Japan

Allmählich kehrt die Inflation zurück

Der Aufholprozess bei den Corona-Impfungen sorgt auch in Japan für ein Anziehen der Konjunktur. Die Teuerungsrate bewegt sich wieder im positiven Bereich.

Japans Konjunkturerholung dürfte nun dynamischer werden, nachdem es mittlerweile seinen Impfprozess beschleunigt und fünf Corona-Wellen, begleitet von moderaten Notstandregelungen, hinter sich gebracht hat. Inzwischen beträgt die Impfquote in Japan über 70 %, allerdings steigen die Neuinfektionszahlen wieder. Bei Stabilisierung der Infektionslage und unterstützt von neuen Konjunkturmaßnahmen sollten sich die Stimmung verbessern und Nachholeffekte einstellen.

Neben dem privaten Konsum als wesentlicher Triebkraft für das BIP ist 2022 auch mit höheren Investitionen der Unternehmen zu rechnen, gerade auch in grüne Technologien. Japans Langfristziel der Klimaneutralität bis 2050 im Rahmen seiner grünen Wachstumsstrategie erfordert umfangreiche Investitionen für den Umbau von Energieversorgung, Produktion und Transport. Die Strategie gibt genaue sektorspezifische Pläne vor. Beispielsweise soll der Verkauf von Benzinfahrzeugen in 15 Jahren enden.

Tabelle Japan

Trotz globaler Lieferengpässe dürfte 2022 auch der Export zur gesamtwirtschaftlichen Expansion beitragen. Insgesamt lässt dies für 2022 einen realen BIP-Anstieg von 2,8 % erwarten.

Der seit Oktober amtierende Ministerpräsident Kishida plant mehr Wachstum durch Umverteilung und höhere Löhne. Allerdings herrscht in der japanischen Bevölkerung im OECD-Vergleich keine besonders ausgeprägte Einkommensungleichheit.

Vielmehr hat die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt das zunehmende Problem, dass die schrumpfende und alternde Bevölkerung wachstumshemmend wirkt. Im Inland gibt es nur ein begrenztes Potenzial an Frauen und Senioren, die noch für den Arbeitsmarkt gewonnen werden können. Die begonnene Öffnung für ausländische Arbeitskräfte wurde durch die Corona-Krise ausgebremst.

Dies gilt es in Kombination mit Entbürokratisierung und Deregulierungsmaßnahmen anzugehen, um die Produktivität und Dynamik Japans zu steigern. Dementsprechend dürften die von Kishida avisierten Steuerimpulse für Lohnanhebungen nur kurzfristig zu mehr Konsum und Wachstum verhelfen.

Teuerungsrate wieder über der Nulllinie

Während andere Industriestaaten mit hohen Inflationsraten zu kämpfen haben, ist dies in Japan noch kein Thema. Zumindest der Abwärtstrend bei den Verbraucherpreisen wurde gestoppt und die Teuerungsrate kehrte zuletzt angesichts höherer Energiepreise leicht in den positiven Bereich zurück.

Die monatelang negative Preisentwicklung Japans wurde durch den statistischen Effekt einer Index-Anpassung akzentuiert. Mit der weiteren Konjunkturerholung nehmen die Preisüberwälzungsspielräume der Unternehmen nun zu, so dass sich der Preisauftrieb in Japan allmählich beschleunigen sollte. Zudem fällt im Frühjahr 2022 ein temporär dämpfender Sondereffekt im Mobilfunkbereich weg. Dies lässt für das Gesamtjahr 2022 eine Inflationsrate von 1,5 % erwarten.

Disclaimer

Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

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