Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkten 


US-Notenbank nicht unter Zugzwang

Bund-Future: Unentschlossen

Euro: Wichtige Entscheidungen voraus

 

Ausgewählte Inhalte

Im Vorfeld der heutigen Zinsentscheidung der US-Notenbank richten die Marktteilnehmer den Blick auf die aktuellen Inflationsdaten in den USA. Erhöhten Benzinpreisen stehen dabei im November leicht rückläufige Erdgaspreise gegenüber. Per saldo sehen wir einen leichten Anstieg der Inflationsrate als wahrscheinlich an, die sich damit der 2 %-Marke nähert. Bezüglich der Kerninflation ist mit einer bei 2,3 % unveränderten Jahresrate zu rechnen. Da die Fed aber auf die PCE-Inflation achtet und die Kernrate hier bei 1,8 % liegt, dürften sich die Notenbanker um Fed-Chef Powell nicht unter Zugzwang sehen. Die FOMC-Mitglieder hatten in den letzten Wochen angedeutet, zunächst in eine abwartende Haltung überzugehen. Die Zinsentscheidungen seien abhängig von den aktuell eingehenden Konjunkturdaten. Diese fielen zuletzt uneinheitlich aus. Während zum Beispiel der Arbeitsmarkt und die Verbraucherstimmung positiv überraschten, enttäuschte das wichtige Stimmungsbarometer der Industrie (ISM-Index) unter dem Eindruck des Handelskonflikts mit China. Weder Zinssenkungen noch Zinserhöhungen scheinen daher aktuell angeraten. ...

 

Bund-Future

Im Vorfeld der heutigen US-Notenbanksitzung handelte der Future in einer engen Spanne und die Oktober-Abwärtstrendlinie blieb unangetastet. Neuigkeiten von der Handelsfront zwischen den USA und China könnten in den nächsten Tagen für Impulse sorgen, denn am Sonntag läuft die Schonfrist für die angedrohten neuen Zölle aus. Ob es bald zu einer gütlichen Einigung kommen wird, ist aber weiterhin offen. Mit dem intakten Abwärtstrend bleibt das technische Bild derweil getrübt. Die Oktober-Widerstandslinie verläuft heute bei 172,82. Zuvor trifft der Future an der 21-Tagelinie bei 172,69 auf eine erste Hürde. Unterstützungen lokalisieren wir im Bereich 171,61/72. Darunter bietet das Novembertief bei 170,92 weiteren Halt. Trading-Range: 171,61 – 172,82. 

 

EUR-USD

Der Euro pendelt seit mehr als fünf Wochen in einer engen Handelsspanne von etwa 1,0980 bis 1,1115 USD. Dabei ist der seit Ende Juni bestehende Abwärtstrend noch immer intakt und die Widerstandslinie bei 1,1108 stellt zusammen mit der oberen Range-Begrenzung bei 1,1115 eine wichtige Hürde dar. Die Indikatoren im Tageschart liefern ein uneinheitliches Bild und vonseiten der heute anstehenden US-Inflation und der FOMC-Sitzung ist nicht mit Unterstützung zu rechnen. Zinssenkungserwartungen bleiben unserer Einschätzung nach gedämpft, wodurch der US-Dollar tendenziell unterstützt wird. Neben der Notenbanksitzung in den USA warten Marktteilnehmer mit Spannung auf die erste EZB-Ratssitzung unter der Ägide von Christine Lagarde (morgen). Zudem stehen mit den Parlamentswahlen in Großbritannien und der näher rückenden Deadline bezüglich US-Zollerhöhungen für Importe aus China noch wichtige Entscheidungen auf dem Programm. Erste Haltemarken lokalisieren wir an den 21- und 55-Tagelinien bei 1,1051/48. Kurse darunter würden Potenzial bis 1,0979 eröffnen. Trading-Range: 1,1040 – 1,1125. 

 

Ihr Helaba-Research-Team

 

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