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title: "Hessen: Zahlen und Fakten"
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updated: 2026-09-28
keywords: Corona, Länder & Regionen, Bundesländer
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# Hessen: Zahlen und Fakten

Im Fokus: Bundesländer 25. Oktober 2023 © Helaba | Research &amp; Advisory | 25. Oktober 2023 1 von 6 Research &amp; Advisory Zahlen &amp; Fakten: Das Bundesland Hessen Im ersten Halbjahr 2023 ist Hessens Wirtschaftsleistung leicht gewachsen, während die deutsche schrumpfte. Welche Chancen und Risiken hat Hessens Wirtschaft im kommenden Jahr? Die Bundesrepublik Deutschland ist ein föderal aufgebauter Staat, der aus 16 Bundesländern besteht. Eines da- von ist Hessen, das in der Mitte Deutschlands liegt und mit einer Flä- che von gut 21.100 km2 zu den mittel- großen Bundesländern zählt. Hessen umfasst mit 6,4 Mio. Einwoh- nern 7,6 % der Bevölkerung Deutschlands. Zudem pendelt eine Vielzahl von Beschäftigten in das Bundesland ein. Als Arbeitsort bietet Hessen auf allen Qualifikationsstufen inte- ressante Tätigkeitsfelder. In Hessen werden 12 % des deutschen Bruttoinlandspro- dukts (BIP) erwirtschaftet. Damit erreicht das Bundesland eine überdurchschnittliche Wirtschaftskraft: Das hessische Pro-Kopf-BIP liegt um 9,4 % über dem Bundesdurchschnitt. Auch in puncto Produktivität, also BIP je Erwerbstätigen, be- findet sich Hessen im innerdeutschen Vergleich (ohne die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen) mit 91.000 Euro auf dem zweiten Platz, knapp hinter Bayern (92.000 Euro) und übertrifft den Bundesdurchschnitt um 7,2 %. Die hessi- sche Arbeitslosenquote lag 2023 (Januar-September) mit durchschnittlich 5,3 % deutlich unter dem gesamtdeutschen Wert von 5,7 %. Die Wirtschaftskraft Hessens kon- zentriert sich vor allem auf Südhessen, dort wurden 71 % des BIP im Jahr 2021 erwirtschaftet. Zur gleichen Zeit entstanden in Nordhessen 16 % und in Mittelhessen 13 % des hessischen BIP. Auch den internationalen Vergleich muss Hessen nicht scheuen. So erwirt- schaftet Hessen ein BIP in derselben Grö- ßenordnung wie Dänemark (vgl. Chart S. 2). Ebenso liegt der Pro-Kopf-Output 37 % über dem Durchschnitt der EU- Staaten und auf Augenhöhe mit den skandinavischen Ländern. Paul Richter Regionalanalyse T 069/91 32-20 24 Hessen 6,4 Mio. Thüringen 2,1 Mio. Schleswig- Holstein 3,0 Mio. Mecklenburg- Vorpommern 1,6 Mio. Hamburg 1,9 Mio. Nieder- sachsen 8,1 Mio. Bremen 0,7 Mio. Brandenburg 2,6 Mio. Berlin 3,8 Mio. Sachsen- Anhalt 2,2 Mio. Sachsen 4,1 Mio. Bayern 13,4 Mio. Baden- Württemberg 11,3 Mio. Nordrhein- Westfalen 18,1 Mio. Rheinland- Pfalz 4,2 Mio. Saarland 1,0 Mio. Hessen in der Mitte Deutschlands Einwohnerzahl je Bundesland, 31.12.2022 Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Research &amp; Advisory Helaba Research &amp; Advisory Ausgewählte Kennzahlen Deutschland Hessen Fläche km² 357.600 21.115 Einwohner 2022 Mio. 84,36 6,40 BIP nominal 2022 Mrd. Euro 3.877 323 BIP pro Einwohner 2022 Euro 46.264 50.592 BIP pro Erwerbstätigen 2022 Euro 84.856 91.006 Arbeitslosenquote, Jan. - Sep. 2023 % 5,7 5,3 Quellen: VGR der Länder, Bundesagentur für Arbeit, Helaba Research &amp; Advisory Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 25. Oktober 2023 2 von 6 Ausschlaggebend für die hohe Wirtschaftskraft Hessens ist der besondere Branchenmix: Kein anderes Bundes- land kann gleichzeitig