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title: "Kurzfassung Märkte und Trends 2019: Weltwirtschaft im Fitnessstudio"
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language: de
updated: 2026-09-28
keywords: Kapitalmärkte im Überblick, Kapitalmarktausblick
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# Kurzfassung Märkte und Trends 2019: Weltwirtschaft im Fitnessstudio

Werte, die bewegen. Märkte und Trends 2019 Weltwirtschaft im Fitnessstudio Volkswirtschaft / Research, Dezember 2018 Weltwirtschaft im Fitnessstudio Volkswirtschaft / Research Dezember 2018 2019 wird ein anstrengendes Jahr. Fitness ist somit wichtig. Nur mit einer gewissen Leistungsfähigkeit können die Herausforderungen bewältigt werden. Deshalb schicken wir die Weltwirtschaft ins Fitnessstudio. Editorial Sport kann eine wichtige Rolle für die Verbesserung des Lebens jedes Einzelnen spielen, ja nicht nur des Einzelnen, sondern von ganzen Gesellschaften. Koﬁ Annan Dr. Gertrud R. Traud Chefsvolkswirtin / Bereichsleitung Research Die Fitness des Einzelnen entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Trainingsziele. Nur Gewichte zu stemmen reicht nicht aus. Viel mehr bedarf es der Ausgewogenheit zwischen den fünf Faktoren: Ausdauer, Kraft, Schnel ligkeit, Koordination und Beweglichkeit. Dies ist gerade für uns „Best Ager“ wichtig, denn laut zahlreicher Studien leben Menschen, die Sport treiben, länger als Stubenhocker. Die modernen Fitnessstudios haben uns als Zielgruppe entdeckt. Die ursprüngliche Muckibude hat sich deshalb zu einem Ort weiterentwickelt, der alle Fitnessaspekte anvisiert. Neben Kardio- und Muskeltraining gibt es dort auch Rücken- und Yogakurse, Faszientraining und Pilates. Wie ﬁt Sie sind, können Sie also selbst leicht testen. Wie ﬁt ist aber die Weltwirtschaft und wie bringen sich die einzelnen Länder in Form? Sehr geehrte Leserinnen und Leser, Hauptszenario: Weltwirtschaft im Fitnessstudio In unserem diesjährigen Hauptszenario stellt sich die Weltwirtschaft 2019 den Heraus forderungen des Fitnessstudios. Gemein sam ist fast allen Ländern eine eingeschränkte Beweglichkeit. Ein Jahrzehnt nach der Finanz krise ist die Verschuldung in den Industrie ländern unverändert hoch. Die Gesamt verschuldung der Entwicklungs länder stieg in den letzten Jahren ebenfalls deutlich. Die Schulden des privaten Sektors sind derzeit fast überall höher als vor der Finanzkrise – Deutschland stellt hier trotz des Immobilien booms eine Ausnahme dar. Viele Nationen sind zwar sportlich aktiv, konzentrieren aber ihr Training auf kurzfris tige Erfolge. Schnelligkeit, also hohe Wachstumsraten sind dort das Maß aller ich gehöre zur Generation der Baby boomer. Gemessen an der Personenzahl sind wir die stärkste Bevölkerungs kohorte – zumindest in den Industrie ländern. Wir fühlen uns jung und wollen mit dem Begriff Senioren nichts zu tun haben. Allzu gerne folgen wir der Parole „50 ist das neue 40“. Manche ziehen davon sogar noch ein Jahrzehnt ab. Aber wie ﬁt sind wir tatsächlich? 5 Dinge. Expansive Fiskalpolitik erhöht dabei das Wachstumstempo. In Kauf genommen wird eine steigende Verschuldung, was die Beweglichkeit einschränkt. Dies scheint bislang das Trainingskonzept von Donald Trump zu sein. Wir empfehlen für die stärkste Wirtschaftsnation der Welt eine Anpassung des Trainingsprogramms, denn mehr ist nicht immer besser – manchmal sogar nicht mal gut. Da sich die Trainingserfolge erst mit der Zeit einstellen, der Muskelkater aber unmittelbar auftritt, bedarf es einer gewis sen Frustrationstoleranz. Koordination und Ausdauer sind für die meisten Länder die größten Herausforderun- gen. Die Kunst der ersten Kategorie besteht darin, die einzelnen wirtschaftspolitischen Maßnahmen auszutarieren. Noch schwie- riger ist die Ausdauer, also eine auf Nach- haltigkeit ausgerichtete Politik zu betreiben. Dabei gibt es bedauerlicherweise keine kurzfristigen Erfolge. Vielmehr werden diese häuﬁ g erst offensichtlich, wenn längst eine andere Regierung das Sagen hat. Das müssen die Entscheidungsträger lernen auszuhalten. Neben den hohen Schulden, einer in vielen Ländern restriktiveren Geldpolitik und steigende Zinsen führen derzeit auch noch politische Unsicherheit, ein schwelender Handelskrieg sowie eine konjunkturelle Ab- schwächung in vielen Ländern zu Ermü dungserscheinungen. In diesem Umfeld ein Training zu beginnen bedarf enormer mentaler Stärke. Bei manchen Ländern empﬁ ehlt sich deshalb ein Personal Trainer. Dieser macht dezidierte Vorgaben und sorgt dafür, dass man dranbleibt, auch wenn die Motivation nachlässt oder es wehtut. Vermutlich fühlt sich die EU Kommission derzeit mit Italien wie solch ein Coach. Erste Trainingserfolge noch im Laufe des Jahres 2019 Der moderate Ölpreis ist eine Stütze für die Konjunktur in den Abnehmerländern. In Kom bination mit einem höheren Euro Kurs wird gerade die Eurozone besonders davon proﬁ tieren. Manche Schwellenländer er- halten ein Trainingsprogramm vom IWF, manche motivieren sich selbst und treiben Reformen voran. Gerade weil einige Länder ins Schwitzen kommen, werden sich bereits im Laufe des Jahres 2019 erste Erfolge ein stellen. Die konjunkturelle Dynamik in der 6 Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Fitness training 2019. Ihre Chefvolkswirtin / Bereichsleitung Research 10 % Wellnessoase 20 % Notaufnahme Eurozone und den Schwellenländern wird wieder etwas anziehen. Davon proﬁ tieren die jeweiligen Aktienmärkte und Währungen. Um seine Fitness zu erhöhen, muss man aber nicht unbedingt ins Fitnessstudio. Die meisten Aktivitäten kann man auch zu Hause, im Park oder auf Feld, Wald und Wiesen durch- führen. Die von uns ausgewählten Länder haben sehr spezielle Fitnessmethoden. In den USA begeistern sich viele für Wrestling, Russland fokussiert sich mit Schach auf kognitives Training. Die Chinesen setzen mit Tai Chi auf Verlangsamung. In unserer Publikation ﬁ nden Sie weitere Länder sowie entsprechende sportliche Betätigungen. helaba.com/de/research Besuchen Sie unsere Website und entdecken Sie dort zusätzliche Inhalte, Videos und unseren Podcast. 