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24.08.2017

Helaba mit Vorsteuerergebnis von 238 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017

Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat das erste Halbjahr 2017 mit einem IFRS-Konzernergebnis vor Steuern von 238 Mio. Euro abgeschlossen.

  • Helaba mit Ergebnis im ersten Halbjahr zufrieden
  • Erfreuliche Entwicklung im Neugeschäft
  • Risikolage entspannt
  • Vorstand bestätigt Ergebnis­prognose für 2017

Das Konzern­ergebnis nach Steuern belief sich auf 150 Mio. Euro. Damit liegt das Ergebnis wie erwartet unter den starken Vor­jahres­werten von 279 Mio. Euro vor bzw. 184 Mio. Euro nach Steuern. In einem heraus­fordernden Wettbewerb konnte sich die Bank in allen Geschäfts­bereichen gut behaupten. Positiv wirkten sich dabei insbe­sondere das deutlich gestiegene Handels­ergebnis und der geringe Risiko­vor­sorge­bedarf aus. Gleichzeitig haben das Niedrig­zins­umfeld sowie das volatile Ergebnis aus Sicherungs­zusammen­hängen und Derivaten das Ergebnis im ersten Halbjahr belastet.

„Ange­sichts der anhaltenden Heraus­forderungen für unsere Branche sind wir mit dem Ergebnis des ersten Halb­jahres 2017 zufrieden. Insbesondere die Entwicklung im Neu­ge­schäft stimmt uns positiv. Dabei profi­tieren wir von unseren guten und lang­fristigen Kunden­beziehungen und unserer starken Markt­position“, bekräftigt Herbert Hans Grüntker, Vorsitzen­der des Vor­stands der Helaba. „Aufgrund des andauernden Null- und Negativ­zins­szenarios bleiben wir bei unserer Ergebnis­prognose, wonach wir für 2017 mit einem spürbaren Ergebnis­rückgang rechnen. Aus heutiger Sicht sind wir zuver­sichtlich, das in der Jahres­planung festge­legte Ziel über­treffen zu können“, so Grüntker.

Die Zahlen für das erste Halb­jahr im Über­blick

Der Zins­über­schuss sank vor dem Hintergrund der anhaltenden Null- bzw. Negativ­zins­phase um 69 Mio. Euro auf 542 Mio. Euro. Die gute Portfolio­qualität führte im ersten Halbjahr 2017 zu einer niedrigen Risiko­vorsorge im Kredit­geschäft in Höhe von minus 2 Mio. Euro (Vorjahr: minus 75 Mio. Euro). Der Provisions­überschuss ist um 8 Mio. Euro auf 180 Mio. Euro gestiegen. Dabei entwickelten sich die Provisions­erträge aus dem Zahlungs­verkehr und dem Außen­handels­geschäft der Helaba und der Frankfurter Sparkasse sowie aus dem Asset Management der Helaba Invest positiv. Das Ergebnis aus dem Handels­geschäft erhöhte sich auf 168 Mio. Euro nach minus 13 Mio. Euro im Vergleichs­zeitraum. Hierzu trugen wie auch im ersten Quartal 2017 niedrigere Bewertungs­abschläge bei Derivaten in Folge der gestiegenen langfristigen Zinsen bei.

Ebenso wie das Handels­ergebnis ist das Ergebnis aus Sicherungs­zu­sammen­hängen und Derivaten von der Markt­be­wertung geprägt. Nachdem im ersten Halbjahr des Vorjahres ein Ergebnis von 107 Mio. Euro erzielt wurde, beträgt dieses in der Berichts­periode minus 108 Mio. Euro. Wesentliche Ursache für den Rück­gang ist die gegen­über dem Vorjahr umgekehrte Wirkung der Liquiditäts­komponente von Fremd­währungen (Cross Currency Basis Spread) im Zusammenhang mit der Refinan­zierung von Fremd­währungs­geschäften.

Das Ergebnis aus Finanz­anlagen (inkl. Equity-Bewertung) verringerte sich auf 7 Mio. Euro (Vorjahr: 10 Mio. Euro). Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um 9 Mio. Euro auf 108 Mio. Euro. Die Verwaltungs­aufwen­dungen stiegen um knapp 4 Prozent auf 656 Mio. Euro. Wie im Vorjahr sind in dieser Position bereits die Voll­versor­gung für Banken­abgabe und Sicherungs­reserven des DSGV und des SGVHT enthalten.

Dies führt in Summe nach den ersten sechs Monaten des Jahres zu einem Konzern­ergebnis vor Steuern von 238 Mio. Euro (Vorjahr: 279 Mio. Euro) und nach Steuern von 150 Mio. Euro (Vorjahr: 184 Mio. Euro).

