Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkten 


Unternehmensstimmung hellt sich auf

Bund-Future: Gegenwind

Euro: Erwartungen nicht zu hoch stecken


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An den Finanzmärkten ist inzwischen viel Positives eskomptiert. Obwohl realwirtschaftliche Daten das katastrophale Ausmaß der Corona-Pandemie aufzeigen, herrscht Optimismus vor. Dies lässt sich unter anderem am deutschen Leitindex ablesen, der inzwischen etwa 50 % seiner massiven Verluste, die er von Februar bis Mitte März erlitten hatte, aufgeholt hat. Zwar kommt es immer wieder zu kleinen Rückschlägen, allerdings ist die Risikobereitschaft insgesamt erhöht. Der Optimismus der Finanzmarktteilnehmer hat sich bei den sentix- und ZEW-Umfragen zum Teil schon gezeigt. Die Erwartungskomponenten konnten zulegen. Dies bestätigt auch die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen. So stiegen die Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Frankreich und übertrafen sogar die Erwartungen der Umfrageteilnehmer. Auch in Deutschland und der Eurozone kam es zu merklichen Verbesserungen der Stimmungslage. Anzumerken bleibt jedoch, dass besonders der Dienstleistungssektor nach wie vor weit unterhalb der Wachstumsschwelle liegt. Auf die PMIs beruft sich die Europäische Zentralbank bei der Begutachtung der wirtschaftlichen Situation. Im Vormonat hatte sich die Stimmung noch deutlich verschlechtert und es wurden neue historische Tiefstände markiert. Inzwischen wurden die Corona-Einschränkungen zwar teilweise gelockert, die Belastungen durch den Lockdown – vor allem im Service-Bereich – dürften jedoch in den kommenden Wochen noch bemerkbar sein. Positiv zu beurteilen ist die  ...


Bund-Future

Der Bund-Future verzeichnete gestern leichte Gewinne. Zwar konnten die PMIs in Deutschland, Frankreich und der Eurozone zulegen, jedoch liegen die Indikatoren weiterhin unterhalb der Wachstumsschwelle. Von der technischen Seite trübt sich die Lage für den Future ein. So liegt das Kursmomentum unter der Nulllinie und der DMI nebst ADX weisen auf einen möglichen Beginn einer dauerhaften Abwärtsbewegung hin. Die nächste Unterstützung lokalisieren wir bei 172,93. Darunter drohen Verluste bis in den Bereich um 172,26 oder sogar bis 171,29, dem markanten Tief vom 23. April. Erste Widerstände machen wir bei 174,04 und bei 174,24 aus. Weitere Hürden sind im Bereich 174,67 zu finden. Trading-Range: 171,95 – 174,04.


EUR-USD

 Der Euro konnte seine am Anfang der Woche erzielten Gewinne nicht ganz halten und neigt erneut zur Schwäche, obwohl die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer zuletzt nicht größer geworden ist. Der von Frankreich und Deutschland vorgelegte Wiederaufbauplan, der eine gemeinsame Schuldenaufnahme über die EU-Kommission vorsieht, wirkt nach. Sollte es dem Euro gelingen, die 100- und 200-Tagelinien bei 1,0963 und 1,1012 USD nachhaltig zu überwinden, würde sich das Bild weiter aufhellen. Entwarnung vonseiten der technischen Indikatoren kann allerdings noch nicht gegeben werden. RSI und Stochastic sind neutral, der ADX ist jedoch weiterhin außergewöhnlich niedrig und das Kursmomentum schwach. Vor diesem Hintergrund sollten die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden. Erste Unterstützungen sind um 1,0900 und bei 1,0765 USD zu finden. Hürden für den Euro lokalisieren wir bei 1,0963 (100-Tagelinie) und bei 1,1004/12. Trading-Range: 1,0850 – 1,0980.


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