---
title: "Im Fokus Schweden: Aufschwung alles andere als pflegeleicht"
url: https://www.helaba.com/de/im-fokus-schweden-aufschwung-alles-andere-als-pflegeleicht
type: dd_research
language: de
updated: 2026-09-28
keywords: Länder & Regionen, Länderfokus
---

# Im Fokus Schweden: Aufschwung alles andere als pflegeleicht

Im Fokus: Länder 15. Januar 2025 © Helaba | Research &amp; Advisory | 15. Januar 2025 1 von 3 Research &amp; Advisory Schweden: Aufschwung alles andere als pflegeleicht Für 2025 hellen sich die Konjunkturaussichten langsam auf. Das Momentum bleibt aber störan- fällig. Unterstützung kommt von der expansiveren Geldpolitik. Die schwedische Wirtschaft wird 2025 die Wachstumsschwäche der vergangenen Jahre hin- ter sich lassen, das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) voraussichtlich wieder um rund 2 % wachsen. Dazu trägt der private Konsum bei, aber auch höhere Staatsausgaben, u.a. im Verteidigungshaushalt, geben der Wirtschaft Impulse. Nach mehreren Jahren der Flaute bzw. des Rückgangs sollten außerdem die Unternehmensinvestitionen einen Wachstums- beitrag leisten, während der Außenhandel aufgrund der stärkeren Importnachfrage und der schwachen Konjunktur in manchen Handelspartnerländern noch gebremst ist. Der Aufschwung ist fragil – das suggerieren die Schwankungen diverser Eurostat-Stim- mungsindikatoren. Zudem liegt die Kapazitätsauslastung noch unter dem langjährigen Durchschnitt und die Sparquote der Haushalte ist mit zuletzt mit knapp 18 % weiterhin hoch. Angesichts der 2024 gestiegenen Arbeitslosenquote lassen die Verbraucher offenbar trotz höherer verfügbarer Einkommen Vorsicht walten und geben Mehreinnahmen nicht im gleichen Maße aus. Steuerentlastungen sollten das Verbraucherver- trauen und den Konsum aber stärken. Inflation auf Kurs Die Inflation war im Jahresver- lauf 2024 deutlich abgeflaut, bedingt durch die schwache Konjunktur und niedrigere Energiepreise. Im Jahresdurch- schnitt beliefen sich die Preis- steigerungen auf 2,9 %. 2025 dürfte die Teuerung weiter zu- rückgehen, begünstigt u.a. durch die etwas stärkere Wäh- rung und geringere Zinskosten für Verbraucher und Bauherren. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich die zunehmende Konjunkturdynamik wie- der beim Preisauftrieb bemerkbar machen. Ein Unsicherheitsfaktor sind die Energiepreise: Da der europäische Strommarkt stark vernetzt ist, kann Knappheit in einem anderen Land Inflationsimpulse auslösen. So trieb im De- zember die signifikant höhere Nachfrage Deutsch- lands nach importiertem Strom die Energiepreise in Schweden in die Höhe. Im Jahresdurchschnitt wird die Inflation (CPI) vo- raussichtlich rund 1 % erreichen. Die insgesamt schwächere Preisdynamik sowie sinkende Zinsen in Verbindung mit steigenden Reallöhnen verbessern die ver- fügbaren Einkommen der Haushalte. Dies sollte sich in den BIP-Wachstumszahlen widerspiegeln, zumal bei einer im Jahresverlauf rückläufigen Arbeitslosenquote. Marion Dezenter Senior Country Analyst Tel. 069/91 32-28 41 Stimmungsindikatoren mit gebremster Zuversicht Stimmungsindikatoren, Salden, saisonbereinigt Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory 2023 2024s 2025p 2026p BIP, real\* % gg. Vj. 0,0 0,5 2,0 2,5 Inflationsrate (CPI) % gg. Vj. 8,5 2,9 1,0 1,7 Arbeitslosenquote % 7,7 8,4 8,3 8,0 Budgetsaldo % des BIP -0,8 -1,6 -1,4 -0,7 \*kalenderbereinigt; Quellen: EU, Eurostat, Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Im Fokus: Länder – Schweden © Helaba | Research &amp; Advisory | 15. Januar 2025 2 von 3 Riksbank setzt Lockerung vorsichtig fort, Ende der Zinssenkungen in Sicht Der CPIF, die Inflation ohne Berücksichtigung von Zinseffekten, die die Riksbank für ihre Geldpolitik nutzt, liegt aufgrund sinkender Zinsen und dem hohen Anteil variabel verzinster Kredite aktuell über dem CPI. Bei neuen Kre- diten für den Hauskauf liegt der Anteil maximal einjähriger Zinsbindungen bei rund 75 %. Die Veränderungsraten des CPIF haben 2024 das Ziel von 2 % z.T. deutlich unterschritten. Die Riksbank hat den Leitzins im vergangenen Jahr um insgesamt 150 Basispunkte (BP) gesenkt. Da sich die Wirkung der expansiveren Geldpolitik erst nach und nach entfaltet, verbessern diese Maßnahmen die konjunkturellen Rahmenbedingungen auch im neuen Jahr. Allerdings ist das Senkungspotenzial weitgehend ausgeschöpft. Bei ihrer jüngsten Zinsentscheidung im Dezem- ber verwies die Notenbank explizit darauf, dass die Geldpolitik mit Verzögerung wirkt. Der letzte Zinsschritt im Dezember um 25 BP auf 2,50 % war bereits vorsichtiger als im November (-50 BP). Das Protokoll der Dezember- Sitzung lässt den Schluss