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Die Ener­gie­wen­de ist Team­work

Der ENTEGA Wind­park »Haus­firste« im Kauf­unger Wald

Wie Helaba, Sparkassen und ENTEGA AG bei der Reali­sierung des Windparks »Haus­firste« eng zusammen­arbeiten, ist ein Bei­spiel, wie die Energie­wende gelingen kann. Dabei geht es nicht nur um gutes Geschäft und nach­haltige Investi­tionen. Es geht um vertrauens­volle Partner­schaft und die gemein­same Über­nahme von Verant­wortung – gesell­schaftlich und für die Region.

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Der Weg nach Groß­almerode führt an idyllischer Natur vorbei, und obwohl es Hoch­sommer ist, bläst ein strammer Wind über die sanften Höhen­züge des Kaufunger Waldes. Dieser erstreckt sich vom nördlichen Ost­hessischen Bergland bis in den Süden Nieder­sachsens.

Inmitten dieser Szenerie steht ein Mann, der an die Energie­wende glaubt. Weil sie den Klima­wandel aufhalten kann und er mithelfen will, den Weg in eine nach­haltigere Energie­ver­sorgung zu gestalten. Es geht ihm um die Minimierung des CO2-Aus­stoßes und darum, zu­künftigen Generationen eine lebens­werte Umwelt zu hinter­lassen.

Peter Gevers unterwegs im Windpark »Hausfirste«.
Peter Gevers unterwegs im Windpark »Hausfirste«.

33.000

Haushalte der Region werden mit »grüner« Energie versorgt. 

Engagement, das sich auszahlt

Peter Gevers ist kauf­männischer Projekt­leiter der Darmstädter ENTEGA AG – das Pionier­unter­nehmen der Energie­wende und einer der führenden Öko­strom­anbieter Deutschlands. Mehr als vier Jahre hat Gevers die Projekt­ent­wicklung des Wind­parks »Hausfirste« verant­wortet und wie er sagt, „sein ganzes Herzblut in das Projekt gesteckt“. Und das Ergebnis lässt sich sehen: Seit Ende 2016 stehen hier auf einem Höhen­zug südöstlich von Kassel zehn hoch­moderne Wind­räder mit einer Nenn­leistung von 30 Megawatt. Sie produzieren ausreichend Strom, um mehr als 33.000 Haushalte der Region mit »grüner« Energie zu versorgen.

Anpacken für die gute Sache

Doch Projekt­ent­wicklung im Bereich Wind­energie ist eine komplexe Aufgabe. Und schon gar keine Aufgabe für eine einzelne Person. Es ist ein anspruchs­volles Puzzle, das von vielen Händen zu­sammen­gesetzt wird. Und so war auch die Reali­sierung von »Hausfirste« eine Heraus­forderung.

Tatsächlich liegt der Wind­park inmitten eines europäischen Schutz­gebietes, in dem bis heute Flora und Fauna zu schützen sind. Dazu hatte es die ENTEGA mit unter­schied­lichen Höhen­niveaus und Wetter­kapriolen zu tun und sah sich außerdem einem äußerst straffen Zeitplan gegenüber. „Die einwand­freie Zusammen­arbeit zwischen allen Beteiligten hat trotz allem zu einem sehr erfreulichen Ergebnis geführt. Wir konnten die Bau­phase innerhalb von 14 Monaten – also gute 12 Wochen vor Plan – erfolgreich beenden“, das erzählt Peter Gevers nicht ganz ohne Stolz, da »Hausfirste« sein erstes großes Projekt war und er heute einer der Mit­geschäfts­führer des Windparks ist.

