Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkten 


Risk on, risk off, risk on…

Bund-Future: Verluste

Euro: Dollarschwäche


Ausgewählte Inhalte

Die Marktteilnehmer wurden hierzulande erneut in ihrem konjunkturellen Optimismus gestärkt, denn die Service-PMIs in Spanien und Italien haben zugelegt und auch in den anderen wichtigen EWU-Staaten gab es Verbesserungen, wenngleich die endgültigen Werte gegenüber den Vorabschätzungen nach unten revidiert wurden. Aktien konnten entsprechend wieder zulegen und Bunds und kamen unter Druck. Oder ist es etwa nicht die Konjunkturzuversicht, die die Märkte treibt, sondern vielmehr die ultra-expansive Geldpolitik? Da Gold seine Rekordjagd bis über die Marke von 2000 USD/Feinunze fortgesetzt hat, könnte dieser Eindruck entstehen. Zudem gibt es hinsichtlich der Geldpolitik neue Spekulationen. Einige EZB- und Fed-Vertreter haben angedeutet, dass weitere Aktivitäten der Notenbanken nötig sein könnten. Zudem wird in den USA die Fiskalpolitik, insbesondere im Hinblick auf die Arbeitsmarktpolitik, zum Handeln gedrängt. Der enttäuschende Stellenaufbau (ADP-Report) weist darauf hin. Der US-Kongress arbeitet an einem Paket und möglicherweise vor dem Wochenende kann dieses schon zur Abstimmung vorliegen.


Das datenseitige Interesse ruht heute zum einen auf den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA und zum anderen auf der Entscheidung der Bank von England (BoE). Bei dieser wird aber ...


Bund-Future

Die Einkaufsmanagerindizes in Spanien und Italien signalisierten gestern eine verbesserte Konjunkturperspektive unter den Unternehmen. Auch an den Aktienmärkten kehrte die Zuversicht zurück, sodass der Bund-Future Verluste erlitt. Für stärkere, nachhaltige Abwärtsimpulse scheint die Verunsicherung über wirtschaftlichen Auswirkungen einer zweiten Infektionswelle aber zu groß zu sein. Daran dürfte sich u. E. nach zunächst nichts ändern. Das Chartbild untermauert das hohe Niveau des Futures. Hürden lokalisieren wir bei 178,01 und bei 178,65. Haltemarken bestehen um 177,00 und bei 176,83. Trading-Range: 176,83 – 178,01.


EUR-USD

Die Dollarschwäche tritt immer deutlicher zu Tage und dies obwohl auch die Datenveröffentlichungen in den USA auf ein kräftiges Q3-Wachstum schließen lassen. Allerdings ist der Arbeitsmarkt noch in einer schwachen Verfassung. Die Bewegung wird vor allem im Goldpreis sichtbar, der neue Rekorde aufweisen kann. Hintergrund ist die Erwartung, dass Geld- und Fiskalpolitik noch sehr lange Zeit extrem expansiv bleiben. Aktuell kommt die Verunsicherung im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl hinzu. Im Verhältnis zum Dollar nimmt der Euro-Kurs daher trotz der überkauften Marktlage das Hoch bei 1,1908 ins Visier. Gelingt ein Sprung darüber, wäre eine weitergehende Befestigung in Richtung 1,25 nicht mehr auszuschließen. Trading Range: 1,1781- 1,1908


Disclaimer

Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

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