ein bedeutendes Finanzzentrum, einen internationalen Flughafen und einen namhaften Messestandort vorweisen. Dies spiegeln auch die statistischen Daten wider: Fast ein Drittel der hessischen Brutto- wertschöpfung entsteht im Wirtschaftsbereich „Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister“. Ein Vier- tel des Outputs steuert der Sektor „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information/Kommunikation“ bei. Innerhalb dieser Gruppe steht die starke Logistikbranche repräsentativ für Hessen. Das Frankfurter Kreuz ist einer der meist- befahrensten Verkehrsknotenpunkte Europas und die Häfen an Rhein und Main verbinden die Region mit den nie- derländischen Seehäfen. Deutschlands größte Arbeitsstätte, der Frankfurter Flughafen, ist Drehkreuz für Güter und Menschen aus der gan- zen Welt. Im Juli 2023 wurden am Frankfurter Flughafen 29 % des Passagier- und 41 % des Frachtaufkommens im deutschen Luftverkehr abgefertigt. Somit nimmt der Flughafen unangefochten Platz 1 innerhalb Deutsch- lands ein. Im Rekordjahr 2019 traten 70,5 Millionen Fluggäste ihre Reise in Frankfurt an. Obwohl der Luft- verkehr besonders stark von vergangenen Krisen be- troffen war, haben sich die Passagier- und Frachtzah- len nach der Pandemie gut erholt. Der Flughafenbe- treiber Fraport erwartet, dass die Fluggastzahlen 2026 wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Im selben Jahr soll das neue Terminal 3 in Betrieb genommen wer- den, welches zunächst über eine jährliche Kapazität von 19 Millionen Passagieren verfügt und sich im Voll- ausbau auf 25 Millionen Fluggäste steigern wird. Die Messe Frankfurt ist weltweit in 180 Ländern prä- sent und ein weiteres Asset, welches die internatio- nale Ausrichtung der Region verstärkt. Gemessen an der Ausstellungsfläche ist Frankfurt hinter Shanghai und Hannover der drittgrößte Messeplatz der Welt. Im Jahr 2019 erzielte die Messegesellschaft weltweit den drittgröß- ten Umsatz. Im Geschäftsjahr 2022 generierte sie einen Umsatz in Höhe von 454 Millionen Euro und die Konzern- führung blickt optimistisch in die Zukunft. Hinter der außergewöhnlichen Branchenzusammensetzung Hessens steht auch der Finanzplatz Frankfurt. Dieser ist Hauptsitz von 111 Auslandsbanken in Deutschland, von Unternehmensberatungen und der Europäischen Hessens BIP fast so groß wie Dänemarks Dienstleistungsland Hessen Jeweilige Preise Mrd. Euro Tsd. Euro Anteil an der Bruttowertschöpfung 2022, % Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt, Helaba Research &amp; Advisory Quellen: Arbeitskreis VGR der Länder, Helaba Research &amp; Advisory 0 10 20 30 40 50 60 70 0 100 200 300 400 500 600 Hessen Österreich Schweden Dänemark Finnland BIP pro Einwohner BIP Hessen Deutschland Öffentliche und sonstige Dienstleister Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information/Kommunikation Baugewerbe Produzierendes Gewerbe (ohne Bau) Land-, Forstwirtschaft 19,6 32,7 24,6 4,8 17,8 0,5 22,3 25,1 21,9 6,0 23,5 1,2 Frankfurter Flughafen erholt sich gut Jahresdurchschnitt 2019=100 Quellen: Fraport, Helaba Research &amp; Advisory 0 20 40 60 80 100 120 0 20 40 60 80 100 120 20 21 22 23 Fracht Passagiere Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 25. Oktober 2023 3 von 6 Zentralbank. Kombiniert mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland entstehen für diese Institutionen attraktive Netzwerkeffekte. Die wachsende Bedeutung Frankfurts lässt sich auch