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Rentenkommentar aus dem Handel

Rentenkommentar Handel | 21.02.2019

Marktkommentar Renten

Guten Morgen!

Trading Range:

165.84- 166.83

Tendenz

behauptet

Das Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung lieferte keine neuen Erkenntnisse über den geldpolitischen Kurs der Fed.  Aus der Mitschrift geht hervor, dass der Zinserhöhungszyklus wohl ausläuft. Nur ein Anziehen der Inflation oder ein weiterer Wachstumsschub könne das geduldige Abwarten in Frage stellen.  Einigkeit besteht indes, den Bilanzabbau noch in diesem Jahr beenden zu wollen.  Ein Plan, wie das derzeitige Abschmelzen von 50 Mrd. Dollar ausläuft, soll in Kürze vorgelegt werden.

Das Treffen zwischen der britischen Premierministerin Theresa May und EU- Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist wie erwartet  ohne zählbaren Erfolg zu Ende gegangen.  Beide Seiten sprachen von konstruktiven Gesprächen und Fortschritten, Einzelheiten nannten sie nicht.  Knackpunkt bleibt aber der Backstop für Irland. Eine nächste Zusammenkunft wurde für Ende Februar vereinbart.  Brexit- Minister Barclay und Justizminister Cox kommen heute in die belgische Hauptstadt. Die Ratingagentur Fitch droht Großbritannien mit einer Herabstufung der Bonität.

All das kann der guten Stimmung an den Finanzmärkten nichts anhaben.  Die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China versetzt Anleger zwar nicht in Euphorie, hält sie aber bei der Stange.  Absichtserklärungen, die als Basis für ein Handelsabkommen dienen, seien in Arbeit. Präsident Trump wiederholt seine Drohungen, ohne Handelsabkommen gäbe  es Zölle auf Auto aus der EU.

An den Bondmärkten halten dagegen die Entspannung an der Zinsfront und permanente Sicherheitsüberlegungen die Nachfrage hoch.

Bundesanleihen  bewegen sich auch zur Wochenmitte uninspiriert innerhalb der seit Tagen etablierten Handelsspanne.  Weder ein neues Jahreshoch des Dax, noch der erneute Schwächeanfall italienischer Staatsanleihen bringt Anleger aus der Ruhe. Umsätze sind weiter rückläufig. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Papieren verharrte bei 63 BP. 10-jährige Bonds aus Frankreich  (0.52 %) und  Belgien (0.64 %) behaupten ihren Abstand zu Bunds.  

Anleihemärkte der EU- Peripherie bleiben anfällig für schlechte Nachrichten aus Italien. Die anstehende Neubewertung durch die Ratingagentur Fitch am kommenden Freitag verbreitet Unruhe. Während SPGs vor den Auktionen kaum Zugeständnisse hinnehmen mussten, gerieten PGBs etwas stärker unter Druck. Der Renditeaufschlag  10- jähriger spanischer (1.195 %) und portugiesischer Papiere  (1.51 %) weitete sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen  um  1 bzw. 2 BP aus. Italienische Bonds (2.855 %) verloren gegenüber Bunds 7 BP (276 BP).

Der  US- Bondmarkt  sind die Renditen gestiegen. Die gute Stimmung am Aktienmarkt und wenig Neuigkeiten aus dem FOMC-Protokoll dämpfte den Anlagebedarf. Der Abstand zwischen 5- und 30-jährigen Treasuries weitete sich auf  52 BP aus. In Fernost  verlieren US- Treasuries angesichts überwiegend freundlicher Vorgaben von den asiatischen Aktienbörsen weiter an Boden. In Japan ist der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes  im Februar von 50.3 auf 48.5 Punkte unter die Expansionsschwelle gefallen.

Der Bund (166.54) legte 9 Stellen zu,  Schatz- (111.89) und Bobl- Kontrakt (133.18)  gingen unverändert bzw. 2 Ticks höher aus dem Markt.  Im frühen Handel geben die Kurse etwas nach.  Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 0.10 %,  der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Titeln verringerte auf 67 BP.  10-jährige  US- Treasuries rentieren 2BP höher bei 2.66 %.  Der Euro verliert auf  1.133 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf  57.3Dollar.

Heute nimmt die Datenveröffentlichung Fahrt auf.  Im Mittelpunkt des Interesses steht zunächst die Stimmung bei Einkaufsmanagern Frankreichs und Deutschlands, die einen vorläufigen Eindruck über den Zustand der Industrie (50.3 nach 50.5) und des Servicesektors /51.3 nach 51.2)  in der Eurozone vermittelt. Eingerahmt werden die Zahlen vom Geschäftsklima (102) sowie Verbraucherpreisen aus Frankreich (-0.5 %/1.2 %).

In den Vereinigten Staaten stehen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter(1.7 %) ganz oben auf der Prioritätenliste. Auch ohne den Transportsektor (0.3 %) sollte der Trend wieder nach oben zeigen.

Daneben liefert der Philadelphia-Fed-Index (14 nach 17) einen nächsten Stimmungstest für die Industrie im laufenden Monat.  Eigenheimverkäufe (5 Mio./0.2 %) und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (228K) runden den Datenkranz ab.

Am Primärmarkt  versteigert Spanien heute SPGBs der Fälligkeiten 10/2021, 07/2023 & 04/2029 im Volumen von 3.5- 4.5 Mrd. Euro. Frankreich begibt OATs mit Laufzeiten 10/2022, 03/2024 & 10/2025  im Volumen von bis zu       9 Mrd. Euro sowie Linker über  nochmals 1.5 Mrd. Euro. Nationale-Nederlanden Bank N.V. begab einen 5-jährigen Covered Bond im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap +16 BP. UniCredit Bank AG stockte einen 10-jährigen Hypothekenpfandbrief um 500 Mio. Euro bei Midswap +11 BP auf. Die Rentenbank begibt in Kürze eine neue 10-jährige Benchmarkanleihe Das Land Schleswig-Holstein plant die Begebung einer 7-jährigen Anleihe im Volumen von 500 Mio. Euro.

Technik:

Der Bund-Future konsolidierte weiter innerhalb der etablierten Handelsspanne und schloss (166.54) 9 Stellen über Vortagsniveau. Die Indikatoren im Tageschart neigen zur Schwäche. Auf Wochensicht ist der Trend weiter  intakt, Anzeichen von nachlassendem Schwung mahnt jedoch auch hier zur Vorsicht.

Widerstände sehen wir bei 166.75 (Hoch v. 19.02.), 166.83 (Hoch v. 08.02.), 167.43 (Trend), 167.76 (Hoch v.31.08.2016 cont.) und 168.05 (Wochentrend).

Unterstützungen liegen bei  166.27 (Tief v. 19.02.),166.02 (Tief v. 14.02.), 165.84 (Tief v. 12.02./Trendkanal), 165.68 (Hoch v. 06.02.), 165.52 (Tief v. 07.02. und 165.37 (Tief v. 06.02.).

Unterstützungen 166.27 166.02 165.84
Widerstände 166.75 166.83

167.43

Thomas Weidmann

Rentenhandel


Tel.: 069/9132 1800


Disclaimer
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