zu, dass ein weiterer Schritt um 25 BP Ende Januar kommen könnte, gefolgt von einer Phase, in der die Wirkung der bisherigen Lockerung analysiert wird. So dürfte der Zyklus voraussichtlich bei etwa 2 % beendet sein. Krone mit leichtem Aufwertungspotenzial Allein auf Basis der rückläufigen Inflationszahlen könnte die Riksbank entschlossener vorgehen. Allerdings ist die Krone zum Euro immer noch um rund 10 % schwächer als vor der Corona-Pandemie. Da zusätzliche Zinssenkun- gen die Währung tendenziell schwächen und verteuerte Importe die Inflation befeuern könnten, wird die Noten- bank mit Bedacht vorgehen. Die voraussichtlich etwas stärkeren Leitzinssenkungen der EZB sollten die Renditedifferenzen zu Gunsten der Krone bewegen. Dies dürfte der schwedischen Währung zugutekommen wie auch die im Vergleich stärkere Kon- junkturdynamik in Schweden. Bis Ende des Jahres wird die Währung vermutlich in Richtung 11 Kronen je Euro tendieren. Preistrend am Wohnungsmarkt dreht Die schwedischen Hauspreise haben sich nach einer längeren Schwächephase im vergangenen Jahr stabilisiert. Im Vorjahresvergleich waren sie seit Ende 2022 rückläufig, wobei die Abschläge zuletzt immer geringer wurden. Im Quartalsvergleich festigte sich zuletzt der Aufwärtstrend. Im dritten Quartal 2024, dem letzten verfügbaren Daten- satz, wurde erstmals wieder eine Steigerung gegenüber dem Vorquartal (+0,7 %) und dem Vorjahr (+0,3 %) er- zielt. Dass der Wertverfall von Wohneigentum gestoppt ist, dürfte die Stimmung der Verbraucher verbessern. Im neuen Jahr wird das Angebot am Wohnungsmarkt wegen der schwachen Entwicklung der Baugenehmigungen und der noch immer rückläufigen Baubeginne knapp bleiben. Auf der Nachfrageseite dürften die aktuell sinkenden Riksbank nutzt Spielraum für Zinssenkungen Krone mit Potenzial zum Euro CPIF, Inflationsziel und Leitzins (Monatsdurchschnitte) in % %-Punkte SEK Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Im Fokus: Länder – Schweden © Helaba | Research &amp; Advisory | 15. Januar 2025 3 von 3 Hypothekenzinsen manchen Käufer davon überzeugen, von der Planung in die Umsetzung zu gehen. Dafür spre- chen auch die Ergebnisse des jüngsten Boprisindikator, einer Umfrage unter 1.000 Haushalten zur Preis- und Zinsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten. Im Januar gaben 56 % der Befragten an, 2025 mit steigenden Haus- und Wohnungspreisen zu rechnen, 22 % gehen von unveränderten Preisen aus. Für die Leitzinsen vermu- ten die Haushalte ein Niveau von rund 2,3 % binnen Jahresfrist, was aktuell bereits fast erreicht ist. Die Annahme steigender Preise sowie kaum noch fallender Leitzinsen binnen Jahresfrist könnte der Nachfrage zusätzlichen Schwung verleihen. Im November stellte eine Regierungskommission Vor- schläge vor, wie die Kriterien bei der Vergabe von Wohnungskrediten gelockert werden sollen. Die Än- derungen betreffen die maximale Höhe des Kredits in Relation zum Wert der Immobilie (Loan-to-value) und die Mindestanforderungen bei der Rückzahlung. Nach Berechnungen der Kommission würden neue Hypo- thekenkredite zu rund 60 % von den laxeren Vorgaben bei der Rückzahlung profitieren. Der größere Kredit- rahmen erweitert zudem den Kreis potenzieller Käufer, birgt jedoch auch größere Überschuldungsrisiken. Bis zum Frühjahr will die Regierung über mögliche Anpassungen entscheiden. Die Riksbank wird mögli- che Gefahren für die Stabilität der Volkswirtschaft ge- nau im Auge behalten. Werden die Maßnahmen zügig umgesetzt, bringen sie dem Wohnungsmarkt 2025 einen zusätzlichen Nachfrageimpuls. Dann wären im Durch- schnitt Preissteigerungen von bis zu 4 % möglich. Herausgeber und Redaktion Helaba Research &amp; Advisory Redaktion: Dr. Stefan Mitropoulos Verantwortlich: Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirtin/ Head of Research &amp; Advisory Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main T +49 69 / 91 32 – 20 24 Internet: www.helaba.com Disclaimer Die Publikation ist mit größter Sorgfalt be- arbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Markt- verhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Ak- tualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation ge- troffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfeh- lung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Hier können Sie sich für unsere Newsletter anmelden: https://news.helaba.de/research/ Hauspreise: Aufwärtstrend bestätigt Eurostat-Hauspreise, Index, 2015 = 100 Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory

2025 mit mehr konjunktureller Dynamik, Aufschwung aber störanfällig. Zinssenkungen laufen aus. Hauspreise steigen wieder.