70 % Fitnessstudio 7 Inhalt Editorial 4 Hauptszenario Fitnessstudio (70 %) 10 Zinsen und Renten ■ Etwas Gewicht draufpacken 16 Aktien ■ Favoritenwechsel 18 Rohöl und Gold ■ Überwiegend in der Balance 21 Immobilien ■ Reif, aber nicht altersmüde 22 Devisen ■ US-Dollar und Schweizer Franken 23 Alternativszenario Notaufnahme (20 %) 24 Alternativszenario Wellnessoase (10 %) 26 Länder im Hauptszenario 28 Deutschland ■ Weiterhin dynamisch 30 Frankreich ■ Fitnesstrainer Macron braucht mehr Zeit 31 Italien ■ Ein riskanter Ritt 32 Spanien ■ Etwas weniger Schwung 33 Schweden ■ Riksbank wagt Wende 34 Großbritannien ■ Brexit rollt an 35 Russland ■ Zu wenig Training für Strukturwandel 36 USA ■ Trumps Wirtschaftswunder: Fake News?! 37 China ■ Verlangsamung 38 Brasilien ■ Alles nur Show? 39 Prognosetabellen im Hauptszenario 40 ■ Impressum 44 Redaktionsschluss: 14. November 2018 Fitnessstudio (70 %) Hauptszenario Die chinesische Wirtschaft hat bereits einen Gang zurückgeschaltet und wird 2019 weiter an Schwung verlieren – auch wegen der Han- dels hemmnisse in den USA. Hingegen boomt die US-Konjunktur noch. Dies ist aber in erster Linie dem erheblichen ﬁnanzpolitischen Stimulus durch Steuer- senkungen und kräftige Ausgabenerhöhun gen geschuldet. Da dieser Effekt ausläuft, wird sich auch das Wachstum jenseits des Atlantiks ver langsamen. Bereits 2019 schwächt sich der Rückenwind von der US- Finanzpolitik deut lich ab. Finanzpolitik als Taktgeber Konjunkturell bewegen sich die wichtigsten Wirtschaftszonen 2019 in unterschiedliche Richtungen: Während die Dynamik in den USA und in China abﬂauen dürfte, rechnen wir für die Eurozone und Deutschland mit einer im Jahresverlauf anziehenden Konjunk tur. In den Schwellenländern erwarten wir eine Stabilisierung der Lage. Global kann das Wirtschaftswachstum das Tempo von 2018 nicht ganz halten. 2019 wird ein anstrengendes Jahr. Fitness ist somit wichtig. Nur mit einer gewissen Leistungsfähigkeit können die Herausforderungen bewältigt werden. Deshalb schicken wir die Weltwirtschaft ins Fitnessstudio. Gerade weil einige Länder ins Schwitzen kommen, werden sich bereits im Laufe des Jahres 2019 erste Erfolge einstellen: Die konjunkturelle Dynamik in der Eurozone und den Schwellenländern wird wieder etwas anziehen. Davon proﬁtieren die jeweiligen Aktienmärkte und Währungen. Diesem Szenario messen wir eine Eintrittswahrschein lichkeit von 70 % bei. Fitnessstudio (70 %) 11 New Economic Records being set on a daily basis – and it is not by accident! Donald Trump Im Euroraum und in Deutschland wird die laufende Eintrübung der Stimmungsindi- katoren voraussichtlich in Kürze vorbei sein. Die konjunkturelle Lage hellt sich 2019 auf. Während in der Eurozone (und in China) der ﬁ skalpolitische Stimulus tendenziell zuneh- men wird, lässt er in den USA nach. Die von uns erwarteten erfolgreichen Verhandlungen Quelle: Helaba Volkswirtschaft / Research Quelle: Helaba Volkswirtschaft / Research 1 5 2 1 BIP-Wachstum, Inflation, 1. – 4. Quartal 3-Monats-Euribor, – 0 30 – 0 25 – 0 10 – 0 10 10-jährige Bundesanleihe, 0 60 0 80 0 90 1 00 DAX, Indexstand 12.300 12.700 13.000 13.200 Deutschland 1 6 1 9 BIP-Wachstum, Inflation, 1. – 4. Quartal Leitzinsen, 0 00 0 00 0 25 0 25 1 USD / Euro 1 15 1 20 1 20 1 25 EURO STOXX 50, Indexstand 3.400 3.500 3.600 3.650 Eurozone 2 6 2 3 USA BIP-Wachstum, Inflation, 1. – 4. Quartal Leitzinsen Mittelwert , 2 63 2 88 3 13 3 13 10-jährige Treasuries, % 3 40 3 50 3 40 3 30 S P 500, Indexstand 2.800 2.850 2.880 2.900 Ausgewählte Prognosen für 2019 12 über den Handelsstreit sollten vor allem in der deutschen Automobilindustrie für Erleichterung sorgen. Auch bei anderen zentralen wirtschaftspoli- tischen Konﬂ ikten sehen wir Schritte in Richtung Entspannung, freilich ohne dass grundlegende strukturelle Probleme gelöst bzw. fundamentale Meinungsverschieden- heiten ausgeräumt würden. Die Querelen um den italienischen Haushalt sollten letztlich mit einem für die Regierung und die EU Kommission gesichtswahrenden Kompromiss enden – keine Seite hat ein Interesse daran, den Streit auf die Spitze zu treiben. Ebenso zeichnet sich beim Brexit eine Verhandlungs lösung ab. Das von vielen befürchtete Chaos Szenario bleibt aus. Aufbruchssignale für eine Erneuerung von EU und Eurozone er warten wir jedoch 2019 nicht – das Durch wursteln geht weiter, institutionelle Stagna- tion bleibt die europäische Normalität. Jobs, die es noch nicht gibt, kann man sich schlecht vorstellen. Die seit Jahren erwartete Belebung des Produktivitätswachstums in den USA und im Euroraum wird sich vermutlich auch 2019 nicht einstellen. Wir teilen aber nicht den Technologiepessimismus mancher Schwarz- maler – die Digitalisierung wird der globalen Wirtschaft über einen längeren Zeitraum positive Impulse liefern. Quelle: Helaba Volkswirtschaft / Research 1 5 2 1 BIP-Wachstum, Inflation, 1. – 4. Quartal 3-Monats-Euribor, – 0 30 – 0 25 – 0 10 – 0 10 10-jährige Bundesanleihe, 0 60 0 80 0 90 1 00 DAX, Indexstand 12.300 12.700 13.000 13.200 Deutschland 1 6 1 9 BIP-Wachstum, Inflation, 1. – 4. Quartal Leitzinsen, 0 00 0 00 0 25 0 25 1 USD / Euro 1 15 1 20 1 20 1 25 EURO STOXX 50, Indexstand 3.400 3.500 3.600 3.650 Eurozone 2 6 2 3 USA BIP-Wachstum, Inflation, 1. – 4. Quartal Leitzinsen Mittelwert , 2 63 2 88 3 13 3 13 10-jährige Treasuries, % 3 40 3 50 3 40 3 30 S P 500, Indexstand 2.800 2.850 2.880 2.900 13 Löhne steigen kräftiger Während wir von einem nahezu unveränder ten Ölpreis ausgehen, sollte die Kernteue rung in der vollausgelasteten US-Wirtschaft weiter anziehen und mit knapp 2,5 % ein neues zyklisches Hoch erreichen. Der Lohn- auftrieb nimmt langsam, aber sicher zu. Die Strafzölle wirken tendenziell preistreibend. Deutschland und die Eurozone dürften im Jahresschnitt eine Inﬂationsrate um die 2 % aufweisen. Wie schon in den zentraleuro päischen Staaten steigen auch hier wegen der zunehmend angespannten Arbeitsmärkte die Löhne nun kräftiger. Fed hört auf, EZB legt los Die US-Notenbank ist schon recht weit auf ihrem geldpolitischen Normalisierungsweg marschiert. Angesichts von Vollbeschäfti gung und anziehender Kernteuerung dürfte die Fed den Leitzins 2019 weiter anheben. Im Herbst dürfte sie dann bei einem Zielband von 3 % bis 3,25 % den Zinserhöhungs pro- zess aber aussetzen und erst einmal ab warten, wie stark die weniger expansive Fiskal- und Geldpolitik die Konjunktur bremsen. Die EZB hingegen kann dank einer sich be schleunigenden EuroKonjunktur und Inﬂationsraten nahe ihrem Ziel mit einer Zinsanhebung den eingeschlagenen Weg aus dem geldpolitischen Krisenmodus fortsetzen. Der Reﬁnanzierungssatz wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2019 auf 0,25 % und der Einlagenzins auf – 0,2 % angehoben. China, the European Union and others have been manipulating their currencies and interest rates lower, while the U. S. is raising rates while the dollars gets stronger and stronger with each passing day – taking away our big competitive edge. As usual, not a level playing ﬁeld … Donald Trump Der US-Dollar gibt nach. Der zyklische Rücken wind für die US-Währung lässt nach, der US-Renditevorteil gegenüber dem Euro schwindet aufgrund der EZBZinswende. Trumps Haushalts und Handelspolitik er weisen sich per saldo als Belastung für den Greenback. Der EuroDollarKurs steigt bis auf 1,25. 