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title: "Hessen: Zahlen und Fakten"
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updated: 2026-09-28
keywords: Corona, Länder & Regionen, Bundesländer
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# Hessen: Zahlen und Fakten

Im Fokus: Bundesländer 12. Dezember 2024 © Helaba | Research &amp; Advisory | 12. Dezember 2024 1 von 6 Research &amp; Advisory Zahlen &amp; Fakten: Das Bundesland Hessen Im Gegensatz zu Deutschland wuchs Hessens Wirtschaft im ersten Halbjahr 2024. Dank seiner besonderen Wirtschaftsstruktur bleibt das Bundesland auch 2025 auf Wachstumskurs. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein föde- ral aufgebauter Staat, der aus 16 Bundeslän- dern besteht. Eines davon ist Hessen, das in der Mitte Deutschlands liegt und mit einer Flä- che von gut 21.100 km2 zu den mittelgroßen Bundesländern zählt. Hessen umfasst mit 6,4 Mio. Einwohnern rund 7,5 % der Bevölkerung Deutschlands. Zudem pendelt eine Vielzahl von Beschäftigten in das Bundesland ein. Als Arbeitsort bietet Hessen auf allen Qualifikationsstufen interessante Tätigkeitsfelder. In Hessen werden knapp 8,5 % des deutschen Bruttoinlandspro- dukts (BIP) erwirtschaftet. Damit erreicht das Bundesland eine überdurchschnittliche Wirtschaftskraft: Das hessische Pro-Kopf- BIP liegt 12,4 % über dem Bundesdurchschnitt. In puncto Produk- tivität, also BIP je Erwerbstätigen, belegt Hessen den ersten Platz unter den Bundesländern und übertrifft den Bundesdurchschnitt um 9 %. Die Wirtschaftskraft konzentriert sich vor allem auf Süd- hessen. 2021 entstanden dort 71 % des hessischen BIP. Zur glei- chen Zeit erwirtschafteten Nordhessen 16 % und Mittelhessen 13 %. Die Auswirkungen der Krisen der letzten Jahre und die Stagnation in Deutschland haben auch auf dem Arbeitsmarkt ihre Spuren hinterlassen. Die deutsche Arbeitslosenquote ist von ihrem Tiefstand 2019 von 5,0 % auf durchschnittlich 6,0 % in diesem Jahr (Jan.-Nov.) gestiegen. Im selben Zeitraum erhöhte sich die Arbeitslosenquote in Hessen von 4,4 % auf 5,5 %. Damit wird der Bereich der Vollbe- schäftigung von etwa 4 % bis 5 % leicht überschritten. Auch den internationalen Vergleich muss Hessen nicht scheuen. So erwirtschaftet das Bundesland ein BIP in der- selben Größenordnung wie Dänemark (vgl. Chart S. 2). Als unabhängiges Land würde Hessen bei der Wirtschafts- kraft den 11. Platz von 27 EU-Staaten einnehmen. Der Pro-Kopf-Output liegt 37 % über dem Durchschnitt der EU- Staaten und auf Augenhöhe mit den skandinavischen Ländern. Während die wirtschaftlichen Turbulenzen 2023 die Wirtschaftsleistung wohlhabender EU- Staaten wie Österreich (-0,8 %), Finn- land (-1,0 %) und Schweden (-0,2 %) schrumpfen ließen, konnte Hessen ein Wachstum von 1,2 % verzeichnen. Paul Richter Immobilien- &amp; Regionalanalyse T 069/91 32-79 58 Hessens wächst überdurchschnittlich Reales BIP, 1. Halbjahr 2024 Quellen: VGR der Länder, Helaba Research &amp; Advisory Hessen 0,2 % Thüringen -1,2 % Schleswig- Holstein 1,1 % Mecklenburg- Vorpommern 3,1 % Hamburg 2,2 % Nieder- sachsen 0,0 % Bremen -1,0 % Brandenburg -0,4 % Berlin 0,3 % Sachsen- Anhalt -0,5 % Sachsen -0,7 % Bayern -0,6 % Baden- Württemberg -1,3 % Nordrhein- Westfalen 0,1 % Rheinland- Pfalz -0,5 % Saarland -0,4 % Ausgewählte Kennzahlen Deutschland Hessen Fläche km² 357.600 21.115 Einwohner 2023 Mio. 84,67 6,42 BIP nominal 2023 Mrd. Euro 4.121 351 BIP pro Einwohner 2023 Euro 48.750 54.806 BIP pro Erwerbstätigen 2023 Euro 89.721 97.753 Arbeitslosenquote, JD Jan.