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Die Energie­wende ist Teamwork

Der ENTEGA Windpark »Hausfirste« im Kaufunger Wald

Wie Helaba, Sparkassen und ENTEGA AG bei der Realisierung des Windparks »Hausfirste« eng zusammenarbeiten, ist ein Beispiel, wie die Energiewende gelingen kann. Dabei geht es nicht nur um gutes Geschäft und nachhaltige Investitionen. Es geht um vertrauensvolle Partnerschaft und die gemeinsame Übernahme von Verantwortung – gesellschaftlich und für die Region.

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Der Weg nach Großalmerode führt an idyllischer Natur vorbei, und obwohl es Hochsommer ist, bläst ein strammer Wind über die sanften Höhenzüge des Kaufunger Waldes. Dieser erstreckt sich vom nördlichen Osthessischen Bergland bis in den Süden Niedersachsens.

Inmitten dieser Szenerie steht ein Mann, der an die Energiewende glaubt. Weil sie den Klimawandel aufhalten kann und er mithelfen will, den Weg in eine nachhaltigere Energieversorgung zu gestalten. Es geht ihm um die Minimierung des CO2-Ausstoßes und darum, zukünftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen.

Peter Gevers unterwegs im Windpark »Hausfirste«.
Peter Gevers unterwegs im Windpark »Hausfirste«.

33.000

Haushalte der Region werden mit »grüner« Energie versorgt. 

Nachhaltig- keit ist eine Frage der Haltung“

Sebastian Finck

Im Gespräch mit Sebastian Finck, Sparkasse Marburg-Biedenkopf.

Engagement, das sich auszahlt

Peter Gevers ist kaufmännischer Projektleiter der Darmstädter ENTEGA AG – das Pionierunternehmen der Energiewende und einer der führenden Ökostromanbieter Deutschlands. Mehr als vier Jahre hat Gevers die Projektentwicklung des Windparks »Hausfirste« verantwortet und wie er sagt, „sein ganzes Herzblut in das Projekt gesteckt“. Und das Ergebnis lässt sich sehen: Seit Ende 2016 stehen hier auf einem Höhenzug südöstlich von Kassel zehn hochmoderne Windräder mit einer Nennleistung von 30 Megawatt. Sie produzieren ausreichend Strom, um mehr als 33.000 Haushalte der Region mit »grüner« Energie zu versorgen.

Anpacken für die gute Sache

Doch Projektentwicklung im Bereich Windenergie ist eine komplexe Aufgabe. Und schon gar keine Aufgabe für eine einzelne Person. Es ist ein anspruchsvolles Puzzle, das von vielen Händen zusammengesetzt wird. Und so war auch die Realisierung von »Hausfirste« eine Herausforderung.

Tatsächlich liegt der Windpark inmitten eines europäischen Schutzgebietes, in dem bis heute Flora und Fauna zu schützen sind. Dazu hatte es die ENTEGA mit unterschiedlichen Höhenniveaus und Wetterkapriolen zu tun und sah sich außerdem einem äußerst straffen Zeitplan gegenüber. „Die einwandfreie Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten hat trotz allem zu einem sehr erfreulichen Ergebnis geführt. Wir konnten die Bauphase innerhalb von 14 Monaten – also gute 12 Wochen vor Plan – erfolgreich beenden“, das erzählt Peter Gevers nicht ganz ohne Stolz, da »Hausfirste« sein erstes großes Projekt war und er heute einer der Mitgeschäftsführer des Windparks ist.

