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Tagesausblick Renten/Devisen

Volkswirtschaft und Research | 20.02.2019

Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkte


Hoffnungsschimmer?

Bund-Future: Kontrakthoch in Reichweite

Euro: Belastungsfaktoren vorhanden

  

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In der Eurozone nehmen die konjunkturellen Zweifel nur langsam ab, denn die ZEW-Umfrage in Deutschland konnte auch im Februar nicht recht überzeugen. Per saldo ergab sich sogar eine leicht negative Indikation für das ifo Geschäftsklima Deutschland, das am Freitag auf der Agenda steht. Immerhin hat sich der Erwartungssaldo verbessert – zum dritten Mal infolge. Vor diesem Hintergrund ist heute die Veröffentlichung der EWU-Verbraucherstimmung von Interesse. Diese war in den letzten zwölf Monaten deutlich rückläufig, insbesondere weil die Konjunkturerwartungen gesunken sind. Die innerhalb der Verbraucherumfrage erhobene Stimmung bei Großanschaffungen ist im Trend weiter gestiegen und liegt am aktuellen Rand auf sehr hohem Niveau. Ist dies nun ein Hoffnungsschimmer oder eine Zeichen weiterer Risiken? In der Vergangenheit tendierte die deutlich volatilere Konjunkturstimmung dazu, den großen zyklischen Schwankungen der Anschaffungsneigung hinterherzulaufen. Insofern sehen wir hierin eher einen Hoffnungsschimmer für die wirtschaftliche Entwicklung. Zudem sollten die erholten Aktiennotierungen und die gesunkenen Benzinpreise eine positive Wirkung auf die Verbraucherstimmung gehabt haben. Ein leichter Anstieg sollte unseres Erachtens ins Kalkül gezogen werden.

 

Bund-Future

Der Bund-Future verzeichnete gestern Gewinne und notierte im Hoch bei 166,75. Für einen Aufwärtsimpuls sorgten enttäuschende Auftragszahlen in Italien (-1,8 % VM). Die Sorgen vor einer konjunkturellen Schwäche im Euroraum wurden durch die Datenveröffentlichung angeheizt und haben die Nachfrage nach Staatstiteln aus sicher geltenden Kernländern tendenziell gestützt. Auch das technische Umfeld unterstützt den Future, denn durch die gestrigen Gewinne vergrößert sich der Abstand zur Oktober-Trendlinie und das jüngste Kontrakthoch bei 166,83 ist in Reichweite. Die quantitativen Indikatoren im Tageschart runden das positive Chartbild ab. Bei Rücksetzern finden sich bei 165,84/86 erste Haltemarken.

 

EUR-USD

Der Euro befindet sich in einem schwierigen Umfeld. So steht zu befürchten, dass neben der gestern veröffentlichten ZEW-Umfrage auch die PMIs (Veröffentlichung am Donnerstag) und das ifo-Geschäftsklima (Freitag) eine gedämpfte Stimmung anzeigen werden. Zudem haben diverse EZB-Vertreter konjunkturkritische Äußerungen getätigt, die bei den Marktteilnehmern Zweifel an einer Leitzinserhöhung noch in diesem Jahr aufkommen lassen. Das Thema „Brexit“ sowie Sorgen vor US-Zöllen auf europäische Autos und vor einer Rating-Herabstufung Italiens trüben ebenfalls den Ausblick für den Euro. Insofern dominiert das Risiko nachgebender Notierungen. Dafür sprechen auch intakte Verkaufssignale und das negative Kursmomentum. Unterstützungen sind bei 1,1231 und 1,1213 zu finden. Erste Widerstände lokalisieren wir bei 1,1374 und 1,1396.

 

Ihr Helaba-Research-Team

 

Disclaimer

Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

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Euro: Belastungsfaktoren vorhanden

 

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