-Nov. 2024 % 6,0 5,5 Quellen: VGR der Länder, Bundesagentur für Arbeit, Helaba Research &amp; Advisory Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 12. Dezember 2024 2 von 6 Ausschlaggebend für die ökonomische Resilienz Hessens ist die besondere Wirtschaftsstruktur: Die hessische Industrie ist im nationalen Vergleich unter- und der Dienstleistungssektor überdurchschnittlich stark an der Brut- towertschöpfung beteiligt. Außerdem kann kein anderes Bundesland gleichzeitig ein bedeutendes Finanzzentrum, einen internationalen Flughafen und einen namhaften Messestandort vorweisen. Dies spiegeln auch die statistischen Daten wider: Fast ein Drittel der hessischen Bruttowertschöpfung entsteht im Wirtschaftsbereich „Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister“. Ein Viertel des Outputs steuert der Sektor „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information/Kommunikation“ bei. Die Finanz- und Unternehmens- dienstleistungen verzeichneten 2023 in Hessen ein Wachstum von 2,4 % innerhalb des Dienstleistungssektors, während der Anstieg in Deutschland lediglich 0,6 % betrug. Aufgrund des größeren Anteils dieser Dienstleistun- gen an der gesamten Wirtschaft haben diese in Hessen einen stärkeren Einfluss auf das BIP insgesamt. Ebenso entwickelten sich „Öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit“ in Hessen mit 2,2 % überdurchschnittlich (Deutschland: 1,2 %) Die starke Logistikbranche rund um den Frankfurter Flughafen ist ebenfalls repräsentativ für Hessen. Das Frank- furter Kreuz ist einer der meistbefahrensten Verkehrsknotenpunkte Europas und die Häfen an Rhein und Main ver- binden die Region mit den niederländischen Seehäfen. Dass die Luftfahrtbranche in Hessen im Vergleich zur Bun- desebene ein deutlich höheres Gewicht hat, wirkt sich stark auf das hessische BIP aus. So ging das hessische BIP während der Pandemie 2020 um preisbereinigt 5,1 % zurück, während die deutsche Wirtschaftsleistung um 3,8 % schrumpfte. Der Frankfurter Flughafen, Deutschlands größte Ar- beitsstätte, beschäftigt etwa 80.000 Menschen und ist Drehkreuz für Güter und Reisende aus der ganzen Welt. Von Januar bis Oktober 2024 wurden am Frank- furter Flughafen 29 % des Passagier- und 42 % des Frachtaufkommens im gesamten deutschen Luftver- kehr abgefertigt. Somit nimmt der Flughafen unange- fochten Platz 1 innerhalb Deutschlands ein. Die Luft- fahrt, die besonders stark von den jüngsten Krisen betroffen war, hat sich inzwischen erholt und nähert sich dem Niveau von 2019 an. Im Jahr 2023 reisten rund 59 Millionen Passagiere über den Frankfurter Flughafen. Für den geplanten Betriebsstart des Termi- nal 3 im Jahr 2026 ist eine weitere Erhöhung der Pas- sagier- und Frachtzahlen notwendig. Hierdurch wird die Kapazität im Vollausbau um 25 Millionen Reisende pro Jahr erhöht. Reiseverkehr und Fracht haben sich erholt Jahresdurchschnitt 2019=100 Quellen: Fraport, Helaba Research &amp; Advisory 0 20 40 60 80 100 120 140 0 20 40 60 80 100 120 140 20 21 22 23 24 Fracht Passagiere Wohlstand auf hohem europäischen Niveau Großer Finanzplatz prägt Hessen Jeweilige Preise 2023, Mrd. Euro Tsd. Euro Anteil an der Bruttowertschöpfung 2023, % Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt, Helaba Research &amp; Advisory Quellen: Arbeitskreis VGR der Länder, Helaba Research &amp; Advisory 0 10 20 30 40 50 60 70 0 100 200 300 400 500 600 Hessen Österreich Schweden Dänemark Finnland BIP pro Einwohner BIP Hessen Deutschland Öffentliche und sonstige Dienstleister Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information/Kommunikation Baugewerbe Produzierendes Gewerbe (ohne Bau) Land-, Forstwirtschaft 19,0 32,5 24,3 5,2 18,6 0,3 21,9 25,2 21,4 6,2 24,5 0,8 Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 12. Dezember 2024 3 von 6 Die Messe Frankfurt zählte 2023 mit rund 4,3 Millionen Besuchern und einer Grundfläche von fast 600 Tausend Quadratmetern zu den weltweit wichtigsten Messeplätzen und ist ein bedeutendes Asset, welches die internatio- nale Ausrichtung Hessens verstärkt. Nach dem Rekordjahr 2019, in dem die Messe einen Umsatz von 733 Millio- nen Euro erzielte, brach dieser infolge der Pandemie auf 154 Millionen Euro 2021 ein. Doch mit der Lockerung pandemiebedingter Restriktionen stiegen die Umsätze wieder. Für 2024 strebt die Messe Frankfurt einen neuen Umsatzrekord von 780 Millionen Euro an. Hinter der außergewöhnlichen Branchenzusammen- setzung Hessens steht vor allem der Finanzplatz Frankfurt. Dieser ist Hauptsitz von Geschäftsbanken, Unternehmensberatungen, der Bundesbank sowie der Europäischen Zentralbank. Zusätzlich soll Anfang 2025 die neue EU-Behörde Anti-Money-Laundering Authority (AMLA) eröffnen. Für diese Institutionen er- zeugt die Tiefe des Finanzstandortes attraktive Netz- werkeffekte. Die wachsende internationale Bedeutung Frankfurts lässt ebenfalls der stete Anstieg der Zahl der Bankangestellten erkennen, der nach dem Brexit an Dynamik gewann. Wir erwarten, dass die Frankfur- ter Bankbeschäftigung bis Ende 2025 um 4 % auf rund 73.500 Mitarbeitende steigen wird.1 Das Produzierende Gewerbe (ohne Bau) spielt in Hessen mit einem Anteil von rund 19 % an der Bruttowertschöp- fung eine kleinere Rolle als bundesweit mit knapp 25 %. Dennoch sind rund 386.000 Menschen in der hessischen Industrie beschäftigt, die 114 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2023 generierte. Innerhalb der industriellen Produktion gibt es deutliche Schwerpunkte: So dominieren mit 28 % des Industrieumsatzes der Bereich Chemie &amp; Pharma. Die Automobilindustrie und die Metallbranche erwirtschafteten 18 % bzw. 17 % des Industrieumsatzes. Bundes- weit dominieren dagegen der Automobil- und der Maschinenbau. Die Ausfuhrstatistik der Industrieunternehmen verdeutlicht die Unterschiede zwischen dem Chemie-Standort Hes- sen und der Autonation Deutschland. Der Anteil von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen an den hes- sischen Ausfuhren ist nahezu doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt. Umgekehrt liegt der deutsche An- teil an Kraftwagen und Kraftwagenteilen an den Exporten ebenfalls fast doppelt so hoch wie der hessische Anteil. 1 Helaba Research &amp; Advisory, Im Fokus Finanzplatz: Bankbeschäftigung steigt - trotz Fachkräftemangel vom 08.10.2024 Chemie &amp; Pharma dominieren Industriestruktur Anteil am Industrieumsatz in Hessen 2023, % Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt, Helaba Research &amp; Advisory Automobilindustrie 18% Chemie/Pharma 28% Maschinenbau 10% Elektro 11% Metall 17% Gummi-, Kunststoffwaren 7% Ernährung 9% Handel mit Chemie &amp; Pharma wichtig für Hessen Bedeutung des Welthandel wächst Anteil an Gesamtwert der Ausfuhren 2023, % Exportquote der Industrieunternehmen, % Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Research &amp; Advisory \* Exportquote (%) = (Umsatz im Ausland / Umsatz Insgesamt) \* 100 Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt, Helaba Research &amp; Advisory 0 5 10 15 20 Kfz, Kfz-Teile Metalle Maschinen Pharma Chemische Erzeugnisse Hessen Deutschland 40 42 44 46 48 50 52 54 56 58 60 40 42 44 46 48 50 52 54 56 58 60 2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 Deutschland Hessen Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 12. Dezember 2024 4 von 6 Die Exportquoten der hessischen