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title: "Im Fokus Branchen: Deutsche Industrie vor lang ersehntem Aufschwung"
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updated: 2026-09-28
keywords: Branchen
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# Im Fokus Branchen: Deutsche Industrie vor lang ersehntem Aufschwung

Im Fokus: Branchen 21. Juni 2024 © Helaba | Research &amp; Advisory | 21. Juni 2024 1 von 7 | Research &amp; Advisory Deutsche Industrie vor lang ersehntem Aufschwung Die deutsche Industrie hat strukturelle Nachteile, vor allem bei den Energiekosten. Auch belastet der Fach- kräftemangel. Die Industrieproduktion dürfte 2024 nochmal um 2 % sinken, allerdings mit einer Trendwende im Verlauf. Erst für 2025 ist ein Produktionsplus von schätzungsweise 1,5 % zu erwarten. Zyklische Branchen wie die Chemieindustrie sind mit vorne dabei. Im Maschinenbau kündigt sich ebenfalls eine Besserung an. Andere Investitionsgüterbranchen bremsen noch. Hier dürfte der Aufschwung später einsetzen. Die deutsche Industrie hat nach dem Aufholprozess infolge der Pandemie ab Ende 2020 kein Wachstum mehr erzielen können und im Verlauf von 2023 sogar einen Rückgang der Produk- tion hinnehmen müssen. Im vierten Quartal 2023 lag die Erzeugung im Verarbeitenden Ge- werbe 5,4 % niedriger als drei Jahre zuvor. Eine derartig lange Schwächephase war im wie- dervereinigten Deutschland zuvor nicht vorgekommen. Dies hat auch das Wirtschafts- wachstum Deutschlands belastet. Das Bruttoinlandsprodukt hat sich seit acht Quartalen ab- gesehen von kleineren Schwankungen nicht bewegt. Nun scheint sich allerdings eine Erholung sowohl der gesamten Volkswirtschaft als auch der Industrie anzubahnen, auch wenn das ifo Geschäftsklima im Mai nach drei Anstiegen in Folge unverändert geblieben ist. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2024 jedoch nur um 0,5 % zulegen. Für 2025 erwarten wir dann ein stärkeres Plus von kalenderbereinigt 1,4 %. Die Impulse kommen von steigenden Realeinkommen der privaten Haushalte, die zu höheren Konsumaus- gaben führen. Frühindikatoren des globalen Handels wie der Containerumschlag signalisieren ebenfalls eine Besserung, wovon der deutsche Außenhandel bereits profitiert, z.B. bei den Exporten in die USA. Bremsen wird weiterhin der Bau; auch von den Ausrü- stungen in Deutschland gehen kaum Impulse aus. In der Industrie signalisieren Frühzyklikern wie die Chemie eine klare Trendwende, während die großen Investitionsgüterbranchen die Produktion auch 2024 noch bremsen werden. Von Februar bis April 2024 ist die Erzeugung des Verarbeitenden Gewerbes um 1,3 % gegenüber den drei Monaten zuvor gestiegen. Die Auftragseingänge sanken hingegen nochmal deutlich um 5,5 %. Ohne verzerrende Großaufträge lag das Minus nur bei 1,3 %. Das bessere industrielle Geschäftsklima lässt zwar die Hoffnung keimen, dass eine Trendwende bevorsteht. Allerdings dürfte die Produktion des Verarbeiten- den Gewerbes 2024 insgesamt um rund 2 % sinken. Das wäre der dritte Rückgang in Folge. Dr. Stefan Mütze Konjunktur/Branchen Tel. 0 69/91 32-38 50 Deutsche Industrie: Lange ohne Wachstum Verarbeitendes Gewerbe, Index: 2021 = 100 Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Im Fokus: Branchen © Helaba | Research &amp; Advisory | 21. Juni 2024 2 von 7 Hohe Energiepreise und schwacher Welthandel haben belastet Die lange wirtschaftliche Schwächephase lässt sich nicht allein durch den Konjunkturzyklus erklären. Vielmehr weist die deutsche Industrie Wettbewerbsprobleme auf. Eine Umfrage der Deutschen Bundesbank bei rund 7.400 Unternehmen hat ergeben, dass die wichtigsten Hemmnisse für die Kapitalbildung neben dem schlech- ten makroökonomischen Umfeld die hohen Energie- und Lohnkosten, der Arbeits- und Fachkräftemangel sowie die