Schweden

Solider Auftritt

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Das schwedische Wirtschaftswachstum hat sich 2019 deutlich abge­schwächt, da die bis Ende 2018 sinkenden Immobilienpreise den Konsum gedämpft haben. 2020 dürfte das Land jedoch einen solideren Auftritt zeigen, auch weil die Hauspreise wieder steigen.

Die schwedische Konjunktur kam 2019 durch einen schwachen Konsum und gesunkene Investitionen aus dem Tritt. Wenngleich auch die Dynamik bei den Nettoexporten nachgelassen hat, stützten diese das Wachstum merklich. In den ersten Monaten kommenden Jahres dürfte die Konjunktur noch etwas wackelig erscheinen, bevor Schweden auf der Konjunkturbühne wieder an Attraktivität gewinnt. Mit einem Wirtschafts­wachstum von 1,7% kann das Land 2020 im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine ansehnliche Performance erzielen. Dazu tragen eine Entspannung im Handelskonflikt sowie eine Stimmungs­verbesserung bei den Konsumenten und in der Industrie bei. Die Exporte sind 2020 erneut ein Pfeiler des Wachstums.

Bausektor mit Potenzial

Die Bruttoanlageinvestitionen sollten nach der Schwäche 2019 einen positiven  Wachstumsbeitrag leisten, der vor allem von der Bautätigkeit ausgeht. Wieder steigende  Häuserpreise dürften zu mehr Baubeginnen führen, zumal in den Ballungsgebieten Schwedens nach wie vor eine große Knappheit an bezahlbarem Wohnraum herrscht.

Die Umfragewerte der schwedischen Bevölkerung zu den beabsichtigten, größeren Käufen steigen seit geraumer Zeit, so dass sich die Perspektive für den Einzelhandel verbessert. Nach dem jüngsten Anstieg der Arbeitslosenquote spricht die wirtschaftliche Gemengelage für eine leichte Ver­schlechter­ung am Arbeitsmarkt. Dementsprechend fallen die Lohnsteigerungen mit rund 2% nur moderat aus.

Riksbank setzt Niedrigzinspolitik fort

Die schwedische Nationalbank stellt ein Ende der Negativzinsen in Aussicht. Ein Zinsschritt erscheint möglich, da der Außenwert der Schwedenkrone historisch schwach ist. In Anbetracht des konjunkturellen Umfelds und einer Inflationsrate, die 2020 mit 1,5% unter dem Ziel von 2% bleibt, wird die Riksbank aber keinen echten Zinserhöhungszyklus beginnen.

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