14 Finanzmärkte setzen auf Euro-Fitness Die Euro-Zinswende, höhere US-Renditen sowie anziehende Inﬂationserwartungen dürften die Renditen 10jähriger Bunds dann auf rund 1 % befördern. Die Rendite von US- Treasuries gleicher Laufzeit steigt eben falls, bleibt aber deutlich unter der 4 %-Marke. Die Renditedifferenz zwischen US- und deut schen Staatsanleihen verringert sich, nach- dem sie 2018 weit auseinandergelaufen war. Die Kreditausfälle bei Banken bleiben unter ihrem langjährigen Durchschnitt und die Verschuldungsquoten der Unternehmen niedrig. Die weiterhin robusten Covered Bonds sehen sich einer verminderten Nach frage der EZB gegenüber. Insgesamt rechnen wir für Credits mit einem moderaten An- stieg der Risikoprämien. Nach dem Ende der quantitativen Lockerung durch die großen Notenbanken wächst die Konkurrenz sowohl zwischen als auch inner halb der Assetklassen. Favoritenwechsel bei Aktien Bei Aktien haben US-Titel angesichts der recht hohen Bewertung keine guten Voraus setzungen, um noch nachzulegen. Euro- Aktien sind dagegen moderat bewertet. Im Jahresverlauf 2019 dürften sie wieder kon junkturellen Rückenwind erhalten. Damit ergibt sich für den DAX ein fundamental ab geleitetes Band von 10.500 bis 14.000 Punkten. Gegen Jahres ende dürfte er bei 13.200 Punkten notieren. Börse ist, Nerven zu behalten, wo sie andere verlieren. Erhard Blanck An vielen Immobilienmärkten sorgen niedrige Zinsen, das solide Wirtschaftswachstum sowie eine moderate Bautätigkeit für eine anhaltend positive Entwicklung bei Mieten und Kaufpreisen. Allerdings nehmen die in Teilmärkten schon bestehenden Überbe wertungen weiter zu. Gold dürfte im Bereich zwischen 1.200 und 1.400 US-Dolllar / Feinunze schwanken. Insgesamt entscheidet über den Erfolg der Investmentstrategie nicht nur die Auswahl der Anlageklasse, sondern auch die der Region. Risikoassets dürften 2019 etwas mehr gefragt sein, da die politischen Unsicher- heiten abnehmen. 15 Zinsen und Renten Etwas Gewicht draufpacken Eine im Jahresverlauf 2019 wieder anziehende EuroKonjunktur, sinkende Arbeits losigkeit, steigende Löhne und normalisierte Inﬂationsraten ebnen der EZB den Weg aus dem geldpolitischen Krisenmodus. Die Zinswende, höhere US-Renditen und steigende Inﬂationserwartungen dürften die Renditen 10jähriger Bundesanleihen auf rund 1 % anheben. 2018 verzeichneten Bundesanleihen auf grund des anhaltend niedrigen, teilweise sogar negativen Renditeniveaus eine unter durchschnittliche Performance. Besonders trost los fällt die Rechnung auf realer Basis aus. Infolge der auf über 2 % gestiegenen Teue rung sank die inﬂationsbereinigte Ver- zinsung deutscher Staatsanleihen auf ein historisches Tief. Diese fehlende Werthaltig keit nehmen Renten als Hypothek ins kommende Jahr mit. Zinswende im dritten Quartal Der entscheidende Anker für Investoren ist die von der EZB für das zweite Halbjahr 2019 angepeilte Leitzinsanhebung. Vermutlich wird Mario Draghi noch selbst diese Rich tungsänderung verkünden. Es wäre knapp vor Ende seiner Amtszeit, die von einem beispiellosen Lockerungskurs geprägt war. Anderenfalls würde diese aus deutscher Sicht überfällige Entscheidung dem neuen EZB-Chef obliegen – wobei noch völlig offen ist, ob ein zu Zinsanhebungen neigender „Falke“ oder eine geldpolitische „Taube“ im November an der EZB-Spitze stehen wird. Die Anleger sind in dieser Frage bislang relativ entspannt. Vermeintliche Sicherheit gibt ihnen die Erfahrung der letzten Jahre, dass die Währungshüter im Zweifelsfall vorsichtig agieren. Vor dem Hintergrund einiger Unwägbar- keiten wie dem Disput um den italienischen Haushalt, dem Risiko eines ungeregelten Brexits oder der Fortsetzung des Handels konﬂikts ist die avisierte Zinswende ohnehin von einer gewissen Skepsis der Anleger 16 begleitet. Unser Hauptszenario – ausgehend von einem sich im Laufe des Jahres 2019 bessernden fundamentalen Umfeld – bietet daher durchaus Überraschungspotenzial für steigende Renditen. Darüber hinaus deuten Kommentare von EZB-Mitgliedern darauf hin, dass die europäische Geldpolitik entschlossener als in den letzten Jahren agieren könnte, sodass es nicht „perfekte“ Bedingungen für eine Zinswende braucht. Steigende Renditen in Deutschland wären Ausdruck einer leistungsfähigeren und belastbaren Währungsunion. Neben der Zinswende im Euroraum dürften vorerst noch steigende US-Renditen ihre Wirkung entfalten. 10-jährige US-Staats- anleihen haben schließlich die 3 %-Marke geknackt und damit den langfristigen Abwärtstrend überwunden. Voraussichtlich drei weitere Leitzinsanhebungen im kom menden Jahr, das Abschmelzen der Fed- Bilanzsumme und eine steigende Staats- verschuldung in den USA sorgen für einen gewissen Aufwärtsdruck. Zwar rückt das Ende des zyklischen Renditeaufwärtstrends in den USA näher. Dies dürfte letztlich den Renditeanstieg auf einem Niveau klar unter 4 % begrenzen. Belastend für deutsche Rentenpapiere ist jedoch vor allem der mittler weile rekordver- dächtige Rendite abstand zu US-Treasuries. Hier hat sich ein erhebliches Aufholpotenzial aufgebaut, insbesondere wenn die Inﬂations erwar tungen im Euroraum anziehen. Die Zins kurve von Bundesanleihen dürfte dabei insgesamt steiler werden. 