Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkten 


Neben „Brexit“ US-Immobilien im Blick

Bund-Future: Tief im Test

Euro: Hürden oberhalb von 1,12 USD in Reichweite

 

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Noch immer besteht keine endgültige Klarheit über den EU-Ausstieg Großbritanniens, auch wenn kurzfristig ein No-Deal-Szenario unwahrscheinlich ist. Die Stimmung leidet derweil, nicht nur bei deutschen und europäischen Unternehmen, auch in Großbritannien selbst. So ist heute der CBI-Index zum Geschäftsoptimismus von Interesse. Dieser hat sich im Trend seit Jahresanfang 2018 abgeschwächt und mit -32 Punkten das niedrigste Niveau seit dem Q3/2016 (Quartal nach dem „Brexit“-Referendum) erreicht. Dass das „Brexit“-Hin-und-Her aktuell zu einer wahren Stimmungswende beiträgt, erscheint uns nicht als sehr wahrscheinlich. In der Eurozone steht die von der EZB durchgeführte Umfrage zu den Kreditvergabebedingungen im Mittelpunkt, da es keine weiteren Datenveröffentlichungen gibt. Zuletzt hatten die Banken leichte Veränderungen an den Kreditvergabebedingungen vorgenommen und diese tendenziell gestrafft. Eine weitere und deutliche Verschärfung würde die Investitionsperspektiven trüben und damit die konjunkturellen Sorgenfalten vertiefen.

Währenddessen richtet sich der Blick in den USA auf die Eigenheimverkäufe (Existing Home Sales). Die Vorgabe vonseiten der schwebenden Hausverkaufszahl ist zwar leicht positiv. Jedoch gilt es zu beachten, dass die Eigenheimverkäufe zuletzt schon verhältnismäßig robust ausgefallen waren, sodass wir eher von einer Stagnation ausgehen. ...

 

Bund-Future

Ein ungeregelter EU-Austritt Großbritanniens scheint vorerst abgewendet zu sein, denn sollte das Unterhaus die neuen „Brexit“-Beschlüsse ablehnen, dürften sich die EU-Staats- und Regierungschefs für eine erneute Fristverlängerung aussprechen. Die rückläufige Risikoaversion macht sich in nachlassenden Kursen an den Rentenmärkten bemerkbar. Der Abwärtstrend des Bund-Futures ist intakt. Sollte die Unterstützung bei 170,73 unterschritten werden, stünde einem Test des Bereichs um 170,00 nichts im Wege. Erste Widerstände lokalisieren wir bei 171,88/93 und bei 172,48. Trading-Range: 170,40– 171,50. 

 

EUR-USD

In Abwesenheit fundamentaler Datenveröffentlichungen gelang dem Euro ein freundlicher Wochenauftakt. Die Charttechnik lässt auf Tagesbasis weitere Gewinne als möglich erscheinen. So liefern MACD und DMI Kaufsignale und das Kursmomentum liegt oberhalb der Nulllinie. Lediglich der Stochastic im überkauften Bereich warnt vor zu hohem Optimismus. Den nächsten Widerstand lokalisieren wir am 61,8 %-Retracement der Abwärtsbewegung von Ende Juni bis Anfang Oktober bei 1,1208. An dieser Marke verläuft heute auch die 200-Tagelinie. Darüber könnten Gewinne bis in den Bereich 1,1286 folgen. Unterstützungen bestehen an der 100-Tagelinie bei 1,1138 und bei 1,1051 (55-Tagelinie). Darunter bietet die Marke bei 1,1023 weiteren Halt. Trading-Range: 1,1100 – 1,1210. 

 

Ihr Helaba-Research-Team

 

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