Tagesausblick Aktien


Der nächste Tagesausblick erscheint am Freitag, dem 28. Juni 2019




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DAX: Schwächeanzeichen nehmen zu

Boeing belastet Durable Goods Orders

 

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Am Dienstag präsentierte sich der DAX unentschlossen. Ursächlich dafür waren mehrere Faktoren. Zunächst konnte festgestellt werden, dass das zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels (Samstag) geplante Treffen seine Schatten voraus warf. Insbesondere sorgte die Möglichkeit, dass die Gespräche scheitern und eine Lösung des Handelsstreits in weite Ferne rücken könnten für Zurückhaltung. Dies obwohl China in Person des Vizehandelsminister Wang Shouwen betont hatte, dass beide Länder nach einem Kompromiss suchen sollten. Darüber hinaus wollten sich die Marktteilnehmer im Vorfeld der Rede des Fed-Chefs Powell nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Powell hat seine grundsätzliche Offenheit für Zinssenkungen geäußert. Die Fed prüfe, ob die Unsicherheiten weiter auf dem wirtschaftlichen Ausblick lasteten und eine Lockerung der Geldpolitik rechtfertigen ergänzte er. Die Möglichkeit aggressiver Zinssenkungen wurde jedoch von Powell und dem Fed-Chef von St. Louis, Bullard, heruntergespielt. Auch die Iran-Krise steht weiter im Fokus. Die zuletzt von den USA gegen den Iran verhängten Sanktionen scheinen eine Lösung des Konflikts auf diplomatischer Ebene unmöglich zu machen. Trump teilte per Twitter mit, dass "jedem Angriff des Irans auf irgendetwas Amerikanisches mit großer und überwältigender Gewalt begegnet werde. Überwältigend wird in einigen Bereichen Auslöschung bedeuten".

 

Charttechnik

Nachdem der DAX bei 12.438 Zählern ein neues Jahreshoch markierte, folgten auf dieses mittlerweile drei Handelstage mit jeweils fallenden Hochs und Tiefs. Damit zeichnet sich eine kurzfristige Wendeformation ab, welche interessanterweise mit dem Ende eines großen Preis- und Zeitzyklus zusammenfällt. In der Vergangenheit kam es häufig in der Nähe derartiger Strukturpunkte zu einem Wechsel des zuvor dominierenden Trends. Insofern könnten die kommenden Handelstage richtungsweisend sein. Sollte ein möglicher Rücksetzer zu einem Wiedereintritt in die Dreiecksformation führen, könnte dies ein Hinweis auf die Entstehung eines sogenannten „Bow Tie Pattern“ sein, zumal die Relevanz der oberen Dreiecksbegrenzung bereits deutlich wurde. Heute zeichnet sich ab, dass der bei 12.214 Zählern verlaufende 100-Wochendurchschnitt unterschritten wird. Insofern rücken weitere Supports bei 12.168 (Struktur), 12.107 (55-Tagelinie), 12.084 (21-Tagedurchschnitt und 12.077 (144-Wochenlinie) verstärkt in den Fokus.

 

Ihr Helaba-Research-Team


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