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Prozesse einfach besser machen

»komuno« – die digitale Plattform für Kom­munal­kredite. Ein Joint Venture der Helaba Digital und Lucht Probst Associates

Über­weisungen, Bargeld­trans­aktionen und Geld­anlage – das alles lässt sich für Privat­kunden längst online erledigen. »komuno«, die digitale Plattform für die Ver­mittlung von Kommunal­krediten, macht es nun auch Städten und Gemeinden komfor­tabler und wickelt Aus­schreibungs­prozesse deutlich einfacher, schneller und effizienter ab.

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„Susan Niederhöfer ist eine Macherin. Eine Frau, die anpackt und verstanden hat, wie die Digitali­sierung Kommunen und Gemeinden künftig verändern wird. Und so steht sie am Helaba-Standort Düsseldorf vor rund 20 Kommunal- und Banken­ver­antwort­lichen und präsentiert, wie sie sagt, ihr »Baby«. Es geht um den bevor­stehen­den Launch der Online-Plattform »komuno«, die es Gebiets­körper­schaften erlaubt, Finan­zierungs­bedarfe direkt an ange­schlossene Institute der S-Finanz­gruppe und Landes­banken zu über­mitteln – und das komplett digital, von der Aus­schreibung über die Angebots­abgabe bis hin zur revisions­sicheren Prozess­dokumen­tation.

Feedback der Kunden erwünscht:  Abschlussveranstaltung der komuno-Usergroup in Düsseldorf.
Feedback der Kunden erwünscht:
Abschlussveranstaltung der komuno-Usergroup in Düsseldorf.
komuno logo

So muss Digitali­sierung heute funk­tionieren. 

Auf Basis eines soliden Bankgeschäfts

Interview mit Dr. Gerhard Kebbel, Bereichsleiter Strategieprojekt Digitalisierung der Helaba

Eine Idee, zwei Partner

Susan Niederhöfer steht aber nicht allein für das Projekt. An ihrer Seite befindet sich Robert Wassmer, gemeinsam bilden die beiden die Geschäfts­führung der Komuno GmbH. Das noch junge Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen der Helaba Digital GmbH & Co. KG und dem Frankfurter Financial Services Anbieter Lucht Probst Associates (LPA).

„Die Idee, einen digitalen Marktplatz für Kommunal­finan­zierungen zu entwickeln, hatten wir bei LPA schon lange und so hatten wir auch bereits intern mit den Son­dierungen begonnen“, so Nieder­höfer. „Als wir erfahren haben, dass die Helaba ein paar Meter weiter an einer ähnlichen Idee tüftelt, war das natürlich ein Glücks­fall.“ Und so erinnert sich auch Robert Wassmer von der Helaba, der bereits vor »komuno« in andere Digitali­sierungs­projekte der Bank einge­bunden war: „Am Anfang haben wir uns gefragt: „Welche Bank­produkte werden wohl als erstes auf eine digitale Plattform wandern? Unserer Ansicht nach war das der Kommunal­kredit. Wir haben dann über­legt, wie wir vorgehen wollen: wir haben begonnen, nach geeig­neten Partnern zu suchen, die uns insbe­sondere mit tech­nischem Know-how und der ent­sprechen­den Expertise unter­stützen können. So haben wir uns für LPA ent­schieden, ein Unter­nehmen, das seit Jahren im kom­munalen Sektor verwurzelt ist und bereits die Software-Lösung »S-Kompass« des Deutschen Spar­kassen­verlags bzw. der Giro­Solution-Tochter entwickelt hat.“

Bilder­galerie

Spannende Einblicke in das Digitali­sierungs­projekt

Kunden­orien­tierung als oberste Prämisse

Da sich im Bereich der digitalen Kom­munal­finan­zierung schon weitere Akteure am Markt befinden, war es wichtig, das Produkt so nah wie möglich am Kunden­nutzen auszu­richten, um gegen­über den Wett­be­werbern einen echten Mehr­wert bieten zu können. Dafür wurde die Plattform im Rahmen einer geschlossenen Test­phase mit ausge­wählten Spar­kassen und Kommunen auf Herz und Nieren geprüft. Besonders im Fokus standen die intuitive Bedien­barkeit, das hohe Maß an Trans­parenz auf der Platt­form und die bedarfsgerechte Aus­ge­staltung für Kommunal­verant­wortliche.