daran erkennen, dass in Folge des Brexits rund 3.500 neue Jobs in der Bankenindustrie vor Ort entstanden sind.1 Mit zahlreichen Rechenzentren hat sich eine wichtige Zukunftsindustrie im Großraum Frankfurt angesiedelt. Grund hierfür ist DE-CIX in Frankfurt (Deutsche Commercial Internet Exchange), der weltweit größte Internetkno- ten. Aktuell befinden sich 70 Rechenzentren in der Region und weitere sind im Bau. Die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung, 5G und KI spricht für eine wachsende Nachfrage nach Rechenleistung. Außerdem ist es in Zei- ten von wachsender politischer Unsicherheit vorteilhaft, Souveränität über Dateninfrastrukturen zu haben. Jedoch sind die energieintensiven Rechenzentren auf einen günstigen Strompreis angewiesen. Das Produzierende Gewerbe (ohne Bau) spielt in Hes- sen mit einem Anteil von 17,8 % an der Bruttowert- schöpfung eine kleinere Rolle als bundesweit mit 23,5 %. Dennoch sind rund 320.000 Menschen in der hessischen Industrie beschäftigt, welche 115 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2022 generierte. Innerhalb der industriellen Produktion gibt es deutliche Schwer- punkte in Hessen: So enstand 30 % des Industrieum- satzes im Bereich Chemie/Pharma. Die Automobilin- dustrie und die Metallbranche erwirtschafteten 15 % bzw. 20 % des Industrieumsatzes. Damit trugen die drei genannten Branchen zu 65 % des Umsatzes bei. Bundesweit ist die Industriestruktur ähnlich kon- zentriert, allerdings dominieren hier der Automobil- und der Maschinenbau. Die Krise der Automobilin- dustrie spiegelt sich auch darin wider, dass ihr Anteil am Industrieumsatz in Hessen um 3 % gegenüber dem Vor- jahr gesunken ist. Die Exportquoten der hessischen Industrieunterneh- men sind in den vergangenen zwanzig Jahren kräftig gestiegen. Dabei erreichte Hessen 2019 mit einem An- teil von 55 % einen Hochpunkt, welcher durch die Tur- bulenzen der letzten Jahre auf 53 % gefallen ist. In Folge von Pandemie und Ukrainekrieg war es zu einem Einbruch der In- und Auslandsnachfrage gekommen, sodass in Summe die Exportquoten leicht gesunken waren. Dabei spiegelt die Entwicklung der Exportquote die starke Abhängigkeit der hessischen Unternehmen von der Weltwirtschaft wider. Die für Hessen wichtige Chemie- und Pharmaindustrie wies 2022 sogar eine Ex- portquote von 66 % auf und beschäftigte die meisten Menschen innerhalb des produzierenden Gewerbes (62.500 Stellen). Insgesamt gingen 65 % der Ausfuhren Hessens nach Europa. Die Eurozone war im ersten Halbjahr 2023 mit einem Anteil von 36 % das Hauptziel der hessischen Ausfuhren. Die deutschen Nachbarstaaten und Italien zählen zu den Top-Handelspartnern. Die USA erhielt den höchsten Einzelanteil an hessischen Ausfuhren (13,5 %) und spielte für in Hessen ansässige Unternehmen eine wichtige Rolle. Das Handelsvolumen mit dem asiatischen Kontinent er- reicht das gleiche Ausmaß. Innerhalb Asiens war China der wichtigste hessische Handelspartner mit 4,5 % der Ausfuhren. 