Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkten 


Keine Entwarnung

Bund-Future: Gewinne wahrscheinlich

Euro: Zinsspread stützt


Ausgewählte Inhalte

Die Angst vor einer Corona-Pandemie geht um und entsprechend bestimmen die Nachrichten zur COVID-19-Entwicklung das Geschehen. An den Finanzmärkten herrscht Risk-Off-Stimmung und sichere Anlagehäfen sind gesucht. Konjunktursorgen nehmen zu, obwohl zuletzt in Europa veröffentlichte Daten dies noch nicht rechtfertigen. Die kommenden Stimmungsbarometer könnten jedoch einen deutlicheren Corona-Effekt zeigen. Bereits am Wochenende sind die chinesischen Einkaufsmanagerindizes des zu Ende gehenden Monats zu beachten. Aufgrund der wochenlangen Beeinträchtigung des Geschäftslebens ist mit kräftigen Abschlägen zu rechnen. Hierzulande sind mit den steigenden Renten- und fallenden Aktienkursen auch die Zins- und Inflationserwartungen weiter gesunken. In der Eurozone nähert sich der 5J/5J-Forward-Inflation-Swap den Tiefpunkten vom Sommer und Herbst 2019. Die ersten vorläufigen Verbraucherpreisindizes stehen heute in Spanien im Kalender. Vor dem Hintergrund der gesunkenen Benzinpreise ist mit einer nachgebenden Inflationsrate zu rechnen. Die Inflationserwartungen werden daher kaum die Gegenrichtung einschlagen. Vor diesem Hintergrund werden in der Eurozone die Geld- und Kreditmengen Beachtung finden, ebenso wie das Wirtschaftsvertrauen...


Bund-Future

Der Future stand gestern zeitweise unter leichtem Abgabedruck, nachdem zunächst ein neues Jahreshoch bei 176,30 markiert wurde. Die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen durch die Infektionsausbreitung dürften die Anleihen der Euroraum-Kernstaaten weiter stützen. Zudem machen wir bei den heutigen Fundamentaldaten per saldo Enttäuschungspotenzial aus, sodass erneute Kursgewinne zu erwarten sind. Dafür spricht auch das konstruktive Chartbild. So stehen die Indikatoren im Kauf und der ADX untermauert die Aufwärtsbewegung, die seit Januar zu beobachten ist. Auf eine erste Hürde stößt der Future bei 176,30. Darüber besteht Potenzial bis 176,71/74. Unterstützungen machen wir im Bereich 175,12/21 aus. Darunter bietet die Zone 174,52/74 weiteren Halt. Trading-Range: 175,50 – 176,70.


EUR-USD

Das neue Coronavirus breitet sich in immer mehr Ländern aus und sorgt für ein hohes Maß an Unsicherheit. Konjunktursorgen nehmen zu und damit auch Spekulationen auf eine Lockerung der Geldpolitik. Bezüglich der Europäischen Zentralbank wird per Ende dieses Jahres eine Reduzierung des Einlagenzinssatzes um 10 Bp. auf -0,60 % eskomptiert und in den USA sind es mittlerweile zwei Senkungen des Leitzinsbandes um jeweils 25 Bp. auf 1,00-1,25 %. Der sich zu Lasten des US-Dollars entwickelnde Zinsspread liefert dem Euro Unterstützung. Das 38,2 %-Retracement des Abwärtsimpulses von Ende Januar bis zum 20. Februar bei 1,0896 USD wurde bereits überwunden. Weitere Widerstände sind bei 1,0925, 1,0972 und 1,0990 zu finden. Unterstützungen lokalisieren wir um 1,0800 und bei 1,0775 USD. Trading-Range: 1,0850 – 1,0970.


Ihr Helaba-Research-Team


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