In einer anschließenden offenen Test­phase konnten sich ab Anfang August 2018 Finanz­institute für »komuno« registrieren und sich von den Mehr­werten der Platt­form über­zeugen. Über 60 Spar­kassen, Landes­banken und Kommunen haben davon bereits Gebrauch gemacht. Mit dem Start der offiziellen Onboarding-Phase im September 2018 ist die An­meldung sowie die Nutzung für Geschäfts­abschlüsse bei »komuno« möglich.

„Bei uns treffen sich Angebot und Nachfrage und werden – zuge­schnitten auf die Be­dürfnisse beider Seiten – optimal zusammen­gebracht. Je nach individuellem Bedarf entscheiden Kommunen selbst, welche Investoren sie ansprechen möchten, auf Wunsch auch in mehreren Varianten“, erläutert Nieder­höfer. Das Spektrum umfasst Leistungen wie die Neuauf­nahmen von Krediten und Pro­longationen über kurz­fristige Liquidität bis zu langer Zins­bindung. Dank Haus­halts­kenn­zahlen, Infor­mationen zu Haus­halts­status und Upload-Möglich­keit für Haus­halts­pläne, -satzungen, Kredit­genehmigungen etc. können Investoren mit geringem Aufwand rasche, fundierte Ent­scheidungen treffen.

Seit der ersten Stunde bei komuno dabei:  Christoph Wolff, Teamleiter Zielkundenmanagement Öffentliche Hand/Kommunalnahe Unternehmen.
Seit der ersten Stunde bei komuno dabei:
Christoph Wolff, Teamleiter Zielkundenmanagement Öffentliche Hand/Kommunalnahe Unternehmen.

„Für uns galt es, die Frage zu beantworten: Wollen wir gestalten oder gestaltet werden? Wir haben uns für das Gestalten ent­schieden.“

Christoph Wolff
Team­leiter Ziel­kunden­mana­gement Öffentliche Hand/Kommunal­nahe Unter­nehmen

Den Wandel bewusst gestalten

Dass es diesen pass­genauen Zu­schnitt auf die Bedürf­nisse der Ziel­gruppen gibt, ist auch Christoph Wolff zu verdanken. Er verant­wortet als Ziel­kunden­manager am Standort Düssel­dorf das Geschäft mit der öffentlichen Hand und er war einer der Ersten, der die Idee einer digitalen Aus­schreibungs­platt­form in der Bank verfolgte. 

„Wir haben damals mitbe­kommen, dass Unter­nehmen und junge Start­ups dabei sind, Platt­formen zu kreieren und haben uns die Frage gestellt: Was passiert da? Sind das Unter­nehmen, die mit einer Idee kommen, die keiner braucht? Oder ist das eine Idee, die das Geschäft und den Markt in gewisser Form revolutioniert?“, so Wolff. „Und da mussten wir als Helaba ganz bewusst die Ent­scheidung treffen: Wollen wir gestalten oder wollen wir gestaltet werden?“

Hinder­nisse über­winden

In diesem Zusammen­hang erinnert sich Wolff auch an bank­interne Skepsis – schließlich verändern digitale Lösungen wie »komuno« das traditionelle Kunden­geschäft. Aber es wunderte ihn insbe­sondere die anfängliche Ab­lehnung von Kunden­seite. So gaben auf Nachfrage 90 Prozent seiner Kunden an, dass sie in einem solchen Angebot keinen echten Mehr­wert vermuten.

„Dieses Feed­back hatten wir nicht erwartet und fast hätten wir unsere Idee wieder verworfen. Es war uns aber schnell klar, dass wir hier weiter in die Zukunft denken müssen und es in den kommenden Jahren zu einem Generationen­wechsel in den Ver­waltungen und den Unter­nehmen der öffentlichen Hand kommen wird“, so der Ziel­kunden­manager. „Das war schließlich der aus­schlag­gebende Faktor, warum wir das Projekt in aller Konsequenz ange­packt haben – natürlich mit dem Anspruch verknüpft, unseren Kunden die beste Lösung am Markt bieten zu wollen.“ 

„Wenn man sieht, wie Prozesse heute laufen und weiß, wie man es besser machen könnte, dann will man es auch besser machen.“

Robert Wassmer
Geschäfts­führer, Komuno GmbH

Im Gespräch mit Kunden und Investoren: Christoph Wolff
Im Gespräch mit Kunden und Investoren: Christoph Wolff