17 Aktien Favoritenwechsel Auch für Bullenmärkte gilt: Es kommt nicht in erster Linie aufs Alter an, sondern auf die Fitness! Weltweit zeigten sich 2018 bei Aktien bereits deutliche Ermüdungs erscheinungen. Immer mehr Indizes rutschten in die Verlustzone. Die weltweit vergleichsweise hohe Bewer tung von Dividendentiteln in Verbindung mit einer ausgeprägten Sorglosigkeit hatte Aktien anfällig gemacht. Weniger günstige fundamentale Faktoren wie sich global ab schwächende Konjunkturindikatoren und der allmähliche Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der großen Noten banken konnten daher ebenso durchschlagen wie immer wieder aufkommende geopolitische Span nungen und Handelsstreitigkeiten. Ein Teil der Überbewertung wurde inzwi schen be reinigt, aber nicht alle Indizes sind schon wieder ﬁt für den nächsten Anstieg. Zudem nimmt bei einer künftig spürbar weniger lockeren Geldpolitik die Konkurrenz sowohl zwischen als auch innerhalb der Asset klassen zu. US-Titel mit Gewichtsproblemen Noch bis Anfang Oktober markierten die US- Leitindizes trotz hoher Bewertungen ein Rekordhoch nach dem anderen. Deregulie rungsfantasie und „America First“ weckten überzogene Erwartungen. Die Schatten- seiten der US-Wirtschaftspolitik wurden dagegen lange von den Marktteilnehmern ignoriert. Mit den Kurskorrekturen bei US-Aktien hat sich die akute Überhitzung abgebaut. Trotz einer sich abzeichnenden zyklischen Ver langsamung wird die US-Wirtschaft weiter hin leicht über Potenzial wachsen. Dies spricht zumindest für durchschnittliche Zuwächse bei den Unternehmensgewinnen. Allerdings ﬂießt ein Teil davon in den Abbau der noch zu hohen Bewertung. Insgesamt lässt sich für den S&amp;P 500 eine faire Kurs spanne von 2.400 bis 3.000 Punkten ableiten. 18 DAX und EURO STOXX 50 bildeten ähnlich wie viele andere der weltweiten Börsenbaro meter bereits im Januar 2018 ihren Gipfel aus. Sie folgten damit nahezu idealtypisch dem zyklischen Muster früherer Phasen mit rückläuﬁgen Konjunkturindikatoren. Auf Basis der gängigsten Kennziffern haben Euro- Aktien inzwischen ein faires Niveau erreicht. In der Vergangenheit endeten ausgeprägte Korrekturbewegungen aber meist erst dann, wenn sich auch ein Ende der Abwärtsbe- wegung bei wichtigen konjunkturellen Früh indikatoren abzeichnete. Angesichts des noch vergleichsweise hohen Niveaus dieser Indikatoren ist eine Wende zum Positiven vermutlich erst für das Frühjahr 2019 zu erwarten. DAX ﬁt für 2019 Im Hauptszenario bewegt sich die faire Be wertung für den DAX im KGV-Band zwischen 10,5 und 13. Dieser Korridor hat sich in den vergangenen Jahren als zuver lässiger Signalgeber für obere und untere Wendepunkte erwiesen. Kurspotenzial erwächst im Jahresverlauf 2019 aus sich verbessernden Perspektiven für die Unter nehmensgewinne und einer moderaten Bewertungsexpansion. Insgesamt ergibt sich daraus eine Kursspanne für den DAX von 10.500 bis 14.000 Punkten. Gegen Jahres ende dürfte der deutsche Leitindex bei 13.200 Punkten notieren. Das ChanceRisiko- Proﬁl ist damit deutlich attraktiver als das der US-Pendants. 19 Rohöl und Gold Überwiegend in der Balance Rohöl auf Seitwärtskurs Die Mineralölpreise werden 2019 bei nach- lassenden Angebotsrisiken mehr oder weniger einen Seitwärtskurs beschreiten. Der Wahr- nehmungswechsel von der Angebots- auf die Nachfrageseite dürfte an den Mineralöl märkten 2019 nicht nur wegen möglicher negativer Auswirkungen des Handelskon ﬂikts anhalten. So scheinen die physischen Märkte gut versorgt zu sein. Offensichtlich entspannt zusätzliches Angebot von Nicht- OPEC-Ländern den Markt. Dagegen erreichte der globale Rohölverbrauch im Juli 2018 wohl die vorläuﬁge Spitze. Die Preisschwankungen dürften 2019 auch im Zuge des Erwartungsmanagements der OPEC und des Nachfrageverhaltens Chinas ausgeprägt bleiben. Allerdings wird sich die geopolitische Prämie nicht mehr so stark aufbauen wie 2018, zumal die Lieferausfälle verschiedener OPECLänder eher geringer werden. Gold mit überschaubarem Potenzial Das gelbe Metall dürfte 2019 im Bereich zwischen 1.200 und 1.400 US-Dollar / Fein- unze gut abgesichert sein. Hierfür sprechen die weiterhin moderaten US-Realzinsen, der weniger feste US-Dollar sowie die Markt psychologie. So haben sich die Wetten nicht- kommerzieller Marktteilnehmer gegen Gold bis zuletzt auf extrem hohem Niveau bewegt. Schließlich spricht die günstigere Chart- technik für eine Erholung der Notierungen. Bremsfaktoren wie die Währungsschwäche in diversen Schwellenländern und Kaufzu rückhaltung gegenüber Gold verlieren 2019 an Wirkung. Weitere US-Zinserhöhungen und die geldpolitische Wende der EZB dürf ten jedoch noch dämpfen. Vor allem aber spre chen die wieder erhöhten Chancen von Risiko papieren wie Aktien und Unterneh mensanleihen gegen eine massive Erholung der Goldnotierungen. 21 Immobilien Reif, aber nicht altersmüde Der Aufschwung am Immobilienmarkt geht ins zehnte Jahr und beﬁndet sich damit in einer reifen Phase. Doch Immobilienzyklen sterben nicht an Altersschwäche. Niedrige Zinsen und das robuste Wirtschaftswachstum halten die Immobilienbranche 2019 ﬁt. Der erwartete leichte Zinsanstieg hat nicht die Qualität, den Aufschwung abzuwürgen. Damit dürften die Immobilienwerte in vielen euro päischen Ländern weiter zulegen. Weniger günstig sieht die Lage in den USA aus, wo deutlich höhere Renditen am Rentenmarkt bereits Anlagealternativen bieten. Am deutschen Büromarkt sorgt die steigende Beschäftigung für eine hohe Flächennach frage. Schwieriger ist die Vermietungssitua- tion im Einzelhandel, den der zunehmende Onlinehandel belastet. Bei guter Nachfrage und moderater Bautätigkeit werden auch 2019 in vielen Segmenten des gewerblichen Immobilienmarktes die Mieten steigen und die Leerstände zurückgehen. Die bereits hohe Bewertung vieler Immobilien nimmt weiter zu. Bei offenen Immobilienfonds rechnen wir für 2019 mit einer wenig veränderten Jahres rendite von durchschnittlich rund 2 ½ %. Damit wäre der Abstand zu festverzinslichen Kapitalanlagen hinreichend hoch, um einen fortgesetzten Mittelzuﬂuss zu garantieren. Die vielfältigen wohnungspolitischen Aktivi- täten werden den Preisanstieg am deutschen Wohnungsmarkt 2019 nicht stoppen. Vor allem die stark ausgelasteten Kapazitäten in der Bauwirtschaft und die Knappheit an Bau land stehen einer deutlich höheren Bautätig keit im Wege. 22 Devisen US-Dollar und Schweizer Franken Der US-Dollar macht schlapp. Das bislang rosige DollarUmfeld wird sich allmählich ver schlechtern, „America First“ gilt nicht mehr am Devisenmarkt. Der konjunkturelle Schwung in den USA lässt nach, während die Eurozone ihre Durststrecke beendet. Der zurückgehende US-Wachstumsvorteil wird sich in der Geldpolitik widerspiegeln. Die Federal Reserve wird ihren Zinserhöhungs zyklus unterbrechen, die EZB läutet die Zins- wende ein. Der ungewöhnlich hohe US- Renditevorteil