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title: "Hessen mit Exportanalyse"
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updated: 2026-09-28
keywords: Länder & Regionen, Bundesländer
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# Hessen mit Exportanalyse

Helaba Volkswirtschaft/Research REGIONALFOKUS HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 3. AUGUST 2018 · © H ELA B A 1 3. August 2018 Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegen- wärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die An- gaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Voll- ständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr überneh- men können. Sämtliche in dieser Publikation getroffe- nen Angaben dienen der In- formation. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfeh- lung für Anlageentscheidun- gen verstanden werden. AUTOR Barbara Bahadori Telefon: 0 69/91 32-24 46 research@helaba.de unter Mitarbeit von Anna Buschmann REDAKTION Dr. Stefan Mitropoulos HERAUSGEBER Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirt/ Leitung Research Helaba Landesbank Hessen-Thüringen MAIN TOWER Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main Telefon: 0 69/91 32-20 24 Telefax: 0 69/91 32-22 44 Zahlen &amp; Fakten: Das Bundesland Hessen Die Bundesrepublik Deutschland ist ein föderal aufgebauter Staat, der aus 16 Bundesländern be- steht. Eines davon ist Hessen, das in der Mitte Deutschlands liegt und mit einer Fläche von gut 21.100 km2 zu den mittelgroßen Bundesländern zählt. Hessen in der Mitte Deutschlands Einwohner in Mio., 30.6.2017 Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Volkswirtschaft/Research Hessens umfasst mit 6,2 Mio. Einwoh- nern 7,5 % der Bevölkerung Deutsch- lands. Zudem pendelt eine Vielzahl von Beschäftigten in das Bundesland ein. Als Arbeitsort bietet Hessen auf allen Qualifikationsstufen auch für ausländische Mitbürger interessante Tätigkeitsfelder. So ist der Anteil der ausländischen Beschäftigten mit 15 % deutlich höher als im gesamtdeut- schen Durchschnitt von 11 %. Neben der hohen Attraktivität für Zuwanderer ist Hessen auch für aus- ländische Direktinvestitionen ein ge- fragter Standort. Der Pro-Kopf-Wert der in Hessen von ausländischen Unternehmen getätigten Investitionen liegt um 100 % über dem Bundes- durchschnitt. In Hessen werden 8,6 % des deut- schen Bruttoinlandsprodukts (BIP) er- wirtschaftet. Damit erreicht das Bun- desland eine überdurchschnittliche Wirtschaftskraft: Das hessische Pro- Kopf-BIP liegt um 14 % über dem Bundesdurchschnitt. Auch in puncto Produktivität, also BIP je Erwerbstätigen, befindet sich Hessen im innerdeutschen Vergleich (ohne die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen) auf dem Spitzenplatz und übertrifft den Bundes- durchschnitt um 10 %. Die hessische Arbeitslosenquote liegt 2018 (Januar-Juli) mit durchschnitt- lich 4,7 % deutlich unter dem gesamtdeutschen Wert von 5,4 %. Ausgewählte Kennzahlen Deutschland Hessen Fläche (in km2) 357.340 21.115 Einwohner\* (in Mio., Juni 2017) 82,7 6,2 BIP (nominal, in Mrd. €, 2017) 3.263 279 BIP pro Einwohner (in €, 2017) 39.500 44.800 BIP pro Erwerbstätigen (in €, 2017) 73.700 81.300 Arbeitslosenquote (in %, Ø Jan.