Industrieunternehmen sind in den letzten 19 Jahren von knapp 46 % auf rund 54 % gestiegen. Der Einbruch der In- und Auslandsnachfrage in Folge von Pandemie und Ukrainekrieg ist mittler- weile überwunden. Die Entwicklung der Exportquote verdeutlicht, wie stark die hessischen Unternehmen von der Weltwirtschaft abhängig sind, sowohl als Quelle ihres Wohlstands als auch als Auslöser von Konjunkturschwan- kungen. Eine zunehmende Exportquote bedeutet, dass der inländische Markt im Vergleich zu internationalen Absatzmärk- ten an Bedeutung verliert. Dies kann vorteilhaft für eine Volkswirtschaft sein, da es zu einer Diversifizierung führt und die Abhängigkeit von der inländischen Konjunktur verringert. Der Umsatzanteil Deutschlands an den Erlösen der hessischen Industrieunternehmen sank von ungefähr 54 % im Jahr 2005 auf 45 % im Jahr 2024. Im Gegenzug stieg im gleichen Zeitraum der Anteil der Eurozone um einen Prozentpunkt und der des sonstigen Auslands um acht Prozentpunkte. Deutschlands und Hessens Ausfuhrziele und Anteile sind sehr ähnlich. 54 % der Ausfuhren Hessens gingen 2023 nach Europa. Die Nachbarstaaten und Italien zählen zu den Top-Handelspartnern. Auch die USA spielen für in Hes- sen ansässige Unternehmen eine wichtige Rolle und liegen sogar auf Platz 1 der wichtigsten Exportländer. Das Handelsvolumen mit dem asiatischen Kontinent erreichte ein vergleichbares Ausmaß. Innerhalb Asiens war China der wichtigste hessische Handelspartner. Einer Verschärfung der globalen Handelskonflikte würden der exportorientierten hessischen Wirtschaft schaden. Denn protektionistische Maßnahmen verringern Handelsvolu- mina, hemmen die produktivitätsfördernde Arbeitsteilung und verteuern Zwischengüter. Dies hätte ein geringeres Wachstum und Preissteigerungen zur Folge. Deutschlands handelt am meisten mit der EU… …Hessen genauso Anteil am Ausfuhrwert 2023, % Anteil am Ausfuhrwert 2023, % Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Research &amp; Advisory Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Research &amp; Advisory Rest der Welt 24 % USA 10 % China 6 % Übrige EU 29 % Frankreich 8 % Niederlande 7 % Polen 6 % Italien 5 % UK 5 % Rest der Welt 22 % USA 12 % China 5 % Übrige EU 29 % Frankreich 8 % Niederlande 6 % Polen 6 % Italien 5 % UK 6 % Globale Märkte unverzichtbar für die Industrie Hessens Arbeitslosenquote stets relativ niedrig Anteil am Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe nach Destination, % Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen, % Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Research &amp; Advisory Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Research &amp; Advisory 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 Deutschland Sonstige Destinationen Eurozone 0 2 4 6 8 10 12 14 0 2 4 6 8 10 12 14 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Deutschland Hessen Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 12. Dezember 2024 5 von 6 Neben dem Außenhandel sind ausländische Direktinvestitionen ein wichtiger Indikator für die internationale Verflechtung des Bundeslandes. Gemäß der Bundesbank betrugen die ausländischen Direktinvestitionen in Hes- sen zum Jahresende 2022 insgesamt 150 Mrd. Euro. Mit rund 42.000 Euro je erwerbstätiger Person lag Hessen damit an der bundesweiten Spitze und deutlich über dem Bundesdurchschnitt von knapp 15.000 Euro. Die wich- tigsten internationalen Kapitalgeber Hessens sind die USA (37 %) und die EU (32 %). Allein auf die Finanzindust- rie und dem Finanzplatz Frankfurt entfielen zum Jahresende 2022 knapp 65 % der Investitionen. Durch seine Wirtschaftsstärke erzielt Hessen