Sanierung und Betrieb ihrer rund 50.000 Wohnungen streng auf Nach­haltig­keit. Wohn­trends wie Smart Homes und die Unter­stützung der Energie­wende stehen im Fokus. Bei ihren Wohnungs­beständen investiert sie in Dämmung, energetische Fenster­erneuerung und energie­sparende Heiz­technik. Durch Investitionen in Höhe von rund 68 Mio. EUR (Vorjahr: 59 Mio. EUR) in Modernisierungs- und Instand­haltungs­maßnahmen konnte die GWH eine CO2-Reduktion  von rund 1,3 Kilotonnen erzielen (Vorjahr: 1,4 Kilotonnen).

OFB Pro­jekt­ent­wick­lung

Durch ihren Kriterien­katalog für nach­haltiges Planen, Bauen und Betreiben erfüllt die OFB Projekt­entwicklung GmbH in der Projekt­entwicklung und im Projekt­management sowohl ökologische und als auch sozio­kulturelle Anforderungen an Neubau­projekte. Der Großteil der Projekte der OFB übertrifft die Vorgaben der Energie­ein­spar­verordnung (EnEV) erheblich.

Künftig sollen nahezu alle Projekte den Nach­haltig­keits­kriterien der Deutschen Gesell­schaft für Nach­haltiges Bauen (DGNB) oder der Leadership in Energy and Environmental Design (LEED, gemäß US Green Building Council, kurz: USGBC) entsprechend gebaut und ausge­stattet werden. Die OFB ist sowohl Mitglied in der DGNB als auch im USGBC. Schon in der Akquisitions­phase eines neuen Projekts wird eine mögliche Nach­haltig­keits­zerti­fizierung nach deren Standards (DGNB und LEED) geprüft.

WIBank

Als Förderbank des Landes Hessen ist die Wirtschafts- und Infra­struktur­bank Hessen (WIBank) in besonderer Weise zu gesellschaftlich verant­wortlichem Handeln verpflichtet. Deshalb spielen Nach­haltig­keits­themen wie Energie­effizienz, Umwelt- und Ressourcen­schutz, aber auch die nach­haltige soziale und ökonomische Entwicklung des Landes Hessen eine zentrale Rolle in der Förder­tätigkeit der WIBank.

Private Bau­herren können z.B. beim Passivhaus-Bau das günstige Hessen-Bau­darlehen nutzen. Innovative Gründer und Unter­nehmen haben die Möglich­keit, ihr Eigen­kapital durch Be­teiligungs­mittel aufzustocken. Damit können sie Investitionen tätigen, die dem Umwelt- und Ressourcen­schutz dienen, CO2-Emissionen reduzieren und das Klima schützen.

Über Zuschüsse ermöglicht die WIBank kleinen und mittleren Unternehmen, in die Reduzierung ihres CO2-Ausstoßes zu investieren. Zudem fördert sie Kommunen mit dem Ziel, öffentliche Neubauten mit einem besonders hohen energetischen Standard zu versehen.

LBS Hessen-Thür­ing­en

Die Finanzierung energetischer Gebäude­sanierungs­maßnahmen ist ein zentrales Geschäfts­feld der Landes­bau­spar­kasse (LBS) Hessen-Thüringen. Ein Produkt­beispiel ist der LBS-Energie­kredit, der Haus- und Wohnungs­besitzern die energetische Sanierung ermöglicht.

Die Energiewende ist Teamwork

Die Energie­wende ist Team­work

Wie Helaba, Sparkassen und ENTEGA AG bei der Realisierung des Windparks »Hausfirste« eng zusammen­arbeiten, ist ein Beispiel, wie die Energie­wende gelingen kann.

Geschäfts­tätig­keit

Res­sour­cen

Um die natürlichen Lebens­grund­lagen zu schonen, organisiert die Helaba ihren Geschäfts­betrieb möglichst ressourcen­sparend und berück­sichtigt in ihren betrieblichen Prozessen Nach­haltig­keits­standards. Bisher haben wir unsere Ressourcen auf der Basis von Einzel­maßnahmen gemanagt, die in den Konzern­einheiten eigen­ver­antwortlich aufge­setzt und gesteuert wurden. Im Jahr 2017 haben wir zum ersten Mal konzern­weit und zentral gesteuert betriebs­ökologische Daten erhoben, um die wesentlichen verbrauchten Mengen zu messen. Seitdem erheben wir diese Daten systematisch.

Um­welt­mana­ge­ment

Den größten Einfluss auf die Menge der verbrauchten Ressourcen hat die Helaba im Rahmen der Nutzung ihrer Büro­immo­bilien. Unser Ziel ist es, den Ressourcen­verbrauch an allen Standorten konti­nuierlich zu reduzieren.