unsicheren regulatorischen Rahmenbedin- gungen sind.1 Wichtige Branchen der Grundstoffindustrie litten ins- besondere unter der Energiekrise mit exorbitant ho- hen Preisen, die auf den Angriffskrieg Russlands folgte. Die Gasversorgung musste auf den Bezug von Flüssiggas umgestellt werden. Die Gaspreise haben sich zwar hierzulande wieder deutlich zurückgebildet. Allerdings kommen diese Rückgänge entsprechend der Vertragsdauer erst mit Zeitverzug bei den Unterneh- men an. Zudem liegen sie weiterhin höher als in frühe- ren Jahren, auch weil die Kosten der Bereitstellung von Flüssiggas höher sind als bei leitungsgebundenem Gas. Die Strompreise sind im internationalen Vergleich hoch. Die Unternehmen insbesondere in energieintensiven Branchen wie der Chemie- oder der Metallbranche mussten hierauf reagieren. Produktionskürzungen, Verlagerun- gen und eine höhere Energieeffizienz waren die Folgen. Dies zeigt der Vergleich der Nettoproduktion energieintensiver Branchen mit der im gesamten Verarbeitenden Gewerbe. Zu diesen Wirtschaftszweigen zählt das Statistische Bundesamt die Herstellung von chemischen Erzeug- nissen, die Metallerzeugung und -verarbeitung, Kokereien und Mineralölverarbeitung, die Herstellung von Glas und -waren, Keramik, Steine und Erden sowie die Herstellung von Papier und Pappen. Diese fünf Wirtschafts- zweige tragen 17 % zur deutschen Bruttowertschöpfung bei, benötigen aber 77 % des industriellen Energiever- brauchs. Besonders energie- intensiv ist die Herstellung von chemischen Erzeugnis- sen. Sie hat mit 36,7 % den höchsten Anteil am gesamten Erdgasverbrauch der Indu- strie. Erdgas wird hier nicht nur energetisch genutzt, son- dern dient zu mehr als einem Drittel als Ausgangsstoff für die Herstellung von chemi- schen Produkten wie etwa Düngemitteln. Ab 2022 erlitten diese ener- gieintensiven Bereiche ei- nen Produktionseinbruch von in der Spitze rund 20 %, während das Verarbeitende Gewerbe ohne diese fünf Wirtschaftszweige nur einen Rückgang von rund 4 % aufwies. Die Differenz dürfte sich wesentlich auf die Verän- derungen der Wettbewerbsfähigkeit aufgrund gestiegener Energiepreise zurückführen lassen. 1 Konjunktur in Deutschland | Deutsche Bundesbank vgl. Monatsbericht Mai, Exkurs Energieintensive Branchen mit Problemen Nettoproduktion, Index: Januar 2022 = 100 Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Starke Schwankungen in der Automobilindustrie Nettoproduktion, saisonbereinigt, Index: Januar 2017 = 100 \*ohne Pharma Quellen: Feri, Helaba Research &amp; Advisory 50 70 90 110 50 70 90 110 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Maschinenbau Chemie- industrie\* Elektroindustrie Automobilindustrie 15 Im Fokus: Branchen © Helaba | Research &amp; Advisory | 21. Juni 2024 3 von 7 Die Anpassungsprozesse sind mittlerweile weit fortgeschritten. Der jüngste Produktionsanstieg deutet zudem darauf hin, dass die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen nicht unterschätzt werden sollte. Produktionssteige- rungen dürften daher im weiteren Jahresverlauf auch in energieintensiven Bereichen wieder möglich sein. Chemieindustrie Vorreiter des Aufschwungs Dies wird in der Chemieindustrie deutlich, bei der mittlerweile ein Aufschwung beginnt. Von Januar bis April 2024 lagen die Auftragseingänge der Branche preisbereinigt immerhin um 3,9 % über Vorjahresniveau (vgl. Grafik S. 4). Die Produktion stieg im gleichen Zeitraum um knapp 3 %. Die Abnehmer chemischer Produkte ha- ben in den letzten Quartalen ihre Lagerbestände ab- gebaut. Nun beginnt der Lagerzyklus zu drehen. Dies zeigt sich darin, dass Aufträge und Produktion bei chemischen Grundstoffen, die besonders zyklisch verlaufen, überdurchschnittlich zulegten. Auch bei den konsumabhängigen Sparten, wie der Herstellung von Seifen, Wasch- und Körperpflegemittel, scheint die Zurückhaltung der Konsumenten nachzulassen. Die Auftragseingänge legten hier bis April um 5,4 % gegenüber Vorjahr zu. Wieder steigende Reallöhne und eine bessere Beschäftigungslage in Deutschland erhöhen die Ausgabenneigung. Dies dürfte dieser Sparte zugutekommen. 