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DAX: Maximales Korrekturlevel erreicht

EU-Kommission will an den Kapitalmarkt


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Für den DAX scheint es kein Halten mehr zu geben, da die Optimisten weiterhin den Takt bestimmen. Auch wurden weitere wichtige Chartmarken, zumindest temporär, übersprungen. Letztendlich konnte ein Kursplus in Höhe von 1,33 Prozent auf 11.657,69 Zähler verbucht werden. Ein wesentlicher Anteil der heutigen Performance des deutschen Leitindex war auf die deutlichen Gewinne der drei Autobauer Daimler, BMW und Volkswagen zurückzuführen. Diese trugen allein 108 Punkte zum DAX-Anstieg bei.  Lange Zeit waren auch die Anteilsscheine der Lufthansa unter den größten Gewinnern zu finden. Zwischenzeitlich ging es für die Airline-Papiere um mehr als neun Prozent aufwärts, bevor die Nachricht, dass der Aufsichtsrat die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden vertagte, die Gewinne wieder eliminierte. Für Rückenwind am Gesamtmarkt sorgten die Pläne der EU-Kommission für einen Wiederaufbaufonds mit einem Volumen von 750 Mrd. Euro, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu überwinden. Insgesamt drängt sich der Eindruck auf, als würden derzeit sämtliche Risiken vom Markt ausgeblendet. Seien es die Spannungen zwischen den USA und China, die Hongkong-Krise, eine mögliche zweite Corona-Welle oder die Möglichkeit, dass die Dinge sich nicht so entwickeln, wie angenommen – siehe Lufthansa. Sinnvoll erscheint es zudem, nicht nur auf den DAX zu schauen. Gestern verlor der MDAX 1,16 Prozent, während es für den TecDax um über zwei Prozent abwärts ging. Offensichtlich werden in der zweiten Reihe bereits Einsätze vom Tisch genommen und Kursgewinne gesichert. Das US-Beige Book zeigte, dass die wirtschaftliche Aktivität in allen Distrikten zurückging - in den meisten deutlich. Der DAX wird heute mit Kursgewinnen in den Handel starten.


Charttechnik

Wie nach dem Verlauf der letzten Tage zu erwarten war, ließ der DAX weitere Hürden hinter sich. Teilweise lediglich intraday wie beispielsweise die 144-Wochen-Regression (11.661), das 61,8%-Retracement (11.678) oder den 200-Tage-EMA (11.725), andere wie die 100-Tagelinie (11.589) auf Schlusskursbasis. Zuletzt wurde an dieser Stelle betont, dass es die Widerstände in sich haben, was sich bewahrheitete. Nicht allein deshalb versprechen die kommenden Tage aus charttechnischer Sicht spannend zu werden. Mit dem Überwinden der 11.600er-Marke wurde ein harmonisches Muster komplettiert, und mit dem 61,8-Retracement das maximale Korrekturlevel erreicht. Insofern wird sich zeigen müssen, ob es sich um mehr als „nur“ eine Korrektur innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends handelte. Supports finden sich bei 11.604, 11.540, 11.478, 11.430 und 11.371 Zählern. Widerstände lassen sich bei 11.815, 11.920, 11.980, 12.015 Punkten definieren. Die 200-Tagelinie verläuft bei 12.105.


Ihr Helaba-Research-Team


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