Die Konzern­bilanz­summe der Helaba ist im ersten Halbjahr 2017 von 165,2 Mrd. Euro auf rund 164 Mrd. Euro gesunken. Die Forder­ungen an Kunden belaufen sich auf 91,7 Mrd. Euro und verringerten sich – im Wesentlichen währungs­bedingt – um rund 1,4 Mrd. Euro gegenüber dem Niveau zum Jahresende 2016 (31. Dezember 2016: 93,1 Mrd. Euro). Das Abschluss­volumen im mittel- und langfristigen Neugeschäft - ohne das wettbewerbs­neutrale Förder­geschäft der WIBank – hat sich mit 9,1 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr (8,8 Mrd. Euro) erfreulich entwickelt.

Die harte CET1-Quote („phased in“) beläuft sich zum 30. Juni auf 15,1 Prozent bzw. 14,9 Prozent („fully loaded“). Die Cost-Income-Ratio liegt zum Stichtag 30. Juni 2017 bei 73,3 Prozent (30. Juni 2016: 64,0 Prozent). Die Eigen­kapital­rendite (vor Steuern) erreicht 6,1 Prozent.

Geschäfts­segmente im Überblick

Im Segment Immobilien stieg das Ergebnis vor Steuern um rund 10 Prozent auf 195 Mio. Euro (Vorjahres­zeitraum: 178 Mio. Euro). Damit lieferte der Unter­nehmens­bereich Immo­bilien­kredit­geschäft erneut den größten Beitrag zum Konzern­ergebnis. Das Abschluss­volumen im mittel- und langfristigen Neugeschäft reduzierte sich im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 4,9 Mrd. Euro). Die Risiko­vorsorge im Kredit­geschäft beträgt 3 Mio. Euro (Vorjahres­zeitraum: minus 14 Mio. Euro).

Im Unter­nehmens­bereich Corporate Finance lag das Ergebnis vor Steuern mit 65 Mio. Euro insbe­sondere aufgrund der niedrigeren Risiko­vorsorge deutlich über dem Vor­jahres­wert von minus 10 Mio. Euro. Das Abschluss­volumen im mittel- und langfristigen Neu­ge­schäft überschritt in den ersten sechs Monaten mit 2,7 Mrd. Euro deutlich den Wert des Vorjahres­zeit­raumes von 1,9 Mrd. Die Risiko­vorsorge im Kredit­geschäft liegt mit minus 31 Mio. Euro deutlich unterhalb des Vorjahres­werts von minus 110 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern im Segment Financial Markets liegt mit minus 10 Mio. Euro deutlich unterhalb des Vorjahres­ergebnisses (Vorjahres­zeitraum: 38 Mio. Euro).

Das Handels­ergebnis stieg auf 138 Mio. Euro (Vorjahres­zeitraum: -22 Mio. Euro). Das Ergebnis aus nicht mit Handels­absicht gehaltenen Derivaten und Finanz­instru­menten der Fair Value-Option ver­ringerte sich um minus 205 Mio. Euro auf minus 109 Mio. Euro (Vorjahres­zeitraum: 96 Mio. Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Bewertungs­erfolgen bei Finanz­instrumenten der Fair Value-Option sowie dem in dieser Position enthaltenen Umkehr­effekt aus der Berück­sichtigung der Liquiditäts­kompo­nente von Fremd­währungen (Cross Currency Basis Swaps) im Rahmen der Derivate­bewertung.

Im Segment Verbund-, Privatkunden- und Mittel­stands­geschäft lag das Ergebnis vor Steuern mit 49 Mio. Euro unter dem Vor­jahres­wert von 55 Mio. Euro. Die Erträge vor Risiko­vor­sorge der Verbundbank erhöhten sich um 7 Mio. Euro auf 60 Mio. Euro (Vorjahres­zeitraum: 53 Mio. Euro). Im Geschäft der Frankfurter Sparkasse wirkte sich das Niedrig­zins­niveau erwartungs­gemäß in einem gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Zinsüber­schuss und einem niedrigeren Ergebnis der Spezial­fonds aus. Dagegen entwickelte sich der Provisions­überschuss positiv. Damit liegt das Ergebnis vor Steuern der Frankfurter Sparkasse im Segment insgesamt mit 60 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahres­ergebnis (63 Mio. Euro). Die LBS erzielte durch das niedrige Zins­umfeld gegenüber dem Vorjahr ein rückläufiges Zinsergebnis. Die Frankfurter Bank­gesell­schaft konnte ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahres­wert um 1,5 Mio. Euro steigern.

Im Segment Öffentliches Förder- und Infra­struktur­geschäft wird im Wesentlichen das Geschäft der WIBank dargestellt. Das Ergebnis vor Steuern im Segment liegt mit 9 Mio. Euro unterhalb des Vorjahres­ergebnisses (12 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr stieg der Zins­über­schuss durch einen Anstieg des Förder­geschäftes um 1 Mio. Euro an. Das Provisions­ergebnis aus dem Förder­geschäft liegt mit 19 Mio. Euro auf Vorjahres­niveau. Aufgrund höherer Aufwendungen für EDV-Leistungen nahm der Verwaltungs­aufwand spürbar zu.


Mike Peter Schweitzer
Leiter Kommunikation und Pressesprecher
Ursula-Brita Krück
Stv. Pressesprecherin
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