überdurchschnittlich hohe Steuereinnahmen und ist Nettogeber im Länderfinanzausgleich. Die Verschuldung der Bundesländer ist sehr unterschiedlich. Mit einem Schuldenstand von 6.400 Euro pro Einwohner zum 31.12.2023 liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Hessen unter dem Durchschnitt der Bundesländer. Im Juli 2023 hat das Bundesland seinen zweiten Green Bond ausgegeben. Mit einem Volumen von einer Mrd. Euro und einer Laufzeit von zehn Jahren ist er die bislang größte grüne Anleihe eines deutschen Bundeslandes und ermöglicht Investoren, finanzielle Mittel ökologisch nachhaltig zu investieren. Investitionen in grüne Technologien und Künstliche Intelligenz bieten Chancen für technologische Fortschritte. In Hessen werden 3,1 % des BIP für Forschung und Entwicklung verwendet. Dies ist im nationalen Vergleich leicht überdurchschnittlich, aber deutlich weniger als im besonders industriell geprägten Baden-Württemberg. Allein 4,7 % der dortigen Forschungsausgaben wurden von der privaten Wirtschaft gestemmt, in Hessen nur 2,2 %. Vor allem durch eine angebotsfreundliche Standortpolitik könnten Bundesländer innovative Unternehmen besser unterstützen und so die privaten Forschungsinvestitionen steigern. Diese sind wichtig, um durch neue Technologien Produktivitätssteigerungen und lang- fristiges Wachstum zu generieren. Die hessischen Wachstumsraten der beiden vergan- genen Jahre in Höhe von 1,5 % (2022) und 1,2 % (2023) werden voraussichtlich dieses und nächstes Jahr nicht erreicht. Aufgrund seiner besonderen Wirt- schaftsstruktur konnte Hessen im ersten Halbjahr 2024 zumindest geringfügig um 0,2 % zulegen, wäh- rend das deutsche (nicht-kalenderbereinigte) BIP um 0,2 % schrumpfte. Wir prognostizieren, dass Hessen 2024 insgesamt um 0,5 % und 2025 mit 1,1 % wach- sen wird. Somit wird das Bundesland 2025 erneut ein stärkeres (nicht-kalenderbereinigtes) Wirtschafts- wachstum als der Bundesdurchschnitt verzeichnen, für den wir 0,6 % erwarten. Steigerungspotenzial für Forschungsausgaben Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2022, % am BIP Quellen: Statistisches Bundesamt, Helaba Research &amp; Advisory 0 1 2 3 4 5 6 0 1 2 3 4 5 6 Wirtschaft Hochschulen Staat Hessen wächst etwas stärker als Deutschland Reales Bruttoinlandsprodukt, % gg. Vj. \* 1. Halbjahr 2024 Quellen: Arbeitskreis VGR der Länder, Helaba Research &amp; Advisory -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 -8 -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 00 02 04 06 08 10 12 14 16 18 20 22 24\* Hessen Deutschland Im Fokus: Das Bundesland Hessen © Helaba | Research &amp; Advisory | 12. Dezember 2024 6 von 6 Herausgeber und Redaktion Helaba Research &amp; Advisory Redaktion: Dr. Stefan Mitropoulos Verantwortlich: Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirtin/ Head of Research &amp; Advisory Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main T +49 69 / 91 32 – 20 24 Internet: www.helaba.com Disclaimer Die Publikation ist mit größter Sorgfalt be- arbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Markt- verhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Ak- tualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation ge- troffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfeh- lung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Hier können Sie sich für unsere Newsletter anmelden: https://news.helaba.de/research/

Hessens Wirtschaft wächst, während die deutsche stagniert. Finanzplatz Frankfurt, Flughafen und Messe prägen das hessische Wirtschaftsbild. Dank des besonderen Branchenmix bleibt das Bundesland 2025 auf Wachstumskurs.