Um diese Herausforderungen weiß natürlich auch sein Kollege Guido Böss, Geschäftsführer der ENTEGA Regenerativ GmbH, eine Konzerntochter, die sich mit der Finanzierung, Projektierung und dem Betrieb von regenerativ produzierenden Kraftwerken befasst. Gefragt sei insbesondere logistisches, technisches, kaufmännisches und juristisches Know-how. Aber nicht nur das: „Was wir hier tun ist Projektarbeit. Und das bedeutet in der Regel, dass wir auch auf Hindernisse stoßen und Beteiligte brauchen, die diese Klippen gemeinsam mit uns umschiffen. Und dafür braucht es Vertrauen und ein Verständnis füreinander, und das gilt insbesondere auch für unsere Partnerschaften im Bereich Finanzierung.“

„Geeignete Projektpartner sind für uns jene, die unsere Vision einer nachhaltigen Energieversorgung mittragen und befürworten.“

Peter Gevers
Projektleiter ENTEGA AG

Bildergalerie 

Spannende Einblicke in das Projekt unseres Kunden ENTEGA AG

Auf Basis gemeinsamer Werte

„Wir mussten hier alle an einem Strang ziehen und da ist es gut, wenn man sich nicht nur in den Details, sondern auch in der Sache einig ist.“ Und so kommt Engel auf die Relevanz des Themas Windenergie zu sprechen. „Wir reden hier über den Ausbau der Erneuerbaren Energien – ein großes Ziel, das sich die Politik gesetzt hat und gesellschaftlich für uns alle von enormer Bedeutung ist.“ Engel ist Abteilungsdirektor in einem 8-köpfigen Team, das sich auf die Finanzierung von Erneuerbaren Energien und Infrastrukturprojekten fokussiert und weiß daher, wovon er spricht. „Was uns mit der ENTEGA insbesondere verbindet, ist die Vision von gesellschaftlicher Verantwortung. Das heißt aber auch, wir müssen die ENTEGA mit ihren Belangen verstehen. Nur wenn wir diese durchdringen, können wir unsere Sache gut machen und ein Projekt wie dieses sicher und solide finanzieren. Gemeinsame Werte sind für uns daher ausschlaggebend in der Zusammenarbeit – mit der ENTEGA – aber auch mit all unseren anderen Stakeholdern“, so Engel, der seit 2012 im Bereich Corporate Finance tätig ist.

Dieser Meinung schließt sich auch Guido Böss an: „Die ENTEGA ist ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen, keine Frage, und natürlich schauen wir auf Konditionen. Und in diesem Fall hatte die Helaba tatsächlich auch das wirtschaftlich attraktivste Angebot. Mindestens genauso wichtig war uns aber unsere gemeinsame Historie. Dass wir eben schon länger vertrauensvoll zusammenarbeiten und wissen, dass die Helaba zu ihren Zusagen steht. Dazu kommt, dass wir natürlich auch das Produkt-Know-how und die Strukturierungsexpertise der Bank – gerade auch im Verbund mit den Sparkassen – sehr zu schätzen wissen.“

Guido Engel ist stolz auf das Projekt und die gute Zusammenarbeit der Projektbeteiligten.
Guido Engel ist stolz auf das Projekt und die gute Zusammenarbeit der Projektbeteiligten.
Typ Enercon E-115 mit einer Nennleistung von 30 MW.
Typ Enercon E-115 mit einer Nennleistung von 30 MW.

Vertrauensvoll und verlässlich

Das Projekt »Hausfirste« hat viele Beteiligte und so sind in die Finanzierung des Windparks auch die Anrainer­-Sparkassen aus Marburg­-Biedenkopf, Mittelthüringen und Werra­-Meißner eingebunden. Auch für sie tickte damals die Uhr, erinnert sich Sebastian Finck, Bereichsdirektor und Projektleiter der Sparkasse Marburg-Biedenkopf: „Wir haben innerhalb von vier Wochen den Beschluss gefasst, dass wir am Projekt teilnehmen. Wer nicht vom Fach ist, kann sich vermutlich nicht vorstellen, was dahintersteckt: Da geht es um die Prüfung von tausenden Dokumentenseiten, Gutachten, Genehmigungsfragestellungen, aber auch um die Klärung der Frage: Ist das finanzierbar oder nicht? Ohne die zügige Bereitstellung von exakten Daten und Fakten durch die Helaba wäre dies nicht möglich gewesen. Für die Helaba war es aber auch wichtig, uns miteinzubinden, da wir zum einen im Verbund über die Mittel verfügen und zum anderen als Sparkasse Marburg-Biedenkopf das fachliche Know-how und die Erfahrung besitzen. Schließlich haben wir schon vor etwa 20 Jahren das erste Windrad finanziert. Und so haben wir einen Finanzierungsmix hinbekommen und das Geld über drei Sparkassen zusammengebracht.“

