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title: "Größter ESG-Linked Schuld­schein eines inter­natio­nalen Emitten­ten"
url: https://www.helaba.com/de/newsroom/news/groesster-esg-linked-schuldschein-eines-internationalen-emittenten
type: dd_news
language: de
updated: 2026-10-15
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# Größter ESG-Linked Schuld­schein eines inter­natio­nalen Emitten­ten

Der franzö­­­­­si­sche Auto­mobil­teile­hersteller Faurecia SE hat einen ESG-Linked Schuld­schein über mehrere Tranchen verteilt in einem Gesamt-Volumen im Gegen­wert von 700 Mio. Euro begeben. Das Order­buch mit einem Start­volumen von 300 Mio. Euro wurde mehr­fach überzeichnet. Die Trans­aktion ist Teil der Finan­zierung zur Akquisi­tion des deutschen Auto­mobil­zuliefe­rers Hella GmbH &amp; Co KGaA. Die bisher größte Emission eines ESG-Linked Schuld­scheins eines inter­natio­nalen Emittenten hat die Helaba als ESG-Advisor maß­geblich begleitet.  
  
„Der Schuld­schein mit ESG Kompo­nenten ist auch inter­national sehr erfolg­reich, wie die aktuelle Trans­aktion eindrucks­voll belegt“, freut sich Frederick de Graaf, Corporate DCM am Standort Paris der Helaba. „Es freut uns besonders, dass wir mit Faurecia einen Emittenten begleiten durften, der die Trans­formation der Auto­mobil­industrie aktiv mitgestaltet und eine klare Nach­haltig­keits­strategie verfolgt“, ergänzt Susanne Hübers, Head of Inter­national Corporate Clients France. So richten sich die für die ESG-Zins­kopplung genutzten Kenn­zahlen und Ziel­werte nach der am­bitio­nierten CO2-Reduk­tions­strategie von Faurecia, die unter anderem auf eine Reduktion der CO2-Emissionen des Unter­nehmens bis 2025 im Vergleich zu 2019 um 80% zielt. Mit der von der Science Based Target Initiative validierten Ziel­setzung will das Unter­nehmen dazu beitragen, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. „Es war für die erfolg­reiche Umsetzung dieser Trans­aktion sicherlich eine große Hilfe mit der Helaba einen Partner zu haben, der nicht nur zu den führenden Arran­geuren im Schuld­schein­markt zählt, sondern auch über die erforder­liche Sustainable Finance Expertise verfügt", sagt Selim Hadj-Smail, Vice President Group Financing &amp; Treasury bei Faurecia.

### Keine Erfolgs­prämie bei ESG-Zins­kopplung vor­gesehen

Die aktuelle Emission, die von der Helaba und der Commerzbank arrangiert wurde, weicht von dem im SSD-Markt bislang üblichen Step-Up/-Down System bei der ESG-Zins­kopplung ab. So hat Faurecia bewusst auf einen Step-Down bei der Erreichung seiner strategischen CO2-Reduktions­ziele verzichtet. Im Falle einer Ziel­ver­fehlung würde jedoch eine spürbare Zins­erhöhung für die längeren Lauf­zeiten greifen. Auch ansonsten orientierte sich die Trans­aktion stärker als bisher im Schuld­schein­markt üblich an den An­forderungen des Anleihe­marktes. So werden die relevanten Kenn­zahlen und Ziel­werte in einem öffentlich zu­gänglichen Sustainability-Linked Finance Frame­work ausführlich erläutert. Dieses Frame­work wurde von Faurecia so gestaltet, dass in seinem Rahmen nicht nur die jüngst sehr erfolgreich platzierte Anleihe von 1.200 Mio. EUR, sondern auch die Schuld­schein­emission dar­gestellt werden konnte. Zudem bestätigt die Second Party Opinion der Nach­haltig­keits­agentur ISS ESG den Ambitions­grad der Reduktions­ziele und die Über­einstimmung des Frameworks mit den Sustainability-Linked Bond Principles. „Die Heraus­forderung bestand darin, die ESG-Komponente des Schuld­scheins so zu strukturieren, dass sie mit dem nahezu zeitlich begebenem Sustainability-Linked-Bond kompatibel ist, und das Framework so zu gestalten, dass es auch für den Schuld­schein nutzbar ist“, erläutert Rainer Neidnig, Head of Sustainable Finance Advisory bei der Helaba. „Die Trans­aktion ist sicherlich ein Meilen­stein für den Schuld­schein­markt und könnte gerade für große Emittenten, die regelmäßig auch den Anleihe­markt betreten, als Vorbild dienen", so Neidnig.
