---
title: "Im Fokus Spanien: Siegessträhne"
url: https://www.helaba.com/de/im-fokus-spanien-siegesstraehne
type: dd_research
language: de
updated: 2026-09-28
keywords: Länder & Regionen, Länderfokus
---

# Im Fokus Spanien: Siegessträhne

Im Fokus: Länder 4. Dezember 2025 © Helaba | Research &amp; Advisory | 4. Dezember 2025 1 von 3 Research &amp; Advisory Spanien: Siegessträhne Die spanische Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren als Wachstumsmotor der Eurozone ent- puppt. Der florierende Tourismus sorgt für Impulse und die Unternehmen investieren viel. Der Arbeitsmarkt hat sich spürbar verbessert. Das solide Wirtschaftswachstum dürfte sich 2026 fort- setzen. In den vergangenen drei Jahren verzeichnete die spanische Wirtschaft kräftige Wachs- tumsraten, die komfortabel über denen der Eurozone lagen. Die Frage hierbei ist, warum Spanien so gut durch die vergangenen Krisen gekommen ist. Während der Corona-Zeit litt die spanische Konjunktur sogar etwas stärker, da der Einbruch des Tourismus dort überproportional zu spüren war. Die Energiekrise betraf Spanien jedoch weniger, denn mit knapp 11 % liegt der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung deutlich unter dem deutschen Niveau mit rund 20 % oder dem italienischen mit etwa 17 %. Während das deutsche Bruttoinlandsprodukt seit drei Jahren nicht mehr wächst, verzeich- nete Spanien jährliche Wachstumsraten von jeweils über 2 %. Unterstützend wirkte da- bei der florierende Tourismussektor, der über 10 % der Bruttowertschöpfung ausmacht. Zudem kurbeln die EU-Fördermittel die spanischen Staatsausgaben an und sorgen dadurch für einen weiteren Im- puls. Beschäftigung nimmt zu Mit dem wirtschaftlichen Wachstum sank in den letzten Jahren die Zahl der Arbeitslosen. Der langjährige Abwärts- trend wurde nur temporär von der Corona-Krise unterbrochen, doch seitdem verbessert sich die Lage am Arbeits- markt weiter. Die Arbeitslosenquote hatte 2013 mit über 25 % ihren Höchststand erreicht, jüngst lag sie nur noch bei 10,5 %. Damit gibt es in Spanien weiterhin deutlich mehr Arbeitslosigkeit als im Durchschnitt der Eurozone (6,3 %), doch der Trend geht in die richtige Richtung. Auch in Zukunft dürfte die Arbeitslosenquote weiter sinken. Simon Azarbayjani Konjunktur Deutschland und Eurozone T 069/91 32-79 76 Spanien zieht davon Spanische Arbeitslosigkeit nimmt ab Reales Bruttoinlandsprodukt, saisonbereinigt, Q1 2022 = 100 Harmonisierte Arbeitslosenquoten, % Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Im Fokus: Länder – Spanien © Helaba | Research &amp; Advisory | 4. Dezember 2025 2 von 3 Der Anstieg der Beschäftigung ist auch auf die hohe Einwanderung zurückzuführen. Allein 2022 und 2023 lag die Nettoeinwanderung bei rund 730 Tausend bzw. 640 Tausend Menschen. Knapp die Hälfte der Einwanderer stammt aus Lateinamerika. Dank der sprachlichen und kulturellen Nähe gestaltet sich hier die Integration einfacher. Die Immigranten finden häufig Arbeit in Branchen, in denen die Arbeitgeber sonst Probleme haben, ausreichend Mit- arbeiter zu finden. Hierzu zählen der Tourismus, das Baugewerbe, die Landwirtschaft oder der Transportsektor. Die wachsende Bevölkerung1, gepaart mit der schnellen Eingliederung der Einwanderer in den Arbeitsmarkt, sorgt für Wirtschaftswachstum. Gute Entwicklung der Binnenwirtschaft Die Wirtschaft in Spanien wächst primär durch eine steigende inländische Nachfrage. Mit einem Anteil