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Champion mit Familien­sinn

EEW-Group – Erndte­brücker Eisen­werk

Dass Erfolg nicht immer laute Töne braucht, zeigt die EEW-Group – Erndte­brücker Eisen­werk. Im Witt­gen­steiner Land ist das familien­geführte Unter­nehmen in drei Generationen zum Markt­führer aufge­stiegen. Wir wollten wissen: Wie wichtig sind Wurzeln für die Inno­vations­kraft und welche Rolle spielt die Wahl der richtigen Bank für den unter­nehmer­ischen Erfolg?

EEW Geschäftsführer Ralf Pulverich und Christoph Schorge

Der Weg nach Erndte­brück führt von Siegen über ruhige Land­straßen. Der März­himmel ist klar und eisige Tem­pera­turen ver­kürzen jeden Aufent­halt im Freien. Nichts deutet darauf hin, dass gerade hier unter­nehmerischer Erfolg besondere Wurzeln treibt. Aber das tut er – und nicht erst seit heute. Die Gegend zählt zu den ältesten Industrie­regionen Mittel­euro­pas. Mittel­stän­dische und oft familien­geführte Betriebe prägen die Wirt­schaft. Ein indus­trieller Schwer­punkt dabei: metaller­zeugende und -ver­arbeit­ende Unter­nehmen.

Ein Bei­spiel für die erfolg­reiche Ver­knüpfung von regionaler Ver­bunden­heit mit globaler Präsenz ist die EEW-Gruppe. Die Unter­nehmens­gruppe hat ihren Ursprung und Haupt­sitz in Erndte­brück, verfügt aber welt­weit über Pro­duktions­stätten in Süd­korea, Malaysia, Saudi-Arabien und Großbritan­nien. Das Unter­nehmen ist auf die Her­stellung längs­naht­geschweißter Rohre speziali­siert, insbe­sondere Großrohre, wie sie in der Öl- und Gas­indu­strie sowie der Offshore-Wind­energie zum Einsatz kommen. 

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Aus Erndte­brück in die Welt

Draußen vor den Fenstern schweift der Blick über baum­be­standene Hügel, nach der Anfahrt fühlt man sich weit weg vom Geschehen der Welt­märkte und ist doch mitten­drin. Am Tag zuvor hatte US-Präsident Trump Straf­zölle auf Stahl­importe in die USA ange­droht. Im Gespräch mit Vertretern der Helaba und der Spar­kasse Wittgen­stein disku­tieren die EEW-Geschäfts­führer Christoph Schorge und Ralf Pulverich, was das für ihr Unter­nehmen bedeutet und kommen schnell zu dem Punkt, der ihr Unter­nehmen so erfolg­reich macht: die erst­klassige Qualität. Ein Argument, das auch auf den Märkten im mittleren Osten, in Norwegen, Singapur, Vietnam und Indien zählt, die man hier in Süd­west­falen im Blick hat.

Näher vor der Haus­tür liegen die Offshore-Wind­indus­trien in Dänemark, England und Deutsch­land. Ein wichtiges Betäti­gungs­feld, das vor allem vom eigenen Werk in Rostock bedient wird. Hier, im Bereich der er­neuer­baren Energien in Europa, werden aktuell etwa 70 % des Umsatzes gemacht. Die EEW-Gruppe liefert die Funda­mente für die Offshore-Wind­an­lagen. Und schwimmt mit der Speziali­sierung auf Rohre für ganz unter­schied­liche An­wendungs­bereiche oben­auf.

Wachs­tums­kurs über drei Genera­tionen

Ein wacher Blick auf das, was der Markt verlangt, ist auch die Basis, auf der Christoph Schorges Großvater 1936 das Unter­nehmen gründete. Neben Rohren waren es damals insbe­sondere Druck­be­hälter aller Art, die in Erndte­brück produziert wurden. Während der Ölkrise 1974 reagierte man und stellte die Produktion auf Stahlrohre um, die in der gerade auf­kom­men­den Offshore-Industrie in der Nord­see gefragt waren.

„Der Stand­ort ist aus der Historie gewachsen“, sagt Christoph Schorge. „Als wir während der Öl­krise in den 1970er-Jahren unter Führung meines Vaters die Pro­duktion auf Rohre für die Öl­indus­trie in der Nord­see umge­stellt haben, waren wir das kleinste Rohr­werk im Sieger­land.“

Über­haupt Ent­schei­dungen: Hier wird nichts übers Knie ge­brochen. Dennoch sind die kurzen Ab­stimmungs­wege ein klarer Vorteil für Familien­unter­nehmen, die auch das unter­nehmer­ische Bauch­gefühl mit einbe­ziehen. „Ein Familien­unter­nehmen tickt einfach anders als ein DAX-Konzern. Bevor wir Statistiken geführt und externe Berater beauf­tragt haben, wurden lange Zeit schnelle Zwei­mann-Ent­schei­dungen in der Geschäfts­führung gefällt. Und der Wachs­tums­weg ging und geht immer nur nach vorne“, erklärt Schorge die Be­sonder­heiten des familien­geführten Unter­nehmens.