Das Haupt­gebäude der Helaba, der MAIN TOWER, ist ein Niedrig­energie­haus mit 56 Stockwerken. Seit dem Jahr 2011 ist er nach den Standards von Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) als umwelt­freundliches, ressourcen-schonendes und nach­haltiges Gebäude ausge­zeichnet. Im Jahr 2016 erreichten wir durch gezielte Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourcen­effizienz den LEED Platinum-Status - die best­mögliche Bewertung. Die 62.000 Quadratmeter Nutzfläche werden mit einem eigenen Block­heiz­kraft­werk beheizt. Das Gebäude verfügt über ein hauseigenes Erd­wärme­system. Um die Effizienz unseres Energie­managements zu über­wachen, erfassen wir die Energie­verbrauchs­werte regelmäßig und werten diese aus.

Frank­furter Spar­kasse

Die Frank­furter Spar­kasse erhebt seit 1996 umwelt­relevante Daten und hat diese bis 2015 in einer validierten Umwelt­erklärung veröffentlicht. Im Jahr 2016 hat die Spar­kasse mit einer Neu­aus­richtung ihres bestehenden Umwelt­managements begonnen. Bis zur end­gültigen geschäfts­politischen Entscheidung wurde die Zerti­fizierung nach Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) ausgesetzt. An den bisher erreichten Umwelt­standards hält die Frank­furter Spar­kasse fest. Die ent­sprechenden Prozesse sind etabliert und werden unabhängig von einer freiwilligen Zerti­fizierung weiter angewandt. Bei einer möglichen Re-Zertifizierung kann somit an die bisher erzielten Standards (EMAS, ISO 14001) nahezu nahtlos angeknüpft werden.

Nach­halt­ige Mo­bili­tät

Um Klima und Ressourcen zu schonen, haben wir für unsere Geschäfts­reisen Nach­haltig­keits­grund­sätze eingeführt. So bevorzugen wir für Dienst­reisen grund­sätzlich öffentliche Verkehrs­mittel, wenn sie nicht ohnehin durch Video- und Telefon­konferenzen vermieden werden können.

Auch die Emissionen unseres Fuhrparks wollen wir reduzieren. Gemäß unserer Dienst­wagenverord­nung sollen die Mitarbeiter der Helaba bevorzugt verbrauchs- und emissionsarme Fahrzeuge nutzen. Hoch­motorisierte Fahr­zeug­varianten stehen nicht zur Ver­fügung. Darüber hinaus gelten Höchst­grenzen für den CO2-Aus­stoß.

Nach­haltige Be­schaf­fung

Neben unseren Emissionen hat unsere Geschäfts­tätigkeit nur wenige direkte Auswir­kungen auf die Umwelt. Wasser verbrauchen wir haupt­sächlich in den Sanitär­anlagen und in den Kantinen.

Neben Altpapier fallen vor allem haus­müll­ähnliche Abfälle an. Um unseren Papier­verbrauch zu reduzieren, sensibili­sieren wir unsere Mitarbeiter ressourcen­sparend zu arbeiten, z.B. beim Dokumenten­druck. Für den internen und externen Schrift­verkehr verwendet die Helaba fast aus­schließlich Umwelt­papier, das durch anerkannte Nach­haltig­keits­siegel zerti­fiziert ist. Derzeit werten wir unseren Papier­verbrauch konzern­weit aus und prüfen die Umstellung auf zerti­fiziertes Recycling­papier im internen Schrift­verkehr.

Da für die Helaba als Kredit­institut die IT-Infra­struktur von zentraler Bedeutung ist, werden wir auch bei unseren IT-Lieferanten Nach­haltig­keits­kriterien stärker berück­sichtigen. Dafür haben wir für die Be­schaffungs­prozesse von IT-Dienst­leistungen Kriterien zum Thema Nach­haltig­keit, Sicherheit und Werte in einem Lieferanten­management­hand­buch definiert, die bei der Lieferanten­bewertung zur Anwendung kommen.

Unter anderem werden darin verbindliche Vorgaben zur Ein­haltung von Umwelt­standards sowie Vorgaben zur Recycling­fähigkeit der Verpackung und zum Transport der Waren festgelegt. Wir arbeiten bevorzugt mit Lieferanten zusammen, die über ein Umwelt­management nach branchen­üblichen Standards verfügen und im Wert­schöpfungs­prozess erneuerbare Energien einsetzen.

Einen ähnlichen Verhaltens­kodex verwendet die Spar­kassen­Einkaufs­Gesellschaft (SEG). Von der SEG beziehen wir unsere Verbrauchs- und Büro­materialien. Diese Lieferanten entsprechen bereits heute einschlägigen Mindest­standards.

Lieferan­ten­kodex

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