- Jul. 2018) 5,4 4,7 Quellen: Statistische Landesämter, Bundesagentur für Arbeit, Helaba Volkswirtschaft/Research Hessen 6,2 Mio. Thüringen 2,2 Mio. Schleswig- Holstein 2,9 Mio. Mecklenburg- Vorpommern 1,6 Mio. Hamburg 1,8 Mio. Nieder- sachsen 8,0 Mio. Bremen 0,7 Mio. Brandenburg 2,5 Mio. Berlin 3,6 Mio. Sachsen- Anhalt 2,2 Mio. Sachsen 4,1 Mio. Bayern 13,0 Mio. Baden- Württemberg 11,0 Mio. Nordrhein- Westfalen 17,9 Mio. Rheinland- Pfalz 4,1 Mio. Saarland 1,0 Mio. ZAHLEN &amp; FAKTEN: DAS BUNDESLAN D H E S S E N HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 3. AUGUST 2018 · © H ELA B A 2 Auch den internationalen Vergleich muss Hessen nicht scheuen. So gehört das hessische BIP zur gleichen Größenklasse wie Dänemark und Irland. Der Pro-Kopf-Output liegt in Hessen um 50 % über dem Durchschnitt der EU-Staaten. Hessens BIP fast so groß wie Dänemarks Dienstleistungsland Hessen BIP (nominal) in Mrd. €, 2017 BIP (nominal) pro Einwohner in € Anteil an der Bruttowertschöpfung in %, 2017 Quellen: Arbeitskreis VGR der Länder, Eurostat, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Arbeitskreis VGR der Länder, Helaba Volkswirtschaft/Research Ausschlaggebend für die hohe Wirtschaftskraft Hessens ist der besondere Branchenmix: Kein anderes Bundesland kann gleichzeitig ein bedeutendes Finanzzentrum, einen internationalen Flughafen und einen namhaften Messestandort vorweisen. Dies spiegeln auch die statistischen Daten wider: Fast ein Drittel der hessischen Bruttowertschöpfung entsteht im Wirtschaftsbereich „Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister“. Weitere 23 % des Outputs steuert der Sektor „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information/Kommunikation“ bei. Hinter der außergewöhnlichen Branchenzusammensetzung steht zum einen der Finanzplatz Frankfurt: 203 Banken aus dem In- und Ausland haben den Hauptsitz in Frankfurt; das sind 44 % aller in Deutschland überregional tätigen Kreditinstitute (d.h. ohne Sparkassen und Kreditgenos- senschaften). Zum anderen ist der Frankfurter Flughafen ein zentraler Standortfaktor, der von 27 % der Passagiere und 45 % des Frachtaufkommens im deutschen Luftverkehr genutzt wird. Er nimmt damit unangefochten Platz 1 innerhalb Deutschlands ein und ist das zweitgrößte kontinen- taleuropäische Logistikdrehkreuz für Waren sowie das drittgrößte für Passagiere nach Paris und Amsterdam. Die Messe Frankfurt ist ein weiteres Asset, das die internationale Ausrichtung der Region verstärkt. Der Messeplatz liegt nach Besuchern und Ausstellern mit an erster Stelle in Deutschland, wobei auch hier internationale Aussteller den Standort schätzen. Chemie/Pharma wichtigste Industriebranche Hessens Deutsche Industriestruktur: Automobilbau wichtig Hessen: Anteil am Industrieumsatz, Januar bis Dezember 2017 Deutschland: Anteil am Industrieumsatz, Januar bis Dezember 2016 Quellen: Hessisches Stat. Landesamt, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Volkswirtschaft/Research Das Produzierende Gewerbe (ohne Bau) spielt in Hessen mit einem Anteil von 22 % an der Brut- towertschöpfung eine kleinere Rolle als bundesweit mit 26 %. Innerhalb der industriellen Produkti- on gibt es deutliche Schwerpunkte in Hessen: So entsteht ein Viertel des Industrieumsatzes im Bereich Chemie/Pharma. Kraftfahrzeugbau/-teile und die Metallbranche erwirtschaften 17 % bzw. 0 10 000 20 000 30 000 40 000 50 000 60 000 70 000 