„Der Standort ist aus der Historie gewachsen.“

Christoph Schorge
EEW-Geschäftsführer

Global Player: An 25 Standorten weltweit produzieren 2.100 Mitarbeiter Rohre für Offshore, Onshore, Kraftwerks- und Stahlhochbau.
Global Player: An 25 Standorten weltweit produzieren 2.100 Mitarbeiter Rohre für Offshore, Onshore, Kraftwerks- und Stahlhochbau.

Erfolg braucht eine solide Finan­zierung

Mit der zu­nehmen­den Inter­nationali­sierung musste auch das Denken neu struk­turiert werden. Ein wichtiger Faktor dabei: die Finan­zierung des stark projekt­ge­triebenen Geschäfts. Für die großen Volumina braucht man starke Partner – wie die Spar­kasse und die Helaba.

Wichtig ist dabei immer der direkte, persön­liche Kontakt zu den Banken. „Die kurzen Wege und die Ver­bin­dung, das ist ganz wichtig für ein Familien­unter­nehmen“, betont er die Be­ziehung zur Spar­kasse vor Ort. „Der direkte Kontakt, das Gefühl, als familien­geführtes Unter­nehmen nicht nur eine Nummer zu sein, wie es bei mancher Groß­bank der Fall ist. Das ist ganz klar ein Vor­teil der Zu­sammen­arbeit mit Spar­kasse und Helaba.“

Und Schorge hält fest, dass die Historie des Unter­nehmens ganz deutlich zeigt, dass ein Wachs­tum ohne die Partner Helaba und Spar­kasse gar nicht möglich gewesen wäre. „Unser Geschäft ist sehr kapital­inten­siv und wir bewegen uns in Größen­ordnungen, die nur mit einem starken Banken­konsortium zu stemmen sind“, ergänzt Ralf Pulverich. „Und deshalb streben wir seit Jahren eine dauerhafte Zusammen­arbeit mit Spar­kasse und Helaba an.“

Stefan W. Ropers, Leiter der Helaba-Niederlassung in Düssel­dorf und dort zuständig für das Mittel­stands­geschäft, bringt das Erfolgs­geheimnis der ver­trauens­vollen Zu­sammen­arbeit auf den Punkt: „Eigentlich geht es hier um drei wesentliche Faktoren: Das gegen­seitige Vertrauen ist wichtig, man muss sich kennen. Sie müssen Kompe­tenz mit­bringen und Sie müssen liefern können.“

„Der direkte Kontakt, das Gefühl als familien­geführtes Unter­nehmen nicht nur eine Nummer zu sein, wie es bei mancher Groß­bank der Fall ist. Das ist ganz klar ein Vorteil der Zusammen­arbeit mit Spar­kasse und Helaba.“

Christoph Schorge
EEW-Ge­schäfts­führer

Schreibt die Erfolgsgeschichte seiner Familie fort: EEW-Geschäftsführer Christoph Schorge.
Schreibt die Erfolgsgeschichte seiner Familie fort: EEW-Geschäftsführer Christoph Schorge.

Inno­vationen konti­nuierlich voran­treiben

Bei so viel Wert­schätzung für das Beständige bleibt die Frage nach dem Inno­vations­druck. Wie reagiert man in Erndte­brück auf sich ver­ändernde Märkte, auf neue Kom­muni­kations­wege?

Christoph Schorge antwortet klar: „Inno­vation treiben wir konti­nuierlich voran. Still­stand ist Rück­stand. Das steht bei uns im Unter­nehmen seit der ersten Minute auf der Fahne. Sei es in der Weiter­ent­wicklung der Produkte oder in der Finan­zierung mit den Banken. Wichtig ist vor allem auch, das Ohr dicht am Kunden zu haben, damit man Inno­vationen nicht am Markt vorbei betreibt.“ Als familien­geführtes Unter­nehmen setzt man in Erndte­brück im Inno­vations­mana­gement auf Menschen. Es gehört zum Geist des Unter­nehmens, dass hier jeder jeden kennt und dass man sich schätzt. Auf die Weiter­ent­wicklung des Fach­wissens wird genauso viel Wert gelegt wie auf das Leben außerhalb des Unter­nehmens. Der Bau von Kinder­gärten in der Region ist da nur ein erster Baustein, um über den Zuzug von Fach­personal und Familien auch wieder etwas an die Herkunfts­region zurück­zugeben.

Beim abschließenden Gang über das Werks­gelände fühlt man ange­sichts der massiven Stahl­röhren, dass hier buch­stäblich Großes geschaffen wird. Und man versteht, dass auch Erndte­brück ganz nah dran ist an den wichtigen Märkten dieser Welt.

„Inno­vation treiben wir konti­nuierlich voran. Stillstand ist Rück­stand. Das steht bei uns im Unter­nehmen seit der ersten Minute auf der Fahne. Sei es in der Weiter­ent­wicklung der Produkte oder in der Finan­zierung mit den Banken.“

Christoph Schorge
EEW-Ge­schäfts­führer

Ralf Pulverich, EEW-Geschäftsführer
Ralf Pulverich, EEW-Geschäftsführer

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