2024 sollte die Chemieindustrie mit einem Produkti- onsplus von 4 % (ohne Pharma) abschließen können. Die höhere Auslastung der Anlagen wird sich zudem positiv auf die Ertragslage der Branche auswirken. Bereits jetzt tragen die strikten Kostensparprogramme in vielen Unter- nehmen erste Früchte, so dass mit weiteren Gewinnsteigerungen zu rechnen ist. Die Pharmaindustie dürfte 2024 ein Produktionsplus von rund 1 % erzielen, so dass sich der Zuwachs für die gesamte Chemiebranche auf rund 3 % belaufen wird. Automobilindustrie auf dem Weg der Transformation Die deutsche Industrie ist aber nicht nur mit strukturellen Schwierigkeiten am Anfang der häufig energieintensi- ven Wertschöpfungskette konfrontiert, z. B. in der Chemie- oder Stahlindustrie. Auch am Ende der Wertschöp- fungskette gibt es vor allem in der Automobilindustrie Herausforderungen im Zuge der Transformation hin zur Elektromobilität. Dies zeigt sich eindrucksvoll an der langfristigen Entwicklung der Nettoproduktion der deutschen Automobilindustrie, die in den neunziger Jahren bis 2008/2009 noch deutlich gewachsen ist. Nach der Erholung von der Finanzkrise hat die Dynamik bereits nachgelassen und den pandemiebedingten Ein- bruch hat die Branche bislang nicht aufgeholt. Aller- dings hat sich die Bruttowertschöpfung, die im Gegen- satz zur Produktion keine Vorleistungen enthält, deut- lich besser entwickelt. Dies deutet darauf hin, dass die Unternehmen weniger Vorleistungen aus dem Ausland beziehen und ihren Wertschöpfungsanteil erhöht ha- ben. So werden Standardmodelle im Ausland produ- ziert, während die Fahrzeuge im Premium-Segment mit hoher Wertschöpfung am Standort Deutschland kon- zentriert werden. Eine Betrachtung nur des Produktionsindex überzeichnet deswegen die Wettbewerbsprobleme der Branche. Tiefpunkt bei Grundstoffen schon Anfang 2023 Nettoproduktion, saisonbereinigt, geglättet, Index: Januar 2020 = 100 Quellen: Feri, Helaba Research &amp; Advisory 70 80 90 100 110 120 70 80 90 100 110 120 2020 2021 2022 2023 2024 Chemische Erzeugnisse Sonstige chemische Erzeugnisse Chemische Grundstoffe Seifen, Wasch- u. Körperpflegeprodukte Mehr Wertschöpfung pro Automobil Automobilindustrie, Index: 1995 = 100 \*2022/2023 eigene Schätzungen mit Hilfe deflationierter nominaler Werte Quellen: Feri, Helaba Research &amp; Advisory 50 100 150 200 250 300 50 100 150 200 250 300 1995 1999 2003 2007 2011 2015 2019 2023 Bruttowertschöpfung\* Nettoproduktion Im Fokus: Branchen © Helaba | Research &amp; Advisory | 21. Juni 2024 4 von 7 Die Konkurrenz vor allem chinesischer Hersteller bei Elektrofahrzeugen wird auch im Premium-Segment konti- nuierlich stärker. Der frühere Wettbewerbsvorteil bei Verbrennerfahrzeugen verliert durch den Umstieg zur neuen Antriebstechnik an Bedeutung. Dies dürfte deutsche Hersteller und den hiesigen Standort belasten. Hinzu kommt der Strukturwandel bei den Zulieferern, die ebenfalls die Transformation bewältigen müssen. Die um sich greifende Einschränkung des freien Handels wird insbesondere für deutsche Hersteller zu einem zusätzlichen Problem. Die USA haben die Importzölle auf Elektroautos aus China von 25 % auf 100 % drastisch erhöht. Dies könnte zu einer stärke- ren Exportoffensive der chinesischen Hersteller nach Europa führen. Sollte sich die EU ebenfalls mit höhe- ren Zöllen dagegen wehren, drohen Gegenmaßnah- men. Deutsche Hersteller produzieren auch in China und exportieren viele Fahrzeuge von dort. Die Produktion am Standort Deutschland ist von Ja- nuar bis April 2024 um fast 9 % gegenüber Vorjahr eingebrochen, auch wegen vorübergehender Werks- stilllegungen. Zudem sind die Auftragsbestände zu- letzt drastisch zurückgegangen und bei den Neuzu- lassungen ist sowohl in Europa als auch in den USA wenig Bewegung zu erkennen. 