Um diese Heraus­forderungen weiß natürlich auch sein Kollege Guido Böss, Geschäfts­führer der ENTEGA Regenerativ GmbH, eine Konzern­tochter, die sich mit der Finan­zierung, Pro­jektierung und dem Betrieb von regenerativ produ­zierenden Kraft­werken befasst. Gefragt sei insbe­sondere logistisches, technisches, kaufmännisches und juristisches Know-how. Aber nicht nur das: „Was wir hier tun ist Projekt­arbeit. Und das bedeutet in der Regel, dass wir auch auf Hinder­nisse stoßen und Betei­ligte brauchen, die diese Klippen gemein­sam mit uns umschiffen. Und dafür braucht es Vertrauen und ein Ver­ständnis füreinander, und das gilt insbe­sondere auch für unsere Partner­schaften im Bereich Finan­zierung.“

„Geeignete Projekt­partner sind für uns jene, die unsere Vision einer nach­haltigen Energie­versorgung mittragen und befür­worten.“

Peter Gevers
Projekt­leiter ENTEGA AG

Bilder­gale­rie 

Spannende Einblicke in das Projekt unseres Kunden ENTEGA AG

Auf Basis gemeinsamer Wer­te

„Wir mussten hier alle an einem Strang ziehen und da ist es gut, wenn man sich nicht nur in den Details, sondern auch in der Sache einig ist.“ Und so kommt Engel auf die Relevanz des Themas Wind­energie zu sprechen. „Wir reden hier über den Ausbau der Erneuer­baren Energien – ein großes Ziel, das sich die Politik gesetzt hat und gesell­schaftlich für uns alle von enormer Bedeutung ist.“ Engel ist Abteilungs­direktor in einem 8-köpfigen Team, das sich auf die Finan­zierung von Er­neuer­baren Energien und Infra­struktur­pro­jekten fokussiert und weiß daher, wovon er spricht. „Was uns mit der ENTEGA insbe­sondere verbindet, ist die Vision von gesell­schaftlicher Verant­wortung. Das heißt aber auch, wir müssen die ENTEGA mit ihren Belangen verstehen. Nur wenn wir diese durch­dringen, können wir unsere Sache gut machen und ein Projekt wie dieses sicher und solide finan­zieren. Gemeinsame Werte sind für uns daher aus­schlag­gebend in der Zusammen­arbeit – mit der ENTEGA – aber auch mit all unseren anderen Stakeholdern“, so Engel, der seit 2012 im Bereich Corporate Finance tätig ist.

Dieser Meinung schließt sich auch Guido Böss an: „Die ENTEGA ist ein wirt­schaftlich agierendes Unter­nehmen, keine Frage, und natürlich schauen wir auf Konditionen. Und in diesem Fall hatte die Helaba tatsächlich auch das wirt­schaftlich attrak­tivste Angebot. Mindestens genauso wichtig war uns aber unsere gemeinsame Historie. Dass wir eben schon länger vertrauens­voll zusammen­arbeiten und wissen, dass die Helaba zu ihren Zu­sagen steht. Dazu kommt, dass wir natürlich auch das Produkt-Know-how und die Struk­turierungs­expertise der Bank – gerade auch im Verbund mit den Spar­kassen – sehr zu schätzen wissen.“

Guido Engel ist stolz auf das Projekt und die gute Zusammenarbeit der Projektbeteiligten.
Guido Engel ist stolz auf das Projekt und die gute Zusammenarbeit der Projektbeteiligten.
Typ Enercon E-115 mit einer Nennleistung von 30 MW.
Typ Enercon E-115 mit einer Nennleistung von 30 MW.

Vertrauens­voll und ver­läss­lich

Das Projekt »Hausfirste« hat viele Beteiligte und so sind in die Finan­zierung des Wind­parks auch die An­rainer­-Spar­kassen aus Mar­burg­-Bieden­kopf, Mittel­thüringen und Werra­-Meißner einge­bunden. Auch für sie tickte damals die Uhr, erinnert sich Sebastian Finck, Bereichs­direktor und Projekt­leiter der Spar­kasse Mar­burg-Bieden­kopf: „Wir haben innerhalb von vier Wochen den Beschluss gefasst, dass wir am Projekt teil­nehmen. Wer nicht vom Fach ist, kann sich vermutlich nicht vorstellen, was dahinter­steckt: Da geht es um die Prüfung von tausenden Doku­menten­seiten, Gut­achten, Ge­nehmigungs­frage­stellungen, aber auch um die Klärung der Frage: Ist das finan­zierbar oder nicht? Ohne die zügige Bereit­stellung von exakten Daten und Fakten durch die Helaba wäre dies nicht möglich gewesen. Für die Helaba war es aber auch wichtig, uns mit­ein­zu­binden, da wir zum einen im Verbund über die Mittel verfügen und zum anderen als Spar­kasse Mar­burg-Bieden­kopf das fachliche Know-how und die Erfahrung besitzen. Schließlich haben wir schon vor etwa 20 Jahren das erste Wind­rad finan­ziert. Und so haben wir einen Finan­zierungs­mix hinbe­kommen und das Geld über drei Spar­kassen zu­sammen­ge­bracht.“