gegenüber dem Euro wird daher wohl zurückgehen. Längerfristig überwiegt das Abwärtspoten- zial beim US-Dollar. Das steigende Haus haltsdeﬁzit sowie der chronische Fehlbetrag in der Leistungsbilanz in den USA sprechen für eine schwächere Währung. Zudem birgt die Handelspolitik nicht nur konjunkturelle Risiken. Präsident Trumps protektionis- tische Politik und sein Begehren nach einem schwächeren US-Dollar belasten letzteren zumindest mittelbar, zumal der Greenback nach wie vor als überbewertet gilt. Im Verlauf von 2019 dürfte sich der EuroDollarKurs in einem Bereich von 1,10 bis 1,30 bewegen und bis Jahresende auf 1,25 steigen. Je mehr der Eindruck entsteht, dass Trump den Dollar benutzt, um außen politische Ziele zu erzwingen, werden internationale Anleger sich nach einer alternativen Währung umsehen. Öko nom Barry Eichengreen Der Schweizer Franken wird gegenüber dem Euro leicht nachgeben. Die Schweizer Noten bank zögert im Vergleich zur EZB ihre Zins wende weiter hinaus, der Schweizer Ren dite nachteil nimmt zu. Nachlassende politische Unsicherheiten vermindern die Nachfrage nach dem sicheren Anlage- hafen. Der Euro FrankenKurs dürfte bis auf 1,20 klettern. 23 Notaufnahme (20 %) In unserem negativen Alternativszenario kommen zu den über durchschnittlichen politischen Risiken immer mehr rein zyklische Argumente hinzu. Historisch hohe Schuldenstände sowie eine sehr expansive Geldpolitik begrenzen die Handlungs spielräume zur Konjunkturstimulierung. Alternativszenario Der US-Dollar wird seinem Ruf als Krisen währung gerecht, zumal die Probleme in der Währungsunion den Euro belasten. Der Euro- Dollar-Kurs geht auf 0,95. Gold ist ge fragt und gelangt in den Bereich von 1.600 bis 1.800 US-Dollar pro Feinunze. Der konjunkturelle Einbruch lässt Immobilien- werte korrigieren, vor allem in stark über- bewerteten Segmenten. Umsatzeinbrüche und Margendruck sorgen für deutliche Rück gänge bei den Unterneh mensgewinnen. Eine anziehende Risiko aversion führt zu markanten Bewertungsab schlägen. Der DAX fällt in den Bereich um 9.000 Punkte. Diagnose: Multiple Risiken Potenzielle Auslöser für eine globale Rezes- sion 2019 lassen sich mehr als genug ﬁnden. Die Abschwächung in China kann über raschend deutlicher ausfallen. In den USA könnten die schon erfolgten Zinserhöhungen der Fed ausreichen, um die Expansion abzu- würgen. Schließlich ist nicht viel Fantasie erforderlich, den Abwärtstrend der Konjunk turindikatoren in der Eurozone zu verlängern. Anleger suchen Sicherheit und schichten aus Risikoassets in die „sicheren Häfen“ US-Treasuries und Bundesanleihen um. Die Rendite 10jähriger Bundesanleihen lotet neue historische Tiefstände in Richtung der – 1 %-Marke aus, da die übrigen europäischen Staatsanleihen gemieden werden. Notaufnahme (20 %) 25 Wellnessoase (10 %) In unserem positiven Alternativszenario gleicht das wirtschaftliche Umfeld einer Wellnessoase. Alles fühlt sich sehr entspannt an, Leichtigkeit macht sich breit. Die Stimmung steigt, die Risikoprämien sinken. Alternativszenario Inﬂation bringt Notenbanken auf Touren Die gute Konjunktur führt zu anziehender Inﬂation. Die Geldpolitik beiderseits des Atlantiks wird stärker gestrafft. Die Verzin- sung 10jähriger Treasuries klettert auf rund 5 %, Bundesanleihen gleicher Laufzeit steuern in Richtung 2 %-Marke. Der Euro proﬁtiert davon, dass die Währungsunion politisch gefestigt wird. Der Euro-Dollar- Kurs geht auf 1,35. Immobilien werden trotz höherer Zinsen teurer. In immer mehr Marktsegmenten spitzt sich die Bewertungssituation zu. Die Unternehmen nutzen ihre Preiserhöhungs spielräume, um die Gewinnmargen auszu weiten. Angesichts zunehmender Risiko- freude der Anleger erfolgt eine Bewertungs expansion. Der DAX überspringt die 15.000er-Marke. Die Expansion startet einfach durch. Schwä che- symptome in China und in der Eurozone stellen sich als temporäre Delle heraus. Die USA wachsen nachhaltig um 3 % bis 4 %. Wenn der globale Industriezyklus wieder Fahrt aufnimmt, wirken die Stimulusmaß- nahmen in China prozyklisch und schieben das Wirtschaftswachstum in Richtung 7 % und mehr. Von einem globalen Industrieaufschwung würden auch Deutschland und die EU- Nachbarländer proﬁtieren. Die Wirtschaft in Deutschland und in der Eurozone expan diert um rund 3 %. Das höhere Wachstum spült Geld in die Staatskassen und fördert so eine Kompromisslösung im Streit um eine angemessene Haushaltspolitik. Wellnessoase (10 %) 27 Länder im Hauptszenario Länder im Hauptszenario Deutschland Weiterhin dynamisch Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland wird sich voraussichtlich ab Mitte 2019 wieder beschleunigen. Das Wirtschafts wachstum bleibt 2019 mit 1,5 % über der Beschäftigungsschwelle. 2019 wird der Konsum maßgeblich zum Wirtschaftswachstum beitragen. Die Ver brauchsausgaben sollten mit 1,6 % lebhafter zulegen als im Jahr zuvor. Positiv wirken der Beschäftigungsanstieg und zunehmende Tarifverdienste. Die Verbraucher werden zudem durch die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Beiträge in der gesetz lichen Krankenversicherung und die „Mütter rente“ begünstigt. Das deutlich gesunkene Auftragsvolumen im Verarbeitenden Gewerbe und das hohe Maß an Unsicherheit bezüglich der Handelspolitik bremsen noch die Kapitalbildung. Die Aus- rüstungen werden im Verlauf von 2019 zwar wieder an Fahrt gewinnen, aber voraussicht lich nur um 3 % höher ausfallen (2018: 4,5 %). Auch die Bauinvestitionen legen weiter zu: Der Bedarf im Wohnungsbau ist weiterhin hoch und die Finanzierungsbedingungen sind bei steigenden Realeinkommen und niedrigen Zinsen günstig. Die öffentliche Hand investiert verstärkt in die Infrastruktur und die Nachfrage vor allem nach Büro gebäuden ist hoch. Der Außenhandel wird voraussichtlich auch 2019 keinen positiven Wachstumsbeitrag erbringen. Die Exporte in die EU dürften aufgrund der BrexitUnsicherheiten weiter hin durch Großbritannien gebremst werden. Hingegen bleibt China trotz etwas geringe rem Wirtschaftswachstum ein Lichtblick, während die Exporte in die USA nur unter durchschnittlich zunehmen. 