1 Helaba Research &amp; Advisory, Im Fokus Finanzplatz: „Main-Metropole wichtig für Auslandsbanken“ vom 29.08.2023 Industriestruktur in Hessen Anteil am Industrieumsatz in Hessen 2022, % Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt, Helaba Research &amp; Advisory Automobilindustrie 15% Chemie/Pharma 30% Elektro 10% Ernährung 8% Gummi-, Kunststoffwaren 7% Maschinenbau 10% Metall 20% Exportquote\* leidet unter Krisen Exportquote der Industrieunternehmen, % \* Exportquote (%) = (Umsatz im Ausland / Umsatz Insgesamt) \* 100 Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt, Helaba Research &amp; Advisory 42 44 46 48 50 52 54 56 42 44 46 48 50 52 54 56 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 25. Oktober 2023 4 von 6 Der nominelle Wert der hessischen Einfuhren ist deut- lich höher als der Wert der Ausfuhren. Dieser Unter- schied wuchs stetig über die vergangenen Jahre. Im Jahr 2008 waren die Einfuhren 34 % größer als die Ausfuhren. Diese Differenz hat sich bis 2022 auf 67 % erhöht. Dieser Einfuhrüberschuss ist konträr zum Bundesdurchschnitt, welcher in der Regel einen Aus- fuhrüberschuss aufwies. Dieser Unterschied verdeut- licht, dass Hessens BIP im Vergleich zum Bund weni- ger von ausländischer Nachfrage abhängt, jedoch auf Importe angewiesen ist. Die hessischen Wachstumsraten der beiden vergan- genen Jahre in Höhe von 2,4 % (2021) und 1,6 % (2022) werden voraussichtlich dieses und nächstes Jahr nicht mehr erreicht. Optimistisch stimmt jedoch, dass Hessen im ersten Halbjahr 2023 ein positives BIP-Wachstum von 0,4 % aufwies, während Deutschlands BIP um 0,3 % geschrumpft ist. Für das kommende Jahr prognostizieren wir, dass Hessen mit 1,5 % wächst, etwas stär- ker als der Bundesdurchschnitt (1,3 %). Treibend wird die Finanzindustrie sein, deren Einlagengeschäft von dem gestiegenen Zins profitiert. Impulse für Gastronomie und Flugindustrie könnten von der anstehenden Europa- meisterschaft ausgehen. Auf dem Arbeitsmarkt wirken die Krisen der letzten Jahre nach. Seit Juni 2022 werden ukrainische Flüchtlinge nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern durch das Bürgergeld finanziert. Damit werden sie in der Arbeitslosenstatistik erfasst. Bundesweit sind schätzungsweise 0,4 Prozentpunkte des Zuwachses der Arbeits- losenquote auf ukrainische Flüchtlinge zurückzuführen. Das entspricht knapp der Hälfte des bundesweiten An- stiegs vom Tiefstand von 5,0 % im Jahr 2019 auf 5,7 % im September 2023. Die hessische Arbeitslosenquote ver- zeichnet den selben Trend und steigt im gleichen Zeitraum von 4,4 % auf 5,3 %. Damit wird der Bereich der Voll- beschäftigung von etwa vier bis fünf Prozent leicht überschritten. Mit einem Anteil von 29 % Beschäftigten in „hoch komplexen Tätigkeiten“ ist Hessen deutschlandweit gleichauf mit Bayern und Baden-Württemberg, was den Einsatz von Fachkräften betrifft. Der vergleichsweise leichte Anstieg der Arbeitslosenquote lässt sich auch damit begründen, dass Unternehmen aufgrund des zunehmenden Fachkräf- temangels zögerlich Mitarbeitende entlassen, weil es schwer ist, adäquates neues Personal zu finden. Im Um- kehrschluss bedeutet dies, dass eine hohe Nachfrage nach Fachkräften besteht, welche unzureichend durch den Arbeitsmarkt bedient wird. So standen im Jahresdurchschnitt 2022 in Hessen knapp 164.000 Arbeitslose rund 52.000 offenen Stellen gegenüber. Außerdem kamen auf 3.600 unbesetzte Ausbildungsstellen 1.700 unversorgte Bewerber und Bewerberinnen. Hessen wächst in 2023\* nur wenig Arbeitsmarkt trotz Krisen resilient Reales Bruttoinlandsprodukt, % gg. Vj. Arbeitslosenquote, % aller Erwerbspersonen \* 1. Halbjahr 2023 Quellen: Arbeitskreis VGR der Länder, Helaba Research &amp; Advisory \* Durchschnitt Januar bis September 2023 Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Helaba Research &amp; Advisory -8 -6 -4 -2 0 2 4 6 -8 -6 -4 -2 0 2 4 6 00 02 04 06 08 10 12 14 16 