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DAX: Zuviel Optimismus?

US-Daten von Interesse


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Nach den sehr euphorisch anmutenden Handelssitzungen am Montag und Dienstag, ausgehend vom Freitagsschlusskurs kletterte der DAX um mehr als 1.000 Punkte, kann das Marktgeschehen am Mittwoch als relativ gemächlich beschrieben werden. Insgesamt legte der deutsche Leitindex seit dem am 16. März markierten Zwischentief um mehr als 28 Prozent zu. Heute wird der DAX mit Kursgewinnen in den Handel starten. Dies obwohl sich die Anleger in Japan vom Aktienmarkt zurückzogen, nachdem es zu einem deutlichen Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen in dem Land kam. Die Corona-Krise bleibt tonangebend, auch wenn sich in Deutschland und Europa zuletzt die Neuinfektions- und Todesfallzahlen abschwächten. Auf jeden Fall ist es aber noch zu früh um in den Normmalmodus zurückzukehren, zumal sich die Krise wohl sehr deutlich in den kommenden Quartalsergebnissen der Unternehmen niederschlagen wird. Die Berichtssaison nimmt ab der kommenden Woche, vor allen in den USA, Fahrt auf. Übrigens: Laut einer Umfrage von RBC sind Institutionelle derzeit so bullisch für den Markt wie seit dem Jahr 2018 nicht mehr. Ob sie damit richtig liegen oder dies als Kontraindikation verstanden werden sollte, wird sich zeigen müssen. Gestern wurde der DAX auch von dem Umstand gebremst, dass die Euro-Finanzminister die Beratungen in der Corona-Krise abgebrochen haben. Uneins war man sich insbesondere über die Ausgestaltung der Hilfen für Italien. Heute wird ab 17 Uhr weiterverhandelt.


Charttechnik

Die zuletzt vollzogene Aufwärtsbewegung des DAX wurde von widersprüchlichen Signalen begleitet. Daran änderte sich gestern erneut nichts. Bemerkenswert ist, dass das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern, bezogen auf den Gesamtmarkt, zwar positiv, das gehandelte Volumen bei den Verlierern jedoch doppelt so hoch ausfiel. Auch an der strukturellen Konstellation der DAX-Werte ergaben sich keine Änderungen. Weiterhin notieren alle Titel, sowohl unterhalb der 200- als auch unter der 50-Tagelinie. Bei 23 Werten verläuft zudem der 50- unter dem 200-Tagedurchschnitt, während bei 29 die 20- unter der 50-Tagelinie liegt. Von den 500 Aktien des S&P weisen aktuell 425 Werte einen negativen Mittelfristtrend auf. Grundsätzlich wird in der Charttechnik unterstellt, dass Positionen in Richtung des sekundären Trends das größte Potenzial aufweisen. Der beim DAX bei 10.314 (Struktur) verlaufende Widerstand konnte gestern leicht überwunden werden, für einen neuerlichen Test der Marken bei 10.371 (Retracement), 10.380 (Gap) und insbesondere des Clusters (10.515/10.563/10.569) reichte die Kraft zunächst nicht. Auf der Unterseite sind Unterstützungen bei 10.269, 10.252, 10.168 (144-Wochen-Regressionskanal), 9.975 (55-Tage- Moving-Adaptive) und 9.855 (200er Extension) zu finden.


Ihr Helaba-Research-Team


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