Neben der Finanzierung und dem Know-how gibt es aber auch noch weitere gute Gründe für die Beteiligung der Sparkassen. „Durch unsere Verbundpartnerschaften schaffen wir lokale Nähe und haben Zugriff auf regionale Netzwerke“, so Engel. „Das ist wichtig, um für die Kunden einen Kontakt vor Ort zu haben oder auch die Bürgerschaft mit entsprechenden Angeboten und Informationen mitzunehmen.“

Für eine erfolgreiche Energiewende vor Ort: die Sparkasse Marburg-Biedenkopf.
Für eine erfolgreiche Energiewende vor Ort: die Sparkasse Marburg-Biedenkopf.

„Bei uns steht nicht der Gewinn im Vordergrund, sondern es geht darum, die Sparkasse ertragfähig zu machen und die Region zu fördern.“

Sebastian Finck
Bereichsdirektor Sparkasse Marburg-Biedenkopf

Der Region verpflichtet

Sebastian Finck treibt zudem aber noch etwas anderes an. Das Thema Erneuerbare Energien liegt ihm besonders am Herzen, und er hat den Bereich in seiner Sparkasse vor einigen Jahren selbst aufgebaut. „Es geht mir bei diesem Projekt darum, dass Energie hier im Landkreis erzeugt werden kann und die Wertschöpfung und die Erträge in der Region bleiben“, erklärt Finck. Und es wird deutlich, dass er zum Thema Nachhaltigkeit eine klare Haltung vertritt, zu der er sich persönlich, aber auch als Vertreter der Sparkasse Marburg-Biedenkopf bekennt. „Nachhaltigkeit hat eine Bedeutung hier im Haus; das beziehen wir sowohl auf den Kontakt zu unseren Kunden, auf all unsere Geschäftsverbindungen in guten wie in schlechten Zeiten, aber auch auf Energiethemen. Dass wir in Projekte wie »Hausfirste« investieren, ist für uns also nicht nur eine Frage des guten Geschäfts. Unser Engagement ist eher die logische Konsequenz unseres Geschäftsmodells – und das kann nur auf der Basis von gelebter Nachhaltigkeit zukunftsfähig sein.“

Guido Böss: „Die Energiewende geht uns alle an.“
Guido Böss: „Die Energiewende geht uns alle an.“

Gemeinsam Gutes vorantreiben

Und dann schaut er auf das Bild in seinem Büro, dass ihn auf einer der Gondeln im Windpark zeigt und sagt: „Das sind die Momente, in denen man auf ein Windenergierad klettern darf und realisiert, was man über Wochen und Monate umgesetzt hat – das auf eine so beeindruckende Weise erkennen zu dürfen, bedeutet mir viel.“ 

An den persönlichen Einsatz und die Verantwortung der Gesellschaft appelliert auch Guido Böss: „Für das Gelingen der Energiewende benötigen wir genau diese starken Partnerschaften. Es braucht aber auch gesellschaftliche Akzeptanz – und eine der großen Herausforderungen für die Zukunft wird es sein, diese gesellschaftliche Akzeptanz weiter zu stärken und dazu geeignete politische Rahmenbedingungen zu schaffen“, so der Experte. „Und wenn wir alle noch daran denken das Licht auszumachen, wenn wir das Haus verlassen, dann wird es vielleicht doch noch etwas mit der klimafreundlichen Zukunft, die wir alle wollen. Und die mit vereinten Kräften auch umsetzbar ist.“

Der Windpark »Hausfirste« liegt in einem besonders geschützten Flora-Fauna-Habitat-Gebiet.
Der Windpark »Hausfirste« liegt in einem besonders geschützten Flora-Fauna-Habitat-Gebiet.

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