18 20 22 Deutschland Hessen 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 99 01 03 05 07 09 11 13 15 17 19 21 23\* Deutschland Hessen EU und USA sind Hessens größte Handelspartner Anteil an Ausfuhren, Januar bis Juli 2023, % Quellen: Statistisches Bundesamt, Hessisches Statistisches Landesamt, Helaba Research &amp; Advisory 8,5% 9,6% 9,0% 8,9% 4,5% 6,2% 13,5% 9,9% 16,9% 16,2% 4,5% 4,9% 6,0% 5,6% 5,4% 5,8% 3,9% 4,0% 4,3% 3,4% 4,4% 5,1% 5,6% 5,6% 5,5% 7,2% 7,8% 7,5% Hessen Deutschland Frankreich Niederlande Italien Österreich Spanien Belgien Übrige Eurozone Polen Großbritannien Übrige EU USA China Übriges Asien Sonstige Länder Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 25. Oktober 2023 5 von 6 Durch seine Wirtschaftsstärke erzielt Hessen überdurchschnittlich hohe Steuereinnahmen. Da Deutschland ein föderaler Staat ist und auf die Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse achtet, werden durch den Länderfinanzaus- gleich Gelder umverteilt. Neben Hamburg sorgt Hessen derzeit mit Bayern und Baden-Württemberg als Nettogeber dafür, dass die finanzschwachen Bundesländer aufholen. Die Pandemie, der Ukraine-Krieg und die Energiekrise führten zu einer Aussetzung der Schuldenbremse und zu einer Rekordneuverschuldung von Bund und Ländern. Ermöglicht wurde diese insbesondere durch Sondervermö- gen. Das Bundesfinanzministerium begann 2023 mit dem Abbau der Neuverschuldung. Der Verschuldungsgrad der Bundesländer ist sehr unterschiedlich. Die hessische Relation von Schulden zu BIP beträgt 17 % und ist somit unter dem deutschen Durchschnitt von 19 %. Mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt und Bayern konnten alle Länder 2022 ihre Pro-Kopf-Verschuldung im Vergleich zum Vorjahr reduzieren. Hessen baute diese um 6,7 % und damit nach dem stark verschuldeten Saarland (-7,2 %) am meisten ab, Deutschland erreichte einen Rückgang von 4,3 %. Das solide Schulden- und Liquiditätsmanagement steht repräsentativ für die hessische Haushaltsdisziplin, welche es ermöglicht, Zinsanstiege relativ gut zu kompensieren. Hessen ist im nationalen Vergleich durchschnittlich verschuldet Verschuldung der Bundesländer pro Einwohner in Euro, Dezember 2022 Quellen: Bundesfinanzministerium, Helaba Research &amp; Advisory 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 18.000 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 18.000 Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 25. Oktober 2023 6 von 6 Herausgeber und Redaktion Helaba Research &amp; Advisory Redaktion: Dr. Stefan Mitropoulos Verantwortlich: Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirtin/ Head of Research &amp; Advisory Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main T +49 69 / 91 32 – 20 24 Internet: www.helaba.com Disclaimer Die Publikation ist mit größter Sorgfalt be- arbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Markt- verhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Ak- tualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation ge- troffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfeh- lung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Hier können Sie sich für unsere Newsletter anmelden: https://news.helaba.de/research/

Überblick über Hessens Struktur, Wirtschaftskraft und internationale Bedeutung. Branchenvielfalt: Finanzplatz, Flughafen und mehr prägen die Wirtschaftslandschaft. Gründe, warum Hessen im nächsten Jahr um 1,5 % wächst.