Neben der Finan­zierung und dem Know-how gibt es aber auch noch weitere gute Gründe für die Betei­ligung der Spar­kassen. „Durch unsere Verbund­partner­schaften schaffen wir lokale Nähe und haben Zugriff auf regionale Netzwerke“, so Engel. „Das ist wichtig, um für die Kunden einen Kontakt vor Ort zu haben oder auch die Bürger­schaft mit ent­sprechenden Angeboten und Infor­mationen mit­zu­nehmen.“

Für eine erfolgreiche Energiewende vor Ort: die Sparkasse Marburg-Biedenkopf.
Für eine erfolgreiche Energiewende vor Ort: die Sparkasse Marburg-Biedenkopf.

„Bei uns steht nicht der Gewinn im Vorder­grund, sondern es geht darum, die Spar­kasse ertragfähig zu machen und die Region zu fördern.“

Sebastian Finck
Bereichs­direktor Spar­kasse Mar­burg-Bieden­kopf

Der Region ver­pflich­tet

Sebastian Finck treibt zudem aber noch etwas anderes an. Das Thema Er­neuer­bare Energien liegt ihm besonders am Herzen, und er hat den Bereich in seiner Spar­kasse vor einigen Jahren selbst auf­ge­baut. „Es geht mir bei diesem Projekt darum, dass Energie hier im Land­kreis erzeugt werden kann und die Wert­schöpfung und die Erträge in der Region bleiben“, erklärt Finck. Und es wird deutlich, dass er zum Thema Nach­haltig­keit eine klare Haltung vertritt, zu der er sich persönlich, aber auch als Ver­treter der Spar­kasse Mar­burg-Bieden­kopf bekennt. „Nach­haltig­keit hat eine Bedeu­tung hier im Haus; das beziehen wir sowohl auf den Kontakt zu unseren Kunden, auf all unsere Geschäfts­verbin­dungen in guten wie in schlechten Zeiten, aber auch auf Energie­themen. Dass wir in Projekte wie »Hausfirste« investieren, ist für uns also nicht nur eine Frage des guten Geschäfts. Unser Engagement ist eher die logische Konse­quenz unseres Geschäfts­modells – und das kann nur auf der Basis von gelebter Nach­haltig­keit zu­kunfts­fähig sein.“

Guido Böss: „Die Energiewende geht uns alle an.“
Guido Böss: „Die Energiewende geht uns alle an.“

Gemein­sam Gutes voran­trei­ben

Und dann schaut er auf das Bild in seinem Büro, dass ihn auf einer der Gondeln im Wind­park zeigt und sagt: „Das sind die Momente, in denen man auf ein Wind­energie­rad klettern darf und reali­siert, was man über Wochen und Monate umgesetzt hat – das auf eine so beein­druckende Weise erkennen zu dürfen, bedeutet mir viel.“ 

An den persönlichen Einsatz und die Verant­wortung der Gesell­schaft appel­liert auch Guido Böss: „Für das Gelingen der Energie­wende benötigen wir genau diese starken Partner­schaften. Es braucht aber auch gesell­schaftliche Akzeptanz – und eine der großen Heraus­forder­ungen für die Zukunft wird es sein, diese gesell­schaftliche Akzep­tanz weiter zu stärken und dazu geeig­nete politische Rahmen­bedin­gungen zu schaffen“, so der Experte. „Und wenn wir alle noch daran denken das Licht auszu­machen, wenn wir das Haus verlassen, dann wird es vielleicht doch noch etwas mit der klima­freund­lichen Zukunft, die wir alle wollen. Und die mit vereinten Kräften auch um­setz­bar ist.“

Der Windpark »Hausfirste« liegt in einem besonders geschützten Flora-Fauna-Habitat-Gebiet.
Der Windpark »Hausfirste« liegt in einem besonders geschützten Flora-Fauna-Habitat-Gebiet.

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