0 50 100 150 200 250 300 350 400 Österreich Irland Dänemark Hessen Finnland BIP BIP pro Einwohner 22% 26% 4% 5% 23% 21% 31% 26% 20% 22% Hessen Deutschland Baugewerbe Handel, Verkehr,Gastgewerbe, Information/Kommunikation Produzierendes Gewerbe (ohne Bau) Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister Öffentliche und sonstige Dienstleister Land-, Forstwirtschaft Chemie/ Pharma 24% Kraftwagen, Kfz-Teile 17% Metall- branche 13% Elektrotechnik, Optik 9% Maschinen- bau 9% Ernährungs- gewerbe 7% Gummi-, Kunststoff- waren 7% Sonstige 15% Chemie/ Pharma 11% Kraftwagen, Kfz-Teile 24% Metall- branche 11% Elektrotechnik, Optik 9% Maschinen- bau 13% Ernährungs- gewerbe 9% Gummi-, Kunststoff- waren 4% Sonstige 18% Branchenmix in Hessen: Finanzplatz, Flughafen, Messe, Chemie/Pharma ZAHLEN &amp; FAKTEN: DAS BUNDESLAN D H E S S E N HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 3. AUGUST 2018 · © H ELA B A 3 13 % des hessischen Industrieumsatzes. Damit tragen drei Branchen zu 54 % des Umsatzes bei. Bundesweit ist die Industriestruktur ähnlich konzentriert, allerdings dominieren hier der Automobil- und der Maschinenbau. Die Wirtschaftsstruktur des Bundeslands spiegelt sich klar in den größten Unternehmen Hessens wider, wobei in dem folgenden von uns erstellten Ranking1 auf die Beschäftigten eines Unterneh- mens in Hessen abgestellt und nicht seine bundes- oder weltweite Bedeutung gemessen wurde. Rangliste der 25 größten Unternehmen in Hessen1 Quellen: Helaba Volkswirtschaft/Research, Hessen Agentur Die Exportquoten der Industrieunternehmen sind in den vergangenen zwanzig Jahren kräftig ge- stiegen. Dabei erreicht Hessen 2018 (Januar bis Mai) mit einem Anteil von 56 % des Auslandsum- satzes am Gesamtumsatz eine für Deutschland überdurchschnittliche Exportquote. In der Wirt- schaftskrise 2008/2009 war es zu einem Einbruch der In- und Auslandsnachfrage gekommen, sodass in der Summe die Exportquoten leicht gesunken waren. Von der weltwirtschaftlichen Erho- lung 2010 konnten die deutschen und damit auch die hessischen Betriebe profitieren und die Ex- portquoten stiegen wieder. Mit dem Erstarken der Binnenkonjunktur blieben die Ausfuhrquoten zunächst weitgehend konstant. 2015 war im Durchschnitt der Bundesländer erneut ein leichter Anstieg zu beobachten. Die hessische Exportquote sank dagegen aufgrund der Schwäche einzel- ner Branchen etwas. Seit 2016 hat sich die Exportorientierung aber überdurchschnittlich verstärkt. Exportquoten auf hohem Niveau Exporte gehen überwiegend nach Europa Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz in % Anteil an Exporten, Januar bis Dezember 2017 \*Durchschnitt Januar bis Mai 2018 Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Volkswirtschaft/Research Die Eurozone ist 2017 das Hauptzielgebiet der Exporte, in das 36 % der hessischen Ausfuhren gesendet wurden, wobei die Nachbarstaaten und Italien zu den Top-Abnehmern zählten. Europa insgesamt erhielt 66 % der Ausfuhren Hessens. Asien war die zweitgrößte Zielregion (Anteil an den Exporten 16 %) mit China als Hauptimporteur. Die USA – als Land mit dem höchsten Einzel- anteil an den Exporten – spielten für die Unternehmen in Hessen eine wichtige Rolle. Die Ausfuh- 1 Für Hessen basiert die Rangliste auf dem Jahr 2012. Erfahrungsgemäß ändern sich Unternehmen und Reihenfolge nur geringfügig. 