von 55 % am Sozialprodukt ist der private Konsum hier der Hauptfaktor. Dieser legt seit dem Einbruch während der Corona- Krise stetig zu. Die steigenden realen Löhne und Gehälter verbessern den Lebensstandard. Durch eine höhere Beschäftigung partizipieren auch mehr Men- schen an den höheren Löhnen, sodass die Kaufkraft im Aggregat zunimmt. Die rückläufige Inflationsrate er- möglicht, dass die realen Einkommen auch künftig stei- gen können. Die durchschnittliche Teuerungsrate dürfte 2025 bei 2,7 % liegen. Die Dynamik der Preiser- höhungen wird sich weiter normalisieren, sodass die Preissteigerungsrate 2026 im Jahresdurchschnitt 2,4 % erreichen dürfte. Ein anderer wichtiger Teil der Inlandsnachfrage stammt von den Unternehmen, die zuletzt sehr investitions- freudig waren. Investitionen sorgen in der Regel für Produktivitätsgewinne, die wiederum langfristig zu höheren Produktionskapazitäten und damit zu nach- haltigem Wirtschaftswachstum führen. Die Bruttoanlageinvestitionen haben in den vergangenen Jahren sogar überproportional zum Sozialprodukt zugenommen. Das spricht dafür, dass das starke Wirtschaftswachstum in Spanien keine Eintagsfliege ist, sondern sich künftig fortsetzen dürfte. Spanien wächst auch 2026 überdurchschnittlich Das spanische Bruttoinlandsprodukt dürfte 2025 um schätzungsweise 2,9 % gewachsen sein. Damit entwi- ckelte sich die spanische Wirtschaft am dynamischs- ten unter den vier großen Ländern im Euroraum. Für 2026 prognostizieren wir ein Wirtschaftswachstum von 2,1 %. Damit wird Spanien weiterhin der Wachs- tumsmotor der Eurozone sein. Obwohl die Dynamik abnimmt, wird das Land damit komfortabel über der von uns erwarteten durchschnittlichen Zuwachsrate in der Eurozone von 1,4 % bleiben. 1 Die Bevölkerung Spaniens ist in den vergangenen zehn Jahren von rund 46 Mio. auf knapp 49 Mio. gestiegen. Investitionen nehmen überdurchschnittlich zu Reales Bruttoinlandsprodukt und Komponenten, Q1 2015 = 100 Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory Steigender Lebensstandard Saison- und preisbereinigt, Q1 2010 = 100 Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory 2024 2025s 2026p 2027p BIP, real % gg. Vj. 3,5 2,9 2,1 1,7 Inflationsrate % gg. Vj. 2,9 2,7 2,4 2,2 Arbeitslosenquote % 11,4 10,6 10,0 9,4 Budgetsaldo % des BIP -3,2 -2,6 -2,3 -2,1 Quellen: Macrobond, Helaba Research &amp; Advisory s=Schätzung, p=Prognose Im Fokus: Länder – Spanien © Helaba | Research &amp; Advisory | 4. Dezember 2025 3 von 3 Herausgeber und Redaktion Helaba Research &amp; Advisory Redaktion: Dr. Stefan Mitropoulos Verantwortlich: Dr. Gertrud Rosa Traud Chefvolkswirtin/ Head of Research &amp; Advisory Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main T +49 69 / 91 32 – 20 24 Internet: www.helaba.com Disclaimer Die Publikation ist mit größter Sorgfalt be- arbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Markt- verhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Ak- tualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation ge- troffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfeh- lung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Hier können Sie sich für unsere Newsletter anmelden: https://news.helaba.de/research/

Spanische Wirtschaft als Wachstumsmotor der Eurozone. Beschäftigung nimmt kräftig zu – unter anderem dank hoher Einwanderung. Investitionsfreudige Unternehmen sorgen auch künftig für nachhaltiges Wirtschaftswachstum.
