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„Wir wussten: Die können das.“

Interview:  Christian Buck, Leiter des Immo­bilien­büros in München

Christian Buck, Leiter des Immo­bilien­büros der Helaba in München, hat die Projekt­ent­wickler bei der Finan­zierung der „Macherei“ beraten. Im Interview verrät er, warum es dabei nicht nur um nackte Zahlen ging, sondern auch um Vertrauen.

Ärmel hoch­krem­peln und einfach machen

Woran machen Sie fest, ob Sie ein Büro- und Ge­werbe­projekt finan­zieren?
Es geht um eine real­istische Markt­ein­schät­zung: Stimmen Konzept und Stand­ort? Bringen die Inves­toren das nötige Know-how mit? Bei der „Macherei“ kannten wir den Stand­ort und waren uns sicher, dass die Stadt dort Gewerbe ansiedeln und die Fläche ver­dichten will. Und wir hatten schon mit den Pro­jekt­ent­wicklern Accu­mu­lata Immo­bilien und Art-Invest Real Estate zu­sammen­ge­arbeitet, wussten, dass Bonität, Know-how und Top-Mana­gement vor­handen sind.

Trotzdem gab es Frage­zeichen…
Die Ver­mietung war noch unge­klärt, ebenso das Misch­ver­hältnis der Nutzungen. Zudem haben wir die Finan­zierung zu einem Zeit­punkt gemacht, als es für das Grund­stück noch kein Bau­recht gab. Wir sind in das Projekt spekulativ reinge­gangen, aber hatten Ver­trauen in die Ent­wickler. Wir wussten: Die können das. Sie haben es vielfach bewiesen, etwa beim Palais an der Oper, welches die Accu­mu­lata ent­wickelt hat oder dem Bürok­om­plex NOVE, den die Art-Invest im Münchner Arnul­fpark realisiert hat. Mit un­profes­sionellen Partnern in so ein Projekt zu gehen, wäre ein zu großes Risiko. Es geht nicht nur um nackte Zahlen, sondern auch um Wissen und Vertrauen.

Wie beraten Sie Immo­bilien­inves­toren bei der Finan­zierung?
Wir prüfen ihre Idee auf Plausi­bilität und über­legen: Wie lässt sich die Finan­zierung struk­turieren? Was muss bis wann geschehen, damit sie auf soliden Beinen steht? Sicher­heiten, Garantien, Gutachten, Zeit­pläne.

Die Helaba baut ihr Immo­bilien­ge­schäft aus. Gibt es Märkte in Deutschland, in denen sie beson­ders aktiv ist?
Wir kon­zen­trieren uns auf die Big Seven, die sieben größten Ballungs­zentren in Deutschland – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf –, investieren aber auch in den Mittel­städten.

2009 hat die Helaba ein Immo­bilien­büro in München mit Ihnen als Leiter eröffnet, um vor Ort präsent zu sein. Wie hat sich das Geschäft seither entwickelt und wo liegen Ihre Schwer­punkte?
Wir sind damals mit einem kleinen Portfolio ge­startet und heute mit allen namhaften Partnern in Kontakt. Wir investieren in Büro, Handel, Wohnen, Logistik, zum Teil auch in Hotels, jeweils ab 20 Millionen Euro Projekt­summe. 30 bis 40 % sind Projekt-, der Rest Be­stands­finan­zierungen.

Worauf beruht der Erfolg der Helaba im Immo­bilien­sektor?

Auf Ver­lässlich­keit. Wir haben uns in der Finanz­krise nicht zurück­gezogen, sondern unsere Kunden wussten: Sie können auf uns zählen. Das hat uns einen Ver­trauens­vor­sprung einge­bracht. Flagge zeigen in schwierigen Phasen, das ist wichtig.

Christian Buck
Immobilienfinanzierung München

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