1 Deutsche Lufthansa AG Verkehr 2 Rewe Group Handel 3 Deutsche Bahn AG Verkehr 4 Fraport Konzern Verkehr 5 Deutsche Post Gruppe Logistik 6 Commerzbank AG Kreditgewerbe 7 Deutsche Telekom AG Telekommunikation 8 Continental Konzern Automobilzulieferer 9 Volkswagen AG Automobilindustrie 10 Adam Opel AG Automobilindustrie 11 Rhön-Klinikum AG Krankenhäuser 12 DZ Bank Gruppe Kreditgewerbe 13 Deutsche Bank AG Kreditgewerbe 14 Merck KGaA Chemie, Pharma Rang Unternehmen Branche 15 Metro Group Handel 16 Sanofi Group Chemie, Pharma 17 WISAG Facility Service Holding Gebäudemanagement 18 B. Braun Melsungen AG Pharma, Medizintechnik 19 Procter &amp; Gamble Germany GmbH &amp; Co. Operations oHG Chemie 20 Siemens AG Elektrotechnik 21 Helaba Konzern Kreditgewerbe 22 Stadtwerke Frankfurt am Main Energie-/Wasser- versorgung, Verkehr 23 Bilfinger SE Baugewerbe 24 Fresenius SE &amp; Co. KGaA Pharma, Medizintechnik, Krankenhäuser 25 Evonik Industries AG Chemie, Energie, Immobilien Rang Unternehmen Branche 30 35 40 45 50 55 60 30 35 40 45 50 55 60 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18\* Hessen Deutschland 16% 10% 7% 9% 10% 5% 7% 8% 3% 5% 5% 7% 8% Frankreich Italien Niederlande Belgien Österreich Übrige Eurozone Großbritannien Übrige EU USA China Übriges Asien Sonstige Länder Deutschland Polen Die 25 größten Unternehmen Hohe Exportquoten Hauptexportziel: Europa 14% 10% 6% 11% 6% 7% 5% 8% 4% 4% 4% 5% 7% 8% Frankreich Italien Niederlande Belgien Österreich Übrige Eurozone Großbritannien Übrige EU USA China Übriges Asien Sonstige Länder Hessen Spanien Polen ZAHLEN &amp; FAKTEN: DAS BUNDESLAN D H E S S E N HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 3. AUGUST 2018 · © H ELA B A 4 ren dorthin stammen zum Großteil aus der Pharmabranche. Ihr Anteil an den hessischen USA- Exporten beträgt 37 %. Mit großem Abstand folgen Elektrotechnik/Optik/elektrische Ausrüstungen, Chemie, Maschinen und Metalle (12 %, 11 %, 11 % und 9 %). Der Export von Kraftfahrzeugen und Kfz-Teilen zählt mit einem Anteil von 4 % nicht zu den Hauptgeschäftsfeldern. Insofern wäre Hes- sen von der protektionistischen Handelspolitik der USA nur partiell betroffen, selbst wenn die Zölle auf Automobile angehoben werden. Dennoch führen die forschen Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump und die sich an- schließenden Diskussionen zu einer Verunsicherung hinsichtlich der Rentabilität alter und neuer Produktionsstandorte weltweit. Dies dürfte die Investitionsgüternachfrage dämpfen, was die deut- sche Industrie neben der konjunkturellen Wachstumsabschwächung in der Eurozone zusätzlich belastet. Damit werden die hessischen Wachstumsraten (nicht kalenderbereinigt) der beiden ver- gangenen Jahre von 2,2 % (2017) und 2,3 % (2016) voraussichtlich nicht mehr erreicht. Allerdings dürfte die Binnennachfrage weiterhin tragen, da immerhin noch Reallohnsteigerungen von knapp 2 % in Deutschland zu verzeichnen sind. Die hessischen Wachstumsaussichten dürften 2018 in etwa auf den prognostizierten Bundesdurchschnitt von rund 2 % begrenzt sein – dies signalisieren Daten für das laufende Jahr. Drei Jahre mit konjunktureller Belebung Verbesserter Arbeitsmarkt Reale Veränderung des BIP gegenüber Vorjahr in % Arbeitslosenquoten in % aller Erwerbspersonen Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Volkswirtschaft/Research \*Durchschnitt Januar bis Juli 2018 Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Helaba Volkswirtschaft/Research Auf dem hessischen Arbeitsmarkt wirkt das insgesamt hohe Output-Niveau der letzten Jahre wei- ter. Die Arbeitslosenquote sinkt seit 2014 beständig und befindet sich mit derzeit 4,6 % (Juli 2018) im Bereich der Vollbeschäftigung von etwa 4 % bis 5 %. Die Verbesserung am Arbeitsmarkt zeigt sich ferner im positiven Beschäftigungstrend bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, der nahezu ununterbrochen seit sieben Jahren anhält. Dabei finden nicht nur heimische Arbeit- nehmer eine neue Stelle, sondern die Unternehmen können den Arbeitskräftebedarf entsprechend ihrem Anforderungsprofil auch aus zugewanderten Arbeitssuchenden decken. Verschuldung: Hessen etwas überdurchschnittlich Verschuldung der Bundesländer pro Einwohner in €, Dezember 2017 Quellen: Bundesfinanzministerium, Helaba Volkswirtschaft/Research -8 -6 -4 -2 0 2 4 6 -8 -6 -4 -2 0 2 4 6 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 Deutschland Hessen 4 5 6 7 8 9 10 11 12 4 5 6 7 8 9 10 11 12 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18\* Deutschland Westdtl. Hessen 6.340 381 1.315 3.441 4.872 6.050 6.625 7.101 7.191 7.666 7.763 8.925 9.263 13.850 Ins- gesamt Sachsen Bayern Baden- Württ. Mecklbg.- Vorp. Branden- burg Hessen Thüringen Nieder- sachsen Rheinld.- Pfalz NRW Schleswig- Holstein Sachs.- Anhalt Saar- land Beschäftigung steigt ZAHLEN &amp; FAKTEN: DAS BUNDESLAN D H E S S E N HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 3. AUGUST 2018 · © H ELA B A 5 Die wirtschaftsstarken Bundesländer erzielen deutlich höhere Steuereinnahmen. So liegt in Hes- sen die Finanzkraft pro Einwohner bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer 25 % über dem Bundesdurchschnitt. Da Deutschland einerseits ein föderaler Staat ist und andererseits auf die Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse achtet, wird die Umsatzsteuer nach anderen Kriterien ver- teilt, so dass dann die finanzschwachen Bundesländer aufholen. Der sich anschließende Länderfi- nanzausgleich zwischen den Bundesländern führt zu einer weiteren Angleichung der Einnahmen pro Einwohner, die durch die allgemeinen Bundesergänzungszuweisungen noch verstärkt wird. So liegt die Finanzkraft je Einwohner in Hessen nach der Verteilung bloß 2 % über dem Durchschnitt. Der enge Finanzverbund zwischen den Ländern sowie die Bestandsgarantie der Bundesländer im Grundgesetz veranlassen die Ratingagentur Fitch zu einer Kopplung der Bundesländer-Ratings an das der Bundesrepublik. Hessen kann somit grundsätzlich ein „AAA“- Rating erhalten, wenn es als Emittent eine aktive Ratingbeziehung zu Fitch hätte. Standard &amp; Poor’s bezieht die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sowie die Verschuldungssituation ein und differenziert entsprechend: Hessen erhält hier ein „AA+“-Rating (Ausblick: stabil), da es zwar hohe Steuereinnahmen aufgrund seiner Wirtschaftskraft vorweisen kann, bei der Pro-Kopf-Verschuldung jedoch nicht unter dem Durch- schnitt liegt wie Bayern und Sachsen.  Hessen gut geratet aufgrund hoher Finanzkraft

Pro-Kopf-Output 50 % über dem EU- Durchschnitt. Ist Hessen vom US-Protektionismus betroffen? Wie sind die Wachstumsaussichten?