30 Frankreich Fitnesstrainer Macron braucht mehr Zeit Nach Jahren mit einem unterdurchschnitt lichen Wirtschaftswachstum dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2019 mit 1,5 % an- nähernd so stark zulegen wie in der Euro zone. Schnelle Erfolge werden von der Bevölke rung erwartet. Geduld ist aber angesagt, denn die Strukturreformen des Präsidenten Macron wirken erst mit Zeitverzug. Dies gilt für die Änderungen des Arbeitsrechts sowie die schrittweise Absenkung der Körper schaftsteuer, die sich allmählich in zusätz- lichen Investitionen niederschlagen dürften. Die privaten Konsumausgaben haben 2018 das Wirtschaftswachstum gebremst. Die Er höhung der Sozialsteuer dämpfte im ersten Halbjahr den Zuwachs der Nettoeinkommen, während die Entlastung durch die Sozialbei träge erst in der zweiten Jahreshälfte wirksam wurde. Dies sollte sich neben der steigenden Beschäftigung und höheren Löhnen 2019 positiv auf die privaten Verbrauchsausgaben auswirken. In Frankreich soll das staatliche Deﬁzit 2019 wieder steigen. Geplant ist ein Wert von 2,8 % des Bruttoinlandsprodukts, nach 2,6 % (2018). Auch Sondereffekte wie die Übernahme der Verschuldung der Staatsbahn SNCF sind hier- für ein Grund. Die Ausrüstungsinvestitionen dürften auch 2019 zulegen. Da sich eine konjunkturelle Verbesserung allerdings erst allmählich ein stellt, wird der Anstieg der Kapitalbildung kaum höher ausfallen als im Vorjahr. Mode- rate Impulse gehen weiterhin von den Bau- aktivitäten aus, während der Außenhandel einen leicht negativen Wachstumsbeitrag erbringen dürfte. 31 Italien Ein riskanter Ritt Gerade in Italien ist die Dringlichkeit für eine solide Haushaltspolitik groß, da das Land mit über 130 % des BIP die zweithöchste Staatsverschuldung in der Währungsunion nach Griechenland aufweist. Unter dem Druck der Kapitalmärkte dürfte die Regie rung zu einem Kompromiss mit Brüssel ﬁnden. Gleichwohl wird die Fiskalpolitik expansiver ausfallen als bislang unterstellt. Kurzfristig sind hierdurch positive Wachs tumsimpulse möglich. Allerdings führt der höhere Zinsspread bereits jetzt zu einer starken Belastung der italienischen Banken. Der Nettoeffekt einer expansiveren Politik wird eher klein ausfallen. Immerhin dürfte das Wirtschaftswachstum 2019 leicht auf 1,3 % steigen. Seit 2001 expandiert die italienische Wirt- schaft regelmäßig schwächer als der Durch schnitt der Währungsunion. Dies zeigt, dass nicht eine temporäre Nachfrageschwäche, sondern handfeste strukturelle Probleme vorliegen. Die geplanten Maßnahmen helfen hier nicht weiter. Vor allem die Rücknahme der Rentenreform mit der Folge eines früheren Ruhestands dürfte sich kontraproduktiv auswirken. Der Einsturz der Morandi-Brücke in Genua hat drastisch vor Augen geführt, dass die Infrastruktur erneuert und erweitert werden muss. Die neue populistische Regierung Italiens will das öffentliche Deﬁzit 2019 deutlich er höhen. Damit provoziert sie einen Konﬂikt mit der EU-Kommission. Die Kapitalmärkte haben hierauf mit Nervosität reagiert. Der Spread zu deutschen Bundesanleihen ist deutlich gestiegen. 32 Spanien Etwas weniger Schwung Dank jahrelang überdurchschnittlicher Wachs tumsraten hat Spanien längst wieder das Einkommensniveau von vor der Finanzkrise erreicht. Trotzdem ist das Land im Vergleich zur Eurozone ärmer geworden. Das Brutto inlandsprodukt pro Kopf beträgt 2018 etwa 77 % des Durchschnitts im gemeinsamen Währungsraum, während es 2007 noch gut 84 % waren. Nach drei Jahren mit Raten von 3 % und mehr wächst Spanien 2018 nur noch um 2,5 %. 2019 dürften 2,3 % erreicht werden. In diesem Umfeld will auch die spanische Regierung ihre Haushaltspolitik etwas lockern. Trotzdem dürfte mit einem Budget deﬁzit von 2,7 % zum ersten Mal nach zehn Jahren der Maastricht-Grenzwert von 3 % unterschritten werden. Ob 2019 die avisier ten 1,8 % erreicht werden, ist fraglich. Trotz des hohen Wirtschaftswachstums sinkt die öffentliche Verschuldung kaum und liegt immer noch bei 98 % des BIP. Stimuliert durch die Beschäftigung, leicht zunehmende Lohnerhöhungen und wirt schaftspolitische Maßnahmen wird der Konsum 2019 in etwa so stark zulegen wie das Bruttoinlandsprodukt. Weiter expan dieren dürften die Ausrüstun- gen und die Bautätigkeit. Positiv wird sich die zusätz liche Förderung des sozialen Woh nungsbaus auswirken. Im Gesamtjahr ist mit keinem positiven Außenhandelsbeitrag zu rechnen. Um weiterhin überdurchschnittlich zu ex pan dieren und damit mittelfristig das Einkom mensniveau der Eurozone zu erreichen, müsste Spanien seine strukturellen Schwä- chen konsequenter bekämpfen. Dies wird allerdings nur unzureichend umgesetzt. 33 Schweden Riksbank wagt Wende Die Konjunktur in Schweden überzeugte 2018 mit soliden Wachstumsraten, die sich fortsetzen werden. In Anbetracht der Preis- entwicklung scheint die Zeit nun reif für Zinserhöhungen, denn seit August liegt die Inﬂation oberhalb des Notenbankziels von 2 %. Sie wird voraussichtlich 2019 mit 2,2 % leicht höher ausfallen. Vor diesem Hinter grund dürfte die Notenbank in den kommen den Monaten eine erste Zinserhöhung vor- nehmen und sich von dem rekordniedrigen Leitzins von – 0,5 % verabschieden. Immobilienpreise im Fokus Die schwedische Zinspolitik berücksichtigt neben den Verbraucherpreisen auch die Ent wicklung am Immobilienmarkt sowie den Außenwert der Krone. Daher werden Zins- erhöhungen mit großer Vorsicht vorge nommen, um eine stärkere Abkühlung des Häuser marktes sowie eine übermäßige Währungs aufwertung zu vermeiden. Posi tives Terrain dürften die Leitzinsen somit frühestens 2020 erreichen. Die Stimmung in der Industrie ist gut, sodass der Sektor voraussichtlich um 4 % zulegen wird. Der Staatskonsum dürfte nächstes Jahr um 2 % steigen und ebenfalls zum Wirt schaftswachstum beitragen. Einen Be lastungs faktor stellt jedoch der Immo bilien markt dar. In den Großstädten sind die Hauspreise seit Jahresbeginn 2018 um 6 % gefallen. Dementsprechend wird der Bausektor im nächsten Jahr wahr scheinlich einen negativen Wachstums beitrag liefern. Per saldo dürfte das Wirtschaftswachstum 2019 mit 2,4 % etwas unter dem Vorjahres ergebnis liegen. 