2024 muss daher mit einem erheblichen Produktionsrückgang von 5 % gerechnet werden. Trendwende im Maschinenbau – noch nicht in der Elektrotechnik Im Maschinenbau sind die Auftragseingänge im Vorjahresvergleich zwar noch deutlich im Minus, im Verlauf je- doch zuletzt gestiegen. Die Impulse aus dem Ausland waren stärker als aus dem Inland. Im Gegensatz zur chemi- schen Industrie und dem Automobilbau profitieren die Unternehmen dieser Branche zudem weiterhin von verhält- nismäßig hohen Auftragsbeständen, die sich im Zuge der Lieferkettenprobleme durch Corona aufgebaut hatten. Da die Nettoproduktion im bisherigen Jahresverlauf noch deutlich unter Vorjahresniveau liegt, wird sie 2024 um schätzungsweise 3 % niedriger ausfallen als im Jahr zuvor. Die mittelfristigen Perspektiven des Maschinenbaus sind gut. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz ist das große Thema in der Branche. Maschinen und ganze Systeme können hierdurch beispielsweise in der Landtechnik effizienter und auch nachhaltiger werden. Der Maschinenbau wird zunehmend als „Unterstützer“ der grünen Transformation der globalen Industrie gefragt sein. Vernetzte Fabriken und digitalisierte Produktionsprozesse basieren auf entsprechenden intelligenten Maschinen. Diese Trends helfen auch der deutschen Elektrotechnik. Hier kommt als Impulsgeber zusätzlich die Elektrifizierung der Produktion und der Produkte hinzu. Wenig Bewegung bei den Neuzulassungen Light Vehicles, Mio. p.a. Pkw, Mio., saisonbereinigt Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Mehr Aufträge im Maschinenbau Elektroindustrie mit hohen Auftragsbeständen Reale Auftragseingänge, Januar 2021 = 100, saisonbereinigt, geglättet Auftragsbestände, Index: 2021 = 100 \*ohne Pharma Quellen: Feri, Helaba Research &amp; Advisory \*ohne Pharma Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory 70 80 90 100 110 120 130 140 70 80 90 100 110 120 130 140 2021 2022 2023 2024 Automobilindustrie Chemieindustrie\* Maschinenbau Elektroindustrie Im Fokus: Branchen © Helaba | Research &amp; Advisory | 21. Juni 2024 5 von 7 Allerdings ist bei der Auftragsvergabe an die Elektrotechnik bislang noch keine Trendwende festzustellen. Im- merhin haben die Unternehmen hier nach wie vor hohe Auftragsbestände (vgl. Grafik S. 4), mit denen sie die schwierige Zeit überbrücken können. Die Nettoproduktion ist in der klassischen Elektrotechnik der Ausrüstungen deutlicher gesunken als bei den Datenverarbeitungsgeräten inklusive der elektronischen und optischen Geräte. Die gesamte Nettoproduktion dürfte 2024 um 4 % schwächer ausfallen. Ernährungsindustrie profitiert von der Europameisterschaft Die deutsche Ernährungsindustrie wird häufig unterschätzt. Sie hat aber einen Anteil am Umsatz des Verarbei- tenden Gewerbes von fast 10 % und damit ähnlich viel wie die deutsche Chemieindustrie inklusive Pharma. Im Gegensatz zu den anderen hier dargestellten Branchen konzentriert sich die Ernährungsindustrie auf das Inland, in dem rund drei Viertel der Umsätze generiert werden. Die schnelle Verderblichkeit vieler Waren führt dazu, dass die Exporte auf Europa konzentriert sind. Die Erzeugung ist seit Jahresbeginn kontinuierlich gestiegen. Die Normalisierung bei den Lebensmittelpreisen dürfte das Kon- sumentenvertrauen auch in diesem Bereich allmählich verbessern. Die Ernährungsindustrie sollte zudem von der Europameisterschaft im eigenen Land, z.B. bei Getränken, profieren können, so dass die Nettoproduktion 2024 um rund 1,5 % zulegen dürfte. Unternehmen