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title: "Aktienmarkt Aktuell: Anleger korrigieren Wachstumserwartungen"
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updated: 2026-09-28
keywords: Aktien
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# Aktienmarkt Aktuell: Anleger korrigieren Wachstumserwartungen

Helaba Volkswirtschaft/Research AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 4. OKTOBER 2019 · © H EL A B A 1 4. Oktober 2019 Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegen- wärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die An- gaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Voll- ständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr überneh- men können. Sämtliche in dieser Publikation getroffe- nen Angaben dienen der In- formation. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfeh- lung für Anlageentscheidun- gen verstanden werden. AUTOR Markus Reinwand, CFA Telefon: 0 69/91 32-47 23 research@helaba.de REDAKTION Dr. Stefan Mütze HERAUSGEBER Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirt/ Leitung Research Helaba Landesbank Hessen-Thüringen MAIN TOWER Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main Telefon: 0 69/91 32-20 24 Telefax: 0 69/91 32-22 44 Anleger korrigieren Wachstumserwartungen An den Aktienmärkten herrschte zuletzt bereits zu viel Konjunkturoptimismus. Die jüngsten schwachen Daten aus den USA haben die Stimmung merklich getrübt. Es ist fraglich, ob eine noch lockerere Geldpolitik alleine ausreicht, um das Blatt schnell wieder zu wenden. Bewertung und Stimmung im Überblick Kurs-Gewinn-Verhältnis\*: aktuell (rot), Mittelwert (blau), 10-Jahres-Spanne (hellblau) Dividendenrendite\* (%):aktuell (rot), Mittelwert (blau), 10-Jahres-Spanne (hellblau) Implizite Aktienvolatilität\*\* (%):aktuell (rot), Mittelwert (blau), 10-Jahres-Spanne (hellblau) \* auf Basis der Konsensschätzungen für die kommenden 12 Monate \*\* niedriger Wert: Sorglosigkeit; hoher Wert: Panik Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Nikkei 225 S&amp;P 500 Dow Jones EURO STOXX 50 DAX 15,4 16,5 15,5 13,2 12,7 0 5 10 15 20 25 30 Nikkei 225 S&amp;P 500 Dow Jones EURO STOXX 50 DAX 2,2 2,2 2,6 3,9 3,5 0 1 2 3 4 5 6 7 8 19,1 19,1 18,9 20,5 20,8 -20 0 20 40 60 80 100 DAX EURO STOXX 50 S&amp;P 500 Nikkei 225 Dow Jones AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 4. OKTOBER 2019 · © H EL A B A 2 Die Erholung der Aktien im September hat sich als Strohfeuer erwiesen. Trotz rückläufiger Frühin- dikatoren setzten bereits viele Anleger auf eine baldige Erholung der Konjunktur. Der jüngste deut- liche Rückgang der ISM-Einkaufsmanagerindizes hat augenscheinlich zu einem deutlichen Stim- mungsabfall bei Aktienanlegern geführt. Was, wenn aus einer Delle eine Rezession wird? Der US- Präsident hat vorsorglich schon einmal die Schuldigen benannt: Die US-Notenbank, deren Politik zu einer Aufwertung des US-Dollar gegenüber allen anderen Währungen geführt habe, was sich negativ auf die US-Industrie auswirke. Indikatoren wie der in Kategorien unterteilte Index für wirt- schaftliche und politische Unsicherheit belegen dagegen, dass nicht die Geldpolitik, sondern die Handelspolitik der größte Unsicherheitsfaktor ist. Wichtige Frühindikatoren für den globalen Handel sind bislang noch rückläufig. Die von vielen Anlegern erhoffte Wende lässt somit weiterhin auf sich warten. Dies hat auch negative Auswirkung auf die Aussichten für die Unternehmensgewinne weltweit. Die koreanische Exportentwicklung hat sich in der Vergangenheit als zuverlässiger Früh- indikator für das Gewinnwachstum der Unternehmen erwiesen. Bis zuletzt waren die Exporte Ko- reas rückläufig. Damit dürften sich die negativen Revisionen bei den Schätzungen für die Nettoer- gebnisse der Unternehmen erst einmal fortsetzen Nicht die Geldpolitik verunsichert die Wirtschaft! Noch keine Wende bei Unternehmensgewinnen Index % gg. Vj. Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Angesichts der aktuellen Bewertungsniveaus, die sich auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses bereits am oberen Rand des langfristigen Normalbereiches bewegen, besteht kurzfristig also kaum noch Luft für höhere Notierungen. Zu einem anderen Ergebnis würde man kommen, wenn man anstatt der absoluten auf die relative Bewertung gegenüber Renten abstellt. Angesichts niedriger und vielfach sogar negativer Renditen sind Aktien günstig. Und mit schwachen Konjunkturdaten steigt die Erwartung, dass die Notenbanken weiter lockern, was die relative Attraktivität noch mehr zugunsten von Aktien verschieben würde. Absolute oder relative Bewertung – welches Argument wiegt nun schwerer? Dies hängt von der Risikobereitschaft der Anleger ab und die wiederum schwankt mit den konjunkturellen Frühindikatoren. Je höher die Wachstumsunsicherheit, desto höher die Risikoaversion und desto höher die geforderte Risikoprämie für Aktien. Anlagenotstand hin oder her, Anleger werden vermutlich nur dann bereit sein, Aktienpositionen aufzubauen, wenn zumindest die Aussicht auf eine Stabilisierung des Wachstums besteht. Bislang geben die Indika- toren dies- und jenseits des Atlantiks dies noch nicht her. Es ist daher zu erwarten, dass sich der Schaukelkurs an den Börsen in den kommenden Wochen fortsetzen wird. aktueller Jahresultimo Vormonat Stand\* Q4/2019 Q1/2020 Q2/2020 Q3/2020 (Index) DAX 12,9 -0,8 11.925 12.000 12.300 12.600 12.800 Euro Stoxx 50 13,9 -1,0 3.417 3.400 3.500 3.550 3.600 Dow Jones 12,3 -0,6 26.201 26.000 26.500 27.000 27.300 S&amp;P 500 16,1 -0,9 2.911 2.900 2.975 3.025 3.075 Nikkei 225 6,6 3,4 21.342 21.000 21.500 22.000 22.500 \* 03.10.2019 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Veränderung seit ... (in Landeswährung, %) Helaba-Prognosen Basisszenario Zu viel Konjunktur- optimismus eingepreist Unsicherheitsphase hält vorerst an AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 4. OKTOBER 2019 · © H EL A B A 3 DAX-Monitor Aktueller Kurs in Relation zur 52-Wochen Hoch-Tief-Spanne Schlusskurse 02.10.2019 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research 0% 25% 50% 75% 100% DAX PRICE INDEX COVESTRO AG ADIDAS AG ALLIANZ SE-VINK BASF SE BAYER AG-REG BEIERSDORF AG BMW AG CONTINENTAL AG DAIMLER AG DEUTSCHE BOERSE DEUTSCHE BANK-RG DEUTSCHE POST-RG DEUTSCHE TELEKOM E.ON SE FRESENIUS MEDICA FRESENIUS SE &amp; C HEIDELBERGCEMENT HENKEL AG -PFD INFINEON TECH DEUTSCHE LUFT-RG LINDE PLC MERCK KGAA MTU AERO ENGINES MUENCHENER RUE-R RWE AG SAP SE SIEMENS AG-REG VONOVIA SE VOLKSWAGEN-PREF WIRECARD AG Tief Hoch AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 4. OKTOBER 2019 · © H EL A B A 4 EURO STOXX 50-Monitor Aktueller Kurs in Relation zur 52-Wochen Hoch-Tief-Spanne Schlusskurse 03.10.2019 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research 0% 25% 50% 75% 100% Euro Stoxx 50 Pr ANHEUSER-BUSCH I KONINKLIJKE AHOL ADIDAS AG AIR LIQUIDE SA AIRBUS SE ALLIANZ SE-VINK AMADEUS IT GROUP ASML HOLDING NV BASF SE BAYER AG-REG BBVA BMW AG DANONE BNP PARIBAS CRH PLC AXA DAIMLER AG DEUTSCHE BOERSE VINCI SA DEUTSCHE POST-RG DEUTSCHE TELEKOM ESSILORLUXOTTICA ENEL SPA ENGIE ENI SPA TOTAL SA FRESENIUS SE &amp; C SOC GENERALE SA IBERDROLA SA ING GROEP NV INTESA SANPAOLO INDITEX KERING LINDE PLC LVMH MOET HENNE MUENCHENER RUE-R NOKIA OYJ L'OREAL ORANGE KONINKLIJKE PHIL SAFRAN SA SANOFI BANCO SANTANDER SAP SE SIEMENS AG-REG SCHNEIDER ELECTR TELEFONICA UNILEVER NV VIVENDI VOLKSWAGEN-PREF Tief Hoch AKTIENMARKT AKTUELL HELABA VOLKSWIRTSCHAFT/RESEARCH · 4. OKTOBER 2019 · © H EL A B A 5 Dow Jones Industrials-Monitor Aktueller Kurs in Relation zur 52-Wochen Hoch-Tief-Spanne Schlusskurse 03.10.2019 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research  0% 25% 50% 75% 100% DOW JONES INDUS. AVG APPLE INC AMERICAN EXPRESS BOEING CO/THE CATERPILLAR INC CISCO SYSTEMS CHEVRON CORP WALT DISNEY CO DOW INC GOLDMAN SACHS GP HOME DEPOT INC IBM INTEL CORP JOHNSON&amp;JOHNSON JPMORGAN CHASE COCA-COLA CO/THE MCDONALDS CORP 3M CO MERCK &amp; CO MICROSOFT CORP NIKE INC -CL B PFIZER INC PROCTER &amp; GAMBLE TRAVELERS COS IN UNITEDHEALTH GRP UNITED TECH CORP VISA INC-CLASS A VERIZON COMMUNIC WALGREENS BOOTS WALMART INC EXXON MOBIL CORP Tief Hoch

An den Aktienmärkten herrschte zuletzt bereits zu viel Konjunkturoptimismus. Die jüngsten schwachen Daten haben die Stimmung merklich getrübt. Es ist fraglich, ob eine noch lockerere Geldpolitik alleine ausreicht, um das Blatt schnell wieder zu wenden.