34 Großbritannien Brexit rollt an Der Brexit tritt am 29. März 2019 um 23 Uhr britischer Zeit formell in Kraft. Ein Austritts abkommen soll quasi ausgehandelt sein. Darin ist eine Übergangsphase bis Ende 2020 geregelt, in der sich das Verhältnis Großbri tanniens zur EU kaum ändert. In dieser Phase könnten offene Punkte zu den Be ziehungen ab 2021 ebenfalls noch ausgehandelt werden. Im zukünftigen Verhältnis sind Restrik- tionen bei dem Dienstleistungshandel und der Arbeitnehmerfreizügigkeit wahrschein lich, der Warenhandel dürfte weitgehend unbeschränkt bleiben. Reguläre Zollkontrol len sind auch nicht im wirtschaftlichen Interesse der EU. Trotz der Risiken bei den Verhandlungen bzw. der anschließenden Ratiﬁzierung – vor allem im britischen Parlament – verlassen die Briten die EU vermutlich geregelt mit einem Abkommen. Schließlich würde ein „No-Deal“-Brexit massive wirtschaftliche Verwerfungen mit sich bringen. Moderate Konjunktur Dank der Übergangsphase wird die britische Konjunktur kaum auf den formellen EU- Austritt reagieren. Grundsätzlich belastet der Brexit aber das Wachstum. Der private Konsum dürfte sich stabilisieren. Jedoch werden die Investitionen vermutlich lang samer zunehmen. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2019 mit 1,2 % margi- nal weniger als 2018 wachsen. Die Inﬂation wird sich geringfügig auf 2,2 % verringern. Die Bank of England wird ihre Normalisie rung fortsetzen und den Leitzins zaghaft auf 1,0 % erhöhen. Das Britische Pfund proﬁtiert von den nachlassenden Unsicherheiten. 35 Russland Zu wenig Training für Strukturwandel Nach seiner Wiederwahl im März 2018 hat Präsident Wladimir Putin die Messlatte für die neue Regierung sehr hoch gehängt: Angekündigt wurden ein besseres Bildungs- und Gesundheitssystem, die landesweite Verminderung der Armut, höhere Infrastruk turinvestitionen, steigende Gehälter im öffentlichen Dienst sowie über der Inﬂations rate zunehmende Renten. Diese Vorhaben zu ﬁnanzieren bedeutet selbst für das rohstoffreiche Russland einen Kraftakt. Sie beschleunigen nicht auto- matisch das Wirtschaftswachstum von 1,7 % im Jahr 2019. Dabei sind keine expansiven ﬁskalischen und geldpolitischen Impulse zu erwarten. Der private Konsum – die Haupt stütze des Wirtschaftswachstums – wird sich infolge der Anhebung des Mehrwertsteuer satzes von 18 % auf 20 % Anfang 2019 vor übergehend abschwächen. Die relativ unabhängige Zentralbank wird bei steigendem Preisdruck nach der Mehr- wertsteuer erhöhung sowie bei Rubelabwer tungen mit höheren Leitzinsen reagieren. Zwar gewährleistet der solide Datenkranz (Staatshaushalt, Leistungsbilanz, Währungs reserven) eine hohe gesamtwirtschaftliche Stabilität. Strukturelle Nachteile behindern aber das Wirtschaftswachstum. Die Inves titionsquote ist daher mit 21 % des Brutto- inlandsproduktes unterdurchschnittlich. Die Regierung zögert bei wirtschaftlichen Reformen, da diese mit innenpolitischen Veränderungen einhergehen würden. Nur mit mehr Engagement und neuen Trainings einheiten wird die russische Wirtschaft un abhängiger vom Energiesektor und mehr Eigendynamik entwickeln. USA Trumps Wirtschafts- wunder: Fake News?! Die US-Wirtschaft boomt. Donald Trump sieht hier seine erfolgreiche Wirtschafts politik am Werk. Primär wirkt der unmittel- bare Nachfrageschub durch die sehr lockere Fiskal politik. Die Steuersenkung Ende 2017 hat Haus halte und Unternehmen erheb lich entlastet. Gleichzeitig legen die Staatsaus gaben so kräftig zu wie seit 2009 nicht mehr. Der IWF schätzt, dass der unmittelbare ﬁskalpolitische Impuls 2018 einen Prozent punkt am Bruttoinlandsprodukt ausmacht. Auf Basis der aktuellen Gesetzeslage wird dieser Effekt 2019 noch nicht ins Negative um schlagen, sich aber mehr als halbieren. Ent sprechend dürfte sich das Wirtschafts wachstum 2019 von knapp 3 % auf 2,6 % verlang samen. Trade wars are good and easy to win. Donald Trump Die Belastungen durch den Handelsstreit sollten hingegen überschaubar sein, da ihn Donald Trump zu einem Zeitpunkt vom Zaun gebrochen hat, zu dem die US-Konjunktur erheblichen Schwung aufweist. Zumindest auf mittlere und lange Sicht dürften auch US-Verbraucher und -Unternehmen zu den Verlierern zählen. Weitere Zinserhöhungen … und dann Pause Die Fed wird ihren graduellen Zinser höhungs kurs zunächst fortsetzen, da sich die Kern- teuerung weiter nach oben bewegt. Das Ziel band für den Leitzins dürfte im Sommer 3,00 % bis 3,25 % erreichen. Dies wäre am unteren Rand dessen, was wir als ein neutra les Zinsniveau ansehen würden. Angesichts der abnehmenden konjunkturellen Dynamik sollte dann ab Herbst aber eine längere Pause im Zinserhöhungszyklus anstehen. 37 China Verlangsamung Mit konjunkturpolitischem Doping konnte China bis ins Jahr 2018 hinein sein Wachs tumstempo weitgehend halten. 2019 wird der Drache trotz einer gesteigerten Dosis Stimulus aber eher langsamer. Das Wachs tum wird sich wohl im Jahresdurchschnitt von 6,6 % 2018 auf 6 % 2019 verlangsamen. Dies reﬂektiert eine Kombination aus an- dauernder struktureller Abschwächung und akuter konjunktureller Delle. Mehr Stimulus Die Führung in Peking wird den bereits ein geschlagenen Kurs einer expansiveren Fiskalpolitik und einer Lockerung der Geld- und Kreditpolitik weiter verfolgen und mittelfristig sinnvolle, aber kurzfristig be- lastende Reformen hinten anstellen. Dies stabilisiert zwar die Konjunktur. Da die struk turellen Probleme – hohe Verschuldung der Unternehmen, Übergewicht von Investi- tionen und Industrie – aber nicht angegan gen werden, setzt man letztlich den mittel- bis langfristigen Wohlstand aufs Spiel. Gleichzeitig wird das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Industrieländern schwieriger, selbst wenn sich der Handelsstreit mit den USA erwar tungsgemäß nicht weiter zuspitzt. Eine spür- bare Abwertung des Yuan wird die Regie rung wohl vermeiden wollen. Sie könnte aus dem Ruder laufen, würde zusätzliches Konﬂiktpotenzial mit den USA schaffen und konjunkturell weniger bringen als früher, denn die Exporte sind heute nicht mehr der zentrale Wachstumsmotor Chinas. In einem Handelskrieg gibt es keine Sieger. Xi Jinping 38 Brasilien Alles nur Show? Investoren haben erleichtert auf den Sieg des Rechtspopulisten Jair Bolsonaro bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2018 reagiert. Die ambitionierten Reformvor- haben seines Ministers Guedes beinhalten u. a. Privatisierungen und eine dringend notwendige Reform des Rentensystems. Die Umsetzung dieser Vorhaben hängt aber von der Zustimmung des stark fragmentierten Kongresses ab. Größte Herausforderung bleibt die Sanierung der Staatsﬁnanzen. Die Staatsverschuldung ist seit 2014 buchstäblich explodiert und dürfte im kommenden Jahr 80 % am BIP über- schreiten. Ohne eine entschlossene Konso lidierung steuert das Land auf eine Schulden- krise zu. Bereits die Vorgängerregierung hat daher eine Ausgabenbegrenzung in die Verfassung aufgenommen. Doch