vorsichtig bei Personalabbau Die deutschen Industriebranchen haben bereits vor der Corona-Pandemie Produktionsrückgänge hinnehmen müssen (vgl. Grafik S. 2). Nach dem Einbruch 2020 kam es zur Erholung, die vom Ukraine-Krieg und der Energie- krise beendet wurde. Dies hat die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in sehr unter- schiedlichem Ausmaß beein- flusst. In der Automobilindu- strie spiegelt sich der struktu- relle Wandel in einem deutli- chen Beschäftigungsrückgang wider, der allerdings mittler- weile ausgelaufen ist. Trotz der hohen Energieintensität ist die Beschäftigung in der Chemiein- dustrie ohne Pharma nur we- nig reduziert worden. Ernährungsindustrie fünftgrößte Branche in Deutschland Umsätze, Mrd. Euro \*inklusive Pharma Quellen: Feri, Helaba Research &amp; Advisory 0 100 200 300 400 500 600 700 0 100 200 300 400 500 600 700 Autoindustrie Maschinenbau Elektroindustrie Chemieindustrie\* Ernährungsindustrie 2021 2022 2023 Maschinenbau erhöht seine Beschäftigung Beschäftigung, Index: Januar 2015 = 100, saisonbereinigt Quellen: Feri, Helaba Research &amp; Advisory 98 100 102 104 106 108 110 112 114 98 100 102 104 106 108 110 112 114 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Maschinenbau Chemieindustrie\* Automobilindustrie Elektroindustrie Im Fokus: Branchen © Helaba | Research &amp; Advisory | 21. Juni 2024 6 von 7 Die Elektroindustrie hat lange Zeit von den strukturellen Trends und den hohen Auftragsbeständen profitieren können. Hier wurden weiter Mitarbeiter eingestellt. Erst in den letzten Monaten wirkt sich die schwächere Kon- junktur negativ aus. Alle Branchen stehen der Herausforderung des Fachkräftemangels gegenüber. Entlassun- gen dürften sich deswegen in einem möglicherweise stärkeren künftigen Aufschwung rächen. Man versucht des- wegen, das Personal möglichst zu halten. 2025 wird der Aufschwung breiter In der laufenden Konjunkturerholung sind Dienstleister die primären Treiber. Nach wie vor ist dieser Sektor der optimistischste in der deutschen Wirtschaft. Die Industrie ist teilweise mit strukturellen Problemen konfrontiert, die das Wachstum bremsen. Einige Wirtschaftszweige wie der Luft- und Raumfahrzeug- bau bzw. die Rüstungsindu- strie stehen zwar einer auch mittelfristig hohen Nachfrage gegenüber. Ihr Gewicht am Ver- arbeitenden Gewerbe ist aller- dings zu gering, um zu einer nennenswert stärkeren Dyna- mik beizutragen. Trotz allem dürfte das Verarbeitende Ge- werbe 2025 wieder ein Produk- tionsplus von schätzungsweise 1,5 % erreichen und damit stär- ker als das Bruttoinlandspro- dukt (1,4 %) expandieren. Dienstleister weiterhin am optimistischsten ifo Geschäftsklima, Saldo Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Im Fokus: Branchen © Helaba | Research &amp; Advisory | 21. Juni 2024 7 von 7 Herausgeber und Redaktion Helaba Research &amp; Advisory Redaktion: Dr. Stefan Mitropoulos Verantwortlich: Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirtin / Head of Research &amp; Advisory Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main Tel. 069/91 32-20 24 Internet: http://www.helaba.de Disclaimer Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch le- diglich unverbindliche Analysen und Pro- gnosen zu den gegenwärtigen und zu- künftigen Marktverhältnissen. Die Anga- ben beruhen auf Quellen, die wir für zu- verlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämt- liche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. 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Deutsche Industrie vor dem lang ersehnten Aufschwung. Industrieproduktion dürfte 2024 nochmals um 2 % sinken, für 2025 ist mit einem Plus von 1,5 % zu rechnen. Vorreiter des Aufschwungs sind zyklische Branchen wie die Chemie. Auch im Maschinenbau sind Besserungstendenzen sichtbar.