Gute Beratung bleibt das A und O

Ähnlich sieht das auch Robert Wassmer. Heute gebe es weder im Haus noch bei den Kunden Skepsis darüber, ob das Produkt sinnvoll ist oder nicht. Insbe­sondere deshalb, weil alle Beteiligten verstanden hätten, dass eine Lösung wie »komuno« die Kunden­beziehung und die Qualität der Betreuung verbessern kann. „Selbst wenn wir den Aus­schreibungs­prozess noch weiter auto­mati­sieren, muss es eine gute und verlässliche Kunden­betreuung geben. Sie ist auch in einer digitalisierten Welt ein wichtiger Wett­bewerbs­vorteil und damit das wertvollste Differenzierungs­merkmal zwischen den Banken“, so Wassmer. „Am Ende wird der Kunde die Plattform wählen, die ihm die beste Kunden­betreuung bietet – und hier haben wir als Helaba natürlich einen großen Vorteil, weil wir von unseren Kunden als starker Partner in Sachen Kunden­betreuung ge­schätzt werden.“

Und auch Susan Niederhöfer bestätigt, dass die Digitali­sierung längst in den Kommunen ange­kommen ist: „Es geht mit ganz großen Schritten in Richtung digitale Kommune und wir beobachten, dass es an vielen Stellen einen Strategie­wechsel gibt. Es herrscht spürbar eine neue Offen­heit und von daher ist es wichtig, dass Kommunen in uns einen Partner sehen, der ihnen das Leben nicht nur leichter macht, sondern auch auf sie eingehen und ihnen höchstmögliche Sicher­heit auf Basis eines soliden Bank­ge­schäftes bieten kann.“

Schätzt Zusammenarbeit auf Basis gemeinsamer Werte: Natalie Forman, Managing Consultant und Partner, Lucht Probst Associates GmbH (LPA).
Schätzt Zusammenarbeit auf Basis gemeinsamer Werte:
Natalie Forman, Managing Consultant und Partner, Lucht Probst Associates GmbH (LPA).

„Durch unsere Kooperation haben wir Schnellig­keit, Exzellenz und Kunden­nutzen extrem gut zusammen­bringen können.“

Natalie Forman
Managing Consultant und Partner,
Lucht Probst Associates GmbH 

Wachsen und sich weiter­ent­wickeln

Die Zukunft im Blick hat auch das Team von »komuno«. Erst im September an den Start gegangen, möchte man zunächst Neu­kunden gewinnen und die Zu­frieden­heit der be­stehen­den Kunden gewähr­leisten. Parallel wird bereits an der Weiter­ent­wicklung der Platt­form gear­beitet. Ziel ist es, die Kommunal­finan­zierung für Kommunen und Finanz­institute voll­ständig zu digitali­sieren. Dazu wird unter anderem an der digitalen Vertrags­erstellung, der digitalen Signatur und an automatischen Schnitt­stellen zu IT-Systemen der Platt­form­nutzer gearbeitet. Aktuell sind auf »komuno« neben Kommunen nur Spar­kassen und Landes­banken zuge­lassen. Nach Analyse der ersten Trans­aktionen auf »komuno« und den Reaktionen der kommunalen Nutzer und der Teil­nehmer aus der Spar­kassen-Finanz­gruppe wird eine Erweiterung des Investoren­kreises geprüft.

„Ja, wir haben viele Auf­gaben vor der Brust und natürlich treffen wir auch heute noch auf Heraus­forderungen. Aber wir wissen, warum wir all das tun“, so Nieder­höfer und ergänzt: „Natürlich ist »komuno« auch für uns persönlich von enormer Be­deutung. Ich meine, so ein komplettes Unter­nehmen aus der Taufe zu heben macht uns eine riesige Freude. Und ich bin überzeugt, dass wir mit »komuno« an einer sehr sinn­vollen und zukunfts­fähigen Lösung arbeiten – für die Kommunen, für die Bank und damit auch für die Gesell­schaft.“

Abschlussveranstaltung der komuno-Usergroup in Düsseldorf.
Abschlussveranstaltung der komuno-Usergroup in Düsseldorf.

„Ich bin überzeugt, dass wir mit »komuno« an einer sehr sinnvollen und zukunftsf­ähigen Lösung arbeiten – für die Kommunen, für die Bank und damit auch für die Gesell­schaft.“

Susan Niederhöfer
Geschäfts­führerin, Komuno GmbH

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