selbst das dürfte zu wenig sein, um den Anstieg der Staatsver schuldung zu bremsen. Die neue Regierung plant für 2019 ein geringeres Deﬁzit von 5,7 % des BIP. Höhere Investitionen sowie eine Erholung des privaten Konsums kompensieren negative Wachstumseffekte der Konsolidierung. Aufgrund hoher Währungsreserven und moderater Leistungsbilanzdeﬁzite steht Brasilien außenwirtschaftlich gut da. Die wirtschaftsliberalen Reformen werden dafür sorgen, dass die Investitionen bald anzie hen. Zusammen mit einer leichten Erholung beim Konsum wegen der geringeren Arbeits- losenzahlen ist deshalb 2019 ein Anstieg des Wirtschaftswachstums auf 2,3 % möglich. Prognosetabellen im Hauptszenario Kapitalmarktprognosen im Detail Veränderung seit 31.12.2017 aktueller Stand \* Q1 / 2019 Q2 / 2019 Q3 / 2019 Q4 / 2019 in Basispunkten Zinssatz in % EZB Einlagenzins 0 – 0,40 – 0,40 – 0,40 – 0,20 – 0,20 EZB Reﬁnanzierungssatz 0 0,00 0,00 0,00 0,25 0,25 Tagesgeldsatz Eonia – 2 – 0,36 – 0,35 – 0,35 – 0,20 – 0,20 3M Euribor 1 – 0,32 – 0,30 – 0,25 – 0,10 – 0,10 6M Euribor 1 – 0,26 – 0,25 – 0,20 – 0,05 0,00 12M Euribor 4 – 0,15 – 0,15 – 0,10 0,10 0,20 2j. Bundesanleihen 6 – 0,57 – 0,50 – 0,40 – 0,25 – 0,20 5j. Bundesanleihen 2 – 0,18 – 0,05 0,10 0,25 0,30 10j. Bundesanleihen – 2 0,41 0,60 0,80 0,90 1,00 2j. Swapsatz 3 – 0,12 0,00 0,10 0,25 0,30 5j. Swapsatz 2 0,34 0,45 0,60 0,70 0,75 10j. Swapsatz 7 0,96 1,05 1,15 1,25 1,30 30j. Swapsatz 2 1,51 1,60 1,70 1,80 1,85 Federal Funds Rate \*\* 75 2,13 2,63 2,88 3,13 3,13 3M USD Libor 92 2,61 2,90 3,10 3,30 3,25 10j. US-Treasuries 73 3,14 3,40 3,50 3,40 3,30 Landeswährung % Indexstand DAX – 11, 2 11.472 12.300 12.700 13.000 13.200 EURO STOXX 50 – 8 , 0 3.225 3.400 3.500 3.600 3.650 Dow Jones 2,3 25.286 26.000 26.500 26.800 27.000 S&amp;P 500 1,8 2.722 2.800 2.850 2.880 2.900 Nikkei 225 – 4 , 2 21.811 22.500 23.000 23.500 24.000 in % Preis in $ Brentöl $ / bbl – 2,1 65 73 75 72 74 Gold $ / oz – 7,7 1.202 1.280 1.300 1.320 1.280 Prognose Ende … Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft / Research \* 13.11.2018 \*\* Mittelwert des Zielbandes 41 Devisenprognosen im Detail Prognose Ende … Veränderung seit 31.12.2017 aktueller Stand \* Q1 / 2019 Q2 / 2019 Q3 / 2019 Q4 / 2019 gg. Euro gg. Euro, in % Kurs US-Dollar 6,3 1,13 1,15 1,20 1,20 1,25 Japanischer Yen 5,3 128 125 128 128 132 Britisches Pfund 2,1 0,87 0,85 0,85 0,80 0,80 Schweizer Franken 2,9 1,14 1,15 1,15 1,20 1,20 Kanadischer Dollar – 0,9 1,49 1,48 1,52 1,52 1,58 Australischer Dollar 1,7 1,56 1,55 1,60 1,58 1,58 Schwedische Krone 4,0 10,22 9,90 9,80 9,60 9,50 Norwegische Krone – 2,5 9,59 9,30 9,10 8,90 8,80 Chinesischer Yuan 0,5 7,84 8,05 8,28 8,28 8,50 gg. US-Dollar gg. USD, in % Kurs Japanischer Yen 1,0 114 109 107 107 106 Schweizer Franken 3,4 1,01 1,00 0,96 1,00 0,96 Kanadischer Dollar 5,3 1,32 1,29 1,27 1,27 1,26 Schwedische Krone 10,7 9,06 8,61 8,17 8,00 7,60 Norwegische Krone 3,6 8,50 8,09 7,58 7,42 7,04 Chinesischer Yuan 6,9 6,96 7,00 6,90 6,90 6,80 US-Dollar gg. … gg. USD, in % Kurs Britisches Pfund – 4,0 1,30 1,35 1,41 1,50 1,56 Australischer Dollar – 7,6 0,72 0,74 0,75 0,76 0,79 \* 13.11.2018 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft / Research 42 Bruttoinlandsprodukt, Inﬂation, Budgetsaldo Bruttoinlandsprodukt reale Veränderung gg. Vorjahr, % Inﬂation Veränderung gg. Vorjahr, % Budgetsaldo % des BIP 2017 2018s 2019p 2020p 2017 2018s 2019p 2020p 2017 2018s 2019p 2020p Euroland 2,5 1,9 1,6 1,8 1,5 1,8 1,9 1,8 – 1,0 – 0,6 – 0,7 – 0,6 Deutschland 2,5 1,6 1,5 1,8 1,8 2,0 2,1 2,0 1,0 1,4 1,2 1,2 Frankreich 2,3 1,6 1,5 1,8 1,2 2,1 2,0 1,8 – 2,7 – 2,6 – 2,8 – 2,2 Italien 1,6 1,0 1,3 1,6 1,3 1,3 1,4 1,3 – 2,4 – 1,9 – 2,3 – 2,2 Spanien 3,0 2,5 2,3 2,1 2,0 1,8 1,7 1,6 – 3,1 – 2,7 – 2,4 – 1,8 Niederlande 3,0 2,6 2,2 1,8 1,3 1,7 2,2 1,8 1,1 1,3 1,1 0,9 Österreich 2,7 2,8 2,0 2,0 2,1 2,0 2,0 2,1 – 0,8 – 0,3 – 0,2 0,0 Griechenland 1,5 2,0 1,9 2,0 1,1 0,8 1,2 1,2 0,8 0,6 0,5 0,5 Portugal 2,8 2,0 1,8 1,7 1,6 1,5 1,6 1,6 – 3,0 – 0,8 – 0,6 – 0,3 Irland 7,2 4,5 3,0 3,5 0,3 0,8 1,5 1,8 – 0,3 – 0,2 – 0,1 0,2 Großbritannien 1,7 1,3 1,2 1,5 2,7 2,5 2,2 2,2 – 1,8 – 1,4 – 1,7 – 2,0 Schweiz 1,7 3,1 2,0 1,5 0,5 1,0 1,4 1,4 0,8 0,6 0,4 0,4 Schweden 2,4 2,8 2,4 2,4 1,8 1,9 2,2 2,0 1,4 1,2 1,0 1,0 Norwegen 2,4 1,9 2,4 2,4 1,9 2,6 2,8 2,8 4,4 4,8 4,2 4,8 Polen 4,7 5,0 4,0 3,3 2,0 1,9 2,2 1,8 – 1,4 – 1,1 – 1,4 – 1,5 Ungarn 4,4 4,7 3,4 2,5 2,3 3,0 3,4 2,8 – 2,2 – 2,6 – 2,2 – 2,2 Tschechien 4,5 2,8 2,6 2,5 2,5 2,2 2,2 2,0 1,5 1,3 1,0 0,8 Russland 1,5 1,8 1,7 1,7 3,7 3,0 4,3 4,0 – 1,4 0,6 0,7 0,7 USA 2,2 2,9 2,6 1,8 2,1 2,4 2,3 2,2 – 3,7 – 4,8 – 5,1 – 4,6 Japan 1,7 0,9 1,0 0,3 0,5 1,0 1,5 2,0 – 3,5 – 3,7 – 3,8 – 3,4 Asien ohne Japan 5,8 5,7 5,2 5,0 2,3 3,0 3,4 3,1 – 2,8 – 2,9 – 3,0 – 3,0 China 6,8 6,6 6,0 5,8 1,6 2,2 2,2 2,0 – 3,9 – 4,1 – 4,5 – 4,5 Indien 6,7 7,4 7,2 7,2 3,3 4,5 4,9 4,8 – 3,5 – 3,6 – 3,3 – 3,2 Lateinamerika 0,8 0,8 1,8 2,0 6,2 6,8 6,8 5,2 – 3,3 – 2,9 – 1,8 – 1,7 Brasilien 1,0 1,6 2,3 2,2 3,4 4,1 4,0 3,9 – 8,0 – 7,0 – 5,7 – 5,6 Welt 3,6 3,6 3,4 3,2 2,5 2,9 3,1 2,8 – – – – Quellen: EIU, Macrobond, Datastream, Helaba Volkswirtschaft / Research BIP-Wachstum soweit verfügbar kalenderbereinigt; s = Schätzung, p = Prognose 43 Herausgeber Helaba Volkswirtschaft / Research Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin / Bereichsleitung Research Redaktion: Dr. Stefan Mitropoulos, Barbara Bahadori Neue Mainzer Straße 52 – 58, 60311 Frankfurt am Main T + 49 69 / 91 32-01, F + 49 69 / 29 15-17 Bonifaciusstraße 16, 99084 Erfurt T + 49 3 61 / 2 17-71 00, F + 49 3 61 / 2 17-71 01 www.helaba.de Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben die nen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Em p- fehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. 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Traud 44 Besuchen Sie unsere Website helaba.com/de/research und entdecken Siedortzusätzliche Inhalte, Videos undPodcasts.

Warum spielt Fitness 2019 eine so große Rolle und was hat dies mit der Wirtschaft zu tun? Nur mit einer gewissen Leistungsfähigkeit können die Herausforderungen des nächsten Jahres bewältigt werden. „Weltwirtschaft im Fitnessstudio“ ist deshalb der Titel unseres Konjunktur- und Kapitalmarktausblicks 2019. Was genau damit gemeint ist, erfahren Sie in unserer Microsite, die zusätzlich Podcasts und kurze Videoclips bietet.
